14/02/2023
Der Wunsch nach Veränderung ist so alt wie die Menschheit selbst, und unsere Haare bieten eine wunderbare Leinwand für neue Looks und Ausdrucksformen. Doch wenn es darum geht, der Natur ein wenig auf die Sprünge zu helfen, stolpern viele über die Begriffe „Färben“ und „Tönen“. Obwohl beide Methoden dazu dienen, die Haarfarbe zu verändern, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Wirkung, Haltbarkeit und dem Einfluss auf die Haarstruktur. In diesem umfassenden Guide tauchen wir tief in die Welt der Haarfarben ein, beleuchten die Unterschiede, geben praktische Tipps und beantworten die brennendsten Fragen, damit dein nächster Haar-Look ein voller Erfolg wird.

- Der fundamentale Unterschied: Tönung, Intensivtönung und Coloration
- Friseur oder Zuhause: Wo ist mein Haar am besten aufgehoben?
- Der Mythos der "Chemiekeule": Ist Färben wirklich schädlicher als Tönen?
- Wie oft darf ich färben oder tönen?
- Das Dilemma mit dem Ansatz: Strategien für ein makelloses Ergebnis
- Blondieren: Der Weg von Dunkel zu Hell
- Die Wahl der richtigen Tönung für Zuhause: Worauf achten?
- Pflege nach dem Färben und Tönen: Für langanhaltende Brillanz
- Experten-Tipps: Häufig gestellte Fragen an den Profi
- Fazit
Der fundamentale Unterschied: Tönung, Intensivtönung und Coloration
Die Begriffe Tönung und Färbung werden im Alltag oft synonym verwendet, doch in der Friseurwelt und für die Gesundheit deiner Haare ist die Unterscheidung entscheidend. Es gibt drei Hauptkategorien, die sich primär in ihrer Wirkweise und Haltbarkeit unterscheiden, oft gekennzeichnet durch eine Haltbarkeitsstufe auf der Verpackung.
Tönung (Haltbarkeitsstufe 1)
Eine klassische Tönung ist die sanfteste Form der Haarfarbveränderung. Sie wirkt ausschließlich auf der äußeren Schuppenschicht des Haares. Die Farbpigmente lagern sich lediglich an der Oberfläche an und dringen nicht tief in die Haarstruktur ein. Das bedeutet, dass eine Tönung die natürliche Haarfarbe nicht dauerhaft verändert und sich nach einigen Haarwäschen (typischerweise 6 bis 10 Wäschen) wieder vollständig auswäscht. Sie ist ideal, um eine neue Farbe auszuprobieren, den Naturton aufzufrischen oder ihm mehr Glanz zu verleihen. Graues Haar kann mit einer Tönung nicht abgedeckt werden, und auch ein Aufhellen der Haare ist damit nicht möglich. Das Ergebnis ist meist subtil, verleiht dem Haar aber oft einen schönen Glanz und eine leichte Farbnuance. Da keine chemische Reaktion stattfindet, gilt die Tönung als besonders schonend und kann oft problemlos zu Hause angewendet werden.
Intensivtönung (Haltbarkeitsstufe 2)
Die Intensivtönung stellt einen Zwischenschritt zwischen der reinen Tönung und der dauerhaften Coloration dar. Hier findet ein leichter chemischer Prozess statt: Neben Farbpigmenten enthält eine Intensivtönung auch einen geringen Anteil Wasserstoffperoxid. Dieser öffnet die äußere Schuppenschicht des Haares leicht, sodass die Farbstoffe etwas tiefer eindringen und sich verankern können. Dadurch hält die Farbe länger – in der Regel bis zu 25 Haarwäschen – und verblasst allmählich, anstatt sich komplett auszuwaschen. Ein leichter Ansatz kann sichtbar werden, da die Farbe nicht vollständig verschwindet. Intensivtönungen können eine mittlere Farbveränderung bewirken, das Haar um ein bis zwei Nuancen aufhellen und bieten eine Grauabdeckung von bis zu 50 Prozent. Obwohl sie sanfter als eine Coloration ist, ist nach einer Intensivtönung eine gute Pflege unerlässlich, da das Haar leicht beansprucht wird.

