Welche Öle eignen sich für Bartöl?

Bartöl selber machen: Dein ultimativer DIY-Leitfaden

26/05/2019

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So wie du dein Haupthaar pflegst, bedarf auch dein Bart einer ganz besonderen Aufmerksamkeit. Du trimmst ihn, du wäschst ihn, du kämmst ihn – und du ölst ihn mit Bartöl ein. Bartöl ist ein unverzichtbares Produkt für jeden Bartträger, der Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein angenehmes Gefühl legt. Es verleiht dem Bart nicht nur einen seidigen Glanz und macht ihn geschmeidiger, sondern versorgt auch die darunterliegende Haut mit wichtigen Nährstoffen und Feuchtigkeit. Das Beste daran? Du kannst dein Bartöl ganz einfach selbst herstellen und dabei genau auf die Bedürfnisse deines Barts und deine persönlichen Duftvorlieben eingehen. Wir verraten dir, wie du das am besten anstellst und zum Meisterbrauer deines eigenen, perfekten Bartöls wirst.

Welche Öle eignen sich für Bartöl?
Als Grundausstattung an Basisölen für dein eigenes Bartöl empfehlen wir dir Aprikosenkernöl, Arganöl, Mandelöl, Traubenkernöl und Jojobaöl.

Im Allgemeinen werden Bartölen zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt. Im Speziellen soll es deinen Bart weicher und geschmeidiger machen, ihm ein gepflegtes Aussehen und einen seidigen Glanz verleihen. Er soll mit wichtigen Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt werden, damit er lange gesund bleibt. Aber das Beste an der Verwendung von Bartöl: Dein Bart duftet unglaublich gut. Es gibt zwar zahlreiche hochwertige Bartöle auf dem Markt, doch eigentlich gibt es nichts Cooleres, als sich ein eigenes Bartöl selbst zu mischen.

Inhaltsverzeichnis

Warum eigenes Bartöl mischen?

Die Entscheidung, dein Bartöl selbst zu mischen, bietet dir eine Reihe unschlagbarer Vorteile. Zum einen hast du die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe. Du weißt genau, was in dein Bartöl kommt, kannst auf hochwertige, natürliche Produkte setzen und Allergene oder unerwünschte Zusätze vermeiden. Zum anderen ermöglicht dir das DIY-Prinzip, ein Bartöl zu kreieren, das perfekt auf deinen individuellen Barttyp und deine Hautbedürfnisse abgestimmt ist. Ob feines, widerspenstiges oder schuppenanfälliges Barthaar – mit der richtigen Mischung erzielst du optimale Ergebnisse. Und nicht zuletzt ist das Mischen deines eigenen Bartöls ein kreativer Prozess, der Spaß macht und dir die Möglichkeit gibt, einzigartige Duftkompositionen zu entwickeln, die deine Persönlichkeit unterstreichen.

Eines haben alle Bartöle gemein: Sie bestehen aus sogenannten Trägerölen und ätherischen Ölen. Das Prinzip ist einfach: Du benötigst die Trägeröle als Basis, um dein eigenes Bartöl zu mischen, denn sie sind für die pflegende Wirkung auf Haut und Haar zuständig. Und Obacht! Die andere Komponente – nämlich die duftgebende: Ätherische Öle sollen unverdünnt niemals direkt auf die Haut gelangen, die hohe Konzentration kann deine Haut zumindest reizen, wenn nicht sogar schädigen. Wenn du also dein Bartöl selbst zusammenmischen willst, solltest du grundsätzlich darauf achten, dass du nicht allergisch gegen die verschiedenen Ingredienzien bist. Diese Aufgabe können wir dir leider nicht abnehmen. Wähle also die Trägeröle und die ätherischen Öle für dein eigenes Bartöl mit Bedacht, dann kann nicht viel schiefgehen. Alles, was du über die Produktion eines Bartöles wissen solltest, erzählen wir dir jetzt, hier kommen die wichtigsten Infos für angehende Bartölbrauer.

Die Basis: Trägeröle für deinen Bart

Die Trägeröle sind das Herzstück deines Bartöls. Eine durchdachte Mischung ist entscheidend für eine gute Pflegewirkung. Es gibt eine Menge verschiedener Öle, deren Wirkung auf Haut und Haar untereinander variiert, die sich aber gegenseitig hervorragend ergänzen. Von A wie Avocadoöl bis W wie Weizenkeimöl steht dir eine Vielzahl an Ölen zur Auswahl. Wenn du einmal die Inhaltsstoffe diverser Bartöle vergleichst, stößt du immer wieder auf eine Basis aus Mandelöl, Traubenkernöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl und Arganöl. Diese wählen wir auch als Empfehlung für den Start – und ätherische Öle nach Belieben für den Duft.

