14/04/2024
Der Friseurberuf ist weit mehr als nur das Schneiden von Haaren – er ist eine Kunstform, eine Dienstleistung am Menschen und eine ständige Quelle der Kreativität. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, bringt oft eine Leidenschaft für Ästhetik, ein Gespür für Trends und den Wunsch mit, Menschen zu verschönern und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Doch wie gelingt der Einstieg in diese dynamische Branche? Eine überzeugende Bewerbung ist der Schlüssel zum Erfolg, egal ob Sie sich um einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle als ausgelernte Fachkraft bewerben. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige, um Ihre Bewerbung optimal zu gestalten und Ihren Traumjob zu erobern.

- Der Friseurberuf: Eine vielfältige Kunst
- Arbeitsorte: Wo Friseure ihre Kreativität entfalten
- Grundlagen einer überzeugenden Bewerbung als Friseur/in
- Das Herzstück Ihrer Bewerbung: Das Anschreiben
- Ihr Lebenslauf: Die Visitenkarte Ihrer Karriere
- Weitere Qualifikationen und das Portfolio: Zeigen Sie, was Sie können!
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Friseur-Bewerbung
- 1. Brauche ich für die Bewerbung als Friseur ein perfektes Zeugnis?
- 2. Wie wichtig ist mein äußeres Erscheinungsbild beim Vorstellungsgespräch?
- 3. Soll ich Musterfrisuren oder ein Portfolio mitbringen?
- 4. Was, wenn ich noch keine praktische Erfahrung habe (z.B. für einen Ausbildungsplatz)?
- 5. Soll ich mich initiativ bewerben, wenn keine Stelle ausgeschrieben ist?
- 6. Wie bereite ich mich auf das Vorstellungsgespräch vor?
- Vergleich: Bewerbung Ausbildungsplatz vs. ausgelernte Kraft
- Fazit: Ihr Weg zum Erfolg
Der Friseurberuf: Eine vielfältige Kunst
Die Aufgaben einer Friseurin oder eines Friseurs sind äußerst facettenreich und gehen weit über das bloße Schneiden hinaus. Im Zentrum steht die umfassende Pflege und Gestaltung der Kopfhaare der Kunden. Dies beginnt mit grundlegenden Techniken, die bereits in der Ausbildung erlernt werden: das Waschen und Schneiden, Tönen und Färben der Haare. Beim Färben kommen diverse Techniken zum Einsatz, wie zum Beispiel das Kamm- oder Handschuhfärben, die ein hohes Maß an Präzision und den verantwortungsbewussten Umgang mit Chemikalien erfordern.
Ein essenzieller Bestandteil des Berufs ist die Typberatung. Hierbei geht es darum, gemeinsam mit dem Kunden einen Gestaltungsvorschlag zu entwickeln, der perfekt zu dessen Stil, Geschmack und Persönlichkeit passt. Dies erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch Empathie und ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten. Darüber hinaus gehören auch die Anwendung von Dauer- oder Wasserwellen, die Durchführung von Haarverlängerungen und das kunstvolle Styling von Frisuren für besondere Anlässe wie Hochzeiten, Bälle oder Fotoshootings zum Repertoire.
Ein weiterer, oft unterschätzter Tätigkeitsbereich ist die kosmetische Beratung und Behandlung der Kunden. Dazu zählen die Pflege der Kopfhaut, das Auftragen von Make-up, Handpflege, die Gestaltung von Fingernägeln sowie der Verkauf von hochwertigen Pflegeartikeln für Kosmetik und Haare. All diese Aufgaben erfordern nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden, ein hohes Maß an Kundenorientierung und die Fähigkeit, Trends zu erkennen und umzusetzen.
Arbeitsorte: Wo Friseure ihre Kreativität entfalten
Die meisten Friseurinnen und Friseure arbeiten in klassischen Frisiersalons, sei es als Angestellte oder als Eigentümer des Salons. Doch die Berufswelt des Friseurs bietet weit mehr Möglichkeiten als nur den Salonbetrieb:
- Klassische Frisiersalons: Der traditionelle Arbeitsplatz, wo der Großteil des Tagesgeschäfts stattfindet. Hier ist Teamarbeit gefragt, und man profitiert vom Austausch mit Kollegen.
- Mobile Friseure (Hausbesuche): Eine zunehmend beliebte Option, die es ermöglicht, direkt beim Kunden zu arbeiten. Diese Tätigkeitsform erlaubt oft eine Selbstständigkeit mit geringerem Startkapital, da Kosten für Miete und Saloneinrichtung entfallen. Viele Kunden sind auf Hausbesuche angewiesen, sei es aufgrund von Behinderung, Alter oder einfach aus Bequemlichkeit. Dies erfordert Flexibilität und gute Zeitplanung.
