31/03/2023
Das Färben der Haare mit Henna ist eine Kunst für sich, die Geduld und ein wenig Know-how erfordert. Seit Jahren begeistere ich mich für Pflanzenhaarfarben und habe unzählige Techniken und Farbtöne ausprobiert. Immer wieder werde ich gefragt, wie man das perfekte Rot mit Henna erzielt – eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt, da das Ergebnis stets einzigartig ist. Dennoch gibt es grundlegende Prinzipien und wertvolle Tipps, die ich aus meiner Erfahrung gesammelt habe und die ich heute mit Ihnen teilen möchte.

Im Gegensatz zu chemischen Colorationen, die das Haar aufbrechen, um Pigmente einzulagern, legt sich Henna wie eine schützende Lasur um jedes einzelne Haar. Dies führt zu einem individuellen und oft mehrdimensionalen Farbergebnis, das mit der eigenen Haarfarbe verschmilzt. Es ist wichtig zu verstehen, dass Henna die Haarstruktur nicht aufhellen kann. Es fügt lediglich Farbpigmente hinzu, die das natürliche Haar umhüllen und so die Ausgangsfarbe intensivieren oder verändern, aber niemals aufhellen.
- Geduld ist der Schlüssel zum Henna-Erfolg
- Die optimale Umgebung: Die Badewanne
- Pflege nach dem Färben: Conditioner & Shampoo
- Das Geheimnis intensiver Farben: Dye Release
- Die richtige Einwirkzeit finden
- Farberhaltung: Feuchtigkeit ist entscheidend
- Graue Haare mit Henna färben
- Vorbereitung des Haares: Handtuchtrocken
- Individuelle Ergebnisse und die Ausgangshaarfarbe
- Die ideale Konsistenz der Farbmasse
- Die Pflanze hinter der Farbe: Lawsonia Inermis
- Mischtechniken und Flüssigkeiten
- Nuancen beeinflussen mit Zusätzen
- Qualität zählt: Ohne Picramate und feiner Mahlgrad
- Sicherheit durch Probesträhnen
- Reste clever nutzen: Einfrieren und Haarkur
- Wichtigkeit silikonfreier Haarpflege
- Zusätzliche Tipps und Ressourcen
- Benötigte Utensilien
- Die richtige Vorbereitung vor dem Färben
- Wärme intensiviert den Färbeprozess
- Zitronensaft und Säure für die Farbentwicklung
- Henna vs. Chemische Haarfarbe: Ein Vergleich
- Häufig gestellte Fragen zu Henna
Geduld ist der Schlüssel zum Henna-Erfolg
Die Natur lässt sich Zeit, und so auch das Färben mit Pflanzenhaarfarben. Im Vergleich zu chemischen Colorationen nimmt der gesamte Prozess – vom Anrühren über das Ziehenlassen bis hin zur Einwirkzeit – deutlich mehr Zeit in Anspruch. Doch diese Zeitinvestition lohnt sich. Das Anrühren der Henna-Masse, das Warten auf den sogenannten Dye Release und die oft mehrstündige Einwirkzeit sind entscheidend für ein intensives und dauerhaftes Farbergebnis. Wer ungeduldig ist, wird mit Henna keine Freude haben. Planen Sie ausreichend Zeit ein und genießen Sie den Prozess als Teil Ihrer Self-Care-Routine.
Die optimale Umgebung: Die Badewanne
Nachdem die Henna-Masse sorgfältig aufgetragen wurde, ist die Badewanne für mich persönlich der beste Ort, um die Farbe einwirken zu lassen. Die feuchtwarme Atmosphäre im Badezimmer fördert die Farbentwicklung und macht die oft lange Einwirkzeit angenehmer. Der Hennaturban bleibt sicher an Ort und Stelle, und sollte doch einmal ein Tropfen Farbe am Ohr oder im Nacken herunterkleckern, kann er sofort entfernt werden, ohne dass etwas verschmutzt wird. Nach der Einwirkzeit können Sie das Badewasser direkt zum Ausspülen der Farbe nutzen – eine praktische und entspannende Lösung.
