Was sind die unerwünschten Nebenwirkungen einer blonden Wallemähne?

Blonde Traummähne: Schattenseiten & Airtouch

08/05/2019

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Die Anziehungskraft einer leuchtenden, wallenden blonden Mähne ist unbestreitbar. Sie steht für Licht, Glamour und eine gewisse Leichtigkeit. Viele träumen davon, ihre Haare in ein strahlendes Blond zu verwandeln oder ihre bestehende Farbe aufzufrischen. Doch hinter dem schimmernden Glanz verbirgt sich oft ein komplexer Prozess und nicht selten eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen, die die Freude am neuen Look trüben können. Das Erreichen und Erhalten eines gesunden Blonds erfordert nicht nur Geschick vom Friseur, sondern auch konsequente Pflege und Verständnis für die Bedürfnisse des Haares. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Blondierens ein, beleuchten die potenziellen Fallstricke und stellen eine innovative Methode vor, die hilft, einige dieser Herausforderungen zu meistern.

Was sind die unerwünschten Nebenwirkungen einer blonden Wallemähne?
Auch ist die Liste der unerwünschten Nebeneffekte einer blonden Wallemähne groß: von einem unerwünschten Gelbstich, einem unschönen Ansatz bis hin zu abgebrochenen Spitzen kann vieles schiefgehen. Ein renommierter Friseursalon in München hat sich auf eine Strähnchen-Technik spezialisiert, die bis zu einem halben Jahr halten soll: Airtouch-Balayage.

Die Faszination Blond und ihre Kehrseite

Blond ist nicht einfach nur eine Farbe, es ist ein Statement. Doch um die natürlichen Pigmente des Haares aufzuhellen, muss ein chemischer Prozess, die Blondierung, angewendet werden. Dieser Prozess öffnet die Schuppenschicht des Haares und dringt in das Innere ein, um die Melanine, die für die Haarfarbe verantwortlich sind, zu zerstören. Während dies das Haar aufhellt, kann es auch die Haarstruktur erheblich beeinträchtigen. Die Liste der möglichen unerwünschten Nebenwirkungen ist lang und reicht von offensichtlichen Schäden bis hin zu subtilen Veränderungen, die die allgemeine Haargesundheit beeinträchtigen können.

Häufige unerwünschte Nebenwirkungen von blondiertem Haar

Blondiertes Haar ist anfälliger für eine Vielzahl von Problemen. Das Verständnis dieser Probleme ist der erste Schritt zu einer besseren Pflege und Prävention.

  • Trockenheit und Brüchigkeit: Der Blondierungsprozess entzieht dem Haar seine natürlichen Öle und Proteine. Dies führt dazu, dass das Haar trocken, spröde und anfällig für Haarbruch wird. Die Schuppenschicht bleibt oft rau und offen, was das Haar glanzlos erscheinen lässt und es schwer kämmbar macht.
  • Spliss: Durch die aufgeraute Haarstruktur sind die Haarspitzen besonders anfällig für Spliss. Die Haarfasern spalten sich, was das Haar ungepflegt wirken lässt und weitere Schäden am Haarschaft begünstigt. Regelmäßiges Schneiden ist hier unerlässlich, kann aber das Problem nicht vollständig beheben, wenn die grundlegende Struktur geschädigt ist.
  • Elastizitätsverlust: Gesundes Haar ist elastisch und kann sich dehnen, ohne zu brechen. Blondiertes Haar verliert oft diese Elastizität, wird starr und reißt leichter, insbesondere im nassen Zustand. Das Kämmen von nassem blondiertem Haar kann daher katastrophale Folgen haben.
  • Farbveränderungen und unerwünschte Untertöne: Ein häufiges Problem ist das Auftreten von Gelb- oder Orangestich, insbesondere wenn das Haar nicht ausreichend aufgehellt wurde oder die Farbkorrektur nicht optimal war. Auch ein Grünstich kann auftreten, oft durch Kupferablagerungen im Wasser oder chemische Reaktionen mit Chlor. Diese Verfärbungen können das gewünschte Blond erheblich beeinträchtigen.
  • Erhöhter Pflegeaufwand und Kosten: Blondiertes Haar benötigt eine intensive und spezielle Pflege. Dies umfasst sulfatfreie Shampoos, feuchtigkeitsspendende Conditioner, Haarmasken, Leave-in-Produkte und Hitzeschutzsprays. All diese Produkte sind oft teurer als Standardpflegeprodukte. Hinzu kommen regelmäßige Friseurbesuche für Nachfärbungen und Behandlungen, was eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen kann.
  • Kopfhautreizungen und Allergien: Die chemischen Substanzen in Blondierungen können die Kopfhaut reizen, zu Juckreiz, Rötungen und Brennen führen. In seltenen Fällen können auch allergische Reaktionen auftreten, die ärztliche Behandlung erfordern. Ein Patch-Test vor der Anwendung ist daher immer ratsam.

