08/08/2024
Der Beruf des Friseurs oder der Friseurin ist weit mehr als nur das Schneiden von Haaren. Es ist eine Kunstform, ein Handwerk und eine Dienstleistung, die tief in der Gesellschaft verwurzelt ist. Seit Jahrtausenden vertrauen Menschen auf die Expertise von Friseuren, um ihr Äußeres zu pflegen und ihre Persönlichkeit auszudrücken. Von den opulenten Perücken des Barock bis zu den modernen, individualisierten Looks von heute hat sich das Berufsbild stetig gewandelt und weiterentwickelt, doch seine essentielle Bedeutung für das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl der Menschen ist geblieben. Friseure sind heute nicht nur Handwerker, sondern auch Berater, Künstler und Vertraute, die täglich dazu beitragen, dass sich ihre Kunden wohlfühlen und selbstbewusst auftreten können.

- Das Berufsbild des Friseurs/der Friseurin im Wandel der Zeit
- Aufgaben und Verantwortlichkeiten: Vielfalt im Salonalltag
- Fähigkeiten und Qualitäten für den Beruf des Friseurs/der Friseurin
- Die Ausbildung zum Friseur/zur Friseurin: Der Weg zum Profi
- Das Gehalt eines Friseurs/einer Friseurin: Ein detaillierter Blick
- Karrierewege und Zukunftsaussichten: Vielfältige Möglichkeiten
- Ist Friseur ein guter Beruf? Eine Einschätzung
- Der Arbeitsalltag und Arbeitszeiten im Friseursalon
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Berufsbild Friseur/in
- Fazit: Ein Beruf mit Herz, Hand und Zukunft
Das Berufsbild des Friseurs/der Friseurin im Wandel der Zeit
Die Geschichte des Friseurberufs ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits im alten Ägypten spielten Friseure eine wichtige Rolle, indem sie aufwendige Frisuren und Perücken für Pharaonen und Adelige schufen. Auch in der griechischen und römischen Antike war die Haarpflege ein Zeichen von Status und Schönheit. Im Mittelalter verlagerten sich die Aufgaben oft auf Bader und Barbiere, die neben dem Haareschneiden auch medizinische Dienste anboten. Die Renaissance und das Barock brachten eine Blütezeit der Haarkunst mit sich, die in aufwendigen Hochsteckfrisuren und Perücken gipfelte. Im 19. und 20. Jahrhundert, mit dem Aufkommen von Salons und der Entwicklung neuer Techniken und Produkte, professionalisierte sich der Beruf zunehmend.
Heute ist der Friseurberuf hoch spezialisiert und facettenreich. Friseure müssen nicht nur klassische Techniken beherrschen, sondern auch stets über die neuesten Trends und Innovationen informiert sein. Sie sind Stylisten, Coloristen, Haarpflegeexperten und oft auch Psychologen in einem. Die persönliche Beziehung zum Kunden ist dabei von größter Bedeutung, denn Vertrauen und Verständnis sind die Basis für eine erfolgreiche Beratung und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Beruf erfordert eine ständige Weiterbildung und Anpassung an neue Moden und Technologien, was ihn dynamisch und abwechslungsreich macht.
Aufgaben und Verantwortlichkeiten: Vielfalt im Salonalltag
Die Hauptaufgaben eines Friseurs oder einer Friseurin sind vielfältig und erfordern sowohl handwerkliches Geschick als auch zwischenmenschliche Kompetenzen. Im Zentrum steht natürlich die Haarpflege und -gestaltung, doch das Tätigkeitsfeld reicht weit darüber hinaus. Hier eine detaillierte Übersicht der Kernaufgaben:
- Haarschnitte und -styling: Dies ist die grundlegende Aufgabe. Friseure schneiden, trimmen und stylen Haare für Damen, Herren und Kinder. Das umfasst klassische Schnitte, moderne Trendfrisuren, Stufenschnitte, Bobs, Kurzhaarschnitte und vieles mehr. Die Techniken reichen vom präzisen Nassschnitt bis zum strukturierten Trockenschnitt.