- Wellnesshotels und Spas: Hier bieten Friseure ihre Dienste als Teil eines umfassenden Schönheits- und Entspannungserlebnisses an. Der Fokus liegt oft auf luxuriösen Behandlungen und einem hohen Servicestandard.
- Kreuzfahrtschiffe: Eine spannende Möglichkeit, die Welt zu sehen und gleichzeitig den Beruf auszuüben. Hier bedient man eine internationale Kundschaft und muss flexibel auf deren Wünsche eingehen können.
- Film- und Theaterproduktionen: Für kreative Köpfe, die sich für die Welt der Medien interessieren. Hier geht es oft um die Gestaltung von Frisuren, die zu bestimmten Charakteren oder Epochen passen, und erfordert ein hohes Maß an Kreativität und Detailgenauigkeit.
- Spezialisierte Studios: Zum Beispiel für Haarverlängerungen, Perücken oder Zweithaar, die ein spezialisiertes Fachwissen erfordern.
Jeder dieser Arbeitsorte bietet unterschiedliche Herausforderungen und Chancen, was den Friseurberuf so abwechslungsreich und attraktiv macht.
Grundlagen einer überzeugenden Bewerbung als Friseur/in
Unabhängig davon, ob Sie sich um einen Ausbildungsplatz oder eine Festanstellung bewerben, sind Vollständigkeit und Korrektheit Ihrer Bewerbungsunterlagen von größter Bedeutung. Sie sind Ihre Visitenkarte und geben dem potenziellen Arbeitgeber einen ersten Eindruck von Ihrer Professionalität und Sorgfalt.
Für den Ausbildungsplatz:
Wenn Sie sich um einen Ausbildungsplatz als Friseur/in bewerben, ist in der Regel ein Hauptschulabschluss ausreichend. Viel wichtiger ist jedoch Ihr ernsthaftes Interesse am Berufsbild. Zeigen Sie, dass Sie sich ausführlich mit den Aufgaben und Anforderungen auseinandergesetzt haben. Legen Sie Wert auf:
- Ein korrektes und ansprechendes Anschreiben.
- Einen lückenlosen, chronologischen Lebenslauf.
- Alle bisherigen Schulzeugnisse.
- Eventuell bereits absolvierte Praktika in einem Salon oder in verwandten Bereichen.
- Kreative Hobbys, die Ihre Fingerfertigkeit, Ihr ästhetisches Empfinden oder Ihre Kommunikationsfähigkeit unterstreichen (z.B. Zeichnen, Nähen, Fotografie).
- Ihre Motivation: Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden und warum gerade für diesen Salon?
Für ausgelernte Friseure:
Als bereits ausgebildete Friseurin oder Friseur legen Sie Ihrer Bewerbung Kopien aller relevanten Zeugnisse bei, die Ihre Ausbildung und Ihre weiteren Qualifikationen belegen. Dazu gehören:
- Das Diplom der Handwerkskammer oder ein vergleichbarer Abschluss.
- Arbeitszeugnisse von früheren Ausbildungsbetrieben und Arbeitgebern.
- Ein aktueller, chronologischer und lückenloser Lebenslauf.
- Ein aussagekräftiges Anschreiben, das Ihre Motivation und Qualifikationen prägnant zusammenfasst.
Für alle Bewerbungen gilt: Das Anschreiben sollte nie länger als eine Seite sein und den Arbeitgeber schnell über Ihre Eignung informieren.
Das Herzstück Ihrer Bewerbung: Das Anschreiben
Das Anschreiben ist Ihre persönliche Eintrittskarte und sollte den Arbeitgeber neugierig auf Sie machen. Es ist Ihre Chance, Persönlichkeit zu zeigen und zu erklären, warum gerade Sie die ideale Besetzung für die ausgeschriebene Stelle sind. Vermeiden Sie Standardphrasen und setzen Sie stattdie auf Individualität.
Die Einleitung: Machen Sie neugierig!
