Wie kann man den Farbübergang in den Haaren verhindern?

Chemie vs. Natur: Die Wahrheit über Haarfarben

21/09/2019

Rating: 4.12 (13050 votes)

Der Wunsch nach Veränderung ist tief in uns verwurzelt, und oft ist die Haarfarbe das Erste, was wir an unserem Äußeren anpassen möchten. Der Griff zur industriell hergestellten Haarfarbe scheint dabei die einfachste und schnellste Lösung zu sein. Doch hinter den vielversprechenden Farben und glänzenden Versprechen verbirgt sich oft eine Realität, die weniger glamourös ist: Aggressive Chemikalien, potenzielle Gesundheitsrisiken und eine Belastung für unser Haar und die Umwelt. Glücklicherweise gibt es eine wachsende Bewegung zurück zur Natur, die beweist, dass schöne, lebendige Haarfarben auch ganz ohne schädliche Zusatzstoffe erzielt werden können. Tauchen Sie ein in die Welt der natürlichen Haarfarben und entdecken Sie, wie Sie Ihre Haare schonend und nachhaltig zum Leuchten bringen können.

Was sind die Nachteile von Haarfarbe?
Industriell hergestellte Haarfarbe hat oft viele Nachteile: Sie greift die Haarstruktur an, kann krebserregende Stoffe beinhalten und unter Umständen können einige Inhaltsstoffe allergische Reaktionen verursachen. Alternativ kann man auch einfach pflanzliche Mittel verwenden und so auf natürlichem Wege die Haare färben.
Inhaltsverzeichnis

Die Schattenseiten Industrieller Haarfarben

Industriell hergestellte Haarfarben sind zwar effektiv, um schnelle und drastische Farbveränderungen zu erzielen, doch ihr Preis ist oft hoch – nicht nur finanziell, sondern auch für die Gesundheit unserer Haare und unseres Körpers. Die Nachteile sind vielfältig und sollten nicht unterschätzt werden:

  • Angriff auf die Haarstruktur: Chemische Farbstoffe, insbesondere solche, die Ammoniak und Peroxide enthalten, müssen die äußere Schuppenschicht des Haares aufbrechen, um in den Haarschaft einzudringen und die Farbe zu verändern. Dieser Prozess schwächt das Haar nachhaltig, macht es porös, trocken und anfälliger für Bruch und Spliss. Das Haar verliert seinen natürlichen Glanz und seine Elastizität.
  • Potenziell krebserregende Stoffe: Viele synthetische Haarfarben enthalten Substanzen wie p-Phenylendiamin (PPD), Resorcin oder Toluol-2,5-diaminsulfat, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein oder hormonelle Störungen zu verursachen. Obwohl die Konzentrationen in einzelnen Produkten reguliert sind, ist die langfristige und wiederholte Exposition bedenklich.
  • Allergische Reaktionen: Die aggressiven Inhaltsstoffe können schwere allergische Reaktionen auslösen, die von leichtem Juckreiz und Rötungen der Kopfhaut bis hin zu starken Schwellungen im Gesicht, Blasenbildung und im schlimmsten Fall sogar zu einem anaphylaktischen Schock reichen können. Ein Patch-Test vor jeder Anwendung ist daher unerlässlich, doch selbst dieser bietet keine absolute Sicherheit.
  • Umweltbelastung: Die Produktion und Entsorgung chemischer Haarfarben belasten die Umwelt erheblich. Die Chemikalien gelangen über das Abwasser in unsere Gewässer und können Ökosysteme schädigen.

Angesichts dieser Risiken suchen immer mehr Menschen nach gesünderen und umweltfreundlicheren Alternativen. Die Natur bietet hier eine Fülle von Möglichkeiten, die Haare sanft zu tönen, aufzuhellen oder zu verdunkeln, ohne die Haarstruktur anzugreifen oder die Gesundheit zu gefährden.