Es sind der Dinge zwei, auf die du bei der Wahl und Kombination der Trägeröle für dein eigenes, für dich perfektes Bartöl achten musst: Erstens ist das das Fettsäurespektrum, zweitens das Spreitverhalten. Ein jedes Öl hat hier spezifische Eigenschaften. Ganz, ganz kurz zusammengefasst:

  • Öle mit hohem Ölsäureanteil: Aprikosenkernöl, Mandelöl, Avocadoöl und Macadamianussöl. Sie wirken rückfettend und sind ideal für trockene Haut und sprödes Haar.
  • Öle mit ausgewogenen Anteilen an Öl- und Linolsäure: Arganöl, Reiskeimöl und Sesamöl. Sie wirken pflegend und schützen deine Haut.
  • Öle mit hohem Linolsäureanteil: Traubenkernöl, Distelöl, Sojaöl und Weizenkeimöl. Sie wirken regenerierend und sind gut für Haut, die Unterstützung bei der Zellerneuerung benötigt.

Eine Mischung aus Ölen dieser drei Gruppen funktioniert schon sehr gut. Wenn du noch einen draufsetzen willst, experimentierst du mit Squalan, Brokkolisamenöl und/oder Hanfsamenöl, die allesamt das Spreitverhalten positiv beeinflussen – dein Öl lässt sich noch besser auf Haut und im Barthaar verteilen.

Empfohlene Trägeröle und ihre Eigenschaften:

Als Grundausstattung an Basisölen für dein eigenes Bartöl empfehlen wir dir Aprikosenkernöl, Arganöl, Mandelöl, Traubenkernöl und Jojobaöl. Für weitere Bartöl-Experimente besorgst du dir noch Avocadoöl, Macadamianussöl und Squalan. Achte dabei auf eine ausgewogene Mischung.

TrägerölWichtige EigenschaftenAnwendung & Wirkung
Aprikosenkernöl
(Prunus Armeniaca Kernel Oil)
Hoher Anteil an Oleinsäure (Ölsäure) und Linolsäure (Omega-6), Vitamin E, A.Wirkt entzündungshemmend und feuchtigkeitsspendend. Antioxidativ. Macht den Bart weich.
Arganöl
(Argania Spinosa Kernel Oil)
Stärkt Hautfunktionen, stimuliert Zellwachstum.Sehr wertvoll, schützt die Haut und pflegt intensiv.
Mandelöl
(Prunus Amygdalus Dulcis Oil)
Sehr hoher Ölsäuregehalt. Zieht langsam, aber tief ein.Macht die Haut weich und geschmeidig. Hilft anderen Wirkstoffen, besser einzudringen.
Traubenkernöl
(Vitis Vinifera Seed Oil)
Hoher Gehalt an Linolsäure. Fördert Talgfluss, hemmt Hornbildung.Besonders gut für trockene und alternde Haut. Hilft Vitaminen (E, K) tief einzudringen.
Jojobaöl
(Simmondsia Chinensis Seed Oil)
Wird nicht ranzig, lange haltbar. Enthält Vitamine A und E.Stärkt Abwehrkräfte von Haaren und Haut, verlangsamt Hautalterung. Zieht schnell ein.
Avocadoöl
(Persea Gratissima Oil)
Vitamin- und nährstoffreich (A, E, D), Palmitoleinsäure.Bändigt sprödes Barthaar, pflegt trockene und rissige Haut. Entzündungshemmend, kann Rasierbrand verhindern.
Macadamianussöl
(Macadamia Ternifolia Seed Oil)
Hoher Anteil an Palmitoleinsäure, Eiweiß, Fett, Vitamin A, Eisen.Macht Haut äußerst weich und geschmeidig, dringt tief ein. Feuchtigkeitsspendend, regenerierend, glättend.
Squalan
(Squalane)
Natürlich in Hautlipiden vorkommend. Aus Pflanzenölen gewonnen.Liefert außerordentlich viel Feuchtigkeit, reizt nicht. Glättet spröde Barthaarspitzen, wirkt als Antioxidans.

Im Internet ist oft zu lesen, dass Trägeröle angeblich Vitamin C oder Vitamine der B-Gruppe enthalten. Entgegen dieser weitverbreiteten Meinung sind sich Experten einig, dass reine fette Öle keine signifikanten Mengen an diesen wasserlöslichen Vitaminen aufweisen. Anders hingegen sieht das bei den fettlöslichen Vitaminen aus, zu denen Vitamin A, D, E und K zählen.

