Wie viel verdient ein Friseur in der Schweiz?

Friseur werden: Ausbildung, Gehalt & Zukunft

15/06/2026

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Die Welt der Haare ist faszinierend, dynamisch und voller Kreativität. Für viele junge Menschen ist der Beruf des Friseurs nicht nur ein Handwerk, sondern eine wahre Berufung. Es ist die Möglichkeit, Menschen zu verwandeln, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihre Persönlichkeit durch einen neuen Look zu unterstreichen. Doch bevor man zum gefragten Styling-Experten wird, steht eine fundierte Ausbildung an. Dieser Artikel beleuchtet alles, was du über den Weg zum Friseur wissen musst: von der Dauer der Ausbildung über die Verdienstmöglichkeiten bis hin zu den vielversprechenden Karrierechancen in dieser aufregenden Branche.

Wie viel verdient ein Friseur in Baden-Württemberg?
September erhalten Beschäftigte und Auszubildende des baden-württembergischen Friseurhandwerks mehr Geld. Die Erhöhung der Entgelte und Vergütungen erfolgt in zwei Stufen. In der untersten Stufe steigt der Stundenlohn zum 1. September 2023 auf 12,80 Euro, zwölf Monate später auf 13,30 Euro. Der so genannte Ecklohn steigt auf 14,50 Euro, ab dem 1.
Inhaltsverzeichnis

Wie lange dauert die Ausbildung zum Friseur?

Die klassische Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin ist in Deutschland auf drei Jahre ausgelegt. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, was bedeutet, dass du sowohl praktische Erfahrungen in einem Friseursalon sammelst als auch theoretisches Wissen in der Berufsschule erwirbst. Diese Kombination aus Theorie und Praxis bereitet dich optimal auf die vielfältigen Anforderungen des Berufs vor.

Während deiner Ausbildungszeit lernst du Schritt für Schritt alle wichtigen Techniken und Fähigkeiten, die ein professioneller Friseur beherrschen muss. Dazu gehören nicht nur das Schneiden, Färben und Stylen von Haaren, sondern auch die Kundenberatung, der Umgang mit verschiedenen Haartypen und -strukturen, die Anwendung von Pflegeprodukten sowie Hygienestandards und Salonmanagement. Die Ausbildung ist so konzipiert, dass du am Ende selbstständig und kompetent arbeiten kannst.

Es gibt unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen. Dies ist beispielsweise bei sehr guten Leistungen in Betrieb und Berufsschule oder bei einem höheren Schulabschluss (z.B. Abitur) denkbar. Eine Verkürzung muss jedoch immer mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Handwerkskammer abgestimmt werden.

Was verdienst du als Friseur/in während der Ausbildung?

Ein großer Vorteil der dualen Ausbildung ist, dass du von Anfang an dein eigenes Geld verdienst. Dies ist besonders motivierend und ermöglicht dir, erste finanzielle Unabhängigkeit zu erleben. Die Vergütung während deiner Ausbildung richtet sich in der Regel nach einem Tarifvertrag für das Friseurhandwerk. Dieser Vertrag stellt sicher, dass du eine angemessene und faire Bezahlung erhältst, die regelmäßig angepasst wird.

Die genaue Höhe deiner Ausbildungsvergütung kann je nach Bundesland, in dem du deine Ausbildung machst, variieren. Dies liegt an regionalen Unterschieden in den Lebenshaltungskosten und den jeweiligen Tarifverträgen. Dennoch gibt es bundesweite Durchschnittswerte, die dir eine gute Orientierung bieten:

  • Im ersten Ausbildungsjahr kannst du durchschnittlich mit etwa 580 € brutto im Monat rechnen.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr steigt dein Lohn auf durchschnittlich 690 € brutto pro Monat an.
  • Im dritten und letzten Ausbildungsjahr erhältst du im Schnitt 790 € brutto im Monat.

Diese Steigerung im Laufe der Ausbildung spiegelt deine zunehmenden Fähigkeiten und deine wachsende Verantwortung im Salon wider. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich hierbei um Bruttobeträge handelt, von denen noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.