Pflege nach dem Färben: Conditioner & Shampoo
Nach dem Färben ist die richtige Pflege entscheidend. Apropos Ausspülen: Conditioner ist ein wunderbarer Helfer, um eventuelle Hennareste gründlich aus dem Haar zu entfernen und dem Haar zusätzlichen Glanz zu verleihen. Direkt nach dem Färben sollten die Haare nicht shampooniert werden. Der Grund dafür ist, dass sich die Farbe in den nächsten 24 bis 48 Stunden an der Luft noch nachentwickelt und oxidiert. Ein Shampoo könnte diesen Prozess stören und das Farbergebnis beeinträchtigen. Verwenden Sie stattdessen nur Wasser und Conditioner, um die Farbe auszuspülen und das Haar zu pflegen.
Das Geheimnis intensiver Farben: Dye Release
Dye Release ist das Zauberwort, wenn es um Henna geht. Um schöne und intensive Ergebnisse zu erzielen, muss die Farbmasse genügend Zeit zum Ziehen haben, bevor sie auf das Haar kommt. Nur dann kann das in den Henna-Blättern enthaltene Lawson, der eigentliche Farbstoff, optimal freigesetzt werden und seine volle Färbekraft entwickeln. Die angerührte Farbe sollte vor dem Auftrag für mehrere Stunden oder sogar über Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur durchziehen. Sie erkennen den Dye Release daran, dass sich die typisch grüne Masse an der Oberfläche orange-rötlich verfärbt hat. Dies ist das Zeichen, dass die Farbpigmente aktiv sind und bereit sind, sich mit Ihrem Haar zu verbinden.
Die richtige Einwirkzeit finden
Grundsätzlich gilt: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver und tiefer das Farbergebnis. Die optimale Einwirkzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Ihre Haarbeschaffenheit, Ihre Ausgangshaarfarbe und der gewünschte Farbton. Für ein sattes, aber nicht zu dunkles Rot lasse ich die Farbe persönlich etwa zwei Stunden einwirken. Für mehr Intensität oder einen dunkleren Ton kann die Einwirkzeit individuell verlängert werden, für eine leichtere Tönung entsprechend verkürzt. Es ist oft ein Ausprobieren, um die perfekte Balance für Ihr Haar zu finden.
Farberhaltung: Feuchtigkeit ist entscheidend
Die Henna-Farbmasse gibt nur so lange Farbe an das Haar ab, wie sie feucht ist. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass die Farbe nach dem Auftrag gewissenhaft abgedeckt wird. Verwenden Sie die beiliegende Haube oder, noch besser, mehrere Lagen Frischhaltefolie, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Gegebenenfalls können Sie die Stellen, an denen Sie mit dem Farbauftrag begonnen haben, nochmals mit Farbe bepinseln und mit den Händen durchkneten, um sicherzustellen, dass alles schön feucht ist. Ein feuchtes Milieu sorgt für eine gleichmäßige und intensive Farbabgabe.
Graue Haare mit Henna färben
Henna geht eine dauerhafte Verbindung mit dem Haar ein und ist somit als permanente Farbe anzusehen. Auch graue Haare lassen sich hervorragend mit Henna färben. Die gefärbten Silberhaare nehmen die Farbe oft besonders gut auf und ergeben schöne, natürliche Highlights. Sie leuchten etwas heller und besonders intensiv rot, was dem Haar eine lebendige und facettenreiche Tiefe verleiht. Henna bietet eine wunderbare Möglichkeit, graue Haare auf natürliche Weise abzudecken und gleichzeitig das Haar zu pflegen.
Vorbereitung des Haares: Handtuchtrocken
Damit sich die Farbe schön gleichmäßig entwickelt und sich leicht im Haar verteilen lässt, sollte das Haar frisch gewaschen und handtuchtrocken sein. Rückstände von Stylingprodukten oder Ölen könnten die Farbaufnahme behindern. Die Henna-Masse wird dann scheitelweise mit einem Pinsel auf dem handtuchtrockenen Haar verteilt. Die leichte Restfeuchtigkeit hilft dabei, die Paste geschmeidiger aufzutragen und eine homogene Abdeckung zu gewährleisten.
