Wie pflege ich mich während der Chemotherapie?

Umfassende Pflege bei Chemotherapie

09/01/2021

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Eine Chemotherapie ist eine intensive Behandlung, die das Leben von Krebspatienten grundlegend beeinflusst. Während ihr Hauptziel die Bekämpfung von Krebszellen ist, wirken die Medikamente leider auch auf gesunde, sich schnell teilende Zellen im Körper. Dazu gehören insbesondere die Zellen von Haut, Haaren und Nägeln. Diese Nebenwirkungen können nicht nur physisch belastend sein, sondern auch psychisch, da sie die Krankheit oft auch nach außen hin sichtbar machen. Doch es gibt Wege und Mittel, um diese Begleiterscheinungen zu lindern und das Wohlbefinden während dieser herausfordernden Zeit zu verbessern. Eine bewusste und angepasste Pflege von Haut und Haaren ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Was passiert nach 2 Wochen Chemotherapie?
70 bis 80% der Patienten entwickeln nach 2 Wochen Chemotherapie eine Follikulitis (Entzündung der Follikel): Kleine Pickel hauptsächlich im Gesicht und auf dem Oberkörper. Achtung, Follikulitis ist nicht wie Akne zu behandeln, auch wenn Sie ihr ähnelt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, damit er Ihnen eine angepasste Behandlung verschreiben kann.
Inhaltsverzeichnis

Haarausfall: Eine sichtbare Herausforderung

Der Verlust der Haare ist eine der bekanntesten und für viele Patienten emotional belastendsten Nebenwirkungen der Chemotherapie. Schon zwei bis vier Wochen nach der ersten Chemotherapie-Gabe beginnen die Kopfhaare auszufallen. Je nach Dosierung und Art der Behandlung kann auch die übrige Körperbehaarung, einschließlich Augenbrauen und Wimpern, betroffen sein. Dies ist ein prägendes Ereignis, da Haare und Frisuren oft eng mit unserer Identität verbunden sind.

Obwohl der Haarausfall nicht immer vollständig verhindert werden kann, gibt es Möglichkeiten, damit umzugehen. Perücken, Tücher, Mützen oder andere Kopfbedeckungen können helfen, den Haarverlust zu kaschieren und ein Gefühl von Normalität zu bewahren. Für die Nacht ist eine Schlafmütze empfehlenswert, um den Wärmeverlust über die Kopfhaut zu verhindern, da diese ohne Haare schneller auskühlt. Einige Studien deuten darauf hin, dass spezielle Kühlkappen, die vor, während und nach der Chemotherapie-Sitzung getragen werden, den Haarausfall zumindest verlangsamen können, indem sie die Durchblutung der Kopfhaut reduzieren und so weniger Chemotherapeutika zu den Haarfollikeln gelangen.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Haare nach Abschluss der Chemotherapie wieder nachwachsen. Dies beginnt in der Regel sechs bis acht Wochen nach der letzten Behandlung. Die nachwachsenden Haare und die noch empfindlichen Haarfollikel benötigen jedoch besondere Schonung. Es wird dringend empfohlen, die nachwachsenden Haare in den ersten sechs Monaten keiner chemischen Behandlung wie Färben, Dauerwellen oder starkem Styling auszusetzen. Auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen direkt auf der Haut, wie beispielsweise durch Haartrockner oder Wind, sollten vermieden werden, um die empfindliche Kopfhaut nicht zusätzlich zu reizen.

Die Haut während der Chemotherapie: Eine sensible Barriere

Die Haut, unser größtes Organ, spielt eine grundlegende Rolle beim Schutz des Körpers vor äußeren Einflüssen und trägt maßgeblich zu unserem ästhetischen und emotionalen Wohlbefinden bei. Während einer Chemotherapie kann sie jedoch stark beansprucht werden. Die Weiterentwicklung der Chemotherapeutika hat zwar dazu geführt, dass viele Patienten nur milde Hautprobleme entwickeln, aber dennoch sollten Betroffene auf mögliche Symptome vorbereitet sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Glücklicherweise verschwinden die meisten Hautveränderungen während oder nach Abschluss der Behandlung wieder.

Ein allgemeines Problem ist, dass Wunden und Verletzungen während der Chemotherapie langsamer heilen. Die Haut, insbesondere im Gesicht, kann trocken und schuppig werden, kribbeln, jucken, spannen und brennen. Da das Immunsystem durch die Behandlung oft geschwächt ist, erhöht sich zudem die Gefahr von Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren. Eine starke Rötung und Überwärmung der Haut kann beispielsweise auf eine bakterielle Infektion hinweisen, während Pilzerkrankungen sich oft in schuppenden, leicht geröteten und juckenden Hautarealen sowie nässender Bläschenbildung zeigen.