Die Sanfte Kraft der Natur: Haarfarben ohne Chemie

Der Trend zu natürlichen Haarfarben ist nicht nur eine Modeerscheinung, sondern eine bewusste Entscheidung für Gesundheit und Nachhaltigkeit. Pflanzliche Mittel wirken anders als chemische Farben: Sie dringen nicht in das Haar ein, sondern legen sich wie ein schützender Film um die Haaroberfläche. Dies stärkt das Haar, verleiht ihm Glanz und Fülle und schont gleichzeitig die Kopfhaut. Die Ergebnisse sind oft subtiler, aber dafür umso natürlicher und schonender.

Haare Natürlich Nachdunkeln

Wer bereits dunkles Haar hat und diesem mehr Tiefe oder einen kühleren Ton verleihen möchte, kann auf bewährte Hausmittel zurückgreifen. Wichtig ist hierbei die Regelmäßigkeit der Anwendung, da sich der Effekt erst mit der Zeit sichtbar entwickelt und intensiviert.

1. Kaffeesatz für Dunkelheit und Glanz

Kaffeesatz ist ein wahrer Alleskönner: Er macht nicht nur die Haare dunkler, sondern verleiht ihnen auch einen wunderschönen Glanz und soll sogar das Haarwachstum anregen. Für eine deutliche Wirkung ist ein sehr starker Kaffee notwendig.

  • Zubereitung: Brühen Sie einen sehr starken Kaffee mit reichlich Kaffeepulver auf. Lassen Sie ihn abkühlen und verwenden Sie dann den Kaffeesatz.
  • Anwendung: Mischen Sie den abgekühlten Kaffeesatz mit etwas Conditioner, bis eine streichfähige Paste entsteht. Verteilen Sie diese Paste gleichmäßig im frisch gewaschenen, handtuchtrockenen Haar. Achten Sie darauf, alle Partien gut zu bedecken.
  • Einwirkzeit: Lassen Sie die Kaffeepaste etwa eine Stunde einwirken. Für einen intensiveren Effekt können Sie Ihr Haar in dieser Zeit mit einer Duschhaube oder einem Handtuch umwickeln.
  • Ausspülen: Spülen Sie das Haar anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind.

2. Schwarzer Tee für eine Nuance dunkler

Schwarzer Tee kann Ihrem Haar eine sanfte, dunklere Nuance verleihen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier in der Qualität des Tees. Billige Teebeutel aus dem Discounter erzielen selten die gewünschte Wirkung.

  • Zubereitung: Geben Sie 3 Esslöffel hochwertigen schwarzen Tee in eine Kanne und übergießen Sie ihn mit 300 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee mindestens 30 Minuten ziehen, damit er seine Farbstoffe optimal freisetzen kann.
  • Vorbereitung: Während der Tee zieht, waschen Sie Ihre Haare mit einem milden Shampoo und wringen Sie sie anschließend gut aus.
  • Anwendung: Gießen Sie den Tee durch ein Sieb in eine Schüssel, um die Teeblätter zu entfernen. Lassen Sie den Sud etwas abkühlen. Gießen Sie nun den lauwarmen Tee langsam und gleichmäßig über Ihr gesamtes Haar. Dies gelingt am besten, wenn Ihnen jemand dabei hilft oder Sie sich über eine Badewanne beugen. Fangen Sie den ablaufenden Tee in der Schüssel wieder auf und wiederholen Sie den Vorgang mehrmals.
  • Einwirkzeit: Lassen Sie den Tee nicht ausspülen. Wickeln Sie Ihr Haar in ein altes Handtuch und lassen Sie den Tee mindestens eine Stunde, besser noch länger, einwirken. Einige lassen ihn auch über Nacht im Haar.

3. Zwiebelschalen zur Intensivierung des Brauntons

Für eine Verstärkung des Brauntons oder zur Abdeckung erster grauer Haare eignen sich Zwiebelschalen. Sie verleihen dem Haar einen warmen, goldenen Schimmer.

