Ausbildungswechsel im Friseurhandwerk meistern

29/12/2023

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Ein Ausbildungswechsel ist eine bedeutende Entscheidung, die weitreichende Auswirkungen auf Ihre berufliche Laufbahn haben kann. Insbesondere im Friseurhandwerk, einem Berufsfeld, das Kreativität, Handwerkskunst und direkten Kundenkontakt vereint, kann der richtige Ausbildungsbetrieb entscheidend für den Erfolg und die Zufriedenheit sein. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr aktueller Betrieb nicht mehr Ihren Erwartungen oder Lernzielen entspricht, oder wenn Sie sich in einem anderen Umfeld besser entfalten möchten, ist ein Wechsel eine ernstzunehmende Option. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Leitfaden, wie Sie diesen Prozess professionell und erfolgreich gestalten können, mit besonderem Fokus auf die Besonderheiten des Friseurberufs.

Wie kann ich meinen Ausbildungsbetrieb wechseln?
Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihren Ausbildungsbetrieb zu wechseln, ist es wichtig, ein aussagekräftiges Anschreiben zu verfassen. In diesem Dokument haben Sie die Möglichkeit, Ihren Wechselwunsch zu begründen und Ihre Motivation darzulegen.
Inhaltsverzeichnis

Warum ein Ausbildungswechsel? Gründe und Überlegungen

Der Wunsch, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, entsteht oft aus verschiedenen Gründen. Es ist wichtig, diese Gründe für sich selbst klar zu definieren, bevor man den Schritt wagt.

  • Unzureichende Lerninhalte oder fehlende Förderung: Wenn die Ausbildungsinhalte nicht dem Ausbildungsrahmenplan entsprechen oder Sie das Gefühl haben, nicht ausreichend gefördert zu werden, kann dies ein legitimer Grund sein.

  • Schlechtes Betriebsklima: Ein toxisches Arbeitsumfeld, Mobbing oder mangelnder Respekt können die Freude an der Ausbildung nehmen und die Lernfähigkeit beeinträchtigen.

  • Spezialisierungswunsch: Vielleicht möchten Sie sich in einem bestimmten Bereich des Friseurhandwerks (z.B. Farbtechnik, Hochsteckfrisuren, Herrenhaarschnitte) spezialisieren, was Ihr aktueller Betrieb nicht ausreichend bietet.

  • Persönliche Gründe: Ein Umzug oder andere private Umstände können einen Wechsel notwendig machen.

  • Bessere Zukunftsperspektiven: Ein anderer Betrieb könnte bessere Übernahmechancen oder Weiterbildungsmöglichkeiten bieten.

Es ist entscheidend, dass Sie Ihre Gründe klar und nachvollziehbar formulieren können, sowohl für sich selbst als auch für potenzielle neue Ausbilder. Zeigen Sie dabei stets Respekt für Ihren aktuellen Betrieb, auch wenn die Gründe für den Wechsel negativ erscheinen mögen. Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte, die Sie sich vom neuen Betrieb erhoffen.

Der erste Schritt: Die gründliche Vorbereitung

Bevor Sie ein Anschreiben verfassen oder sich aktiv bewerben, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich.

Dazu gehören:

  • Selbstreflexion: Überlegen Sie genau, was Sie in Ihrem aktuellen Betrieb vermissen und was Sie von einem neuen Ausbildungsplatz erwarten. Welche Art von Salon passt zu Ihnen? Möchten Sie in einem kleinen, familiären Betrieb arbeiten oder bevorzugen Sie eine größere Kette mit standardisierten Abläufen?

  • Recherche: Suchen Sie gezielt nach potenziellen neuen Ausbildungsbetrieben im Friseurhandwerk. Nutzen Sie Online-Jobportale, die Handwerkskammer oder auch persönliche Kontakte. Informieren Sie sich über die Philosophie, die Spezialisierungen und das Team der ins Auge gefassten Salons.

  • Informationsgespräche: Es kann hilfreich sein, informelle Gespräche mit anderen Auszubildenden oder Friseuren zu führen, um Einblicke in verschiedene Betriebe zu erhalten.

  • Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen: Ein Ausbildungswechsel ist nicht immer unkompliziert. Klären Sie, welche Kündigungsfristen in Ihrem Ausbildungsvertrag stehen und ob die Handwerkskammer dem Wechsel zustimmen muss. Manchmal ist es ratsam, vorab das Gespräch mit der Handwerkskammer oder einem Berufsberater zu suchen.

Die Entscheidung für einen Wechsel sollte gut durchdacht sein, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Eine gute Vorbereitung erhöht Ihre Chancen erheblich, den passenden neuen Ausbildungsplatz zu finden.

