Tierversuchsfreiheit bei dm: Ein umfassender Blick

14/03/2019

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In einer Welt, in der Verbraucher zunehmend Wert auf ethische und nachhaltige Produkte legen, rückt das Thema Tierversuche für Kosmetika und Pflegeprodukte immer stärker in den Fokus. Viele Konsumenten möchten sicherstellen, dass die Produkte, die sie täglich verwenden, ohne Leid für Tiere hergestellt wurden. Die dm Drogerie, als einer der größten und beliebtesten Drogeriemärkte in Deutschland und Europa, steht dabei oft im Mittelpunkt dieser Diskussion. Insbesondere ihre Eigenmarken wie Alverde, Balea, Trend It Up! und Langhaarmädchen sind bei den Verbrauchern sehr beliebt und werden häufig auf ihre Tierversuchsfreiheit hin überprüft. Doch wie steht es wirklich um die Tierversuchspolitik von dm? Gibt es Grauzonen oder hält sich das Unternehmen strikt an seine Prinzipien? Dieser Artikel taucht tief in die Stellungnahmen von dm ein und beleuchtet die komplexen Zusammenhänge, die hinter der scheinbaren Einfachheit des Themas stecken.

Warum ist die dm drogerie nicht tierversuchsfrei?
Über die Jahre gab es immer wieder Gerüchte, dass die Eigenmarken der dm Drogerie womöglich nicht tierversuchsfrei sein könnten. Gründe für diese Gerüchte sind zum Beispiel der Verkauf in China (allerdings auf einem Wege, durch den Tierversuche umgangen werden) und die Verbandelung mit den Dalli Werken.

Die Sorge vieler Konsumenten ist berechtigt, da die globale Lieferkette und unterschiedliche Gesetzgebungen das Thema Tierversuche sehr undurchsichtig machen können. Immer wieder kursieren Gerüchte, die Verunsicherung stiften. dm hat sich über die Jahre hinweg immer wieder zu diesem wichtigen Thema geäußert und seine Position klar dargelegt. Wir werden die offiziellen Statements analysieren, die Gründe für die Gerüchte beleuchten und aufzeigen, warum dm seine Eigenmarken als tierversuchsfrei betrachtet. Unser Ziel ist es, Ihnen ein umfassendes und klares Bild zu vermitteln, damit Sie eine informierte Kaufentscheidung treffen können.

Inhaltsverzeichnis

DMs Engagement gegen Tierversuche: Ein Grundsatz

Das Fundament der dm-Philosophie bildet der Grundsatz, ausschließlich menschen- und umweltgerechte Produkte zu vermarkten. Dieser Leitsatz ist tief in den Firmenleitlinien verankert und zieht sich durch alle Bereiche des Unternehmens, insbesondere bei der Entwicklung und Vermarktung der Eigenmarken. Bereits im Jahr 2010 betonte dm in einer Stellungnahme, dass kein Endprodukt der dm-Qualitätsmarken an Tieren getestet wurde oder wird. Dieses Bekenntnis wurde im April 2018 nochmals bekräftigt und präzisiert.

Die aktuelle Erklärung von dm vom 13. April 2018 stellt klar: „Grundsätzlich gilt, dass für die dm-Marken-Produkte und deren Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden. Dies gilt auch für die dm-Marken-Lieferanten und deren Vorlieferanten.“ Diese Aussage ist von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur das Endprodukt, sondern die gesamte Lieferkette und alle einzelnen Inhaltsstoffe umfasst. Es zeigt, dass dm eine umfassende Verantwortung übernimmt und sicherstellen möchte, dass der gesamte Prozess – von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt im Regal – tierversuchsfrei abläuft.

Dieses Engagement geht über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Es ist Ausdruck des Bestrebens, „sinnvoll für Mensch und Erde“ zu handeln, wie dm es formuliert. Dazu gehört ein verantwortungsbewusster Umgang mit allen Lebewesen. Die dm-drogerie markt versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf hinzuwirken, Tierversuche zu vermeiden. Lieferanten, die mit dm zusammenarbeiten möchten, müssen sich daher verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren, die Tierversuche ausschließen oder minimieren. Dieser proaktive Ansatz ist ein zentraler Pfeiler der dm-Unternehmensphilosophie und trägt maßgeblich zur Vertrauensbildung bei den Kunden bei.