Vergessen Sie langweilige Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“. Starten Sie stattdessen mit einem Satz, der Ihre Leidenschaft und Motivation sofort erkennen lässt. Beispiele:
- „Mit Schere und Pinsel in der Hand fühle ich mich zu Hause – und genau dieses Gefühl möchte ich in Ihrem Salon zum Ausdruck bringen.“
- „Ihre innovative Herangehensweise an moderne Schnitttechniken hat mich fasziniert und mich dazu bewogen, mich als talentierte Friseurin bei Ihnen zu bewerben.“
- „Als passionierte Friseurin mit [Anzahl] Jahren Erfahrung suche ich eine neue Herausforderung, in der ich meine Kreativität und mein Gespür für individuelle Styles voll einbringen kann. Ihr Salon [Name des Salons] ist mir dabei besonders durch [spezifisches Merkmal des Salons, z.B. exzellenten Kundenservice, spezielle Farbtechniken] aufgefallen.“
Der Hauptteil: Zeigen Sie, was Sie können!
Verbinden Sie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen mit den Anforderungen der Stelle. Gehen Sie auf spezifische Techniken ein, die Sie beherrschen (z.B. Balayage, Hochsteckfrisuren, Herrenhaarschnitte mit der Schere). Betonen Sie Ihre Soft Skills:
- Kundenorientierung: Wie gehen Sie auf Kundenwünsche ein? Wie beraten Sie?
- Kreativität: Haben Sie ein Auge für Details und neue Trends?
- Kommunikationsfähigkeit: Können Sie gut zuhören und sich klar ausdrücken?
- Teamfähigkeit: Arbeiten Sie gerne im Team und unterstützen Ihre Kollegen?
- Hygienebewusstsein: Ein absolutes Muss im Friseurhandwerk.
Erläutern Sie, warum Sie sich für genau diesen Arbeitgeber entschieden haben. Haben Sie positive Dinge über den Salon gehört? Sprechen Sie spezifische Dienstleistungen oder die Philosophie des Salons an.
Der Schlusssatz: Der perfekte Abschied
Beenden Sie Ihr Anschreiben mit einer klaren Handlungsaufforderung und bekräftigen Sie Ihr Interesse an einem persönlichen Gespräch. Beispiele:
- „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten und meiner Motivation. Ich freue mich auf Ihre Einladung.“
- „Ich bin fest davon überzeugt, dass ich eine wertvolle Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich darauf, Ihnen meine Arbeiten in einem persönlichen Termin vorzustellen.“
- „Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und freue mich auf die Gelegenheit, Sie persönlich kennenzulernen.“
Denken Sie daran: Jedes Anschreiben sollte individuell auf die jeweilige Stelle und den Arbeitgeber zugeschnitten sein. Massenbewerbungen sind selten erfolgreich.
Ihr Lebenslauf: Die Visitenkarte Ihrer Karriere
Der Lebenslauf – oft auch Curriculum Vitae (CV) genannt – ist das zentrale Dokument Ihrer Bewerbung. Er sollte chronologischer aufgebaut sein, prägnant und lückenlos Ihren bisherigen Werdegang darstellen. Achten Sie auf Übersichtlichkeit und ein professionelles Layout.

Wichtige Abschnitte im Lebenslauf:
- Persönliche Daten: Name, Kontaktdaten (Telefon, E-Mail, Adresse). Optional: Geburtsdatum, Familienstand.
- Berufserfahrung: Listet Ihre bisherigen Anstellungen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf (die aktuellste zuerst). Nennen Sie Position, Arbeitgeber, Zeitraum und Ihre Hauptaufgaben/Erfolge in Stichpunkten. Beispiele: „Kundenberatung und -betreuung“, „Durchführung komplexer Färbetechniken“, „Verkauf von Haarpflegeprodukten“, „Ausbildung von Auszubildenden“.
- Ausbildung: Hier führen Sie Ihre schulische und berufliche Ausbildung auf. Bei Friseuren ist dies die Berufsausbildung zum Friseur/zur Friseurin mit Angabe des Ausbildungsbetriebs und der Abschlussprüfung.
- Weiterbildungen und Seminare: Listet alle relevanten Kurse auf, die Sie besucht haben (z.B. Farbexperten-Seminare, Hochsteckfrisuren-Workshops, Produktschulungen, spezielle Schnitttechniken, Make-up-Kurse).
- Besondere Kenntnisse: Hier können Sie relevante Zusatzqualifikationen aufführen, wie Sprachkenntnisse (falls Sie internationale Kunden bedienen möchten), Softwarekenntnisse (z.B. für Terminplanungssysteme) oder Führerschein.
- Hobbys und Interessen: Nur relevante Hobbys, die Ihre Persönlichkeit und Ihre Eignung für den Beruf unterstreichen. Dazu gehören kreative Tätigkeiten (Malen, Fotografieren, Mode), Sport (zeigt Ausdauer und Teamgeist) oder ehrenamtliche Tätigkeiten (zeigt Engagement).