Einstiegsgehalt und Zukunftsaussichten nach der Ausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss deiner Friseurausbildung und dem Bestehen der Gesellenprüfung beginnt dein Berufsleben als ausgelernter Friseur oder ausgelernte Friseurin. Dein Einstiegsgehalt liegt in der Regel bei etwa 1.660 € brutto pro Monat. Dieses Gehalt ist der Startpunkt für deine Karriere und kann sich mit zunehmender Berufserfahrung und Spezialisierung deutlich steigern.

Mit einigen Jahren Berufserfahrung und dem Aufbau eines festen Kundenstammes kannst du später bis zu 1.900 € brutto oder sogar mehr im Monat verdienen. Die Verdienstmöglichkeiten hängen stark von verschiedenen Faktoren ab, wie der Region, der Größe und dem Ruf des Salons, deinen individuellen Fähigkeiten und deiner Bereitschaft zur Weiterbildung.

Warum die Zukunftsaussichten für Friseure glänzend sind

Deine Zukunftschancen als Friseur stehen hervorragend! Die Beauty-Branche boomt und das Interesse an persönlichem Aussehen und individuellem Styling ist ungebrochen. Menschen legen großen Wert auf ihr Äußeres und suchen professionelle Beratung und Umsetzung für ihre Frisuren. Dies schafft eine konstant hohe Nachfrage nach qualifizierten Friseuren.

Ein guter Abschluss und eine Leidenschaft für den Beruf öffnen dir viele Türen. Friseursalons sind stets auf der Suche nach motivierten und talentierten Mitarbeitern. Neben der Anstellung in einem Salon gibt es zahlreiche weitere Karrierewege, die du einschlagen kannst:

  • Spezialisierung: Werde Experte in einem bestimmten Bereich, z.B. als Colorist, Barbier, Spezialist für Haarverlängerungen oder Hochsteckfrisuren.
  • Meisterprüfung: Mit der Meisterprüfung kannst du deinen eigenen Salon eröffnen, Auszubildende betreuen und eine leitende Position übernehmen. Der Meistertitel ist ein Qualitätssiegel und eröffnet dir viele neue Perspektiven.
  • Ausbilder: Gib dein Wissen an die nächste Generation weiter und werde Ausbilder in einem Salon oder an einer Berufsschule.
  • Selbstständigkeit: Erfülle dir den Traum vom eigenen Salon oder werde mobiler Friseur.
  • Arbeit in der Mode- und Medienbranche: Friseure sind auch bei Fotoshootings, Filmproduktionen, Modenschauen und im Theater gefragt.
  • Produktentwicklung/Schulungen: Einige Friseure arbeiten direkt für Hersteller von Haarpflegeprodukten, entwickeln neue Produkte oder geben Schulungen für andere Friseure.

Der Arbeitsalltag eines Friseurs: Mehr als nur Haare schneiden

Der Alltag in einem Friseursalon ist abwechslungsreich und erfordert eine Vielzahl von Fähigkeiten. Es geht weit über das reine Schneiden und Färben hinaus. Ein Friseur ist gleichzeitig Künstler, Berater, Psychologe und Dienstleister. Zu den täglichen Aufgaben gehören:

  • Kundenberatung: Zuhören, Wünsche verstehen und individuelle Empfehlungen geben, die zum Typ und Lebensstil des Kunden passen.
  • Haarwäsche und Pflege: Professionelle Haarpflegebehandlungen und Massagen.
  • Schneiden und Stylen: Anwendung verschiedener Schnitttechniken, Föhnen, Glätten, Locken.
  • Färben und Strähnen: Kenntnisse über Farbtheorie und die Anwendung verschiedener Färbetechniken.
  • Frisieren für besondere Anlässe: Hochsteckfrisuren für Hochzeiten, Bälle oder andere Events.
  • Verkauf von Produkten: Beratung und Verkauf von Haarpflege- und Stylingprodukten.
  • Terminplanung und Kundenmanagement: Organisation des Salonalltags.
  • Hygiene und Sauberkeit: Reinigung und Desinfektion von Arbeitsgeräten und des Salons.