Das China-Dilemma: Tmall und die Vertriebswege

Einer der Hauptgründe für Gerüchte und Verunsicherung bezüglich der Tierversuchsfreiheit von dm-Eigenmarken war und ist der Vertrieb in China. Es ist weithin bekannt, dass Produkte, die in China hergestellt oder im stationären Handel vertrieben werden, oft obligatorische Tierversuche durchlaufen müssen. Dies hat bei vielen Verbrauchern die Frage aufgeworfen, ob dm trotz seiner Zusicherungen nicht doch indirekt an Tierversuchen beteiligt ist, wenn seine Produkte auf dem chinesischen Markt erhältlich sind.

dm hat diese Bedenken klar adressiert und eine detaillierte Erklärung zum Vertriebsweg in China abgegeben. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in China nicht über stationäre dm-Märkte, sondern über den sogenannten Tmall Store. Dieser Vertriebsweg unterscheidet sich grundlegend vom traditionellen stationären Handel und ist vergleichbar mit einem privaten Import. Wie dm erklärt, ist der Einkauf über den Tmall Store so zu verstehen, als würde eine Person die Waren in einem dm-Markt im Ausland kaufen und diese dann in ihr Heimatland importieren. In diesem Szenario ist der Konsument selbst der Importeur, und für solche Importe gelten andere Regeln als für den Verkauf im stationären Handel in China.

Christoph Werner, als Vertreter von dm, hat dazu im April 2018 klar Stellung bezogen: „Der hier von uns gewählte Vertriebsweg über Tmall hat keinerlei Auswirkung auf unsere bisherigen Produktionsabläufe für die dm-Marken. Wir bleiben unseren Prinzipien treu: Tierversuche sind in diesem Fall nicht verpflichtend vorgeschrieben und werden weder durch uns noch durch Dritte in Auftrag gegeben oder durchgeführt.“ Dies bedeutet, dass dm seine Produktionsstandorte und -abläufe nicht geändert hat und auch keine stationären dm-Märkte in China eröffnen wird. Die Produkte der dm-Marken werden also weiterhin unter den gleichen tierversuchsfreien Bedingungen hergestellt und gelangen durch diesen speziellen Importweg nach China, ohne dass dort Tierversuche verpflichtend werden.

Diese Erklärung ist entscheidend, da sie die gängige Annahme widerlegt, dass jeder Verkauf in China automatisch Tierversuche nach sich zieht. Der gewählte Vertriebsweg über Tmall ist eine Ausnahme, die es dm ermöglicht, den chinesischen Markt zu bedienen, ohne seine ethischen Grundsätze bezüglich Tierversuchen zu kompromittieren. Dies unterstreicht dms Engagement, auch unter komplexen internationalen Handelsbedingungen seine Prinzipien aufrechtzuerhalten.

Die Rolle der Dalli Werke und externe Gerüchte

Neben dem China-Aspekt gab es in der Vergangenheit auch Gerüchte, die die Tierversuchsfreiheit der dm-Eigenmarken infrage stellten, weil einige Produkte in den Dalli Werken hergestellt werden. Die Dalli Werke produzieren eine Vielzahl von Produkten, darunter auch solche, die möglicherweise nicht tierversuchsfrei sind. Diese Verknüpfung führte bei einigen Konsumenten zu der Annahme, dass auch die bei Dalli hergestellten dm-Produkte nicht tierversuchsfrei sein könnten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Hersteller, der für verschiedene Marken produziert, unterschiedliche Standards und Anforderungen für jede einzelne Marke umsetzen muss. Wenn dm mit den Dalli Werken zusammenarbeitet, geschieht dies auf Basis einer klaren Vereinbarung, dass die für dm hergestellten Produkte und deren Inhaltsstoffe den strengen dm-Standards bezüglich Tierversuchsfreiheit entsprechen müssen. Das bedeutet, selbst wenn Dalli für andere Marken Produkte herstellt, die Tierversuche erfordern, gilt dies nicht automatisch für die dm-Eigenmarken.