Die Airtouch-Methode: Ein sanfterer Weg zum Blond?

Angesichts der potenziellen Schäden suchen sowohl Friseure als auch Kunden nach schonenderen Methoden, um den Traum von blondem Haar zu verwirklichen. Eine dieser innovativen Techniken ist die Airtouch-Methode, die darauf abzielt, das Haar weniger zu belasten und ein natürlicheres Ergebnis zu erzielen.

Bei der Airtouch-Methode wird in feinen Strähnen das von Natur aus kürzere Haar, also das „Babyhaar“, von den langen Abschnitten abgeteilt – mithilfe des Luftstroms eines Föhns. Die längeren, nicht fliegenden Haarsträhnen werden dann gebleicht oder gefärbt und in Folien isoliert. Die Strähnen werden dafür waagerecht vom Kopf weg gehalten. Mit dem Haartrockner, der von oben senkrecht auf die Strähne ausgerichtet wird, werden die kürzeren Haare herausgepustet. Dieser präzise Prozess hat mehrere Vorteile:

  • Geringere Belastung der feineren Haare: Da die kürzeren, oft empfindlicheren Babyhaare vom Blondierungsprozess ausgeschlossen werden, wird die Gesamtbelastung des Haares reduziert. Dies schützt die zarten Haarpartien vor übermäßiger Schädigung.
  • Natürlicherer Übergang: Durch die feine Abtrennung und das gezielte Blondieren entsteht ein sehr weicher und natürlicher Farbverlauf ohne harte Ansätze. Das Ergebnis wirkt wie von der Sonne geküsst und wächst sanfter heraus.
  • Weniger sichtbarer Ansatz: Da nicht alle Haare bis zur Kopfhaut blondiert werden und ein weicher Übergang geschaffen wird, ist der Ansatz beim Nachwachsen weniger prominent. Dies verlängert die Zeit zwischen den Friseurbesuchen.
  • Weniger Schäden an der Gesamthaarstruktur: Obwohl die längeren Strähnen immer noch blondiert werden, ist die Methode insgesamt schonender, da weniger Haar auf einmal behandelt wird und die empfindlichsten Partien ausgespart bleiben.

Dennoch ist es wichtig zu verstehen, dass auch die Airtouch-Methode eine Blondierung beinhaltet. Die unerwünschten Nebenwirkungen wie Trockenheit oder Brüchigkeit können bei den behandelten Strähnen immer noch auftreten, wenn auch möglicherweise in geringerem Maße oder bei einem kleineren Anteil des Haares. Eine intensive Pflege nach der Behandlung ist daher weiterhin unerlässlich.