Coloration (Haltbarkeitsstufe 3)
Eine Coloration, auch bekannt als permanente Haarfarbe oder Dauerfärbung, bewirkt eine tiefgreifende und dauerhafte Veränderung der Haarfarbe. Sie basiert auf einem intensiven chemischen Prozess, bei dem das Haar dauerhaft umstrukturiert wird. Ammoniak (oder ein Ersatzstoff) öffnet die Schuppenschicht, und Wasserstoffperoxid dringt tief in den Haarschaft ein, um die natürlichen Pigmente aufzuspalten und die neuen Farbpigmente fest im Haar zu verankern. Das Ergebnis ist eine absolut deckende und langanhaltende Farbe, die sich nicht auswäscht. Colorationen ermöglichen radikale Farbveränderungen, von dunkel zu hell und umgekehrt, und bieten eine 100-prozentige Grauabdeckung. Da die Haarstruktur dauerhaft verändert wird, wächst die Farbe mit dem Haar heraus, was regelmäßiges Nachfärben des Ansatzes erforderlich macht. Colorierte Haare benötigen nach der Behandlung intensive Pflege, um ihre Gesundheit und Brillanz zu erhalten.
Vergleichstabelle: Tönung, Intensivtönung und Coloration
| Merkmal | Tönung (Stufe 1) | Intensivtönung (Stufe 2) | Coloration (Stufe 3) |
|---|---|---|---|
| Wirkweise | Anlagerung an Oberfläche | Leichtes Eindringen, leichte chem. Reaktion | Tiefes Eindringen, dauerhafte chem. Reaktion |
| Haltbarkeit | 6-10 Haarwäschen (wäscht sich aus) | Bis zu 25 Haarwäschen (verblasst, wäscht sich nicht komplett aus) | Dauerhaft (wächst heraus) |
| Grauabdeckung | Keine | Bis zu 50% | 100% |
| Aufhellung | Nicht möglich | 1-2 Nuancen möglich | Radikale Aufhellung möglich |
| Ergebnis | Subtil, Glanz, temporär | Mittlere Farbänderung, intensiver als Tönung | Intensiv, permanent, deckend |
| Schädigung | Sehr gering | Gering bis mittel | Mittel bis hoch (je nach Anwendung) |
| Ansatz | Nicht sichtbar | Kann sichtbar werden | Wird sichtbar, muss nachgefärbt werden |
Friseur oder Zuhause: Wo ist mein Haar am besten aufgehoben?
Die Entscheidung, ob man seine Haare selbst färbt oder einem Profi anvertraut, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die gewünschte Veränderung, der Haartyp und das persönliche Geschick. Während eine einfache Tönung der Stufe 1 zu Hause durchaus machbar ist, birgt das Experimentieren mit Intensivtönungen oder gar Colorationen aus der Drogerie erhebliche Risiken.
Die Vorteile des Friseurbesuchs
Ein professioneller Friseur oder eine Friseurin absolviert eine jahrelange Ausbildung und bildet sich stetig weiter, um am Puls der Zeit zu bleiben. Diese Expertise ist Gold wert, besonders wenn es um chemische Prozesse geht. Ein Profi kann:
- Den Haartyp einschätzen: Die Haarstruktur, Porosität und der Ausgangsfarbton beeinflussen das Farbergebnis maßgeblich. Ein Friseur analysiert dies genau.
- Die passende Farbe finden: Basierend auf Hautton, Augenfarbe und persönlichem Stil wird die ideale Nuance gewählt, die zu dir passt – nicht nur, weil sie bei jemand anderem gut aussieht.
- Gleichmäßige Ergebnisse erzielen: Das Auftragen der Farbe, besonders am Hinterkopf, ist zu Hause oft schwierig und führt zu Flecken oder ungleichmäßigen Ergebnissen.
- Farbunfälle vermeiden: Grünstiche, Gelbstiche oder unerwünschte Orangetöne sind die häufigsten Folgen von Selbstversuchen, die ein Profi durch sein Wissen über Farbtheorie (Neutralisierung von Pigmenten) vermeidet.
- Schützende Produkte verwenden: Salons verwenden oft hochwertige Produkte und Zusätze wie Olaplex oder K18, die das Haar während des Färbeprozesses schützen und stärken.
- Pflege- und Schnittberatung: Neben der Farbe erhältst du wertvolle Tipps zur Haarpflege und zum passenden Haarschnitt, der den neuen Look perfekt abrundet.