Auch allergische Hautreaktionen mit juckenden Knötchen oder Quaddeln sind möglich. Treten plötzliche, starke Hautrötungen und Ausschläge während oder nach einer Medikamentengabe auf, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden, da dies auf eine allergische Reaktion hindeuten kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die erhöhte Sonnenempfindlichkeit. Viele Chemotherapeutika können die Haut phototoxisch oder photoallergisch machen. Dies bedeutet, dass die Haut extrem empfindlich auf Sonnenlicht reagiert. Daher ist direkte Sonne nach einer Medikamentengabe tabu. Danach ist ein konsequenter Sonnenschutz unerlässlich, nicht nur um Verbrennungen zu vermeiden, sondern auch um Pigmentflecken vorzubeugen. Hautbedeckende Kleidung ist hier die beste Wahl, da Sonnenschutzcremes bei vorgeschädigter Haut ungeeignet sein können.

Bestimmte zielgerichtete Krebstherapien, wie die Antikörpertherapie, können zu ausgeprägten Veränderungen an Haut, Haaren und Nägeln führen. Akneähnliche Hautausschläge oder schuppende Hautveränderungen treten relativ häufig auf (bei etwa einer von zehn Patientinnen). Bei starker Akne ist es ratsam, einen Hautarzt zu konsultieren, da unter Umständen eine antibiotische Therapie notwendig sein kann. Entzündungen von Nagelwall und Nagelbett sowie Verfärbungen der Nägel sind unter diesen Medikamenten ebenfalls sehr wahrscheinlich.

Wie pflege ich mich während der Chemotherapie?
Die Körperpflege während der Chemotherapie sollte stets behutsam sein: Keine heissen Bäder, möglichst nur mit lauwarmen Wasser kurz abduschen und die Haut mit weichen Handtücher vorsichtig abtupfen.

Sanfte Hautpflege: Was Sie beachten sollten

Die Körperpflege während der Chemotherapie erfordert besondere Umsicht und Sanftheit. Hier sind wichtige Empfehlungen:

  • Baden und Duschen: Vermeiden Sie heiße Bäder. Bevorzugen Sie schnelle, lauwarme Duschen (36–37°C), da heißes Wasser den Juckreiz wiederaufleben lassen kann.
  • Trocknen: Tupfen Sie die Haut nach dem Waschen vorsichtig mit einem weichen Handtuch oder einem Tempo ab, anstatt zu reiben.
  • Reinigungsprodukte: Verwenden Sie nur seifenfreie, milde Waschlotionen und pH-neutrale Produkte, die speziell für sensible Haut entwickelt wurden. Verzichten Sie auf Produkte mit potentiell reizenden Inhaltsstoffen wie Alkohol, ätherischen Ölen, Konservierungsmitteln, Parabenen, Mineralölen und Duftstoffen. Diese sind selbst für fettigere Haut viel zu aggressiv.
  • Waschlappen: Waschen Sie sich sanft von Hand, anstatt einen Waschlappen zu benutzen, da dieser Keime enthalten kann.
  • Deodorants: Wenn Sie Deo benutzen möchten, sollte dieses sanft und vor allem alkoholfrei sein. Während der Strahlentherapie sollte gänzlich auf Deodorants verzichtet werden.
  • Feuchtigkeitspflege: Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die regelmäßige Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Es wird empfohlen, bereits einige Wochen vor Beginn der Chemotherapie damit zu beginnen, um den Schweregrad der Nebenwirkungen zu minimieren. Versorgen Sie Ihre Haut, wenn möglich, zwei bis drei Mal täglich mit Feuchtigkeit. Verwenden Sie eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme für sensible Haut, die rückfettende Eigenschaften hat. Am besten direkt nach dem Duschen eincremen, solange die Haut noch feucht ist.
  • Besonders sensible Zonen: Achten Sie besonders auf Hände, Füße und Ellenbogen, da diese Bereiche oft stärker betroffen sind.
  • Lippenpflege: Die Lippen können trocken und rissig werden. Tragen Sie regelmäßig einen feuchtigkeitsspendenden, fetthaltigen Lippenbalsam auf (z.B. mit Lanolin, Vaseline oder Kakaobutter).
  • Wäsche und Kleidung: Tragen Sie lockere Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Seide, die nicht einschnürt und die Haut nicht zusätzlich reizt. Vermeiden Sie Kunstfaser und Wolle, die Ihre Haut irritieren können. Waschen Sie Ihre Wäsche mit einem sanften Waschmittel, aber ohne Weichspüler, da dieser für Ihre Haut zu aggressiv sein könnte.
  • Vermeiden von Reibung und Druck: Das Auftreten von Hautreaktionen wird durch Schwitzen, Hitze, Druck und Reibung gefördert. Vermeiden Sie übermäßige körperliche Aktivität, die zu starkem Schwitzen führt. Achten Sie darauf, dass Schuhe bequem sind und nicht auf das Nagelbett drücken.
  • Rasur: Verzichten Sie eine Weile auf die Rasur, z.B. der Beine oder des Intimbereichs, da Rasierklingen Mikroverletzungen fördern und die gestresste Haut zusätzlich reizen können.
  • Nagelpflege: Die Nägel können rissig, brüchig werden, Furchen bekommen und sich verfärben. Eine vorsichtige Nagelpflege ist wichtig. Schieben Sie die Nagelhaut nicht zurück. Eine gründliche Fußpflege, gegebenenfalls mit antiseptischen Bädern, hilft, Fuß- oder Nagelpilz zu vermeiden. Unter bestimmten Medikamenten wie Docetaxel kann das Kühlen der Nägel helfen, die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Wichtiger Hinweis: Handelsübliche Aknemittel, Vitamin-K-Präparate oder kortisonhaltige Cremes und Gele sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zur Vorbeugung oder Behandlung von Hautveränderungen während einer Krebstherapie zu empfehlen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt verschreibt sie explizit.