Das Anschreiben für den Ausbildungswechsel: Ein Leitfaden zum Erfolg

Das Anschreiben ist Ihre erste Visitenkarte und entscheidend, um den potenziellen neuen Ausbilder zu überzeugen. Es muss präzise, überzeugend und fehlerfrei sein.

Hier ist eine detaillierte Struktur, basierend auf den bereitgestellten Informationen:

1. Kopfzeile: Ihre Kontaktdaten und die des Empfängers

Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten. Diese sollten klar und übersichtlich angeordnet sein. Darunter folgen die Daten des Unternehmens, an das Sie sich wenden.

Wie viel verdient man als Friseur?
Die Aussichten für den Beruf ‚Friseur / Friseurin‘ sind unserer Einschätzung nach gut. [one_half] Das durchschnittliche monatliche Gehalt für Berufsanfänger liegt bei rund 1.600 € brutto. Da die Gehälter regelmäßig angepasst werden, verdienen Berufserfahrene in der Regel deutlich mehr. Du kannst hier den ungefähren Nettolohn ausrechnen.
Ihr Name Ihre Adresse Ihre Telefonnummer Ihre E-Mail-Adresse Name des Unternehmens Adresse des Unternehmens Kontaktdaten der Ansprechperson, falls vorhanden 

Achten Sie auf korrekte Schreibweisen und Vollständigkeit. Ein Fehler hier kann bereits einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen.

2. Anrede: Persönlich und Respektvoll

Versuchen Sie, den Namen der Ansprechperson herauszufinden. Ein persönlicher Ansprechpartner zeigt, dass Sie sich informiert haben.

  • Beispiel bekannt: „Sehr geehrte Frau Müller,“

  • Beispiel bekannt: „Sehr geehrter Herr Schmidt,“

  • Beispiel unbekannt: „Sehr geehrte Damen und Herren,“

Diese Höflichkeitsformel ist Standard und essenziell.

3. Einleitung: Der Grund für Ihren Wechsel

Hier legen Sie kurz und prägnant dar, warum Sie einen Wechsel anstreben. Seien Sie ehrlich, aber immer professionell. Vermeiden Sie es, Ihren aktuellen Betrieb schlechtzureden.

Beispieltext: „Ich wende mich heute an Sie, um meinen Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, da ich für meinen derzeitigen Ausbildungsbetrieb viel Wertschätzung empfinde. Jedoch habe ich im Laufe der Zeit festgestellt, dass ich meine Fähigkeiten und Interessen in einem anderen Unternehmen besser entfalten kann.“

Diese Formulierung ist gut, da sie Wertschätzung ausdrückt und gleichzeitig eine positive Begründung liefert.

4. Hauptteil: Motivation, Kompetenzen und Erwartungen

Dies ist der Kern Ihres Anschreibens. Hier überzeugen Sie den potenziellen neuen Ausbilder von Ihrem Mehrwert. Gehen Sie auf die spezifischen Vorteile des neuen Betriebs ein und wie Ihre bisherigen Erfahrungen Sie qualifizieren.

Beispieltext: „Ihr Ausbildungsbetrieb ist für mich besonders attraktiv, da er mir die Möglichkeit bietet, meine Interessen und Fähigkeiten im Bereich XYZ (z.B. Farbtechniken oder Haarverlängerungen) weiterzuentwickeln. Während meiner bisherigen Ausbildung konnte ich feststellen, dass ich ein großes Interesse an diesem Fachgebiet habe und mein Potenzial hier optimal entfalten kann. Durch mein Engagement und meine Lernbereitschaft konnte ich bereits umfangreiche Erfahrungen sammeln, die mir bei einem nahtlosen Wechsel zugutekommen werden.“

Heben Sie hier Ihre Stärken hervor und wie diese zum neuen Betrieb passen. Wenn Sie bereits erste praktische Erfahrungen im Schneiden, Färben oder Stylen gesammelt haben, erwähnen Sie diese konkret. Erläutern Sie, welche spezifischen Aspekte des neuen Salons Sie besonders ansprechen, sei es die Spezialisierung, die Kundschaft oder die Arbeitsphilosophie.

5. Schluss: Zusammenfassung und Wunsch nach Kontakt

Fassen Sie Ihre Motivation nochmals zusammen und betonen Sie Ihr starkes Interesse an einem persönlichen Gespräch.

