Wie wirkt Pflanzenfarbe auf das Haar?

Pflanzenhaarfarbe: Sanfte Schönheit für Ihr Haar

07/12/2023

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Haben Sie jemals darüber nachgedacht, Ihre Haare mit den Wundern der Natur zu färben? In einer Welt, in der chemische Produkte oft die erste Wahl sind, bietet die Pflanzenhaarfarbe eine faszinierende und vor allem gesunde Alternative. Sie ist nicht nur eine Hommage an uralte Traditionen, sondern auch eine sanfte Methode, Ihrem Haar neue Lebendigkeit und einen atemberaubenden Glanz zu verleihen. Vergessen Sie aggressive Chemikalien und freuen Sie sich auf ein Farberlebnis, das Ihr Haar pflegt, anstatt es zu strapazieren. Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die Welt der Pflanzenfarben und entdecken, was diese natürliche Option für Sie bereithält.

Was sind die Nachteile von Haarfarbe?
Industriell hergestellte Haarfarbe hat oft viele Nachteile: Sie greift die Haarstruktur an, kann krebserregende Stoffe beinhalten und unter Umständen können einige Inhaltsstoffe allergische Reaktionen verursachen. Alternativ kann man auch einfach pflanzliche Mittel verwenden und so auf natürlichem Wege die Haare färben.
Inhaltsverzeichnis

Wie wirkt Pflanzenhaarfarbe genau auf Ihr Haar?

Der grundlegende Unterschied zwischen Pflanzenhaarfarbe und synthetischen Produkten liegt in ihrer Wirkweise. Während chemische Haarfarben tief in die Haarstruktur eindringen, um die natürlichen Pigmente aufzubrechen und neue Farbstoffe einzulagern, verhält sich Pflanzenhaarfarbe wie eine schützende Lasur. Die feinen Farbpigmente der Pflanzen legen sich um die äußere Schuppenschicht des Haares. Sie umhüllen jedes einzelne Haar, ohne die empfindliche Haarstruktur zu verändern oder zu beschädigen. Dies ist entscheidend für die Haargesundheit, denn die natürliche Integrität des Haares bleibt erhalten. Das Ergebnis ist nicht nur eine neue Farbe, sondern auch ein gestärktes und glänzendes Haar, das sich spürbar gesünder anfühlt. Die enthaltene Gerbsäure in vielen Pflanzenbestandteilen wirkt adstringierend, zieht die Schuppenschicht zusammen und sorgt so für den natürlichen Glanz und eine verbesserte Kämmbarkeit. Bei feinem Haar kann die Pflanzenfarbe zudem für mehr Fülle und Festigkeit sorgen, da die Pigmente das Haar leicht verdicken.

Die Magie natürlicher Inhaltsstoffe: Henna, Indigo & Co.

Die Vielfalt der Pflanzenwelt bietet eine breite Palette an Farbtönen. Die bekanntesten und am häufigsten verwendeten Pflanzen für die Haarfärbung sind:

  • Henna (Lawsonia inermis): Henna ist der Klassiker unter den Pflanzenhaarfarben. Es wird aus den getrockneten und gemahlenen Blättern der Hennapflanze gewonnen und verleiht dem Haar warme Rot-, Kupfer- und Orangetöne. Je nach Ausgangshaarfarbe und Einwirkzeit kann das Ergebnis von einem zarten Goldrot bis zu einem tiefen Mahagoni reichen. Henna ist auch für seine pflegenden Eigenschaften bekannt, es verleiht Glanz und kann das Haar kräftigen.
  • Indigo (Indigofera tinctoria): Indigo, gewonnen aus den Blättern der Indigopflanze, ist für seine blauen Farbpigmente bekannt. In Kombination mit Henna lassen sich damit verschiedene Braun- und Schwarztöne erzielen. Reines Indigo allein kann auf hellem Haar einen Grünstich verursachen, weshalb es fast immer zusammen mit Henna verwendet wird, um warme, dunkle Farbtöne zu kreieren.
  • Basma: Oft als Synonym für Indigo verwendet, bezeichnet Basma in einigen Regionen auch die Blätter einer bestimmten Indigo-Art oder eine Mischung, die tiefere, dunklere Töne ermöglicht. Es trägt wesentlich zu dunklen Braun- und Schwarzergebnissen bei.
  • Weitere Pflanzen und Inhaltsstoffe: Neben Henna und Indigo werden oft weitere Pflanzenpulver beigemischt, um die Farbpalette zu erweitern oder zusätzliche Pflegeeffekte zu erzielen. Dazu gehören:
    • Kamille: Für helle, goldene Reflexe und zur Beruhigung der Kopfhaut.
    • Walnussschalen: Für dunkle Braun- und Schwarztöne.
    • Kaffee: Kann helfen, dunkle Töne zu intensivieren und einen kühlen Unterton zu geben.
    • Rhabarberwurzel: Für goldblonde bis rötlich-blonde Töne.
    • Amla (Indische Stachelbeere): Stärkt das Haar, fördert das Wachstum und intensiviert dunkle Töne.