Risiken der Heimanwendung
Wer sich schon einmal mit der Auswahl im heimischen Drogeriemarkt auseinandergesetzt hat, merkt schnell: Da kann viel schiefgehen. Die Packungsbilder zeigen oft Idealzustände, die auf dem eigenen Haar nicht immer realisierbar sind. Eine falsche Anwendung kann nicht nur das Ergebnis verschlechtern, sondern auch Kopfhaut und Haare stark strapazieren. Gerade bei radikalen Veränderungen oder Blondierungen ist der Gang zum Profi unerlässlich, um Schäden und Enttäuschungen zu vermeiden.

Der Mythos der "Chemiekeule": Ist Färben wirklich schädlicher als Tönen?
Lange hielt sich der Mythos, dass Haare färben die Haarstruktur immens schädigt, während Tönen als die schonendere Alternative gilt. Diese Annahme ist jedoch längst überholt. Dank modernster Colorationstechniken und der Entwicklung schonender Farben beanspruchen professionelle Färbemittel das Haar heute nicht mehr als eine Intensivtönung – manchmal sogar weniger, wenn man die richtige Pflege und schützende Zusätze wie Olaplex oder K18 verwendet.
Der entscheidende Faktor ist weniger die Methode an sich, sondern vielmehr die Qualität der Produkte, die korrekte Anwendung und die anschließende Pflege. Ein Friseur kann die Einwirkzeit und die Konzentration der Produkte genau auf deinen Haartyp abstimmen, um Schäden zu minimieren. Zudem können Produkte wie Olaplex, die Disulfidbrücken im Haar während des Färbens schützen und reparieren, Wunder wirken und das Haar auch bei starken Veränderungen gesund halten.
Wie oft darf ich färben oder tönen?
Die Häufigkeit, mit der du deine Haare färben oder tönen kannst, hängt maßgeblich von der Art der Behandlung und dem Zustand deines Haares ab. Wie alles in der Haarwelt ist dies von der Ausgangslage abhängig: Es gibt starkes Haar, mit dem sich gefühlt alles machen lässt, und sehr anfälliges Haar. Auf diesen Umstand muss unbedingt Rücksicht genommen werden!
- Tönungen (Stufe 1): Da sie sich auswaschen und die Haarstruktur nicht tiefgreifend verändern, kannst du Tönungen relativ häufig anwenden. Immer wenn die Farbe blasser wird – im Schnitt alle zwei Wochen – kannst du sie auffrischen, ohne das Haar zu überlasten.
- Intensivtönungen (Stufe 2): Da hier ein leichter chemischer Prozess stattfindet, sollte man dem Haar eine gewisse Pause gönnen. Ein Auffrischen alle 4-6 Wochen ist in der Regel unbedenklich, solange das Haar gesund ist und gut gepflegt wird.
- Colorationen (Stufe 3): Eine dauerhafte Färbung sollte nicht zu oft wiederholt werden. Meist wird nur der Ansatz alle paar Wochen (ca. 4-8 Wochen) nachgefärbt, während die Längen und Spitzen seltener oder mit sanfteren Techniken aufgefrischt werden, um eine Überlagerung von Farbe und unnötige Beanspruchung zu vermeiden. Für starke Veränderungen – z. B. von dunkelbraun auf hellblond – werden meist mehrere Sitzungen benötigt, die dem Haar eine Verschnaufpause gönnen.
Das Dilemma mit dem Ansatz: Strategien für ein makelloses Ergebnis
Er lässt einen schnell ungepflegt aussehen, ist stark verpönt und nervt: Der Ansatz im colorierten Haar. Er entsteht, weil die dauerhafte Haarfarbe mit dem Haar herauswächst und die Naturhaarfarbe am Ansatz wieder sichtbar wird. Doch es gibt gute Neuigkeiten und effektive Strategien, um dieses Problem in den Griff zu bekommen:
- Ansatzneutralisierung mit Tönung: Eine Tönung kann wunderbar dazu genutzt werden, den Ansatz zu neutralisieren und den Übergang zur gefärbten Länge zu mildern. Sie kaschiert den Kontrast, ohne das Haar dauerhaft zu färben, und gibt dem Haar dennoch die Möglichkeit, seine Grundfarbe nach und nach wiederzuerlangen, wenn man sich von der Coloration verabschieden möchte.