- Färben, Tönen und Strähnentechniken: Friseure sind oft auch Coloristen. Sie wenden verschiedene Färbetechniken an, darunter Vollfärbungen, Tönungen, Strähnen (Foliensträhnen, Balayage, Ombré), Blondierungen und Farbkorrekturen. Hierbei ist ein tiefes Verständnis für Farbtheorie und Haarmaterial unerlässlich.
- Beratung der Kunden: Eine der wichtigsten Aufgaben ist die umfassende Beratung. Friseure analysieren Haartyp und -zustand, berücksichtigen Gesichtsform und persönlichen Stil des Kunden und geben Empfehlungen zu Frisuren, Haarpflegeprodukten und Stylingtechniken. Sie gehen auf individuelle Wünsche ein und beraten auch bei Kopfhautproblemen.
- Haarpflegeprodukte verkaufen: Viele Salons bieten eine Auswahl an professionellen Haarpflege- und Stylingprodukten an. Friseure beraten ihre Kunden hierzu und verkaufen die passenden Produkte, um die Pflege zu Hause zu optimieren.
- Entwickeln von Frisuren für besondere Anlässe: Für Hochzeiten, Abschlussbälle oder andere festliche Ereignisse kreieren Friseure aufwendige Hochsteckfrisuren, Flechtfrisuren oder besondere Stylings, die oft eine detaillierte Vorplanung erfordern.
- Sauberkeit und Hygienestandards einhalten: Ein gepflegter und hygienischer Arbeitsplatz ist im Friseurberuf unerlässlich. Friseure sind für die Sauberkeit des Salons, die Sterilisation der Werkzeuge und die Einhaltung aller Hygienestandards verantwortlich.
- Verwaltung von Terminen und Kundenberatung: Neben der direkten Arbeit am Kunden gehören auch administrative Aufgaben zum Alltag, wie die Terminplanung, das Führen von Kundenkarteien und die Abrechnung der Dienstleistungen.
- Zusätzliche Dienstleistungen: Je nach Salon und Spezialisierung können Friseure auch weitere Services anbieten, wie Wimpern- und Augenbrauenfärben, Maniküre, Kopfmassagen oder sogar Make-up-Beratung.
Die Fähigkeit, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kunden einzugehen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, ist dabei entscheidend für den Erfolg und die Kundenbindung.
Fähigkeiten und Qualitäten für den Beruf des Friseurs/der Friseurin
Um im Friseurberuf erfolgreich zu sein, bedarf es einer Kombination aus praktischen Fertigkeiten und persönlichen Eigenschaften. Es ist ein Beruf, der sowohl technische Präzision als auch künstlerisches Flair erfordert:
- Handwerkliches Geschick und Detailorientierung: Dies ist die Basis des Berufs. Präzise Schnitte, exakte Farbanwendungen und feine Stylings erfordern eine ruhige Hand und ein Auge für Details.
- Kreativität und Ästhetik: Friseure sind Künstler. Sie müssen in der Lage sein, neue Ideen zu entwickeln, Trends zu erkennen und individuelle Looks zu kreieren, die zur Persönlichkeit und dem Stil des Kunden passen. Ein gutes Gespür für Farben, Formen und Proportionen ist unerlässlich.
- Kommunikationsfähigkeit und Kundenorientierung: Der direkte Kontakt zu Menschen steht im Vordergrund. Friseure müssen aktiv zuhören können, um die Wünsche der Kunden zu verstehen, und diese dann klar und verständlich beraten. Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit sind hierbei entscheidend.
- Verständnis für Mode und Trends: Die Modebranche ist ständig im Wandel. Erfolgreiche Friseure bleiben immer auf dem Laufenden über aktuelle Frisuren, Farbtrends und Stylingtechniken.
- Physische Ausdauer: Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Langes Stehen, Arbeiten mit den Händen und Armen sowie eine gute Körperhaltung sind wichtig, um Ermüdung vorzubeugen.
