Wie viele Jugendliche gibt es in der coiffeurschule?

Coiffeur: Beruf, Berufung, Leidenschaft – Eine Erfolgsstory

24/01/2022

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Die Welt des Coiffeurhandwerks ist weit mehr als nur das Schneiden und Stylen von Haaren. Sie ist eine Kunstform, ein Ausdruck von Persönlichkeit und oft eine tief empfundene Leidenschaft. Nur wenige Persönlichkeiten verkörpern diese Hingabe so eindrucksvoll wie Hugo Jvo Rütimann, dessen Lebensweg von einer tiefen Verbindung zu seinem Beruf, unerschütterlichem Unternehmergeist und einem bemerkenswerten Engagement für die Ausbildung junger Talente geprägt ist. Seine Geschichte ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie eine persönliche Berufung nicht nur individuellen Erfolg schafft, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann, insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung.

Wie viele Jugendliche gibt es in der coiffeurschule?
Inzwischen haben wir in meinen Coiffeurprivatschulen über 1'600 Jugendliche erfolgreich, ohne Subventionen, mit eigenen Lehrern und in eigenen Schulräumen ausgebildet und über 2'500 Berufsleute weitergebildet.
Inhaltsverzeichnis

Die Wurzeln einer Berufung: Von der Jugend zur Passion

Hugo Jvo Rütimanns Lebensweg begann nicht ohne Herausforderungen. Er selbst beschreibt seine Jugend als traurig, zusammenfassend in dem berührenden Satz: „Nicht alle sind glücklich die froh erscheinen, ich habe oft gelacht, um nicht zu weinen.“ Diese frühen Erfahrungen prägten ihn und schärften seinen Blick für die Bedeutung von Sinn und Erfüllung im Leben. Die Wahl des Coiffeurberufs war für ihn nicht einfach nur eine berufliche Entscheidung, sondern eine tiefgreifende Lebenswende, die ihm Freude und Richtung gab.

Sein Werdegang war von Anfang an von exzellenter Förderung geprägt. Bei seinem Lehrmeister Franz Stengele in Luzern fand er nicht nur eine fundierte Ausbildung, sondern auch eine herzliche menschliche Verbindung, die bis zu Stengeles Tod im Jahr 2010 währte. Schon während seiner Lehrzeit hatte Hugo Jvo Rütimann das Privileg, von den Besten der Branche zu lernen. In wöchentlichen Abendtrainings wurde er von drei Coiffeur-Schweizermeistern – Gilbert aus Luzern, Rolf Stettler aus Kriens und Walter Christen aus Biel – sowie dem Coiffeur-Weltmeister Günter Ammann aus Lörrach (Deutschland) gefördert. Diese Vorbilder prägten nicht nur seine technischen Fähigkeiten, sondern auch seine Arbeitsmoral und seinen Anspruch an höchste Qualität. Sie legten den Grundstein für seine spätere Meisterschaft und seinen Drang, selbst die Standards in der Ausbildung zu setzen.

Der Aufstieg zum Meister und Unternehmer

Bereits mit 19 Jahren erreichte Hugo Jvo Rütimann einen bemerkenswerten Meilenstein: Er wurde als jüngster Figaro in die angesehene Gilde der Schweizer Coiffeure CAT, den „Cercle des Arts et Techniques Suisse de la Coiffure“, aufgenommen. Diese Aufnahme ist ein Beweis für sein aussergewöhnliches Talent und seine frühzeitige Anerkennung in der Branche. Doch er ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Zur selben Zeit gründete er seinen ersten Coiffeurbetrieb in Gettnau/LU. Von Beginn an zählte zu seiner Kundschaft eine Persönlichkeit von höchstem Rang: der damalige Nationalratspräsident Dr. Franz Josef Kurmann, Gesamtschweizerischer Parteipräsident und Chefredaktor des Willisauer-Boten, und dessen Frau. Diese Beziehung war nicht nur geschäftlicher Natur; Kurmann wurde für Hugo Jvo Rütimann zu einem „Ziehvater“ und lebenslangen Vorbild, dessen Weitsicht und Menschlichkeit ihn tief beeindruckten und ihn in seinem Unternehmergeist bestärkten.