  • Zubereitung: Für mittellanges Haar benötigen Sie etwa 100 g Zwiebelschalen. Kochen Sie die Schalen mit 250 ml Wasser auf und lassen Sie den Sud eine Weile köcheln, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Sie werden bemerken, wie sich die Farbe der Flüssigkeit verändert.
  • Vorbereitung: Gießen Sie die Flüssigkeit durch ein Sieb ab und lassen Sie sie vollständig abkühlen. Rühren Sie ein Eigelb unter den abgekühlten Sud. Das Eigelb dient als zusätzlicher Pflegebooster und hilft, die Farbe besser im Haar zu binden.
  • Anwendung: Verteilen Sie die Flüssigkeit großzügig und gleichmäßig im Haar. Achten Sie darauf, dass alle gewünschten Partien benetzt sind.
  • Einwirkzeit: Lassen Sie das natürliche Mittel einige Minuten wirken. Die genaue Einwirkzeit hängt von der gewünschten Farbintensität ab.
  • Ausspülen: Spülen Sie das Haar danach gründlich mit Wasser aus.

4. Walnussschalen für Tiefdunkle Farbtöne

Grüne, unreife Walnussschalen sind ein sehr potentes Naturfärbemittel, das tiefe Brauntöne bis hin zu Schwarz erzielen kann. Seien Sie hier besonders vorsichtig, da der Sud stark färbt.

  • Zubereitung: Sie benötigen 250 g grüne (unreife) Walnussschalen. Zerkleinern Sie die Walnussschalen in einer Kaffeemühle oder einem Mörser sehr fein. Übergießen Sie das Pulver mit 1 Liter kochendem Wasser und lassen Sie den Sud mindestens 30 Minuten, besser sogar länger, köcheln.
  • Anwendung: Seihen Sie den Sud ab und lassen Sie ihn abkühlen. Verteilen Sie den abgekühlten Sud im trockenen Haar.
  • Einwirkzeit: Lassen Sie das Walnuss-Wasser etwa eine Stunde einwirken. Für eine intensivere Färbung kann die Einwirkzeit verlängert werden.
  • Achtung: Schützen Sie Ihre Kleidung und Hände unbedingt mit Handschuhen und alten Tüchern, da der Sud starke Verfärbungen verursachen kann, die schwer zu entfernen sind.
  • Ausspülen: Spülen Sie das Haar anschließend gründlich mit warmem Wasser aus, bis das Wasser klar ist.

Haare Natürlich Aufhellen

Auch wenn Sie mit natürlichen Mitteln kein Platinblond erzielen können, so sind sie doch hervorragend geeignet, um Ihre Haarfarbe sanft aufzuhellen, blonde Reflexe zu verstärken oder einen leichten Goldschimmer zu erzeugen. Hierbei machen wir uns die bleichende Wirkung bestimmter Lebensmittel zunutze.

1. Kamillentee für Sanfte Aufhellung

Kamillentee ist eine der schonendsten Methoden, um die Haare aufzuhellen. Er eignet sich besonders gut für helles bis mittelblondes Haar und verleiht einen goldenen Schimmer.

  • Zubereitung: Übergießen Sie 3 Esslöffel Kamillentee (oder 6-8 Beutel) mit kochendem Wasser und lassen Sie ihn eine halbe Stunde ziehen.
  • Anwendung: Gießen Sie den Tee in eine Schüssel ab und lassen Sie den Sud anschließend langsam über Ihr frisch gewaschenes, noch feuchtes Haar laufen. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals. Es ist hilfreich, wenn eine zweite Person Ihnen dabei assistiert.
  • Einwirkzeit: Wickeln Sie Ihr Haar nach der Anwendung in ein Handtuch ein oder setzen Sie sich in die Sonne. Die Wärme der Sonne verstärkt den Aufhellungseffekt. Lassen Sie den Tee mindestens 30 Minuten, besser länger, einwirken.
  • Ausspülen: Spülen Sie das Haar anschließend gründlich aus.

2. Zitronensaft für Stärkere Aufhellung

Frisch gepresster Zitronensaft hellt die Haare stärker auf als Kamillentee und ist besonders effektiv in Kombination mit Sonnenlicht. Seien Sie hier etwas vorsichtiger, da Zitronensaft das Haar auch austrocknen kann.