Die Kombination dieser Pflanzen ermöglicht es, eine breite Palette von natürlichen Farbtönen zu kreieren, die individuell auf den Haartyp abgestimmt werden können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genaue Farbnuance stark von der Ausgangshaarfarbe, der Einwirkzeit und der Haarstruktur abhängt.

Vorteile der Pflanzenhaarfarbe: Mehr als nur Farbe

Die Entscheidung für Pflanzenhaarfarbe ist eine Entscheidung für die Gesundheit und Schönheit Ihres Haares. Die Vorteile sind vielfältig:

  • Haargesundheit und Glanz: Im Gegensatz zu chemischen Farben, die die Haarstruktur aufrauen und schädigen können, legen sich Pflanzenfarben wie ein Schutzfilm um das Haar. Dies versiegelt die Kutikula, was zu einem außergewöhnlichen Glanz und einer glatten, gesunden Haaroberfläche führt. Das Haar wird nicht nur gefärbt, sondern gleichzeitig gepflegt und gestärkt. Es erhält mehr Volumen und Geschmeidigkeit.
  • Schutz der Kopfhaut: Viele chemische Haarfarben enthalten Inhaltsstoffe wie Ammoniak, Resorcin und PPD (Paraphenylendiamin), die allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen können. Pflanzenhaarfarben sind naturbelassen und frei von solchen aggressiven Chemikalien, was sie besonders geeignet für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut oder Allergien macht. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe in den Pflanzen können sich sogar positiv auf die Kopfhaut auswirken und sie beruhigen.
  • Natürliches Farbergebnis: Pflanzenhaarfarben erzeugen einen sehr natürlichen Look. Sie legen sich transparent über die bestehende Haarfarbe und mischen sich mit ihr. Dies führt zu lebendigen, facettenreichen Ergebnissen, die mit den natürlichen Nuancen des Haares verschmelzen und einen starren „Helm-Effekt“ vermeiden.
  • Fülle und Griffigkeit: Besonders für feines oder kraftloses Haar ist Pflanzenfarbe eine Wohltat. Die Pigmente umhüllen das Haar, was zu einer leichten Verdickung des Haarschafts führt. Das Haar fühlt sich griffiger an, bekommt mehr Volumen und lässt sich besser stylen.
  • Schonende Alternative: Pflanzenhaarfarben sind eine hervorragende Wahl für alle, die eine leichte Veränderung ihres Haarstils wünschen oder ihre Haarfarbe auffrischen möchten, ohne dabei Kompromisse bei der Haargesundheit einzugehen.

Pflanzenhaarfarbe vs. Chemische Haarfarbe: Ein direkter Vergleich

Um die Vorteile der Pflanzenhaarfarbe besser zu verstehen, ist ein direkter Vergleich mit herkömmlichen chemischen Haarfarben hilfreich:

MerkmalPflanzenhaarfarbeChemische Haarfarbe
WirkweiseFarbpigmente legen sich wie eine Lasur um das Haar, dringen nicht in die Struktur ein.Dringt in die Haarstruktur ein, verändert die Pigmente chemisch.
HaargesundheitSchonend, pflegend, verleiht Glanz und Fülle, stärkt das Haar.Kann das Haar strapazieren, austrocknen und schädigen.
InhaltsstoffeRein pflanzlich, frei von Ammoniak, Resorcin, PPD, Parabenen.Enthält oft aggressive Chemikalien, die Allergien auslösen können.
FarbveränderungVerleiht dem Naturton Glanz und Nuancen, keine Aufhellung möglich. Schwer, drastische Farbwechsel zu erzielen.Ermöglicht starke Farbveränderungen, auch Aufhellung.
GrauabdeckungKaschiert Grau- und Weißhaar, bietet aber keine 100%ige Abdeckung. Natürlicher, transparenter Look.Bietet in der Regel 100%ige Grauabdeckung.
HaltbarkeitHält ca. 10-15 Haarwäschen, verblasst sanft. Dauerhafte Färbung bei reinen Pflanzenfarben möglich.Permanent, wächst heraus, kann sich aber auswaschen oder verändern.
AnwendungszeitOft längere Einwirkzeit (60 Minuten oder länger).Kürzere Einwirkzeit (typischerweise 20-45 Minuten).
ErgebnisNatürlicher, facettenreicher Glanz, individuelle Nuancen.Oft einheitlicheres, intensiveres Farbergebnis.