Achten Sie auf eine klare Formatierung, verwenden Sie eine gut lesbare Schriftart und vermeiden Sie Rechtschreibfehler. Ein professionelles Bewerbungsfoto ist in Deutschland üblich und kann Ihr Profil abrunden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.
Weitere Qualifikationen und das Portfolio: Zeigen Sie, was Sie können!
Neben formalen Qualifikationen sind Ihre praktischen Fähigkeiten und Ihre Kreativität entscheidend. Hier können Sie sich von anderen Bewerbern abheben.
Zusätzliche Schulungen und Seminare:
Jede Weiterbildung ist ein Pluspunkt. Ob es sich um spezielle Färbetechniken (z.B. Balayage, Ombré), neue Schnitttechniken (z.B. Calligraphy Cut), Haarpflege-Spezialisierungen (z.B. Kopfhautanalyse, Haaranalyse), Make-up-Kurse oder Kommunikationsschulungen handelt – listen Sie alles auf, was Ihre Fachkompetenz erweitert.
Das Portfolio: Ihr Meisterstück!
Für Friseure ist ein professionelles Portfolio von unschätzbarem Wert. Es ist Ihre visuelle Visitenkarte und erlaubt es dem Arbeitgeber, sich ein realistisches Bild Ihrer Fähigkeiten zu machen. Sammeln Sie hochwertige Fotografien Ihrer selbst gestalteten Frisuren und Make-ups. Zeigen Sie Vielfalt:
- Klassische Frisuren: Ein perfekt geschnittener Bob, eine elegante Dauerwelle, ein präziser Herrenhaarschnitt.
- Modische Ausgehfrisuren: Kreative Hochsteckfrisuren, Flechtwerke, Lockenstylings.
- Farbexperten-Arbeiten: Beeindruckende Farbverläufe, Strähnchentechniken, Blondierungen, mutige Farbanwendungen.
- Spezielle Anlässe: Brautfrisuren und -make-up, Gala-Stylings.
- Vorher-Nachher-Bilder: Diese können besonders überzeugend sein, da sie Ihre Verwandlungskunst zeigen.
Achten Sie auf die Qualität der Fotos: gute Beleuchtung, klare Darstellung der Frisur, Fokus auf das Haar und nicht auf das Model. Ein digitales Portfolio (z.B. als PDF oder auf einer eigenen Webseite) ist heute oft praktischer als eine physische Mappe.
Neben diesen sichtbaren Fähigkeiten sind auch persönliche Eigenschaften von großer Bedeutung:
- Feingefühl und Empathie: Für den Umgang mit Kunden.
- Belastbarkeit: Der Job kann körperlich anspruchsvoll und stressig sein.
- Flexibilität: Arbeitszeiten können auch abends oder samstags sein.
- Ordnungssinn und Sauberkeit: Essentiell im Salon.
- Lernbereitschaft: Trends ändern sich ständig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Friseur-Bewerbung
Viele Bewerber haben ähnliche Fragen, wenn es um die Gestaltung ihrer Bewerbung geht. Hier sind die Antworten auf die gängigsten:
1. Brauche ich für die Bewerbung als Friseur ein perfektes Zeugnis?
Nein, nicht zwingend. Während gute Noten von Vorteil sind, legen viele Arbeitgeber im Friseurhandwerk großen Wert auf Ihre Motivation, Ihre Kreativität, Ihre Persönlichkeit und Ihr praktisches Geschick. Wenn Ihre Noten nicht perfekt sind, betonen Sie im Anschreiben Ihre Leidenschaft für den Beruf und wie Sie sich weiterentwickeln möchten.
2. Wie wichtig ist mein äußeres Erscheinungsbild beim Vorstellungsgespräch?
Sehr wichtig! Als Friseur repräsentieren Sie Schönheit und Ästhetik. Ihr eigenes Erscheinungsbild sollte gepflegt und professionell sein. Das bedeutet saubere, stilvolle Kleidung, gepflegte Hände und Haare, die zeigen, dass Sie selbst ein gutes Gespür für Stil haben. Es ist Ihre beste Werbung!
3. Soll ich Musterfrisuren oder ein Portfolio mitbringen?
Ja, unbedingt! Wie bereits erwähnt, ist ein Portfolio mit Fotos Ihrer besten Arbeiten extrem hilfreich. Es visualisiert Ihre Fähigkeiten und Ihr Talent besser als jede Beschreibung. Bringen Sie es digital oder in ausgedruckter Form mit zum Vorstellungsgespräch.