Neben den fachlichen Kompetenzen sind auch soziale Fähigkeiten von großer Bedeutung. Kommunikationsstärke, Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen, Geduld und Stressresistenz sind essenziell, um Kunden zufrieden zu stellen und ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Es ist ein körperlich anspruchsvoller Beruf, da man viel steht und handwerkliche Präzision gefragt ist.

Tabelle: Gehaltsentwicklung im Überblick

Um dir eine klare Vorstellung der finanziellen Entwicklung zu geben, hier eine Zusammenfassung der durchschnittlichen Brutto-Monatsgehälter:

PhaseDurchschnittliches Brutto-Monatsgehalt
1. Ausbildungsjahr580 €
2. Ausbildungsjahr690 €
3. Ausbildungsjahr790 €
Einstiegsgehalt nach Ausbildung1.660 €
Mit Berufserfahrungbis zu 1.900 €

Häufig gestellte Fragen zum Friseurberuf

Was sind die Voraussetzungen für die Ausbildung zum Friseur?

Für die Friseurausbildung gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschlüsse. Die meisten Ausbildungsbetriebe bevorzugen jedoch Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss). Viel wichtiger als der Notendurchschnitt sind persönliche Eigenschaften wie Kreativität, handwerkliches Geschick, Kommunikationsfähigkeit, gepflegtes Erscheinungsbild, Freude am Umgang mit Menschen und eine hohe Lernbereitschaft. Ein Praktikum im Vorfeld kann dir helfen, einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen und zu prüfen, ob der Beruf das Richtige für dich ist.

Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten für Friseure?

Ja, der Friseurberuf bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Neben der bereits erwähnten Meisterprüfung gibt es viele spezialisierte Kurse und Seminare, um dein Fachwissen zu vertiefen und neue Techniken zu erlernen. Beispiele sind Weiterbildungen zum Coloristen, Stylisten, Visagisten, zum Hair-Extension-Spezialisten oder zum Barbier. Auch kaufmännische Weiterbildungen im Bereich Salonmanagement oder Marketing sind denkbar, wenn du später eine Führungsposition anstrebst oder dich selbstständig machen möchtest. Lebenslanges Lernen ist in dieser Mode- und Trend-orientierten Branche besonders wichtig.

Ist der Beruf des Friseurs zukunftssicher?

Absolut! Obwohl es technische Entwicklungen gibt, die einige Bereiche der Dienstleistungsbranche beeinflussen könnten, ist der Friseurberuf in hohem Maße zukunftssicher. Die persönliche Beratung, das individuelle Styling und das Erlebnis im Salon können nicht durch Maschinen ersetzt werden. Menschen werden immer einen professionellen Haarschnitt, eine neue Farbe oder eine spezielle Frisur wünschen, die ihre Persönlichkeit unterstreicht. Die menschliche Interaktion und das handwerkliche Geschick sind Kernmerkmale, die den Beruf unverzichtbar machen.

Was ist ein Tarifvertrag im Friseurhandwerk?

Ein Tarifvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Gewerkschaften (Arbeitnehmervertreter) und Arbeitgeberverbänden (Arbeitgebervertreter), die die Arbeitsbedingungen in einer bestimmten Branche regelt. Im Friseurhandwerk legt der Tarifvertrag unter anderem Mindestlöhne, Ausbildungsvergütungen, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Kündigungsfristen fest. Er dient dazu, faire und einheitliche Standards für alle Beschäftigten in der Branche zu gewährleisten und schützt Arbeitnehmer vor Ausbeutung. Wenn dein Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist, hast du die Sicherheit, dass deine Bezahlung und deine Arbeitsbedingungen nach festen Regeln erfolgen.

Der Friseurberuf ist eine spannende Mischung aus Handwerk, Kunst und zwischenmenschlichem Austausch. Er bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und eine stabile Zukunft in einer Branche, die niemals aus der Mode kommt. Wenn du eine Leidenschaft für Ästhetik, Kreativität und den Umgang mit Menschen hast, könnte der Friseurberuf genau das Richtige für dich sein. Die Ausbildung legt den Grundstein für eine erfüllende Karriere, in der du täglich dazu beitragen kannst, das Selbstvertrauen und die Schönheit deiner Kunden zu stärken.

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