Individuelle Ergebnisse und die Ausgangshaarfarbe
Neben einer gewissenhaften Vorbereitung und Geduld beim Anmischen der Farbe ist die eigene Ausgangshaarfarbe eine ganz entscheidende Variable für das Farbergebnis. Henna legt sich wie eine transparente Lasur um das Haar und verbindet sich mit der natürlichen Haarfarbe zu einem einzigartigen und individuellen Ergebnis. Das Haar fühlt sich nach dem Färben schön griffig und gekräftigt an. Die Farbe verblasst nur langsam und blutet nach dem Färben kaum aus, was für eine langanhaltende und pflegende Tönung sorgt.
Die ideale Konsistenz der Farbmasse
Die Konsistenz der Farbmasse ist entscheidend für einen einfachen und effektiven Auftrag. Sie sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig sein, damit sie sich gut im Haar verteilen lässt, ohne zu tropfen oder zu krümeln. Ideal ist eine joghurtartige Konsistenz. Verwenden Sie ein sehr hochwertiges und fein gemahlenes Farbpulver, da sich dieses am besten zu einer homogenen Masse verarbeiten lässt. Für eine Ansatzfärbung benötige ich beispielsweise 50g Henna und etwa 200ml Flüssigkeit, die ich kurz mit einem Handmixer verrühre. So entstehen keine Klümpchen, und die Masse ist schnell einsatzbereit.
Die Pflanze hinter der Farbe: Lawsonia Inermis
Der botanische Name der Pflanze, aus deren getrockneten und pulverisierten Blättern das Hennapulver gewonnen wird, lautet Lawsonia Inermis. Der in den Blättern enthaltene Farbstoff Lawson verbindet sich während des Färbeprozesses mit dem Keratin der äußeren Haarschicht. Diese chemische Reaktion sorgt für die charakteristischen Rottöne und macht die Färbung dauerhaft. Es ist diese natürliche Verbindung, die Henna so einzigartig und schonend für das Haar macht.
Mischtechniken und Flüssigkeiten
Jedes Hennapulver färbt anders, je nach Herkunft und Qualität. Je nach Farbwunsch können Sie verschiedene Henna-Farben auch miteinander mischen. Darüber hinaus können Sie nicht nur Wasser, sondern unterschiedliche Flüssigkeiten als Basis verwenden, um die Nuancen zu beeinflussen. Kamillentee beispielsweise kann bei hellem Haar goldige Nuancen hervorheben. Die Gerbsäuren in Schwarztee können hingegen dunklere und kühlere Nuancen erzielen. Experimentieren Sie vorsichtig, um Ihre Wunschfarbe zu finden.
Nuancen beeinflussen mit Zusätzen
Es gibt tatsächlich einige Tricks, wie man die Farbwirkung des Hennas beeinflussen und damit unterschiedliche Nuancen erzielen kann. Wichtig ist einerseits das gewissenhafte Anrühren (Warten auf Dye Release und Ansäuern der Farbmasse). Andererseits können auch weitere Beigaben das Farbergebnis beeinflussen. Gemahlene Hibiskusblüten zum Beispiel können dem oft sehr warmen, typischen Hennafarbton eine kühlere Note verleihen. Ebenfalls kühler und dunkler wird das Ergebnis mit Amla oder Indigo. Heller, leichter und transparenter wird das Farbergebnis durch die Zugabe von Cassia (farbloses Henna), das auch als Glanzgeber dient.
Qualität zählt: Ohne Picramate und feiner Mahlgrad
Es gibt viele unterschiedliche Anbieter und Henna-Farben auf dem Markt. Wenn Sie Ihrem Haar und der Umwelt etwas Gutes tun wollen, dann achten Sie darauf, nur naturreine und zertifizierte Farben ohne synthetische Zusätze wie Picramate oder andere Farbverstärker (z.B. Estherthol) zu verwenden. Diese chemischen Zusätze können allergische Reaktionen hervorrufen und die natürliche Wirkung des Hennas beeinträchtigen. Ein absolutes Qualitätsmerkmal neben einer guten Farbkraft ist ein möglichst feiner Mahlgrad des Hennapulvers. Dieser ermöglicht eine sehr feine und homogene Farbpaste, die sich besonders leicht auftragen und ausspülen lässt und nicht bröselt.
Sicherheit durch Probesträhnen
Wenn Sie sich unsicher bezüglich der Einwirkzeit oder des Farbergebnisses sind, färben Sie am besten im Voraus eine unauffällige Probesträhne. Eine Alternative dazu ist, Haare aus Ihrer Bürste zu sammeln und diese für den Test zu verwenden. So können Sie das Ergebnis vorab einschätzen und die Einwirkzeit oder Mischung gegebenenfalls anpassen, ohne das gesamte Haar zu färben.