4. Was, wenn ich noch keine praktische Erfahrung habe (z.B. für einen Ausbildungsplatz)?
Kein Problem. Betonen Sie Ihre Motivation und Ihr Interesse am Beruf. Haben Sie vielleicht schon Freunden die Haare geschnitten oder sich kreativ betätigt? Haben Sie ein kurzes Praktikum absolviert? Erwähnen Sie alles, was Ihre Leidenschaft und Ihr Engagement für den Beruf zeigt. Gute Ausbildungsbetriebe suchen oft nach Potenzial und Lernbereitschaft.
5. Soll ich mich initiativ bewerben, wenn keine Stelle ausgeschrieben ist?
Ja, eine Initiativbewerbung kann sehr erfolgreich sein! Wenn Sie von einem bestimmten Salon begeistert sind, weil Ihnen dessen Philosophie, Stil oder Ruf gefällt, zögern Sie nicht, sich proaktiv zu bewerben. Das zeigt Eigeninitiative und großes Interesse. Stellen Sie sicher, dass Ihre Bewerbung trotzdem auf den Salon zugeschnitten ist.
6. Wie bereite ich mich auf das Vorstellungsgespräch vor?
Informieren Sie sich gründlich über den Salon: dessen Geschichte, Spezialitäten, Kundschaft und Team. Überlegen Sie sich Antworten auf typische Fragen (Warum wollen Sie bei uns arbeiten? Was sind Ihre Stärken/Schwächen?). Bereiten Sie auch eigene Fragen vor, die Sie dem Arbeitgeber stellen möchten. Üben Sie ein paar gängige Techniken oder fachliche Begriffe, falls Sie danach gefragt werden könnten.
Vergleich: Bewerbung Ausbildungsplatz vs. ausgelernte Kraft
| Kriterium | Bewerbung Ausbildungsplatz | Bewerbung ausgelernte Kraft |
|---|---|---|
| Fokus der Bewerbung | Motivation, Lernbereitschaft, Grundkenntnisse, Interesse am Berufsbild, Persönlichkeit, Potenzial. | Berufserfahrung, Spezialkenntnisse, Kundenbindung, Effizienz, Professionalität, Weiterbildungen, Erfolge. |
| Benötigte Dokumente | Schulzeugnisse, ggf. Praktikumsnachweise, Lebenslauf, Anschreiben. | Abschlusszeugnisse (Kammer, Berufsschule), Arbeitszeugnisse, Lebenslauf, Anschreiben, Weiterbildungsnachweise, Portfolio. |
| Hervorzuhebende Aspekte im Anschreiben | Warum dieser Beruf? Warum dieser Salon? Welche Hobbys passen? Erste Berührungspunkte mit dem Friseurhandwerk. | Spezifische Techniken, Kundenstamm, Teamfähigkeit, Verkaufsgeschick, Führungsqualitäten (falls vorhanden), Beitrag zum Salonerfolg. |
| Wichtigkeit des Portfolios | Kann hilfreich sein, um Kreativität zu zeigen (z.B. Zeichnungen, Styling von Freunden). | Absolut entscheidend, um eigene Arbeiten und Fähigkeiten zu visualisieren. Unabdingbar für eine starke Bewerbung. |
| Bedeutung von Soft Skills | Offenheit, Freundlichkeit, Neugier, Zuverlässigkeit, Kommunikationsbereitschaft. | Kundenorientierung, Empathie, Belastbarkeit, Trendbewusstsein, professionelles Auftreten, Teamführung (falls zutreffend). |
Fazit: Ihr Weg zum Erfolg
Der Friseurberuf ist eine wunderbare Mischung aus Handwerk, Kunst und zwischenmenschlicher Interaktion. Eine sorgfältig vorbereitete und individuell gestaltete Bewerbung ist Ihr erster Schritt, um in dieser Branche Fuß zu fassen oder den nächsten Karriereschritt zu machen. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Unterlagen präzise und ansprechend zu gestalten. Betonen Sie Ihre Leidenschaft, Ihre Fähigkeiten und Ihre Motivation.
Egal, ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen oder bereits erfahrene Fachkraft sind: Eine vollständige, korrekte und überzeugende Bewerbung, ergänzt durch ein aussagekräftiges Portfolio, wird Ihnen die Türen zu Ihrem Traumjob öffnen. Zeigen Sie, wer Sie sind und was Sie können – der Erfolg wird Ihnen folgen!
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