Anwendung von Pflanzenhaarfarbe: Schritt für Schritt zum Naturlook

Die Anwendung von Pflanzenhaarfarbe erfordert etwas Geduld, aber die Mühe lohnt sich für das natürliche und gesunde Ergebnis. Hier ist eine allgemeine Anleitung:

  1. Vorbereitung des Haares: Bevor Sie mit dem Färben beginnen, ist es entscheidend, das Haar gründlich von Silikonen und Stylingresten zu befreien. Silikone können eine Barriere bilden und verhindern, dass die Pflanzenpigmente richtig am Haar haften. Verwenden Sie ein spezielles Tiefenreinigungsshampoo oder ein Shampoo ohne Silikone. Ein Allergietest (Patch-Test) an einer unauffälligen Hautstelle 48 Stunden vor der Anwendung ist immer ratsam, um mögliche Unverträglichkeiten auszuschließen.
  2. Anmischen der Farbe: Das Pflanzenpulver wird in der Regel mit warmem Wasser zu einer cremigen Paste angerührt. Die genaue Temperatur des Wassers kann je nach Hersteller und gewünschtem Farbton variieren (oft zwischen 50-90°C). Für intensivere Farbergebnisse oder spezielle Nuancen können auch starker Schwarztee, Kaffee oder Rotwein anstelle von Wasser verwendet werden. Beachten Sie die Anweisungen des Herstellers.
  3. Auftragen der Farbe: Schützen Sie Ihre Kleidung und die Umgebung. Tragen Sie Handschuhe, um Verfärbungen der Hände zu vermeiden. Beginnen Sie mit dem Auftragen der Paste am Ansatz und arbeiten Sie sich Strähne für Strähne bis in die Spitzen vor. Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung, um ein ebenmäßiges Ergebnis zu erzielen. Sie können eine Färbepinsel oder Ihre Hände verwenden.
  4. Einwirkzeit: Die Einwirkzeit ist entscheidend für die Intensität des Farbergebnisses und kann zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden liegen. Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver und dunkler wird die Farbe in der Regel. Um die Farbaufnahme zu optimieren, können Sie Ihr Haar mit Frischhaltefolie oder einer Duschhaube abdecken und zusätzlich Wärme zuführen (z.B. mit einem Handtuchturban oder unter einer Wärmehaube).
  5. Ausspülen: Spülen Sie die Farbe gründlich mit klarem, warmem Wasser aus, bis das Wasser klar ist. In den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Färben sollten Sie idealerweise auf Shampoo und Stylingprodukte verzichten, um den Farbpigmenten Zeit zu geben, sich vollständig im Haar zu fixieren. Danach können Sie Ihr Haar wie gewohnt waschen, am besten mit einem milden Shampoo, das die Farbe schont.
  6. Wiederholte Anwendung: Für ein intensiveres und länger haltbares Ergebnis, besonders bei der ersten Anwendung oder um Grauhaare besser zu kaschieren, wird oft empfohlen, die Färbung in einem Zeitraum von 3 Wochen zwei- bis dreimal zu wiederholen. Dies ermöglicht den Farbpigmenten, sich optimal an das Haar anzulagern und die Intensität aufzubauen.

Besondere Herausforderungen meistern: Blondiertes Haar und Grauabdeckung

Pflanzenhaarfarben bieten auch für spezielle Haarsituationen Lösungen, erfordern aber oft eine angepasste Herangehensweise.