Der Duft: Ätherische Öle für die perfekte Note

Nachdem die pflegende Basis steht, geht es nun um den Duft. Ätherische Öle verleihen deinem Bartöl und damit deinem Bart die perfekte, individuelle Duftnote. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an ätherischen Ölen, die aus den Samen, Stengeln, Blüten oder aus anderen Teilen einer Pflanze gewonnen werden – oder auch aus dem Holz und der Rinde von Bäumen oder der Schale von Früchten.

Wichtiger Hinweis: Ätherische Öle sind hochkonzentriert und dürfen niemals unverdünnt direkt auf die Haut gelangen. Sie dienen in deinem Bartöl ausschließlich als duftgebende Komponente und müssen immer in einer Trägerölbasis verdünnt werden. Beginne immer mit einer geringen Tropfenanzahl und teste die Verträglichkeit.

Düfte können sich auf unser Befinden auswirken und unsere Stimmung beeinflussen. Zum Beispiel riecht Pfefferminzöl besonders frisch und kräftig, Orangenöl dagegen fruchtig süß. Zedernholz bringt einen rauchig-holzigen Duft in deinen Bart, Rosenholz riecht deutlich milder und blumig. Spiele ruhig ein bisschen mit dem Einsatz der Öle – so kreierst du deine komplett individuelle Duftnote.

Duftprofile ätherischer Öle:

  • Blumig: Jasmin, Rose, Lavendel, Kamille
  • Fruchtig: Bergamotte, Blutorange, Zitrone, Limette, Grapefruit
  • Süß/Warm: Vanille, Nelke, Zimt, Anis
  • Herb/Holzig/Erde: Sandelholz, Zeder, Kiefer, Patchouli, Myrrhe
  • Frisch/Minzig: Pfefferminze, Eukalyptus, Lemongrass, Teebaum
  • Würzig: Ingwer, Koriander, Kümmel, Rosmarin, Basilikum

Welchen Duft magst du am liebsten? Blumig wird der Duft deines Bartöles mit Jasmin oder Rose, fruchtig mit Pfirsich, Zitrone oder Bergamotte, süß mit Vanille. Herb, holzig, ledrig und erdig durch Tabak, Sandelholz oder Moos. Orientalisch dank Patchouli, Nelke und Vanille. Würzig wird’s mit Zimt, Thymian, Salbei oder Pfeffer.

Deine DIY-Werkstatt: Was du benötigst

Das richtige Werkzeug ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Arbeit. Die Liste an Utensilien, die du zum Bartölmischen brauchst, hält sich allerdings in Grenzen. Hier ist eine kleine Einkaufsliste:

  • Kleine Fläschchen: Ideal sind Pipettenflaschen aus Braunglas, die zwischen 20 und 30 Milliliter fassen. Braunglas schützt die Öle vor Licht.
  • Messbecher: Zum genauen Abmessen der Trägeröle.
  • Trichter: Ein kleiner Trichter hilft, die Ölmischung verlustfrei in die Fläschchen zu füllen.
  • Pipette oder kleine Spritze: Wenn du keine ruhige Hand hast, kannst du damit das Öl aufsaugen und dann hineinspritzen, besonders nützlich für präzise Dosierung.
  • Ätherische Öle: Diese sind meist in kleinen Fläschchen mit Tropfverschluss erhältlich, was die Dosierung ihres kostbaren Inhalts erleichtert.

Bartöl selber machen: Schritt für Schritt Anleitung

Du hast alle Öle besorgt und willst starten? Toll, los geht’s! Das Mischen ist tatsächlich so einfach, wenn man das Mischverhältnis kennt. Acht bis zehn Tropfen ätherisches Öl auf eine Basis von 30ml Trägerölen sollten auf jeden Fall ausreichen. Bedenke immer, dass ätherische Öle sehr stark konzentriert sind und hautreizende Eigenschaften haben – verwende ätherische Öle nicht unverdünnt, sie sind in diesem Fall lediglich die duftgebende Komponente in deinem Bartöl.

Unsere Bartöl-Rezepte sollen dir als Anregung dienen. Wenn du sie ausprobierst, halte zwischendurch einmal deine Nase über die Mischung und schnuppere darin. Beobachte, wie sich mit jedem Tropfen eines weiteren ätherischen Öles der Duft verändert. Gefällt dir, was du riechst? Noch nicht? Mach weiter, denn für dich heißt der beste Weg zum Erfolg nun: Experimentieren. Solange, bis du das für dich perfekte Bartöl gefunden hast, was den Duft und die Anforderung deiner Barthaare und deiner Haut angeht.