- Sorgfalt und Hygiene: Sauberkeit im Salon und bei den Arbeitsgeräten ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch ein Zeichen von Professionalität und Respekt gegenüber den Kunden.
- Organisationstalent: Die Koordination von Terminen, die Verwaltung von Kundenkarteien und die Organisation des Arbeitsplatzes erfordern gute organisatorische Fähigkeiten.
- Belastbarkeit und Flexibilität: Manchmal kann der Salonalltag hektisch sein. Die Fähigkeit, auch unter Druck ruhig und effizient zu arbeiten, ist von Vorteil.
- Gesundheit: Allergien gegen Chemikalien in Haarfärbemitteln oder Shampoos können ein Problem darstellen. Eine gute Haut- und Atemwegsgesundheit ist wichtig.
Diese vielfältigen Anforderungen machen den Friseurberuf zu einer spannenden Herausforderung für Menschen, die gerne mit den Händen arbeiten und Freude am Umgang mit anderen haben.
Die Ausbildung zum Friseur/zur Friseurin: Der Weg zum Profi
Um Friseur oder Friseurin zu werden, absolviert man in Deutschland in der Regel eine dreijährige duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Ausbildungsbetrieb (Friseursalon) als auch in der Berufsschule stattfindet. Diese Kombination aus praktischer Arbeit und theoretischem Unterricht bereitet optimal auf die Anforderungen des Berufs vor.
Inhalte der Ausbildung:
- Praktische Fertigkeiten: Auszubildende erlernen alle grundlegenden Schnitt- und Färbetechniken, Dauerwellen, Volumenwellen, Hochsteckfrisuren und Haarverlängerungen. Auch das Waschen, Pflegen und Föhnen von Haaren steht auf dem Lehrplan.
- Produkt- und Materialkunde: Wissen über verschiedene Haartypen, Kopfhautzustände, Inhaltsstoffe von Pflege- und Stylingprodukten sowie chemische Prozesse bei Färbungen ist essenziell.
- Kundenberatung und Kommunikation: Es wird gelehrt, wie man Kunden professionell berät, ihre Wünsche erkennt und ihnen passende Empfehlungen gibt. Auch der Umgang mit Beschwerden und die Pflege der Kundenbeziehung sind Teil der Ausbildung.
- Salonmanagement und Hygiene: Auszubildende lernen die Organisation eines Salons, die Terminplanung, die Kassenführung und die Einhaltung strenger Hygienevorschriften.
- Zusatzleistungen: Je nach Ausbildungsbetrieb können auch Schminktechniken, Wimpern- und Augenbrauenfärben oder Maniküre vermittelt werden.
Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung ab, die in zwei Teilen stattfindet: Der erste Teil nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit und der zweite Teil am Ende des dritten Lehrjahres. Bei besonders guten Leistungen und Talent ist es unter Umständen möglich, die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr zu verkürzen. Ein Hauptschulabschluss ist in der Regel die Mindestvoraussetzung für den Beginn der Ausbildung, wobei viele Betriebe auch Bewerber mit mittlerem Schulabschluss bevorzugen.
Das Gehalt eines Friseurs/einer Friseurin: Ein detaillierter Blick
Die Frage nach dem Einkommen ist für viele Berufsinteressenten entscheidend. Das Gehalt eines Friseurs oder einer Friseurin kann, wie in vielen anderen Berufen auch, stark variieren. Es hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Region (Bundesland), die Berufserfahrung, die Größe und Art des Salons sowie die eigene Spezialisierung und das Engagement.

Im Durchschnitt verdienen Friseurinnen und Friseure in Deutschland etwa 35.400 EUR brutto pro Jahr. Dies entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von rund 2.950 EUR. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dies ein Durchschnittswert ist und die Spanne beträchtlich sein kann.
Einflussfaktoren auf das Gehalt:
- Bundesland/Region: In größeren Städten und Ballungsräumen sowie in Bundesländern mit höheren Lebenshaltungskosten sind die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.
- Berufserfahrung: Als Berufseinsteiger liegt das Gehalt oft im unteren Bereich. Mit zunehmender Erfahrung, Spezialisierung und einem festen Kundenstamm steigt das Einkommen in der Regel an.