Blondiertes Haar abwechslungsreich & natürlich färben

Blondiertes Haar ist besonders empfindlich und seine Struktur ist offener, was die Aufnahme von Pflanzenfarben anders beeinflussen kann. Grundsätzlich sollte man davon absehen, blondiertes Haar einheitlich und drastisch zu überfärben, da das Ergebnis unnatürlich wirken oder sogar zu unerwünschten Grünstichen führen könnte, insbesondere bei der Verwendung von Indigo ohne ausreichende Henna-Grundlage. Profis raten dazu, blondiertes Haar in verschiedenen dunkleren Nuancen zu färben und mit Strähnchen zu arbeiten, die der natürlichen Farbe so nahe wie möglich kommen. So können Sie einen natürlichen, aber abwechslungsreichen Look erzielen. Es ist ratsam, nur wenige Strähnchen zu setzen, um ein übertriebenes Ergebnis zu vermeiden. Eine Vorpigmentierung mit reinem Henna kann bei blondiertem Haar notwendig sein, um eine Basis für dunklere Töne zu schaffen und Grünstiche zu verhindern.

Grauen Haare abdecken: Pflanzenhaarfarbe für natürlichen Look

Graue und weiße Haare verhalten sich anders als pigmentiertes Haar, da ihnen die natürlichen Farbpigmente fehlen. Pflanzenhaarfarben können graue Haare kaschieren, bieten aber selten eine 100%ige, undurchsichtige Abdeckung wie chemische Farben. Stattdessen entsteht ein natürlicher Balayage-Effekt, bei dem die grauen Haare etwas heller durchscheinen als die dunkleren, pigmentierten Haare. Dies verleiht dem Haar eine lebendige, facettenreiche Tiefe und lässt den Übergang zum Ansatz weicher erscheinen. Ein erfahrener Friseur kann die Pflanzenhaarfarbe an Ihre Haarstruktur und den Grad der Ausbleichung anpassen, um ein harmonisches und natürliches Ergebnis zu erzielen. Naturtöne decken graues Haar oft am besten ab, wobei die Coloration nicht mehr als zwei Nuancen vom Naturton abweichen sollte, um ein unnatürliches Aussehen zu vermeiden. Blonde Strähnen können ebenfalls ein hervorragender Begleiter sein, um graue Ansätze zu kaschieren, da der Kontrast zwischen blonden und silbernen Nuancen minimal ist, was den Übergang fließender macht und dem Haar Glanz und Fülle verleiht.

Nachteile von Pflanzenhaarfarbe: Unverträglichkeit & lange Prozedur

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Aspekte, die bei der Verwendung von Pflanzenhaarfarben zu berücksichtigen sind:

  • Lange Anwendungsdauer: Die Prozedur kann, je nach gewünschter Intensität und Haarstruktur, 60 Minuten oder länger dauern. Dies erfordert Geduld und ausreichend Zeit.
  • Eingeschränkte Farbwechsel: Mit Pflanzenhaarfarbe ist es nicht möglich, drastische Farbwechsel vorzunehmen, wie z.B. von Schwarz auf Rot oder von Dunkel auf Hell. Die Farbe legt sich lediglich um den Grundton der natürlichen Haarfarbe und intensiviert diesen. Eine Aufhellung ist mit Pflanzenfarben nicht möglich.
  • Individuelle Ergebnisse: Das Ergebnis hängt stark von der Ausgangshaarfarbe, der Haarstruktur und dem Zustand des Haares ab. Dies kann manchmal zu unvorhersehbaren Nuancen führen, wenn man nicht erfahren ist oder keine professionelle Beratung in Anspruch nimmt.
  • Unverträglichkeiten: Obwohl Pflanzenhaarfarben als sehr hautverträglich gelten, können in seltenen Fällen allergische Reaktionen oder Kopfhautreizungen auftreten. Ein Patch-Test ist daher immer dringend empfohlen.
  • Geringere Grauabdeckung: Wie bereits erwähnt, bieten Pflanzenhaarfarben oft keine 100%ige, deckende Grauabdeckung. Wer ein vollständig undurchsichtiges Ergebnis wünscht, muss möglicherweise Kompromisse eingehen oder eine andere Methode wählen.