Wie pflege ich meinen Bart?
Schon ist das Bartöl bereit für die Anwendung! Um den Bart richtig zu pflegen, gib ein paar Tropfen des Bartöls in deine leicht angefeuchteten Hände, verreibe es sanft zwischen den Handflächen und massiere es anschließend in deinen Bart ein. Dabei ruhig auch die darunterliegende Haut mit Öl benetzen.

Es sind drei Schritte, die du befolgen musst:

  1. Beginne mit den Trägerölen: Wir haben uns ein paar Fläschchen besorgt, die ca. 30 Milliliter fassen. Nimm mindestens zwei, besser drei Trägeröle als Basis für dein eigenes Bartöl. Bei zweien mischst du das Ganze 50/50, 25/75 oder 75/25. Bei drei Ölen kannst du zum Beispiel 40/30/30 oder 50/25/25 mischen. Wir können uns nur wiederholen: Experimentiere herum, bis du die perfekte Mischung für deine Barthaare und deine Haut gefunden hast. Die Tests werden einige Tage dauern, beobachte ganz genau, wie sich deine Mischung auf die Geschmeidigkeit deiner Barthaare auswirkt.
  2. Füge ätherische Öle hinzu: Die Grundlage ist geschafft, jetzt geht’s ans Eingemachte. Nochmal der Hinweis: Ätherische Öle dürfen unverdünnt niemals direkt auf die Haut gelangen, die hohe Konzentration kann deine Haut zumindest reizen, wenn nicht sogar schädigen. Es geht nur um den Duft und diese Öle sind wirklich sehr konzentriert, also übertreib es nicht. Du kannst die Öle kombinieren, wie es dir beliebt: 8 bis 10 Tropfen ätherisches Öl auf die 30 Milliliter Trägeröl sollten ausreichen – ab damit ins Fläschchen.
  3. Mische das Trägeröl mit den ätherischen Ölen: Das Vermischen des ätherischen Öles mit dem Trägeröl ist einfach. Fläschchen zuschrauben und schütteln – schütteln, schütteln, noch ein bisschen – et voilà: Beschrifte dein erstes eigenes Bartöl und teste die nächsten Bartöl-Rezepte. Manchmal entfaltet sich der Duft deines eigenen Bartöles erst nach ein paar Stunden. Im Bart riecht das Öl anders als aus der Flasche und deine Vorstellung von einer gewissen Kombination spielt ebenfalls eine Rolle.

Bartöl richtig anwenden und pflegen

Wer Bartträger ist, weiß: Die mehr oder weniger borstige Gesichtsbehaarung bedarf einer besonderen Pflege, um geschützt, geschmeidig und bestenfalls noch extra wohlriechend zu sein. Mit einem Bartöl gelingt das besonders gut, und es pflegt auch noch die darunterliegende Haut.

Um den Bart richtig zu pflegen, gib ein paar Tropfen des Bartöls in deine leicht angefeuchteten Hände, verreibe es sanft zwischen den Handflächen und massiere es anschließend in deinen Bart ein. Dabei ruhig auch die darunterliegende Haut mit Öl benetzen. Die leichte Feuchtigkeit auf den Händen hilft, das Öl gleichmäßiger zu verteilen und erleichtert die Aufnahme durch Haar und Haut.

Willst du lediglich deinen Vollbart etwas in Form bringen, gib eine noch kleinere Menge des Bartöls auf deine trockenen Fingerspitzen und forme den Bart, wie du ihn haben möchtest. So lässt sich das Bartöl wie eine pflegende Bartpomade, ein natürliches Haargel oder selbst gemachtes Haarwachs verwenden. Dein selbst gemachtes Bartpflege-Öl ist nicht nur für Bartträger interessant, sondern auch für all jene, die auf der Suche nach einem guten Geschenk für Männer oder einer nachhaltigen Idee zum Vatertag sind.

Individuelle Bartöl-Rezepte für jeden Barttyp

Je nachdem, welcher Barttyp du bist, sind unterschiedliche Öle besonders empfehlenswert. Ein bestes Bartöl gibt es dabei nicht, sondern am passendsten ist das, womit du dich wohlfühlst. Die folgenden Rezepte eignen sich für feines Barthaar, für widerspenstiges Barthaar und für zu Schuppen oder Juckreiz neigende Gesichtshaut mit Bart.