dm betont, dass seine Lieferanten, zu denen auch die Dalli Werke gehören, sich verpflichten müssen, die von dm vorgegebenen Qualitätsstandards und ethischen Richtlinien einzuhalten. Dies schließt das Verbot von Tierversuchen für die Produktion der dm-Marken ausdrücklich ein. Die Tatsache, dass ein Hersteller auch Produkte für andere Marken fertigt, die nicht tierversuchsfrei sind, ist für dm kein Grund, die eigenen Eigenmarken zu meiden, solange die vertraglichen Vereinbarungen und Kontrollen sicherstellen, dass die dm-Produkte selbst unter tierversuchsfreien Bedingungen hergestellt werden. Diese Nuance ist entscheidend, um die oft komplexen Lieferketten in der heutigen Konsumgüterindustrie zu verstehen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und dm's Positionierung

Die Frage der Tierversuchsfreiheit ist nicht nur eine ethische, sondern auch eine rechtliche. Insbesondere in der Europäischen Union gibt es strenge Vorschriften, die Tierversuche für Kosmetika weitgehend verbieten. dm bezieht sich in seinen Stellungnahmen explizit auf diese gesetzlichen Rahmenbedingungen und geht darüber hinaus.

Seit dem 1. Juni 1998 sind Tierversuche zur Entwicklung von Körperpflegemitteln in Deutschland und der EU verboten. Für dekorative Kosmetik besteht dieses Verbot sogar schon seit 1986. Ein noch umfassenderes Verbot trat im März 2009 in Kraft, das Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe endgültig untersagt. Der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. (IKW) bestätigt, dass bereits seit 1989 keine kosmetischen Fertigprodukte mehr im Tierversuch geprüft werden.

Trotz dieser klaren Gesetzeslage verzichtet dm darauf, seine Produkte mit Auslobungen wie „Ohne Tierversuche“ zu bewerben oder auf den Positiven Listen von Tierschutzorganisationen zu erscheinen. Der Grund hierfür liegt in der deutschen Rechtsprechung. Diese geht davon aus, dass nicht allen Verbrauchern bekannt ist, dass theoretisch jeder in der Kosmetik eingesetzte Rohstoff irgendwann einmal an irgendeinem Ort der Welt im Tierversuch getestet sein könnte. Produktaussagen wie „Ohne Tierversuche“ könnten daher als Irreführung gelten, selbst wenn das Unternehmen selbst keine Tierversuche durchführt oder in Auftrag gibt. dm möchte hier rechtlich auf der sicheren Seite sein und keine falschen Erwartungen wecken, auch wenn das Unternehmen intern eine klare Haltung gegen Tierversuche vertritt.

dm betont, dass es sich intensiv mit dem Thema Tierversuche beschäftigt hat und bemüht ist, für Kosmetikprodukte Rohstoffe zu verwenden, die bereits bekannt und getestet sind. Dies minimiert das Risiko, dass neue Rohstoffe entwickelt werden müssen, für die unter Umständen Tierversuche (außerhalb der EU-Regularien oder für andere Produktkategorien wie Medikamente) vorgeschrieben sein könnten. Statt an Tieren werden die Hautverträglichkeitsprüfungen für dm-Produkte von unabhängigen Instituten und Hautkliniken an etwa 50 freiwilligen Testpersonen durchgeführt. Nur wenn dabei keinerlei allergische Reaktionen auftreten, darf ein Produkt mit „dermatologisch getesteter Hautverträglichkeit“ werben. dm sieht dies als aussagekräftiger und relevanter für den menschlichen Gebrauch als Tierversuche.

Alverde Naturkosmetik: Ein Leuchtturm der Tierversuchsfreiheit?

Innerhalb des dm-Eigenmarkenportfolios nimmt Alverde Naturkosmetik eine besondere Stellung ein. Als zertifizierte Naturkosmetikmarke ist Alverde für viele Konsumenten ein Synonym für naturnahe und ethisch produzierte Schönheit. Die Frage nach der Tierversuchsfreiheit ist hier besonders relevant, da Naturkosmetik oft mit einem umfassenden Anspruch an Nachhaltigkeit und Tierwohl verbunden ist.

dm bestätigt, dass bei Alverde Naturkosmetik das Siegel des BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflege) für kontrollierte Naturkosmetik die Tierversuchsfreiheit indirekt bestätigt. Das BDIH-Siegel hat strenge Kriterien, die unter anderem auch Tierversuche für Endprodukte und Inhaltsstoffe ausschließen. Dies gibt Konsumenten eine zusätzliche Sicherheit, dass Alverde-Produkte den höchsten Standards der Tierversuchsfreiheit entsprechen.