Beispieltext: „Ich hoffe, dass ich Ihr Interesse wecken konnte und stehe Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Ich bin überzeugt, dass meine Leidenschaft für das Friseurhandwerk und meine bisherigen Erfahrungen mich zu einer wertvollen Ergänzung Ihres Teams machen. Gerne möchte ich Sie von meinen Stärken und meinem Potenzial überzeugen und freue mich daher auf die Möglichkeit, mich bei Ihnen vorstellen zu dürfen.“

Dieser Absatz sollte Selbstbewusstsein ausstrahlen und den Wunsch nach dem nächsten Schritt – einem Vorstellungsgespräch – klar ausdrücken.

6. Grußformel, Unterschrift und Anhänge

Beenden Sie Ihr Schreiben professionell.

Mit freundlichen Grüßen Ihr vollständiger Name Anhänge: – Lebenslauf – Zeugnisse – Referenzen 

Die Angabe der Anhänge ist wichtig, damit der Empfänger weiß, welche Dokumente er erwarten kann. Achten Sie darauf, dass alle angehängten Dokumente aktuell und vollständig sind.

Die Bewerbung für den Ausbildungswechsel: Professionell und Überzeugend

Das Anschreiben ist nur ein Teil der gesamten Bewerbung. Die vollständigen Unterlagen müssen ebenso überzeugend sein.

Hier die Schritte für eine vollständige Bewerbungsmappe:

1. Kopfteil (Deckblatt optional)

Ein Deckblatt kann Ihre Bewerbung visuell aufwerten. Es enthält Ihr professionelles Foto (optional, aber oft empfohlen im Friseurhandwerk), Ihren Namen und die angestrebte Position.

2. Absender

Ihre vollständigen Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse) müssen gut sichtbar sein, entweder links- oder rechtsbündig oben auf der Seite.

Wie schreibe ich eine erfolgreiche Bewerbung?
Findet sich der auch in deiner Bewerbung wieder, zeigt das, dass du dich gut über deinen möglichen Arbeitgeber informiert hast. Schau dir dafür am besten die Website und die Stellenanzeige genauer an. Für eine erfolgreiche Bewerbung ist es besonders wichtig, dass du möglichst viele Anforderungen aus der Stellenbeschreibung erfüllst.

3. Datum

Das aktuelle Datum sollte unter Ihrem Absender platziert werden.

4. Empfänger

Die vollständige Adresse des Unternehmens und der Name des Ansprechpartners (falls bekannt) sind linksbündig unter dem Datum anzugeben.

5. Einleitung (des gesamten Bewerbungsschreibens, falls nicht schon im Anschreiben integriert)

Wenn Sie ein separates Anschreiben haben, ist dieser Punkt hier weniger relevant. Falls das Anschreiben Teil eines Gesamttextes ist, dient dieser Absatz als erste Kontaktaufnahme.

6. Betreff

Ein klarer und aussagekräftiger Betreff ist unerlässlich, z.B.: „Bewerbung um eine Ausbildungsstelle als Friseur/in – Wechsel des Ausbildungsbetriebs“.

7. Anrede

Wie im Anschreiben bereits beschrieben, persönlich oder allgemein.

8. Einleitender Satz (des Hauptteils)

„Ich schreibe Ihnen, um mich für eine Ausbildungsstelle in Ihrem Unternehmen zu bewerben, da ich meine Karriere in eine neue Richtung lenken möchte und Ihr Salon eine exzellente Reputation im Bereich Herrenhaarschnitte genießt.“

9. Hauptteil der Bewerbung

Hier präsentieren Sie Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen. Gehen Sie detailliert auf Ihre bisherigen Ausbildungen und Tätigkeiten ein. Im Friseurhandwerk sind dies oft praktische Erfahrungen, die Sie bereits sammeln konnten: Waschen, Schneiden (erste Versuche), Föhnen, Färben, Kundenbetreuung, Kassentätigkeiten, Salonpflege. Betonen Sie, wie diese Sie für die neue Ausbildung qualifizieren. Seien Sie ehrlich und authentisch, aber überzeugend. Vermeiden Sie Übertreibungen.

10. Schlussteil

Wiederholen Sie Ihr Interesse und bedanken Sie sich für die Berücksichtigung Ihrer Bewerbung. Drücken Sie Ihre Vorfreude auf ein Vorstellungsgespräch aus.

11. Unterschrift

„Mit freundlichen Grüßen,“ gefolgt von Ihrem vollständigen Namen. Bei postalischer Bewerbung handschriftlich, bei Online-Bewerbung getippt oder digitale Unterschrift.

12. Anlagen

Listet alle beigefügten Dokumente auf: Lebenslauf, Zeugnisse (Schulzeugnisse, Zwischenzeugnisse aus Ihrer aktuellen Ausbildung), eventuelle Praktikumsbescheinigungen oder Referenzen. Stellen Sie sicher, dass alle Anlagen gut organisiert und von hoher Qualität sind.