- Größe und Klientel des Salons: Hochpreisige Salons mit einer exklusiven Klientel in Metropolen zahlen oft höhere Gehälter als kleinere, ländliche Betriebe. Auch die Art des Salons (z.B. Kette vs. unabhängiger Salon) kann eine Rolle spielen.
- Zusätzliche Einnahmen: Trinkgelder von zufriedenen Kunden sowie Provisionen aus dem Verkauf von Haarpflegeprodukten können das monatliche Einkommen zusätzlich aufbessern.
- Meisterbrief und Spezialisierungen: Friseure mit einem Meistertitel oder speziellen Qualifikationen (z.B. als Colorist, Stylist für Film/TV) haben oft bessere Verdienstmöglichkeiten und können Führungspositionen übernehmen oder sich selbstständig machen.
Gehaltsübersicht für Friseure (Brutto-Monatsgehalt):
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Gehaltsspannen in verschiedenen Karrierephasen:
| Phase | Typisches Brutto-Monatsgehalt |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | ca. 665 EUR |
| 2. Ausbildungsjahr | ca. 795 EUR |
| 3. Ausbildungsjahr | ca. 990 EUR |
| Einstiegsgehalt (nach Ausbildung) | ca. 1.800 – 2.200 EUR |
| Durchschnittsgehalt (mit Erfahrung) | ca. 1.900 – 2.500 EUR |
| Spitzengehalt (mit viel Erfahrung/Spezialisierung) | bis zu 3.000 EUR und mehr |
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen Durchschnittswerte sind und das tatsächliche Gehalt je nach individuellen Verhandlungen und den oben genannten Faktoren variieren kann. Die Möglichkeit, durch Trinkgelder und Provisionen das Einkommen zu erhöhen, macht den Friseurberuf auch finanziell attraktiv.
Karrierewege und Zukunftsaussichten: Vielfältige Möglichkeiten
Der Friseurberuf bietet eine breite Palette an Karrierewegen und exzellenten Zukunftsaussichten. Es ist ein Beruf, der sich ständig weiterentwickelt und Raum für persönliche und berufliche Entfaltung bietet. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist stabil, und die menschliche Komponente des Berufs sichert seine Relevanz auch im Zeitalter der Digitalisierung.
Klassische Karrierepfade:
- Angestellter Friseur/Friseurin: Viele Friseure arbeiten in einem festen Angestelltenverhältnis in einem Friseursalon. Hier gibt es oft Aufstiegsmöglichkeiten zum Salonleiter oder zur Salonleiterin.
- Der Meisterbrief: Eine der wichtigsten Weiterbildungen ist die zum Friseurmeister/in. Der Meisterbrief ist nicht nur ein Zeichen höchster fachlicher Qualifikation, sondern auch die Voraussetzung, um einen eigenen Salon zu eröffnen und Auszubildende einzustellen. Die Weiterbildung zum Meister dauert je nach Modell zwischen drei Monaten und zwei Jahren und findet oft an Bildungszentren der Handwerkskammern statt.
- Selbstständigkeit: Mit dem Meistertitel steht der Weg in die Selbstständigkeit offen. Viele Friseure träumen davon, ihren eigenen Salon zu führen, ihr eigenes Konzept umzusetzen und ihre Kreativität voll auszuleben. Auch als mobiler Friseur, der Kunden zu Hause besucht, kann man sich selbstständig machen.
Spezialisierungen und Nischenmärkte:
Neben den klassischen Wegen gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung, die neue berufliche Türen öffnen:
- Colorist/in: Experten für Haarfarben, die komplexe Farbtechniken beherrschen und individuelle Farbergebnisse kreieren.
- Stylist/in: Spezialisten für Hochsteckfrisuren, Event-Styling, Haarverlängerungen oder auch Perücken.
- Trichologe/in: Experten für Haar- und Kopfhautgesundheit, die sich mit Problemen wie Haarausfall, Schuppen oder juckender Kopfhaut befassen und entsprechende Behandlungen anbieten.