  • Zubereitung: Pressen Sie frische Zitronen aus. Der reine Saft wird verwendet.
  • Anwendung: Verteilen Sie den puren Zitronensaft gleichmäßig im feuchten Haar oder auf einzelnen Strähnen, die Sie aufhellen möchten.
  • Einwirkzeit: Lassen Sie den Saft mindestens eine Stunde einwirken. Für die volle Wirkung ist Wärme entscheidend: Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf oder setzen Sie sich direkt in die Sonne. Die UV-Strahlen der Sonne verstärken den Bleicheffekt des Zitronensaftes.
  • Ausspülen und Pflegen: Spülen Sie Ihre Haare anschließend sehr gründlich aus. Da Zitronensaft das Haar austrocknen kann, ist eine intensive Pflegespülung oder Haarmaske nach der Anwendung empfehlenswert.

3. Backpulver oder Natron zum Aufhellen

Backpulver oder reines Natron können ebenfalls zur sanften Aufhellung der Haare eingesetzt werden. Sie haben eine leicht bleichende Wirkung und können auch helfen, unerwünschte Farbstiche zu neutralisieren.

  • Zubereitung: Vermischen Sie 1 bis 3 Päckchen Backpulver (je nach Haarlänge und -dichte) mit ausreichend Wasser, bis eine streichfähige Paste entsteht. Alternativ können Sie auch reines Natron verwenden.
  • Anwendung: Verstreichen Sie die Paste gleichmäßig auf Ihrem Haar oder gezielt auf einzelnen Strähnen, die Sie aufhellen möchten.
  • Einwirkzeit: Wie beim Zitronensaft ist Wärme für die Wirkung erforderlich. Nutzen Sie entweder das Sonnenlicht oder wickeln Sie Ihr Haar in ein Handtuch. Lassen Sie die Paste mindestens eine Stunde wirken.
  • Ausspülen: Spülen Sie alles anschließend gründlich mit warmem Wasser aus.

Haare Natürlich Rot Färben

Für warme Rottöne und rote Akzente bietet die Natur ebenfalls eine kraftvolle Lösung: die Rote Bete. Sie verleiht dem Haar einen lebendigen, rötlichen Schimmer.

1. Rote Bete für Rote Akzente

Rote Bete-Saft ist ideal, um bestehenden Rottönen mehr Intensität zu verleihen oder helleren Haaren einen rötlichen Schimmer zu geben.

  • Zubereitung: Mischen Sie frischen Rote Bete-Saft mit etwas Honig. Der Honig hilft nicht nur bei der Konsistenz, sondern pflegt das Haar zusätzlich. Es sollte eine Emulsion entstehen, die gut im Haar verteilt werden kann.
  • Anwendung: Waschen Sie Ihre Haare wie gewohnt. Tragen Sie die Pflanzenhaarfarbe anschließend auf das feuchte Haar auf. Sie können damit das gesamte Haar färben oder nur einzelne Strähnchen betonen.
  • Achtung: Rote Bete färbt sehr stark! Tragen Sie unbedingt Haushaltshandschuhe und schützen Sie Ihre Kleidung und die Umgebung.
  • Einwirkzeit: Nach dem Auftragen ist Geduld gefragt. Die Einwirkzeit beträgt mindestens 4 Stunden. Auch hier wird Wärme benötigt, um die Farbstoffe zu aktivieren. Wickeln Sie Ihre Haare während dieser Zeit am besten in ein dunkles, altes Handtuch oder eine Duschhaube ein.
  • Ausspülen: Spülen Sie alles anschließend gründlich mit warmem Wasser aus, bis das Wasser klar ist.

Haare Färben mit Henna: Ein Klassiker der Natur

Henna ist wohl das bekannteste und älteste natürliche Färbemittel. Es wird aus den Blättern des Hennastrauchs (Lawsonia inermis) gewonnen und ist, sofern das Produkt keine synthetischen Zusatzstoffe enthält, rein pflanzlich. Henna ist einzigartig in seiner Wirkweise, da es nicht in die Haarstruktur eindringt, sondern sich pflegend wie ein Mantel um jedes einzelne Haar legt.