Sein unkonventioneller und erfolgreicher Umgang mit Finanzen und Geschäftsbeziehungen spiegelt sich in seinen prägnanten Zitaten wider. Er verstand es, Bankbeziehungen so zu gestalten, dass der Bankdirektor ihn begrüsste, nicht umgekehrt. Seine Warnung: „Und vergiss nie, dass die Banken nur bei schönem Wetter Regenschirme verteilen und sie die Schirme zurückverlangen, wenn es regnet!“ zeugt von einer gesunden Skepsis gegenüber externen Abhängigkeiten und einer starken Betonung der Unabhängigkeit und des eigenen Verstandes, wenn es um Geldanlagen geht. „Bei Geldanlagen sollten Sie Ihren eigenen Verstand einsetzen (es wachsen keine Bäume in den Himmel) und mehr auf Ihr Gefühl horchen, als auf Anlageberater: „Ein Börsenberater ist meistens wie einer… der 49 Liebespositionen kennt…aber kein einziges Mädchen“. Diese Philosophie der Selbstständigkeit und des Vertrauens in die eigene Intuition sollte später die Grundlage für sein grösstes Projekt bilden: seine Coiffeur-Privatschulen.

Das Herzstück: Die Coiffeur-Privatschulen von Hugo Jvo Rütimann

Das beeindruckendste Kapitel in Hugo Jvo Rütimanns Lebenswerk sind zweifellos seine Coiffeur-Privatschulen. Sie sind ein Monument seiner Vision, seiner Leidenschaft und seines unermüdlichen Einsatzes für die berufliche Bildung. In diesen Schulen wurden inzwischen über 1.600 Jugendliche erfolgreich ausgebildet – und das vollständig ohne Subventionen, mit eigenen Lehrern und in eigenen Schulräumen. Hinzu kommen über 2.500 Berufsleute, die in seinen Einrichtungen weitergebildet wurden. Diese Zahlen sind nicht nur beeindruckend, sie sprechen Bände über die Qualität und Effizienz seines Bildungsmodells.

Die Entscheidung, eine Privatschule zu gründen und diese komplett eigenfinanziert zu betreiben, war ein kühnes Unterfangen, das seine unternehmerische Weitsicht unterstreicht. Er erkannte nicht nur einen Bedarf im Markt, sondern auch die Möglichkeit, einen Bildungsansatz zu verfolgen, der sich von staatlichen Systemen unterschied. Sein Modell sparte dem Staat, wie er selbst feststellt, mehrere Millionen, da seine Coiffeurschüler die staatlichen Gewerbeschulkosten nicht beanspruchten. Dies ist ein direkter Beweis für den gesellschaftlichen Nutzen und die Effizienz seines privaten Bildungssystems.

Eine besondere Genugtuung und Freude zog er daraus, auch vielen „Schulmüden“ – Jugendlichen, die im traditionellen Schulsystem Schwierigkeiten hatten oder sich nicht wohlfühlten – diesen schönen Beruf zu ermöglichen. Für diese jungen Menschen boten seine Schulen eine zweite Chance, einen praxisorientierten Weg zu finden, der ihren Talenten und Lernstilen besser entsprach. Viele von ihnen wurden erfolgreiche Berufsleute, und nicht wenige sind heute selbst erfolgreiche Saloninhaber, die wiederum selbst Jugendliche ausbilden. Dies schliesst den Kreis der positiven Wirkung und schafft eine nachhaltige Kette der beruflichen Weitergabe. Es ist eine Quelle grosser Freude für ihn, wenn er feststellt, dass er bereits Mütter ausgebildet hat, deren Töchter und Söhne später ebenfalls seine Schulen besuchten: „Das macht Freude und gibt meinem Leben einen Sinn!“

Die Bedeutung privater Bildung im Friseurwesen

Die Privatschulen von Hugo Jvo Rütimann stehen exemplarisch für die wichtigen Vorteile, die private Bildungsangebote im Berufsfeld des Friseurwesens bieten können. Sie zeichnen sich oft durch eine höhere Flexibilität, eine stärkere Praxisorientierung und eine persönlichere Betreuung aus. Während staatliche Schulen eine breite Basis abdecken müssen, können private Institutionen oft spezialisierte Lehrpläne und innovative Lehrmethoden anbieten, die direkt auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zugeschnitten sind.