Tipps für das perfekte Ergebnis und die Nachpflege

  • Geduld ist eine Tugend: Gerade bei den ersten Anwendungen kann es etwas dauern, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Bleiben Sie geduldig und wiederholen Sie die Anwendung bei Bedarf.
  • Qualität der Produkte: Achten Sie auf hochwertige, reine Pflanzenhaarfarben ohne chemische Beimischungen. Marken wie SANTE oder Khadi sind bekannt für ihre reinen und effektiven Produkte.
  • Professionelle Beratung: Insbesondere bei der ersten Anwendung oder bei speziellen Wünschen (z.B. bei blondiertem oder stark grauem Haar) kann die Beratung durch einen Naturfriseur wie Rudolf Euler in München Laim von unschätzbarem Wert sein. Er kann die Farbe an Ihre Haarstruktur anpassen und individuelle Empfehlungen geben.
  • Nachpflege: Verwenden Sie nach dem Färben milde, silikonfreie Shampoos und Conditioner, um die Farbe zu erhalten und das Haar zu pflegen. Khadi Pflanzenhaarfarben lassen sich beispielsweise oft nur mit Wasser ausspülen, und es wird empfohlen, für 24 Stunden auf Shampoo zu verzichten.
  • Silikonentfernung: Denken Sie immer daran, vor dem Färben mit Pflanzenhaarfarbe eventuell vorhandene Silikone aus dem Haar zu entfernen. Nur so kann die Farbe optimal am Haar andocken und das gewünschte Ergebnis erzielen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich meine Haare mit Pflanzenfarbe aufhellen?

Nein, Pflanzenhaarfarben enthalten keine aufhellenden Pigmente. Sie legen sich wie eine Lasur um das Haar und können dieses nur tönen oder dunkler färben. Eine Aufhellung ist mit natürlichen Mitteln nicht möglich.

Wie lange hält Pflanzenfarbe im Haar?

Die Haltbarkeit variiert je nach Produkt, Haartyp und Häufigkeit des Haarewaschens. Viele Pflanzenhaarfarben halten etwa 10 bis 15 Haarwäschen und verblassen dann sanft. Reine Pflanzenfarben wie Henna können jedoch auch dauerhaft im Haar verbleiben, wenn sie keine chemischen Beimischungen enthalten.

Deckt Pflanzenfarbe graue Haare vollständig ab?

Pflanzenhaarfarben kaschieren graue Haare, decken sie aber in der Regel nicht zu 100% deckend ab wie chemische Farben. Sie erzeugen einen natürlichen, transparenten Effekt, bei dem die grauen Haare oft als hellere Strähnchen durchschimmern. Das Ergebnis ist ein lebendiger, facettenreicher Look.

Ist Pflanzenfarbe für alle Haartypen geeignet?

Ja, Pflanzenhaarfarben sind grundsätzlich für alle Haartypen geeignet. Sie sind besonders vorteilhaft für strapaziertes, feines oder empfindliches Haar, da sie die Haarstruktur nicht angreifen und das Haar pflegen.

Kann ich nach einer chemischen Färbung Pflanzenfarbe verwenden?

Ja, das ist in der Regel möglich. Es ist jedoch ratsam, eine Wartezeit von einigen Wochen einzuhalten, damit sich das Haar erholen kann. Bei blondiertem Haar ist Vorsicht geboten, und eine Vorpigmentierung mit Henna kann notwendig sein, um unerwünschte Farbergebnisse (z.B. Grünstich) zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen erfahrenen Naturfriseur konsultieren.

Fazit

Die Welt der Pflanzenhaarfarben ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihrem Haar nicht nur eine neue Farbe, sondern auch eine Extraportion Pflege zu gönnen. Ob Henna, Indigo oder eine Mischung verschiedener Pflanzen – die Natur hält unzählige Möglichkeiten bereit, um Ihre Haare auf sichere und gesunde Weise zu verschönern. Die Vorteile sprechen für sich: mehr Glanz, eine gestärkte Haarstruktur, eine gesunde Kopfhaut und ein absolut natürliches Ergebnis. Auch wenn die Anwendung etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen mag und die Farbpalette anders ist als bei chemischen Produkten, belohnt Sie die Pflanzenhaarfarbe mit einem Ergebnis, das sich sehen und fühlen lässt.

Wagen Sie den Schritt zur Natur und entdecken Sie die sanfte Schönheit, die Pflanzenhaarfarben Ihrem Haar verleihen können. Es lohnt sich, die verschiedenen Möglichkeiten zu erkunden und die Farbe zu finden, die nicht nur zu Ihnen passt, sondern bei der Sie sich auch rundum wohlfühlen. Probieren Sie es einfach mal aus!

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