- Visagist/in oder Maskenbildner/in: Mit entsprechender Weiterbildung können Friseure auch im Bereich Make-up und Maskenbildnerei tätig werden, beispielsweise für Fotoshootings, Film- und Fernsehproduktionen, Theater oder Modenschauen. Ein Bachelor-Studium im Fachbereich "Maskenbild" ist für diesen Weg eine Option.
Zukunftsausblick:
Die Berufsperspektiven für Friseure sind solide. Die Nachfrage nach persönlichen Dienstleistungen und hochwertiger Haarpflege bleibt konstant. Der Beruf profitiert von Trends wie:
- Individualisierung: Kunden wünschen sich maßgeschneiderte Looks und individuelle Beratung.
- Nachhaltigkeit: Das Bewusstsein für umweltfreundliche und natürliche Haarpflegeprodukte wächst, was neue Nischenmärkte schafft.
- Digitalisierung: Online-Buchungssysteme, virtuelle Beratungen und die Nutzung sozialer Medien zur Kundenbindung eröffnen neue Möglichkeiten, den Beruf modern und attraktiv zu gestalten.
Da der Friseurberuf ein hohes Maß an menschlicher Interaktion, Kreativität und handwerklichem Geschick erfordert, ist er kaum durch Roboter oder Künstliche Intelligenz zu ersetzen. Dies sichert die langfristige Zukunft dieses spannenden Handwerks.
Ist Friseur ein guter Beruf? Eine Einschätzung
Die Frage, ob Friseur ein "guter Beruf" ist, lässt sich mit einem klaren Ja beantworten – insbesondere für Menschen, die die notwendigen Leidenschaften und Fähigkeiten mitbringen. Hier sind einige Gründe, warum der Friseurberuf eine lohnende Wahl sein kann:
- Immer gefragt: Haare wachsen immer nach, und Menschen legen Wert auf ihr Äußeres. Daher wird es immer eine Nachfrage nach Friseurdienstleistungen geben, unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen. Es ist ein krisensicherer Beruf.
- Kreativität und Abwechslung: Jeder Kunde ist anders, und jeder Tag bringt neue Herausforderungen und Möglichkeiten, kreativ zu werden. Der Beruf ist weit entfernt von Monotonie.
- Menschlicher Kontakt: Wer gerne mit Menschen arbeitet, findet im Friseurberuf Erfüllung. Die Interaktion mit Kunden, das Aufbauen von Beziehungen und das Erleben ihrer Freude über ein gelungenes Styling sind sehr bereichernd.
- Sichtbare Ergebnisse: Friseure sehen sofort die Ergebnisse ihrer Arbeit und können direkt das positive Feedback ihrer Kunden erfahren. Das Gefühl, jemandem zu einem besseren Selbstwertgefühl verholfen zu haben, ist sehr motivierend.
- Fachkräftemangel: Aktuell herrscht in vielen Regionen ein Fachkräftemangel im Friseurhandwerk. Das bedeutet, dass Auszubildende und ausgebildete Friseure gute Chancen haben, schnell einen Job zu finden und attraktive Konditionen auszuhandeln.
- Entwicklungsmöglichkeiten: Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, die eine kontinuierliche persönliche und berufliche Entwicklung ermöglichen.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen, wie die körperliche Anstrengung, die Notwendigkeit, auch an Wochenenden zu arbeiten (insbesondere in Salons) und das anfänglich oft geringere Gehalt. Doch für diejenigen, die eine Passion für Haare, Ästhetik und den Umgang mit Menschen haben, überwiegen die Vorteile bei Weitem. Es ist ein Beruf, der Erfüllung bringt und einen direkten positiven Einfluss auf das Leben anderer hat.