Vergleichstabelle: Do's and Don'ts beim Ausbildungswechsel

Do's (Was Sie tun sollten)Don'ts (Was Sie vermeiden sollten)
Gründe für den Wechsel klar definieren.Schlecht über den aktuellen Betrieb reden.
Sich gründlich über neue Betriebe informieren.Unüberlegte oder impulsive Entscheidungen treffen.
Professionelle und fehlerfreie Bewerbungsunterlagen erstellen.Unvollständige oder unsaubere Dokumente einreichen.
Eigene Stärken und Motivation hervorheben.Sich nur auf negative Aspekte des alten Betriebs konzentrieren.
Respektvoll und höflich bleiben.Ohne Absprache oder Information den Betrieb wechseln.
Rechtliche Aspekte (Kündigungsfristen, Kammer) klären.Vertragliche Verpflichtungen ignorieren.
Bereitschaft zur Einarbeitung und Lernbereitschaft zeigen.Erwarten, dass alles sofort perfekt läuft.

Besonderheiten beim Ausbildungswechsel im Friseurhandwerk

Das Friseurhandwerk ist ein sehr persönlicher Beruf. Die Wahl des Ausbildungsbetriebs kann hier besonders prägend sein.

Einige Aspekte sind zu beachten:

  • Kundenkontakt: Sie lernen direkt am Kunden. Ein Wechsel bedeutet oft eine neue Kundschaft und neue Arbeitsweisen. Anpassungsfähigkeit ist hier wichtig.

  • Teamdynamik: Friseursalons sind oft kleine Teams. Die Chemie im Team ist entscheidend. Versuchen Sie, bei einem potenziellen neuen Betrieb ein Gefühl für die Teamdynamik zu bekommen (z.B. bei einem Probetag).

  • Spezialisierungen: Manche Salons sind auf bestimmte Techniken oder Stile spezialisiert (z.B. Brautfrisuren, Barbering, Naturfriseure). Wenn Sie sich in eine bestimmte Richtung entwickeln möchten, suchen Sie gezielt danach.

  • Qualität der Produkte: Achten Sie auf die Produkte, mit denen im Salon gearbeitet wird. Dies kann ein Indikator für die Qualität und Philosophie des Betriebs sein.

    Wie schreibe ich eine Bewerbung als Friseur?

  • Praktische Fertigkeiten: Da viel praktische Arbeit gefragt ist, ist es wichtig, dass der neue Betrieb Ihnen die Möglichkeit gibt, Ihre Fertigkeiten kontinuierlich zu verbessern und neue Techniken zu lernen. Fragen Sie nach Weiterbildungsmöglichkeiten und der Betreuung durch erfahrene Gesellen.

Ein erfolgreicher Wechsel im Friseurhandwerk kann Ihre Leidenschaft für den Beruf neu entfachen und Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Karriere in die gewünschte Richtung zu lenken. Es ist eine Investition in Ihre berufliche Zukunft.

Zukunftsperspektiven und Gehalt als Friseur/in nach dem Wechsel

Die Entscheidung für den Friseurberuf ist eine Entscheidung für ein kreatives Handwerk mit direktem Kundenkontakt. Auch ein Ausbildungswechsel kann Ihre Zukunftsperspektiven positiv beeinflussen, wenn Sie einen Betrieb finden, der besser zu Ihnen passt und Sie optimal fördert.

Laut den bereitgestellten Informationen sind die Zukunftsaussichten für den Beruf ‚Friseur / Friseurin‘ als gut einzuschätzen. Dies liegt unter anderem daran, dass Haarschnitte und Pflege immer gefragt sein werden und der Trend zu individuellen Stylings und Spezialisierungen anhält.

Was machen Friseure und Friseurinnen?

Friseure und Friseurinnen beraten Kunden bei der Wahl eines passenden Haarschnitts, waschen, pflegen und schneiden Haare und gestalten die Frisur. Sie führen auch kosmetische Behandlungen durch. Ihr Arbeitsfeld erstreckt sich vorwiegend auf Fachbetriebe des Friseurhandwerks, aber auch auf Kur- und Erholungseinrichtungen wie Wellnesshotels. Sie können ebenso im Einzel- und Großhandel für Haarpflege- und Kosmetikartikel tätig sein.