Vergleich: Empfohlene vs. zu vermeidende Pflegemaßnahmen

Empfohlene MaßnahmenZu vermeidende Maßnahmen
Kurze, lauwarme Duschen (36-37°C)Lange, heiße Bäder
Haut sanft abtupfenHaut trocken reiben
pH-neutrale, seifenfreie WaschlotionenAggressive Seifen, Waschlappen
Feuchtigkeitsspendende, rückfettende Cremes (z.B. 5% Urea)Produkte mit Alkohol, Parfüm, Parabenen, Mineralölen
2-3x tägliche FeuchtigkeitspflegeNur gelegentliche Hautpflege
Lockere Kleidung aus Naturfasern (Baumwolle, Leinen, Seide)Eng anliegende Kleidung, Kunstfaser, Wolle
Sanftes Waschmittel ohne WeichspülerAggressive Waschmittel, Weichspüler
Konsequenter Sonnenschutz (Kleidung, Schatten)Direkte Sonneneinstrahlung auf ungeschützter Haut
Vorsichtige Nagelpflege, Nägel kühlen (bei Docetaxel)Zurückschieben der Nagelhaut, unbequeme Schuhe
Feuchtigkeitsspendender LippenbalsamLippen austrocknen lassen
Regelmäßiges Trinken (8-10 Gläser Wasser/Tag)Dehydration

Die Bedeutung der Schleimhäute

Nicht nur die äußere Haut, sondern auch die Schleimhäute im Inneren des Körpers können während der Chemotherapie stark beansprucht werden. Dies betrifft den Mund- und Rachenraum, die Speiseröhre, den Magen, Darm, die Blase und die Scheide. Entzündungen in diesen Bereichen sind eine häufige Nebenwirkung und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Mundpflege. Entzündete Mundschleimhäute (Mukositis) können Schmerzen verursachen und das Essen und Sprechen erschweren. Eine sorgfältige Mundhygiene ist daher unerlässlich. Es wird empfohlen, eine weiche Zahnbürste häufig zu wechseln. Prothesenträger müssen besondere Vorsicht walten lassen und ihre Prothesen gründlich reinigen. Eventuelle Entzündungsherde im Mund sollten bereits im Vorfeld der Chemotherapie vom Zahnarzt behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Auf harte oder saure Lebensmittel, die die Mundschleimhaut reizen könnten, sowie auf scharfe Gewürze oder alkoholhaltige Getränke sollte verzichtet werden. Stattdessen sind weiche, milde Speisen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig.

Frauen, die unter entzündeten Schleimhäuten der Vagina leiden, können Linderung durch medizinische Gele oder Östrogen-Zäpfchen finden. Auch hier ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder Gynäkologen ratsam.

Chemotherapie vs. Bestrahlung: Unterschiede in der Hautwirkung

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen den Auswirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung auf die Haut zu verstehen, da beide Therapieformen unterschiedliche Mechanismen haben.

Die Chemotherapie wirkt systemisch, das heißt, die Medikamente gelangen in den gesamten Körper und greifen dort alle sich schnell teilenden Zellen an. Dies erklärt, warum Nebenwirkungen wie Haarausfall, Hauttrockenheit und Nagelveränderungen den gesamten Körper betreffen können. Die Haut kann trocken und rissig werden, die Haare fallen aus, und Finger- sowie Fußnägel werden brüchig, da auch deren Zellen sehr aktiv sind und sich schnell teilen.

Die Strahlentherapie hingegen ist eine lokale Behandlung. Sie wirkt immer nur in dem Bereich des bestrahlten Areals der Haut. Das bedeutet, dass Haarausfall oder Hautveränderungen nur in dem direkt bestrahlten Bereich auftreten. Die Auswirkungen der Bestrahlung sind auf den behandelten Körperteil begrenzt, während die Chemotherapie den gesamten Organismus beeinflusst.