Der Arbeitsalltag und Arbeitszeiten im Friseursalon
Der typische Arbeitsalltag eines Friseurs im Salon ist dynamisch und kundenorientiert. Er beginnt oft mit der Vorbereitung des Salons, der Überprüfung der Termine und der Sicherstellung der Sauberkeit. Dann folgen die Kundenberatungen und -behandlungen, die den Großteil des Tages ausmachen. Zwischen den Kunden werden die Arbeitsplätze gereinigt, Werkzeuge desinfiziert und eventuell neue Produkte eingeräumt.
Die Arbeitszeiten in Friseursalons sind in der Regel an die üblichen Geschäftsöffnungszeiten gebunden, was oft auch Samstage einschließt. Abendeinsätze können vorkommen, insbesondere wenn Salons längere Öffnungszeiten anbieten. Sonntage sind in Deutschland meist Ruhetage für Friseursalons.
Für Friseure, die in anderen Bereichen wie Film, Fernsehen, Theater oder bei Modenschauen tätig sind, können die Arbeitszeiten deutlich flexibler und unregelmäßiger sein. Hier sind Abend- und Wochenendarbeit, oft auch unter großem Zeitdruck, die Regel. Dafür bieten diese Bereiche oft die Möglichkeit, an spannenden Projekten mitzuwirken und kreative Herausforderungen anzunehmen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Berufsbild Friseur/in
1. Was sind die Hauptaufgaben einer Friseurin oder eines Friseurs?
Die Hauptaufgaben umfassen das Schneiden, Färben, Stylen von Haaren sowie das Beraten von Kunden bezüglich Frisuren, Haarpflege und Stylingprodukten. Zusätzlich können Dienstleistungen wie Maniküre, Pediküre oder Kopfmassagen angeboten werden.
2. Welche Ausbildung braucht man, um Friseur/in zu werden?
In der Regel ist eine dreijährige duale berufliche Ausbildung notwendig, die sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule stattfindet.
3. Was verdient eine Friseurin oder ein Friseur?
Das Einkommen variiert stark je nach Region, Berufserfahrung und Arbeitgeber. Im Durchschnitt liegt das Brutto-Monatsgehalt in Deutschland zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Mit viel Erfahrung und Spezialisierung kann es auch bis zu 3.000 Euro oder mehr betragen.
4. Welche Fähigkeiten sind wichtig für den Beruf des Friseurs?
Wichtig sind Kreativität, handwerkliches Geschick, Kommunikationsfähigkeit, ein gutes Gefühl für Ästhetik, Kundenorientierung, einwandfreie Hygiene und körperliche Ausdauer.
5. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Friseure?
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, darunter der Meisterbrief, Spezialisierungen zum Hair- oder Color-Stylisten, oder auch ein Studium in Bereichen wie Kosmetologie oder Betriebswirtschaft, um sich selbstständig zu machen oder Führungspositionen zu übernehmen.
6. Sind Friseure nur in Friseursalons tätig?
Nein, Friseure können in Friseursalons, im Theater, bei Film- und Fernsehproduktionen, bei Modenschauen, als mobile Friseure oder als selbstständige Frisörmeister/innen arbeiten.
Fazit: Ein Beruf mit Herz, Hand und Zukunft
Der Friseurberuf ist ein lebendiges Handwerk, das sich ständig weiterentwickelt und dabei seine Kernwerte bewahrt. Es ist ein Beruf, der Kreativität, handwerkliches Können und ausgeprägte soziale Fähigkeiten vereint. Vom ersten Haarschnitt in der Ausbildung bis hin zum erfahrenen Meister oder zur Meisterin, der einen eigenen Salon führt oder als Spezialist in der Medienbranche tätig ist, bieten sich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Trotz der Herausforderungen, wie der körperlichen Belastung und der Notwendigkeit zur ständigen Weiterbildung, ist es ein Beruf, der tiefe Befriedigung durch die direkte positive Wirkung auf das Leben der Menschen bietet. Friseure tragen maßgeblich zum Wohlbefinden und Selbstvertrauen ihrer Kunden bei und sind damit eine unverzichtbare Säule in der Gesellschaft. Wer eine Passion für Haare, Ästhetik und den Umgang mit Menschen hat, findet im Friseurberuf eine erfüllende und zukunftssichere Karriere.
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