  • Wirkweise und Vorteile: Henna stärkt das Haar von außen, sorgt für zusätzliche Fülle und verleiht einen intensiven, natürlichen Glanz. Es kann Haarbruch reduzieren und die Haaroberfläche glätten.
  • Farbpalette: Reines Henna färbt in Rottönen, von Kupfer bis zu tiefem Mahagoni. Durch die Mischung mit anderen Pflanzenpulvern wie Indigo (für Brauntöne) oder Cassia (für Goldtöne auf blondem Haar) können jedoch auch dunklere oder sogar braune Farbtöne erzielt werden. Die genaue Farbwirkung hängt stark von Ihrer individuellen Ausgangshaarfarbe, der Haarstruktur und der Einwirkzeit ab.
  • Ergebnis: Das Färben mit Henna erfordert etwas Übung und Erfahrung, da das Ergebnis sehr unterschiedlich ausfallen kann. Es ist ratsam, vorab eine Probesträhne zu färben, um die gewünschte Farbe zu testen.
  • Wichtige Hinweise: Tragen Sie beim Färben mit Henna unbedingt Handschuhe, da es Haut und Nägel stark färbt. Vermeiden Sie außerdem silikonhaltige Pflegeprodukte vor der Anwendung, da Silikone einen Film um das Haar legen können, der die Aufnahme der Henna-Farbe behindert.

Natürliche vs. Chemische Haarfarben: Ein Vergleich

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wesentlichen Unterschiede zwischen natürlichen und chemischen Haarfarben in einer vergleichenden Tabelle zusammengefasst:

MerkmalChemische HaarfarbenNatürliche Haarfarben
FarbintensitätSehr hoch, breite Palette an kräftigen Tönen, auch extreme VeränderungenSubtiler, natürliche Nuancen, keine knalligen Farben; eher Tönung als drastische Veränderung
Schädigung des HaaresKann Haarstruktur angreifen, austrocknen, spröde machen, Haarbruch fördernSchonend, legt sich um das Haar, pflegt und stärkt; keine strukturelle Schädigung
GesundheitsrisikenPotenziell krebserregende Stoffe, hohe Allergiegefahr, HautreizungenSehr geringes Risiko, da pflanzlich; Allergien sind selten, aber nicht ausgeschlossen
HaltbarkeitDauerhaft, wächst heraus, verblasst langsamWäscht sich nach einigen Wochen aus, regelmäßige Anwendung für dauerhaften Effekt nötig
AnwendungSchnell, einmalige Anwendung für sofortiges ErgebnisOft aufwendiger, erfordert Geduld und mehrmalige Anwendung für sichtbaren Effekt
KostenRelativ hoch, besonders im SalonSehr gering, da oft Hausmittel oder preiswerte Pflanzenpulver
UmweltfreundlichkeitBelastet die Umwelt durch ChemikalienUmweltfreundlich und biologisch abbaubar
VorhersehbarkeitSehr genau vorhersehbarErgebnis kann je nach Ausgangshaarfarbe variieren, erfordert Übung

Das Müssen Sie Über Natürliches Färben Wissen!

Wer seine Haare mit natürlichen Mitteln färben möchte, genießt einige unbestreitbare Vorteile, sollte sich aber auch der Nachteile bewusst sein, um realistische Erwartungen zu haben:

Vorteile des natürlichen Färbens:

  • Ihre natürliche Haarfarbe erscheint auch anschließend noch natürlich. Die Farbe Ihrer Haare wird sich nur um leichte Nuancen verändern, was zu einem harmonischen Gesamtbild führt.
  • Die natürlichen Mittel zum Färben Ihrer Haare kosten kaum Geld, sind nicht schädlich für die Umwelt oder für Ihre Haut und greifen auch nicht Ihre Haarstruktur an. Dies schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch Ihre Gesundheit und unseren Planeten.
  • Außerdem müssen Sie nicht mit allergischen Reaktionen rechnen oder sich Gedanken um krebserregende Stoffe machen, was ein großes Plus für Ihre langfristige Gesundheit ist.