Vergleich: Traditionelle Blondierung vs. Airtouch

Um die Unterschiede in Bezug auf die Nebenwirkungen besser zu verstehen, betrachten wir eine vergleichende Tabelle:

MerkmalTraditionelle Blondierung (Global oder klassische Strähnen)Airtouch-Methode
Schädigung feiner HaareHoch, da alle Haare einer Strähne behandelt werden.Gering, da Babyhaare vom Luftstrom ausgespart werden.
Natürlichkeit des ÜbergangsOft harte Ansätze, weniger natürlicher Verlauf.Sehr weicher, fließender Übergang, natürliches Ergebnis.
Sichtbarkeit des AnsatzesSchnell sichtbar, erfordert häufiges Nachfärben.Weniger sichtbar, längere Intervalle zwischen den Besuchen.
Gesamtbelastung des HaaresPotenziell höher, da mehr Haar und feine Haare betroffen sind.Geringer, da gezielter und schonender gearbeitet wird.
Risiko von ÜberblondierungHöher, besonders bei ungleichmäßiger Anwendung.Geringer durch präzises Arbeiten und Isolation der Strähnen.
Benötigte ExpertiseHohe Expertise für gleichmäßiges Ergebnis.Sehr hohe Expertise und Erfahrung mit der Technik notwendig.
KostenVariieren, oft geringer pro Sitzung.Tendenz zu höheren Kosten pro Sitzung aufgrund des Aufwands.

Intensive Pflege für blondiertes Haar

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine klassische Blondierung oder die Airtouch-Methode entscheiden, ist die richtige Pflege entscheidend, um die unerwünschten Nebenwirkungen zu minimieren und die Gesundheit und den Glanz Ihrer blonden Mähne zu erhalten.

  • Feuchtigkeit und Reparatur: Verwenden Sie Shampoos und Conditioner, die speziell für blondiertes oder geschädigtes Haar entwickelt wurden. Diese Produkte enthalten oft feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Arganöl oder Sheabutter sowie Proteine wie Keratin, die helfen, die Haarstruktur von innen heraus zu stärken. Eine wöchentliche Haarmaske ist ebenfalls unerlässlich, um intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe zu spenden.
  • Spezielle Pigmentpflege: Um unerwünschten Gelb- oder Orangestich zu neutralisieren, sind Lila- oder Silbershampoos und -conditioner unverzichtbar. Sie enthalten violette Pigmente, die gelbe Töne komplementär ausgleichen. Achtung: Nicht zu oft anwenden, um einen Graustich zu vermeiden.
  • Hitzeschutz: Verzichten Sie möglichst auf exzessive Hitzeanwendungen (Föhn, Glätteisen, Lockenstab). Wenn unvermeidbar, verwenden Sie immer einen hochwertigen Hitzeschutzspray. Dieser bildet eine schützende Barriere um das Haar und minimiert Hitzeschäden.
  • Schonendes Styling: Vermeiden Sie starkes Bürsten oder Kämmen, besonders wenn das Haar nass ist. Verwenden Sie breitzinkige Kämme oder spezielle Entwirrbürsten. Haargummis ohne Metall und lose Frisuren sind ebenfalls schonender.
  • UV-Schutz: UV-Strahlen können blondiertes Haar ausbleichen, austrocknen und einen Gelbstich verstärken. Spezielle UV-Schutzsprays oder Hüte im Sommer schützen das Haar.
  • Regelmäßiges Spitzen schneiden: Um Spliss vorzubeugen und die Haare gesund aussehen zu lassen, sollten Sie alle 6-8 Wochen die Spitzen schneiden lassen.
  • Ernährung und Nahrungsergänzung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Vitaminen (besonders Biotin, Vitamin A, C, E) und Mineralien (Zink, Eisen) trägt zur allgemeinen Haargesundheit bei. Bei Bedarf können Nahrungsergänzungsmittel unterstützend wirken.