- Moderne Färbetechniken: Techniken wie Balayage, Ombré und Freihand-Techniken sind der Inbegriff des „Good old Ansatzes auf dem absteigenden Ast“. Bei diesen wird so natürlich gearbeitet, dass kein harter Ansatz mehr entsteht. Die Coloration wird so platziert, dass sie sanft nach unten ausläuft und sich harmonisch in die Naturhaarfarbe einfügt. Dadurch wirkt der Look auch nach Wochen noch gepflegt und natürlich, da die Farbe unentdeckt nach unten wandert und sich der Pflegeaufwand für den Ansatz reduziert.
- Color Touch-Ups und Glossings: Zwischen den vollständigen Färbeterminen kann ein Color Touch-Up oder ein Glossing helfen, den Ansatz zu kaschieren und die Längen aufzufrischen, ohne das gesamte Haar neu zu belasten.
Blondieren: Der Weg von Dunkel zu Hell
Wer eine radikale Veränderung von dunkel zu hell wünscht, kommt um das Blondieren nicht herum. Blondierung ist ein chemischer Prozess, der die natürlichen Farbpigmente im Haar entzieht. Dies ist der intensivste Eingriff in die Haarstruktur und birgt die größten Risiken für Schäden, wenn er nicht professionell durchgeführt wird.

Wer zu Hause blondiert, kann so einiges falsch machen: Farbunfälle mit gruseligen Grün-, Gelb- oder Orangestichen sind nicht selten. Diese unerwünschten Töne entstehen, wenn die Blondierung nicht korrekt auf die Ausgangspigmente abgestimmt ist oder die Einwirkzeit falsch gewählt wird. Spätestens hier empfiehlt sich dringend der Gang zum Friseur.
Ein Profi kennt die genaue Zusammensetzung des Haares und die erforderlichen Pigmente, die neutralisiert oder angepasst werden müssen, um das Wunschergebnis zu erzielen. Zudem können im Salon schützende Produkte wie Olaplex oder K18 hinzugebucht werden. Diese Wirkstoffe ermöglichen eine Aufhellung, worunter das Haar kaum leidet, indem sie die Haarbindungen während des Blondierprozesses stärken und schützen. Ein bisschen Geduld ist also gefragt; durch verschiedene Glossings und Color Touch-Ups lassen sich die Warteperioden äußerst spannend gestalten, während das Haar zwischen den Sitzungen verschnaufen kann.
Die Wahl der richtigen Tönung für Zuhause: Worauf achten?
Wenn du dich entscheidest, deine Haare selbst zu tönen (Stufe 1), gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und unschöne Überraschungen zu vermeiden:
- Menge ist entscheidend: Viele unterschätzen die benötigte Menge an Produkt. Ab schulterlangem Haar solltest du unbedingt zwei Packungen Haartönung kaufen, um sicherzustellen, dass die Farbe gleichmäßig aufgetragen werden kann und du nicht am Ende mit einer fleckigen Mähne oder einem nur zur Hälfte getönten Schopf dastehst.
- Schutz für Kleidung und Haut: Ziehe vor dem Tönen ein altes T-Shirt an oder lege ein dunkles Handtuch über deine Schultern. Vaseline am Haaransatz schützt die Haut vor Verfärbungen. Einmalhandschuhe sind ein Muss und sollten auch beim Ausspülen der Farbe verwendet werden.
- Anleitung lesen: Das mag selbstverständlich klingen, wird aber oft vernachlässigt. Jedes Produkt ist anders. Die genaue Anleitung des Herstellers bezüglich Mischverhältnis, Auftragsweise und Einwirkzeit muss unbedingt befolgt werden. Eine falsche Anwendung kann das Ergebnis nicht nur verschlechtern, sondern auch Kopfhaut und Haare strapazieren.
- Gleichmäßiger Auftrag: Trage die Tönung am besten mit dem beiliegenden Applikator direkt auf das feuchte Haar auf oder massiere die Farbe einfach mit den Händen (mit Handschuhen!) ins Haar ein. Alternativ lässt sich die Farbe auch mit einem Kamm im Haar verteilen. Achte darauf, dass die Farbe wirklich gleichmäßig aufgetragen wird, um Flecken zu vermeiden.
- Gründliches Ausspülen: Nach der angegebenen Einwirkzeit musst du die Haare so lange mit lauwarmem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar ist und keine Farbreste mehr enthält.