Nachteile des natürlichen Färbens:

  • Sie können damit keine knalligen Farben erzielen. Wer eine drastische Farbveränderung oder leuchtende Töne wünscht, wird mit natürlichen Methoden an seine Grenzen stoßen.
  • Die Anwendung muss regelmäßig und über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, ehe Sie einen auffälligen Effekt sehen. Andernfalls waschen sich die Farbnuancen nach einigen Wochen wieder aus. Geduld und Konsequenz sind hier der Schlüssel.
  • Jedes Haar ist anders – welche Wirkung die natürlichen Farben auf Ihre Haarfarbe haben werden, ist nicht komplett vorhersehbar und unter anderem von Ihrer Ursprungshaarfarbe und der Intensität des Färbemittels abhängig. Es erfordert oft ein Ausprobieren, um die perfekte Mischung und Einwirkzeit für Ihr individuelles Haar zu finden.

Häufig Gestellte Fragen zum Natürlichen Haarefärben

F: Wie lange halten natürliche Haarfarben im Haar?

A: Natürliche Haarfarben legen sich um das Haar und dringen nicht in die Struktur ein. Daher waschen sie sich im Laufe der Zeit, meist innerhalb weniger Wochen, wieder aus. Für einen dauerhaften Effekt ist eine regelmäßige Wiederholung der Anwendung notwendig, oft alle 2-4 Wochen, je nach gewünschter Intensität und wie oft Sie Ihre Haare waschen.

F: Sind natürliche Färbemittel für jeden Haartyp geeignet?

A: Ja, grundsätzlich sind natürliche Färbemittel für alle Haartypen geeignet. Allerdings kann das Ergebnis je nach Haarstruktur (porös, fein, dick) und Ausgangshaarfarbe variieren. Feines oder poröses Haar nimmt Farbe oft schneller und intensiver auf, während dickes oder sehr dunkles Haar mehr Anwendungen für einen sichtbaren Effekt benötigt.

F: Kann ich mit natürlichen Mitteln stark meine Haarfarbe ändern?

A: Nein, natürliche Färbemittel sind nicht dazu gedacht, drastische Farbveränderungen zu bewirken. Sie tönen das Haar, verstärken bestehende Nuancen oder fügen sanfte Reflexe hinzu. Ein dunkles Haar kann nicht platinblond werden und umgekehrt. Die Ergebnisse sind immer subtiler und natürlicher als bei chemischen Farben.

F: Gibt es Risiken bei natürlichen Methoden?

A: Die Risiken sind im Vergleich zu chemischen Haarfarben minimal. Da es sich um pflanzliche Produkte handelt, sind schwere allergische Reaktionen selten. Dennoch können einzelne Personen auf bestimmte Pflanzen (z.B. Kamille, Rote Bete) empfindlich reagieren. Es ist immer ratsam, vor der ersten vollständigen Anwendung einen kleinen Patch-Test an einer unauffälligen Hautstelle (z.B. in der Armbeuge) durchzuführen, um mögliche Reaktionen auszuschließen.

F: Wie oft sollte ich meine Haare natürlich färben?

A: Um den gewünschten Farbeffekt aufrechtzuerhalten und zu intensivieren, ist eine regelmäßige Anwendung entscheidend. Anfänglich könnten Sie die Anwendung wöchentlich oder zweiwöchentlich wiederholen, bis die gewünschte Intensität erreicht ist. Danach reicht es oft, die Haare alle 3-4 Wochen nachzutönen, um die Farbe aufzufrischen.

Das Färben der Haare mit natürlichen Mitteln ist eine Reise, die Geduld und Experimentierfreude erfordert. Doch die Belohnung ist gesundes, glänzendes Haar, das auf natürliche Weise strahlt, ohne die Belastung durch schädliche Chemikalien. Es ist eine bewusste Entscheidung für Ihre Gesundheit und die Umwelt, die sich langfristig auszahlt.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Chemie vs. Natur: Die Wahrheit über Haarfarben kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Haarpflege besuchen.

Go up