Darüber hinaus tragen viele Alverde-Produkte auch ein „vegan“-Siegel. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Alverde-Artikel automatisch vegan sind. Einige Produkte können Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten, wie beispielsweise Bienenwachs oder Wollwachs. Obwohl diese Inhaltsstoffe nicht durch Tierversuche gewonnen werden, sind sie nicht vegan. Die Kombination aus BDIH-Siegel und gegebenenfalls dem „vegan“-Siegel macht Alverde zu einer besonders transparenten Wahl für Konsumenten, die sowohl auf Tierversuchsfreiheit als auch auf rein pflanzliche Inhaltsstoffe Wert legen.

Transparenz und Vertrauen: Woher kommen die Inhaltsstoffe?

Die Herkunft der Inhaltsstoffe ist ein weiterer wichtiger Aspekt für Verbraucher, die Wert auf ethische Produktstandards legen. dm versichert, dass seine Lieferanten sich verpflichten müssen, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren. Dies schließt die Einhaltung der dm-eigenen Standards zur Tierversuchsfreiheit ein, unabhängig vom Produktionsland.

Es ist eine Realität in der modernen globalisierten Wirtschaft, dass verschiedene Bestandteile eines Produktes oft in unterschiedlichen Ländern gefertigt werden. Auch kann es bei Änderungen der aktuellen Marktgegebenheiten zu Änderungen des Produktionsortes kommen. dm gibt an, dass Produkte, die innerhalb der Europäischen Union produziert werden, mit dem Produktionsort „EU“ ausgelobt werden, was eine gewisse Transparenz schafft.

Obwohl dm keine Gesamtliste mit allen Herstellungsorten oder den detaillierten Ursprüngen aller Inhaltsstoffe zur Verfügung stellen kann – was aufgrund der Komplexität globaler Lieferketten für viele Unternehmen eine Herausforderung darstellt – versichert das Unternehmen, dass ein sehr hoher Anteil der dm-Qualitätsmarkenprodukte in Deutschland produziert wird. Dies unterstreicht das Engagement für lokale Produktion und oft auch für höhere Umwelt- und Sozialstandards, die in Deutschland gelten. Unabhängig vom jeweiligen Produktionsland wird bei den dm-Qualitätsmarken stets auf einen gleichbleibend hohen Produktionsstandard geachtet, der die Tierversuchsfreiheit gewährleistet.

Vergleich der Stellungnahmen: 2010 vs. 2018

AspektStellungnahme April 2010Stellungnahme April 2018
Grundsatz TierversucheKein Endprodukt der dm-Qualitätsmarken wird oder wurde an Tieren getestet. Versuch, Tierversuche zu vermeiden.Für dm-Marken-Produkte und deren Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben. Gilt auch für Lieferanten und Vorlieferanten.
Fokus RohstoffeBemühen, bekannte und getestete Rohstoffe zu verwenden.Einschließt Inhaltsstoffe; keine Tierversuche für Inhaltsstoffe in Auftrag gegeben oder durchgeführt.
Gesetzliche Lage EUErwähnung der Verbote seit 1998 (Körperpflege), 1986 (Dekorative Kosmetik), 2009 (Inhaltsstoffe).Implizit, da Fokus auf Einhaltung der eigenen strengen Standards.
China-VertriebNicht explizit thematisiert.Ausführliche Erklärung zum Tmall-Vertriebsweg als Umgehung der Pflicht zu Tierversuchen für stationären Handel. Zitat von Christoph Werner.
Dalli WerkeNicht explizit thematisiert.Indirekt durch die allgemeine Zusicherung, dass Lieferanten die dm-Standards einhalten müssen.
„Ohne Tierversuche“-LabelErklärung, dass es als Irreführung gelten könnte, da Rohstoffe theoretisch weltweit getestet sein könnten.Nicht explizit wiederholt, aber die allgemeine Haltung bleibt bestehen.
HautverträglichkeitstestsDurch unabhängige Institute an ca. 50 freiwilligen Testpersonen. Aussagekräftiger als Tierversuche.Nicht explizit wiederholt, aber der Fokus liegt weiterhin auf sicheren und getesteten Produkten.
Alverde NaturkosmetikNicht explizit thematisiert.Erklärung zum BDIH-Siegel und zum „vegan“-Siegel als Bestätigung der Tierversuchsfreiheit und veganen Eigenschaften.
Lieferketten/HerkunftLieferanten müssen sich an int. Qualitätsstandards halten.Lieferanten müssen sich an int. Qualitätsstandards halten; verschiedene Bestandteile aus unterschiedlichen Ländern; hoher Anteil aus Deutschland.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Um die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenzufassen und häufige Fragen zu beantworten, haben wir hier eine Übersicht erstellt:

F: Führt dm Drogerie Tierversuche für seine Eigenmarken durch oder beauftragt diese?
A: Nein. dm versichert, dass für die dm-Marken-Produkte und deren Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden. Dies gilt auch für alle Lieferanten und deren Vorlieferanten.