Gehaltsperspektiven:

Das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt für Berufsanfänger liegt bei rund 1.600 €. Mit steigender Berufserfahrung und durch Weiterbildungen, Spezialisierungen (z.B. zum Friseurmeister, Coloristen, Stylisten für besondere Anlässe) kann das Gehalt deutlich ansteigen. Auch die Übernahme von Führungsaufgaben oder die Eröffnung eines eigenen Salons bieten weitere Verdienstmöglichkeiten. Der Wechsel in einen Betrieb, der Ihnen mehr Lernmöglichkeiten oder bessere Aufstiegschancen bietet, kann sich also auch finanziell lohnend auswirken.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Gehälter regional und je nach Größe und Art des Salons variieren können. Eine gute Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung sind jedoch die besten Garanten für eine erfolgreiche Karriere und ein gutes Einkommen in diesem Berufsfeld.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Ausbildungswechsel

F: Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Ausbildungswechsel?

A: Ein Wechsel ist prinzipiell jederzeit möglich, solange Sie einen neuen Betrieb finden, der Sie übernimmt und die Handwerkskammer zustimmt. Idealerweise sollten Sie den Wechsel zum Ende eines Ausbildungsjahres oder eines Semesters anstreben, um Überschneidungen und Lücken in der Ausbildung zu vermeiden. Wichtig ist, dass Sie den alten Ausbildungsvertrag erst kündigen, wenn der neue sicher ist.

F: Muss mein aktueller Ausbildungsbetrieb dem Wechsel zustimmen?

A: Nicht direkt dem Wechsel, aber Sie müssen Ihren Ausbildungsvertrag fristgerecht kündigen oder eine Aufhebungsvereinbarung treffen. Es ist jedoch ratsam, das Gespräch mit Ihrem aktuellen Ausbilder zu suchen und die Situation offen zu kommunizieren, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen und ein gutes Zeugnis zu erhalten.

F: Welche Unterlagen benötige ich für einen Ausbildungswechsel?

A: Sie benötigen eine vollständige Bewerbungsmappe: Anschreiben, Lebenslauf, Schulzeugnisse, Zwischenzeugnisse aus Ihrer aktuellen Ausbildung, eventuelle Praktikumsbescheinigungen und Referenzen. Ein positives Zwischenzeugnis kann hier besonders hilfreich sein.

F: Kann ein Ausbildungswechsel negative Auswirkungen auf meine Karriere haben?

A: Nicht unbedingt. Wenn der Wechsel gut begründet und professionell durchgeführt wird, kann er sogar als Zeichen von Zielstrebigkeit und der Fähigkeit zur Selbstreflexion gewertet werden. Wichtig ist, dass Sie Ihre Gründe überzeugend darlegen können und der Wechsel zu einer Verbesserung Ihrer Ausbildungssituation führt.

F: Wie finde ich einen neuen Ausbildungsbetrieb im Friseurhandwerk?

A: Nutzen Sie Online-Jobportale, die Jobbörse der Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer oder die Friseurinnung. Auch persönliche Kontakte und Initiativbewerbungen bei Salons, die Ihnen gut gefallen, können zum Erfolg führen. Sprechen Sie mit Freunden, Familie oder ehemaligen Schullehrern – oft gibt es versteckte Stellenangebote durch Mundpropaganda.

F: Was ist, wenn ich keinen neuen Ausbildungsplatz finde?

A: Bevor Sie Ihren aktuellen Vertrag kündigen, sollten Sie idealerweise bereits eine Zusage für einen neuen Platz haben. Wenn dies nicht der Fall ist, bleiben Sie in Ihrem aktuellen Betrieb, während Sie weitersuchen. Es ist besser, eine Ausbildung abzuschließen, die nicht perfekt ist, als ganz ohne Ausbildungsplatz dazustehen.

Fazit

Ein Ausbildungswechsel ist ein ernstzunehmender Schritt, der jedoch bei richtiger Planung und Ausführung eine enorme Chance für Ihre berufliche Entwicklung darstellen kann. Insbesondere im dynamischen Friseurhandwerk ist es entscheidend, einen Ausbildungsplatz zu finden, der Ihre Leidenschaft weckt, Ihre Fähigkeiten fördert und Ihnen eine solide Grundlage für Ihre Zukunft bietet. Durch eine sorgfältige Vorbereitung, ein überzeugendes Anschreiben und eine professionelle Bewerbung legen Sie den Grundstein für einen erfolgreichen Übergang. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Optionen zu prüfen, und scheuen Sie sich nicht, diesen wichtigen Schritt zu wagen, wenn er Sie Ihrem Traumberuf und Ihren Zielen näherbringt. Ihre berufliche Zukunft als Friseur/in liegt in Ihren Händen – gestalten Sie sie aktiv und selbstbewusst.

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