Vergleich: Staatliche vs. Private Coiffeur-Ausbildung (nach dem Modell Rütimann)

MerkmalStaatliche Berufsschule (Typisch)Hugo Jvo Rütimanns Privatschulen
FinanzierungÜberwiegend durch Steuergelder und SubventionenKomplett eigenfinanziert, keine staatlichen Subventionen
ZielgruppeBreite Masse der SchulabgängerAuch gezielt für „Schulmüde“, individuelle Förderung
LehrerAngestelltes Lehrpersonal mit staatlicher QualifikationEigene, sorgfältig ausgewählte Lehrer, oft mit starkem Praxisbezug
RäumlichkeitenStaatlich bereitgestellte InfrastrukturEigene, speziell ausgestattete Schulräume
Anzahl Absolventen (Beispiel)Variabel je nach Kapazität und RegionÜber 1.600 in Erstausbildung, über 2.500 in Weiterbildung
UnabhängigkeitStark an staatliche Lehrpläne und Regulierungen gebundenHohe Autonomie bei Lehrinhalten und -methoden
FokusUmfassende, theoretische und praktische AusbildungStarker Fokus auf Praxis, Berufung und den Weg zum Erfolg

Die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen, der nicht nur ein Handwerk, sondern auch eine Kunst und eine Berufung ist, wurde durch Hugo Jvo Rütimanns Modell vielen Menschen zugänglich gemacht. Seine Schulen haben nicht nur Fachkräfte ausgebildet, sondern auch Persönlichkeiten geformt, die mit Selbstvertrauen und fundiertem Wissen in die Branche eintraten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was macht die Coiffeur-Ausbildung bei Hugo Jvo Rütimann so besonders?

Die Ausbildung zeichnet sich durch ihre starke Praxisnähe, persönliche Förderung, die Unabhängigkeit von staatlichen Subventionen und einen klaren Fokus auf den beruflichen Erfolg der Absolventen aus. Sie bot auch „Schulmüden“ eine besondere Chance, einen qualifizierten Beruf zu erlernen und sich erfolgreich in die Arbeitswelt zu integrieren.

Wie viele Jugendliche wurden in seinen Coiffeur-Privatschulen ausgebildet?

In den Coiffeur-Privatschulen von Hugo Jvo Rütimann wurden über 1.600 Jugendliche erfolgreich in der Erstausbildung und über 2.500 Berufsleute in der Weiterbildung ausgebildet.

Spielten staatliche Subventionen eine Rolle bei der Gründung und dem Betrieb seiner Schulen?

Nein, ein zentrales Merkmal und ein Stolz von Hugo Jvo Rütimann war, dass seine Privatschulen komplett ohne staatliche Subventionen betrieben wurden, mit eigenen Lehrern und in eigenen Schulräumen.

Welche Philosophie prägte Hugo Jvo Rütimanns Unternehmertum und seine Investitionen?

Seine Philosophie war geprägt von Unabhängigkeit, dem Vertrauen in den eigenen Verstand und die eigene Intuition. Er riet dazu, sich nicht blind auf externe Berater zu verlassen, sondern das eigene Gefühl zu nutzen, wie er es mit dem Vergleich zu Banken und Börsenberatern ausdrückte.

Welche Bedeutung hatte die Coiffeur-Berufswahl für Hugo Jvo Rütimann persönlich?

Für Hugo Jvo Rütimann war der Coiffeurberuf nicht nur ein Job, sondern seine Berufung und seine Leidenschaft. Er fand darin nach einer schwierigen Jugend einen tiefen Sinn und grosse Freude, was sich in seinem lebenslangen Engagement für das Handwerk und die Ausbildung widerspiegelt.

Ein Vermächtnis des Engagements und der Vision

Hugo Jvo Rütimanns Geschichte ist eine inspirierende Erzählung von Hingabe, Unternehmertum und dem tiefen Glauben an die Kraft der Bildung. Er hat nicht nur die Friseurbranche in der Schweiz mitgestaltet, sondern auch gezeigt, wie private Initiativen einen enormen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen können. Sein Erfolg misst sich nicht nur in den Zahlen der ausgebildeten Fachkräfte oder den gesparten Steuergeldern, sondern vor allem in den vielen Leben, die er durch seine Vision und sein Engagement positiv beeinflusst hat. Seine Zitate, seine Lebensphilosophie und sein unermüdlicher Einsatz für seinen Beruf und seine Schüler werden noch lange nachwirken und als leuchtendes Beispiel dienen, wie man aus Leidenschaft ein erfülltes und sinnstiftendes Lebenswerk schaffen kann.

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