Was ist der Unterschied zwischen Chemotherapie und Bestrahlung?
Sowohl die Chemotherapie als auch eine Bestrahlung können im Allgemeinen Haarausfall auslösen. Anders als die Krebsmedikamente wird die Strahlentherapie aber immer nur in dem Bereich des bestrahlten Areals der Haut einen Haarausfall verursachen können.

Interessanterweise ist eine Hautreaktion während der Krebstherapie nicht immer negativ. Oft ist sie sogar ein Anzeichen dafür, dass eine Krebsmedikation anspricht. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Patienten solche Hautveränderungen ihren behandelnden Ärzten oder dem Onkologieteam mitteilen. Je nach Schweregrad der Erscheinungen stehen gemäß Leitlinie hilfreiche Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Viele Patienten haben ähnliche Fragen bezüglich der Pflege während der Chemotherapie. Hier sind Antworten auf einige der häufigsten:

Ist Haarausfall immer unvermeidlich bei Chemotherapie?

Nein, nicht alle Chemotherapeutika führen zu Haarausfall, und der Grad des Haarverlusts kann variieren. Bei den meisten gängigen Chemotherapien ist Haarausfall jedoch eine sehr häufige Begleiterscheinung. Ein Kribbeln oder ein ungewöhnliches Gefühl auf der Kopfhaut kann ein erstes Anzeichen sein. Kühlkappen können den Verlust verlangsamen, aber selten ganz verhindern. Nach Abschluss der Therapie wachsen die Haare in der Regel wieder nach.

Wie gehe ich mit juckender Haut um?

Juckreiz ist eine häufige Nebenwirkung. Vermeiden Sie heißes Wasser beim Duschen oder Baden und bevorzugen Sie lauwarme, kurze Duschen. Tupfen Sie die Haut sanft trocken. Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende, rückfettende und parfümfreie Cremes. Vermeiden Sie kratzen, um Hautverletzungen und Infektionen vorzubeugen. Lockere Kleidung aus Naturfasern kann ebenfalls Linderung verschaffen. Sprechen Sie bei starkem Juckreiz mit Ihrem Arzt, es gibt spezielle Cremes oder Medikamente, die helfen können.

Welche Produkte sind sicher für meine Haut?

Generell sind Produkte ohne Alkohol, Parfüm, ätherische Öle, Parabene, Mineralöle und Konservierungsmittel zu bevorzugen. Achten Sie auf den Vermerk „für sensible Haut“ oder „dermatologisch getestet“. pH-neutrale Waschlotionen und feuchtigkeitsspendende Cremes mit Urea (z.B. 5%) sind oft empfehlenswert. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren behandelnden Arzt oder Apotheker.

Kann ich mich während der Chemotherapie rasieren?

Es wird empfohlen, auf die Rasur, insbesondere mit Rasierklingen, zu verzichten, da diese Mikroverletzungen verursachen und die bereits gestresste Haut zusätzlich reizen können. Sollte eine Haarentfernung notwendig sein, besprechen Sie sanftere Alternativen mit Ihrem Arzt oder Onkologieteam.

Was genau ist das Hand-Fuss-Syndrom?

Das Hand-Fuss-Syndrom ist eine Nebenwirkung bestimmter Chemotherapeutika, die schmerzhafte Veränderungen an Handinnenflächen und Fußsohlen verursacht. Es beginnt oft mit Kribbeln, leichtem Taubheitsgefühl und Rötungen. In schwereren Fällen können starke Schmerzen, Schwellungen, Blasen und offene Wunden auftreten. Bei den ersten Anzeichen sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren, da frühzeitige Maßnahmen die Symptome lindern können.

Wie kann ich meine Lippen schützen?

Die Lippen können während der Chemotherapie sehr trocken und rissig werden. Tragen Sie mehrmals täglich einen feuchtigkeitsspendenden und fetthaltigen Lippenbalsam auf. Produkte mit Lanolin, Vaseline oder Kakaobutter sind oft gut geeignet. Vermeiden Sie Lippenstifte, die austrocknende Inhaltsstoffe enthalten.

Fazit

Die Pflege von Haut, Haaren und Schleimhäuten während einer Chemotherapie ist mehr als nur Kosmetik; sie ist ein wesentlicher Bestandteil der unterstützenden Therapie und trägt maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der Patienten bei. Indem Sie die hier genannten Empfehlungen beherzigen und stets eng mit Ihrem medizinischen Team zusammenarbeiten, können Sie viele unangenehme Nebenwirkungen lindern und gestärkt durch diese Zeit gehen. Ihre Haut ist ein wertvolles Organ – schenken Sie ihr die Aufmerksamkeit und Pflege, die sie verdient.

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