Reste clever nutzen: Einfrieren und Haarkur
Sollte beim Färben ein Rest übrig bleiben, können Sie diesen hervorragend einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt aufbrauchen. Das ist super für spontane Färbeaktionen, da Sie ruckzuck eine fertig durchgezogene Henna-Masse zur Hand haben. Gerne rühre ich eventuelle Farbreste bei Ansatzfärbungen mit etwas Conditioner oder einer Haarkur an und gebe diese Mischung als leicht färbende Haarkur in meine Längen. Das frischt die Farbe auf und pflegt gleichzeitig das Haar.
Wichtigkeit silikonfreier Haarpflege
Damit die Farbe sich gleichmäßig und gut an Ihrem Haar anlagern kann, ist es wichtig, vor dem Färben silikonfreie Shampoos und Pflegeprodukte zu verwenden. Silikone bilden einen Film um das Haar, der die Aufnahme der Hennapigmente behindern kann. Auch mit Blick auf die Umwelt und die vielen guten silikonfreien Alternativen würde ich dies ohnehin empfehlen. Eine Umstellung auf Naturkosmetik vor dem Färben kann das Ergebnis erheblich verbessern.
Zusätzliche Tipps und Ressourcen
Gerade wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit dem Thema hat und selbst noch nie mit Henna gefärbt hat, sind Unsicherheiten da. Ein guter Rat ist hier Gold wert. Sehr ans Herz legen möchte ich Ihnen an dieser Stelle das kostenlose Ebook „Henna for Hair“ von Catherine Cartwright-Jones. Diese Broschüre hat mir damals unheimlich weitergeholfen, und es ist mir eine Pflicht, diese „Henna-Bibel“ an Sie weiterzugeben. Hier gibt es die deutsche Version zur kostenlosen Ansicht.
Benötigte Utensilien
Im Prinzip brauchen Sie nicht viel, um mit dem Henna-Färben loszulegen. Eine Schüssel mit Deckel, Ihr Hennapulver, Tee oder Wasser und einen Messbecher zum Anrühren (plus gegebenenfalls eine Waage, falls Sie nicht die ganze Packung anrühren wollen) sind die Basis. Für den Farbauftrag empfehle ich einen Pinsel und gute Handschuhe aus Latex, um Ihre Hände vor Verfärbungen zu schützen. Zum Abdecken und Feuchthalten der Farbe eignen sich ein paar Lagen Frischhaltefolie und ein wärmendes Tuch, Handtuch oder eine ausrangierte Mütze darüber.
Die richtige Vorbereitung vor dem Färben
Wer im Vorfeld gut vorbereitet ist, färbt entspannter. Wie bereits erwähnt, sollte die Farbe gut durchgezogen sein (Dye Release). Wenn die Farbpaste bereit ist, legen Sie am besten alles bereit, was Sie zum Färben brauchen. Räumen Sie alles aus der Schussbahn, was nicht mit eingefärbt werden soll – das erspart Ihnen unnötigen Stress und Reinigungsaufwand. Eine gute Vorbereitung macht den Färbeprozess zu einem angenehmen Erlebnis.
Wärme intensiviert den Färbeprozess
Henna liebt die Wärme. Wärme fördert und intensiviert den Färbeprozess, deshalb sollte der Hennakopf schön warm eingepackt werden. Grundsätzlich reichen die Körperwärme am Kopf und ein gutes Abdecken aus für eine gute Farbentwicklung. Wer mag, kann dem Färbeprozess mit etwas warmer Föhnluft noch ein bisschen „einheizen“. Achten Sie jedoch darauf, dass die Henna-Masse nicht austrocknet, da dies die Farbabgabe beeinträchtigen würde.
Zitronensaft und Säure für die Farbentwicklung
Damit sich die Farbe aus dem Hennapulver optimal löst, ist neben der Ziehzeit auch etwas Säure notwendig. Ein Spritzer Zitronensaft oder Essig reicht aus, um die Farbmasse anzusäuern. Die Säure hilft, die Farbstoffmoleküle Lawson aus den Pflanzenzellen freizusetzen und für die Bindung an das Haar vorzubereiten. Achten Sie darauf, nicht zu viel Säure zu verwenden, da dies das Haar austrocknen könnte.