F: Warum werden dm-Produkte in China verkauft, obwohl dort Tierversuche vorgeschrieben sein sollen?
A: dm vertreibt seine Produkte in China über den Tmall Store. Dieser Online-Vertriebsweg ist mit einem privaten Import vergleichbar. Da dm keine stationären Märkte in China eröffnet und die Produkte nicht dort herstellt, fallen sie nicht unter die Regelungen, die Tierversuche vorschreiben.

F: Werden die Rohstoffe für dm-Produkte an Tieren getestet?
A: dm gibt an, dass für die Rohstoffe der Eigenmarken keine Tierversuche in Auftrag gegeben oder durchgeführt werden. Das Unternehmen bemüht sich, bereits bekannte und getestete Rohstoffe zu verwenden.

F: Warum tragen dm-Produkte nicht das Label „Tierversuchsfrei“?
A: Aufgrund der deutschen Rechtssprechung könnte eine solche Aussage als Irreführung verstanden werden. Dies liegt daran, dass jeder Rohstoff irgendwann einmal weltweit an Tieren getestet worden sein könnte. dm prüft die Hautverträglichkeit stattdessen an freiwilligen menschlichen Testpersonen.

F: Ist Alverde Naturkosmetik tierversuchsfrei?
A: Ja. Das BDIH-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik, das Alverde-Produkte tragen, bestätigt indirekt, dass bei allen Produkten keine Tierversuche durchgeführt wurden. Viele Produkte sind zudem vegan, was durch ein separates Siegel ausgewiesen wird.

F: Woher bezieht dm seine Inhaltsstoffe und werden diese kontrolliert?
A: dm arbeitet mit Lieferanten zusammen, die sich verpflichten, nach internationalen Qualitätsstandards und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu produzieren. Inhaltsstoffe können aus verschiedenen Ländern stammen, ein hoher Anteil der Produkte wird jedoch in Deutschland hergestellt. dm achtet auf gleichbleibend hohe Produktionsstandards unabhängig vom Herkunftsland.

Fazit: Ein klares Bekenntnis mit Nuancen

Die dm Drogerie hat über die Jahre hinweg eine konsistente und klare Haltung zum Thema Tierversuche für ihre Eigenmarken gezeigt. Das Unternehmen bekennt sich eindeutig zur Tierversuchsfreiheit seiner Produkte und Inhaltsstoffe und setzt dies auch in seiner Lieferkette durch. Die detaillierten Erklärungen zum China-Vertrieb über Tmall und zur Rolle von Herstellern wie den Dalli Werken zeigen, dass dm sich mit den komplexen Fragen auseinandersetzt und Wege findet, seine Prinzipien auch unter schwierigen Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten.

Die Zurückhaltung bei der Auslobung von „Tierversuchsfrei“-Labels auf den Produkten ist eine rechtliche Vorsichtsmaßnahme und spiegelt nicht die interne Haltung wider. Stattdessen setzt dm auf dermatologische Tests an freiwilligen menschlichen Probanden, um die Hautverträglichkeit seiner Produkte zu gewährleisten. Marken wie Alverde Naturkosmetik untermauern das Engagement zusätzlich durch externe Zertifizierungen.

Für den bewussten Verbraucher bietet dm mit seinen Eigenmarken eine umfassende Auswahl an Produkten, die unter Berücksichtigung ethischer und tierschutzrelevanter Aspekte hergestellt werden. Die Transparenz und die wiederholten Stellungnahmen tragen dazu bei, Vertrauen zu schaffen und die oft komplexen Zusammenhänge verständlich zu machen. Letztlich liegt es in der Hand jedes Einzelnen, sich anhand dieser Informationen eine eigene Meinung zu bilden und bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.

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