Pflege nach dem Färben und Tönen: Für langanhaltende Brillanz
Egal ob Tönung oder Coloration, die richtige Haarpflege nach der Behandlung ist entscheidend für die Langlebigkeit der Farbe und die Gesundheit deines Haares. Chemisch behandelte Haare haben besondere Bedürfnisse, die beachtet werden sollten:
- Milde Produkte: Verwende ein mildes Shampoo und einen Conditioner, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden. Viele Hersteller bieten auch Produkte an, die auf spezifische Haarfarben (Blond, Braun, Rot) abgestimmt sind und die Farbpigmente schützen.
- Regelmäßige Kuren und Masken: Gönne deinem Haar regelmäßig eine feuchtigkeitsspendende oder farbschützende Haarmaske. Haarmasken mit Farbpigmenten können die Farbe zwischendurch auffrischen und die Leuchtkraft verlängern.
- Hitzeschutz: Vermeide übermäßige Hitze durch Föhnen, Glätten oder Lockenstäbe, da diese die Farbe ausbleichen und das Haar zusätzlich strapazieren können. Verwende immer einen Hitzeschutzspray.
- Schutz vor äußeren Einflüssen: Eine kräftige Regenschauer kann Farbe aus frisch getöntem Haar mitnehmen – in der Übergangszeit also den Regenschirm nicht vergessen. Auch beim Schwimmen im Chlor- oder Salzwasser können Pigmente herausgewaschen werden; Badekappen oder spezielle Schutzsprays sind hier hilfreich.
Experten-Tipps: Häufig gestellte Fragen an den Profi
Wir haben einige häufig gestellte Fragen an unsere Experten gerichtet, um dir noch mehr Sicherheit bei der Haarfarbveränderung zu geben:
Wie vermeide ich Farb-Überraschungen?
Experten-Antwort: „Wichtig ist das richtige Einstufen der eigenen Haarfarbe. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um die Naturhaarfarbe oder um das Ergebnis einer früheren Coloration handelt. Ein Profi kann dies akkurat beurteilen. Wenn das Haar nach einem Urlaub durch Sonne und Salzwasser aufgehellt ist, sollte man besser eine kürzere Einwirkzeit wählen oder eine Nuance dunkler wählen, da aufgehelltes Haar Farbe intensiver aufnehmen kann.“
Und wenn mir die Tönung im Ergebnis dann doch nicht gefallen sollte?
Experten-Antwort: „Keine Panik! Bei einer Tönung (Stufe 1) lässt sich der Ton oft abmildern. Lassen Sie 30 Minuten lang eine intensive Haarkur einwirken und spülen Sie sie dann aus. Das mildert den Ton etwas ab. Alternativ können Sie die Haare ein paarmal mit einem Tiefenreinigungs-Shampoo waschen. Diese Shampoos sind darauf ausgelegt, Rückstände und auch Farbpigmente sanft aus dem Haar zu entfernen.“
Wie oft darf ich tönen, ohne das Haar zu belasten?
Experten-Antwort: „Immer, wenn die Farbe blasser wird. Da Tönungen (Stufe 1) nur oberflächlich wirken und sich auswaschen, belasten sie das Haar kaum. Das bedeutet im Schnitt: alle zwei Wochen ist ein Auffrischen unbedenklich, um die Farbintensität und den Glanz zu erhalten.“
Fazit
Färben und Tönen sind wunderbare Möglichkeiten, um deinen Haaren einen neuen Look zu verleihen und deine Persönlichkeit zu unterstreichen. Ob du dich für eine temporäre Tönung, eine langanhaltende Intensivtönung oder eine permanente Coloration entscheidest, hängt von deinem Wunsch nach Veränderung und der gewünschten Haltbarkeit ab. Wenn du dich für diesen Schritt entschieden hast, solltest du dir in jedem Fall Zeit nehmen und darauf achten, dass du dich beim Friseur gut beraten lässt. Nur weil eine Haarfarbe bei einer anderen Person toll aussieht, heißt das nicht, dass sie auch dir steht; hier ist ein geschultes Auge gefragt, das realistisch einschätzen kann, was möglich ist und was eben nicht! Vertraue auf die Expertise deines Hairdesigners, um ein gesundes, glänzendes und vor allem wunschgemäßes Farbergebnis zu erzielen, das dich strahlen lässt.
Wenn du andere Artikel ähnlich wie Haare färben oder tönen: Der ultimative Guide kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Haarpflege besuchen.