Henna vs. Chemische Haarfarbe: Ein Vergleich
| Merkmal | Henna (Pflanzenhaarfarbe) | Chemische Haarfarbe |
|---|---|---|
| Aufhellung möglich? | Nein, Henna kann Haare nicht aufhellen. | Ja, chemische Farben können aufhellen. |
| Haarschädigung | Sehr gering bis gar keine, pflegt das Haar. | Kann das Haar schädigen und austrocknen. |
| Farbergebnis | Individuell, transparente Lasur, natürliche Nuancen. | Deckend, oft einheitlich, künstlicherer Look. |
| Anwendungsdauer | Länger (Anrühren, Ziehen, Einwirkzeit). | Kürzer (Anmischen, kurze Einwirkzeit). |
| Haltbarkeit | Permanent, wächst heraus, verblasst langsam. | Permanent oder semi-permanent, kann auswaschen. |
| Grauabdeckung | Gut, erzeugt natürliche Highlights auf Grau. | Sehr gut, deckt Grau oft vollständig ab. |
| Inhaltsstoffe | Naturrein (idealerweise ohne Zusätze). | Synthetische Chemikalien, Ammoniak, Peroxide. |
Häufig gestellte Fragen zu Henna
Kann Henna Haare aufhellen?
Nein, Henna kann Haare nicht aufhellen. Es legt sich wie eine Schicht um das Haar und fügt Farbpigmente hinzu, kann aber keine Pigmente entziehen, die für eine Aufhellung nötig wären. Das Ergebnis ist immer eine Intensivierung oder Veränderung der vorhandenen Haarfarbe, niemals eine Aufhellung.
Wie lange muss Henna einwirken?
Die Einwirkzeit variiert je nach gewünschter Farbintensität und Haarbeschaffenheit. Sie kann von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden (oft 2-4 Stunden) reichen. Für sehr intensive oder dunkle Rottöne kann die Einwirkzeit auch länger sein. Eine Probesträhne hilft, die ideale Zeit für Ihr Haar zu finden.
Ist Henna gut für die Haare?
Ja, reines Henna ist gut für die Haare. Es legt sich schützend um jedes Haar, stärkt es und verleiht ihm Glanz und Volumen. Es kann auch die Kopfhaut beruhigen und Schuppen reduzieren. Voraussetzung ist die Verwendung von naturreinem Henna ohne chemische Zusätze.
Wie oft kann ich meine Haare mit Henna färben?
Sie können Ihre Haare so oft mit Henna färben, wie Sie möchten. Viele färben ihren Ansatz alle 4-6 Wochen oder frischen die Längen bei Bedarf auf. Da Henna das Haar nicht schädigt, gibt es keine Einschränkungen bezüglich der Häufigkeit.
Was tun, wenn das Ergebnis zu dunkel ist?
Wenn das Henna-Ergebnis zu dunkel ist, kann es schwierig sein, dies zu korrigieren, da Henna dauerhaft ist. Man kann versuchen, die Farbe mit Ölbehandlungen oder einer Kur mit Cassia etwas „herauszuziehen“. Geduld ist hier der beste Rat, da die Farbe mit der Zeit etwas verblassen wird.
Kann ich nach Henna chemisch färben?
Es wird dringend davon abgeraten, direkt nach einer Henna-Färbung mit chemischen Produkten zu färben, insbesondere wenn das Henna metallische Salze oder Picramate enthält. Dies kann zu unvorhersehbaren Farbergebnissen (z.B. Grün- oder Blaustiche) oder sogar zu Haarschäden führen. Warten Sie idealerweise, bis das Henna herausgewachsen ist, oder machen Sie eine Probesträhne. Reines Henna ohne Zusätze verträgt sich in der Regel besser mit chemischen Farben, aber Vorsicht ist immer geboten.
Das Färben mit Henna ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihrem Haar eine natürliche und individuelle Farbe zu verleihen, es zu pflegen und zu stärken. Es ist eine Reise, die mit Geduld und Experimentierfreude belohnt wird. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Rottöne verzaubern und entdecken Sie die Schönheit, die Henna Ihrem Haar schenken kann.
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