Häufig gestellte Fragen zu blondiertem Haar

Viele Fragen tauchen auf, wenn es um die Pflege und den Umgang mit blondiertem Haar geht. Hier beantworten wir einige der häufigsten Anliegen:

F: Wie oft sollte ich meine blonden Haare nachfärben lassen?
A: Das hängt stark von der gewählten Blondiertechnik und Ihrem natürlichen Haarwuchs ab. Bei einer klassischen Vollblondierung oder feinen Strähnen kann ein Nachfärben alle 4-6 Wochen notwendig sein. Bei Techniken wie Balayage oder Airtouch, die weichere Übergänge schaffen, können die Intervalle auf 8-12 Wochen oder sogar länger ausgedehnt werden, da der Ansatz weniger auffällig ist.

F: Kann ich Haarschäden durch Blondierung komplett rückgängig machen?
A: Einmal entstandene chemische Schäden können nicht vollständig rückgängig gemacht werden, da die Haarstruktur dauerhaft verändert wurde. Allerdings können spezielle Pflegeprodukte und Behandlungen (wie Bonding-Produkte, Olaplex etc.) die Haarstruktur von innen heraus stärken, die Schuppenschicht glätten und das Haar deutlich gesünder und widerstandsfähiger erscheinen lassen. Die beste Strategie ist jedoch immer die Prävention und das Minimieren von Schäden von Anfang an.

F: Was tun, wenn mein blondes Haar einen Gelbstich bekommt?
A: Ein Gelbstich ist ein häufiges Problem. Die effektivste Lösung ist die regelmäßige Anwendung von Lila- oder Silbershampoos und -conditionern. Die violetten Pigmente in diesen Produkten neutralisieren die gelben Untertöne. Achten Sie auf die Anwendungsdauer, um ein Überkorrigieren (Graustich) zu vermeiden. Auch eine Toner-Behandlung beim Friseur kann unerwünschte Untertöne korrigieren.

F: Ist die Airtouch-Methode wirklich schonender als andere Blondiertechniken?
A: Ja, die Airtouch-Methode gilt als schonender im Vergleich zu traditionellen Vollblondierungen oder herkömmlichen Strähnchentechniken, bei denen alle Haare einer Strähne behandelt werden. Durch das Ausblasen der kürzeren Babyhaare wird weniger Haar dem Blondierungsmittel ausgesetzt, und die empfindlichsten Haare werden geschützt. Dies führt zu weniger Bruch und einem gesünderen Gesamtergebnis, erfordert aber weiterhin sorgfältige Pflege der blondierten Partien.

F: Welche Produkte sind für blondiertes Haar am besten geeignet?
A: Suchen Sie nach Produkten, die speziell für blondiertes, geschädigtes oder coloriertes Haar formuliert sind. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie feuchtigkeitsspendende Öle (Argan-, Kokosöl), Proteine (Keratin), Ceramide und sulfatfreie Formulierungen, um das Haar nicht zusätzlich auszutrocknen. Leave-in-Conditioner und Hitzeschutzprodukte sind ebenfalls unverzichtbar. Marken, die Bonding-Technologien anbieten, können ebenfalls sehr vorteilhaft sein.

Fazit

Die blonde Wallemähne bleibt ein zeitloser Wunsch vieler Menschen. Während die chemischen Prozesse, die für ihre Entstehung notwendig sind, das Haar belasten können, bieten moderne Techniken wie die Airtouch-Methode Wege, diese Belastung zu minimieren. Doch letztlich ist es die konsequente und richtige Pflege, die den entscheidenden Unterschied macht. Ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse des blondierten Haares, gepaart mit hochwertigen Pflegeprodukten und regelmäßigen professionellen Behandlungen, ist der Schlüssel, um die unerwünschten Nebenwirkungen in Schach zu halten und den Traum von einer gesunden, strahlenden und wallenden blonden Mähne Wirklichkeit werden zu lassen. Es ist eine Investition in Zeit und Mühe, die sich jedoch in einem atemberaubenden Erscheinungsbild und einem gesunden Haargefühl auszahlt.

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