1. Bartöl für feines Barthaar

Feines Barthaar kann schnell fettig aussehen, weswegen sich Jojobaöl besonders gut eignet, da es sich gut verteilen lässt und schnell einzieht. Es schützt das Barthaar und die darunterliegende Haut langanhaltend vor Austrocknung und ist deshalb auch bei Extrembedingungen wie viel Sonne oder Kälte geeignet. Ätherisches Bergamotteöl wirkt belebend und ein Hauch Vanille verleiht dem Duft Tiefe und Wärme.

Zutaten:

  • 20 ml Jojobaöl
  • 4 Tropfen ätherisches Bergamotteöl
  • 1 Tropfen ätherisches Vanilleöl

2. Bartöl für widerspenstiges Haar

Wilde Borsten sind oft nur schwer in Form zu bringen. Mit diesem Bartöl gelingt es trotzdem, denn sowohl Oliven- als auch Arganöl halten trockenes Haar und trockene Haut elastisch und geschmeidig. Olivenöl wirkt zusätzlich entzündungshemmend – beispielsweise gegen eingewachsene Haare unter dem Vollbart –, und Arganöl glättet Haut und Haar. Ätherisches Rosmarinöl regt die Durchblutung an und reguliert die Talgbildung, was ebenfalls eingewachsenen Barthaaren entgegenwirkt. Lemongrassöl wirkt antibakteriell und ein leichter Pfefferminzduft verleiht besondere Frische.

Zutaten:

  • 10 ml Olivenöl
  • 10 ml Arganöl
  • 2 Tropfen ätherisches Lemongrassöl
  • 2 Tropfen ätherisches Rosmarinöl
  • 1 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl

3. Antischuppen-Bartöl

Das Antischuppen-Bartöl ist auch als Bartöl für im Wachstum befindliches Barthaar geeignet. Denn gerade frisch nachwachsende Barthaare sorgen häufig für Juckreiz, der mit diesem Bartöl der Vergangenheit angehört. Hanfsamenöl pflegt empfindliche Haut, wirkt entzündungshemmend und zellerneuernd. Mandelöl macht das Haar weich und geschmeidig. Zusätzlich wirken ätherisches Kiefern- und Orangenöl antibakteriell und Patchouliöl wirkt antifungal – für die perfekte Mischung aus fruchtig-frischen und holzigen Duftnoten.

Tipp: Ein schuppiger Bart kann auch auf eine Hauterkrankung, dem sogenannten Seborrhoischem Ekzem, hindeuten. Das Seborrhoische Ekzem lässt sich mit Hausmitteln lindern, bei starken Beschwerden sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Zutaten:

  • 10 ml Hanfsamenöl
  • 10 ml Mandelöl
  • 2 Tropfen ätherisches Kiefernöl
  • 2 Tropfen ätherisches Orangenöl
  • 1 Tropfen ätherisches Patchouliöl

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Bartöl selber machen

Muss ich mein Bartöl selbst mischen oder kann ich es auch kaufen?

Du kannst Bartöl natürlich auch kaufen. Der Vorteil des Selbermischens liegt aber darin, dass du die Inhaltsstoffe und den Duft perfekt auf deine Bedürfnisse abstimmen kannst und genau weißt, was enthalten ist.

Welches Mischverhältnis von Trägerölen zu ätherischen Ölen ist gut?

Als Faustregel gilt: 8 bis 10 Tropfen ätherisches Öl auf 30 ml Trägerölbasis sind ausreichend. Ätherische Öle sind sehr konzentriert und sollten niemals unverdünnt verwendet werden.

Wie bewahre ich mein selbstgemachtes Bartöl am besten auf?

Am besten bewahrst du dein Bartöl in einem kleinen Braunglasfläschchen (ca. 30 ml Fassungsvermögen) mit Pipettenverschluss auf. Braunglas schützt die Öle vor Licht und verlängert so ihre Haltbarkeit.

Wie lange ist selbstgemachtes Bartöl haltbar?

Die Haltbarkeit hängt von den verwendeten Ölen ab. Jojobaöl wird beispielsweise nicht ranzig und verlängert die Haltbarkeit der Mischung. Generell sollte selbstgemachtes Bartöl, wenn es kühl und dunkel gelagert wird, mehrere Monate haltbar sein. Achte auf Veränderungen im Geruch oder Aussehen.

Kann ich für mein Bartöl auch nur ein einziges Trägeröl verwenden?

Ja, du kannst auch nur ein Trägeröl verwenden, zum Beispiel Jojobaöl oder Arganöl. Eine Mischung aus mehreren Trägerölen kann jedoch synergistische Effekte haben und eine breitere Palette an pflegenden Eigenschaften bieten.

Wir hoffen, dieser Leitfaden hat dich inspiriert, dein eigenes Bartöl zu kreieren. Dein Bart wird es dir danken!

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