Wie funktioniert das Mischen von Haarfarben?

Dunkle Haare aufhellen: Geht das wirklich?

04/07/2024

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Haben Sie sich jemals gefragt, wie Sie Ihre Haarfarbe am besten verändern können, insbesondere wenn Sie von dunkleren Nuancen zu einem helleren Ton wechseln möchten? Dieser Wunsch ist weit verbreitet, doch der Weg dorthin birgt einige Besonderheiten und Herausforderungen. In diesem ausführlichen Artikel tauchen wir tief in die Welt des Haarefärbens ein und beleuchten, was es bedeutet, dunkle Haare aufzuhellen. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps und Tricks an die Hand, die Sie beachten sollten, egal ob Sie den Schritt selbst wagen oder sich lieber in professionelle Hände begeben möchten. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie Ihre Traumhaarfarbe erreichen und dabei die Gesundheit Ihrer Haare bewahren können!

Das Aufhellen von dunklem Haar ist ein komplexer Prozess, der weit über ein einfaches „Hellerfärben“ hinausgeht. Im Gegensatz zum Abdunkeln, bei dem Farbpigmente hinzugefügt werden, müssen beim Aufhellen die vorhandenen dunklen Pigmente im Haar entfernt werden. Dies geschieht in der Regel durch einen chemischen Prozess, der als Bleichen oder Blondieren bekannt ist. Es ist entscheidend zu verstehen, dass eine normale Haarfarbe, die für die Tönung oder Verdunkelung gedacht ist, keine dunklen Pigmente entfernen kann. Sie kann lediglich Pigmente ablagern oder bestehende Töne leicht modifizieren. Daher ist der Wunsch, „dunkles Haar einfach wieder heller zu färben“, in den meisten Fällen nicht mit einer herkömmlichen Haarfarbe zu erfüllen.

Was sind die Nebenwirkungen von Haarfärben?

Der Weg zum Profi: Die sicherste Wahl für helle Töne

Wir können es nicht oft genug betonen: Wenn Sie eine deutliche Aufhellung Ihrer Haare anstreben, insbesondere von sehr dunklen zu helleren Nuancen, sollten Sie immer einen professionellen Friseur aufsuchen. Ein erfahrener Colorist verfügt über das notwendige Fachwissen, die richtigen Produkte und die Expertise, um Ihr Haar schonend und effektiv aufzuhellen. Er kann Ihren Haartyp, Ihre Haarstruktur und den Zustand Ihrer Haare beurteilen, um die bestmögliche Strategie zu entwickeln. Dies minimiert das Risiko von Haarschäden wie Bruch, Trockenheit oder unerwünschten Farbergebnissen (z.B. ein orange- oder grünstichiger Ton), die bei Selbstversuchen leider häufig auftreten.

Warum ein Friseur beim Aufhellen unverzichtbar ist:

  • Professionelle Analyse: Der Friseur beurteilt Ihren Ausgangshaarton, eventuelle alte Farbreste und die Haarqualität.
  • Individuelle Rezeptur: Er mischt die Aufheller und Töne genau auf Ihre Bedürfnisse ab, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen und unerwünschte Untertöne zu neutralisieren.
  • Schonende Anwendung: Er weiß, wie die Produkte richtig aufgetragen werden, um eine gleichmäßige Aufhellung zu gewährleisten und die Kopfhaut zu schützen.
  • Kontrolle des Prozesses: Während der Einwirkzeit überwacht er ständig den Aufhellungsprozess, um Schäden zu vermeiden und den optimalen Zeitpunkt zum Auswaschen zu bestimmen.
  • Nachbehandlung: Er verwendet spezielle Pflegeprodukte, die das Haar nach dem chemischen Prozess wieder aufbauen und versiegeln.

Haare selbst färben: Worauf Sie achten sollten (wenn es keine extreme Aufhellung ist)

Wenn es sich nicht um eine drastische Aufhellung, sondern eher um eine leichte Farbveränderung, eine Tönung oder das Abdunkeln handelt, können Sie das Färben unter bestimmten Voraussetzungen auch selbst in die Hand nehmen. Hier sind einige grundlegende Tipps, die Sie beachten sollten:

Die richtige Farbwahl und der obligatorische Strähnentest

Bevor Sie mit dem Färben beginnen, ist die Wahl der richtigen Haarfarbe entscheidend. Achten Sie darauf, eine Farbe zu wählen, die zu Ihrem Hauttyp und Ihrer Augenfarbe passt. Dies schafft ein harmonisches Gesamtbild. Noch wichtiger ist der sogenannte Strähnentest. Nehmen Sie eine kleine, unauffällige Haarsträhne (z.B. am Nacken) und tragen Sie die Farbe gemäß der Anleitung auf. So sehen Sie, wie die Farbe auf Ihrem Haar wirkt, bevor Sie das gesamte Haar färben. Dies ist besonders wichtig, um Allergien auszuschließen und das Endergebnis abzuschätzen.

Vorbereitung ist alles: Ungewaschenes Haar färben

Ein häufiger Fehler ist das Waschen der Haare direkt vor dem Färben. Es ist ratsam, die Haare etwa 24 Stunden vorher zu waschen. Das ist wichtig, da die natürliche Talg-Schutzschicht der Kopfhaut das Risiko für Irritationen durch die chemischen Substanzen der Haarfarbe mindert. Stylingprodukte wie Haarspray oder Gel sollten natürlich nicht im Haar sein, da sie die Farbaufnahme beeinträchtigen können. Tragen Sie vor dem Auftragen der Farbe eine Fettcreme (z.B. Vaseline) entlang des Haaransatzes, an den Ohren und am Nacken auf, um Verfärbungen der Haut zu verhindern.

Die richtige Technik: Von oben nach unten vorgehen

Beim Auftragen der Haarfarbe sollten Sie immer von oben nach unten vorgehen. Beginnen Sie mit dem Färben des Ansatzes. Teilen Sie Ihr Haar dafür in vier bis sechs gleichgroße Partien, um sicherzustellen, dass jede Strähne erfasst wird. Sobald der Ansatz vollständig eingefärbt ist, verteilen Sie die Farbe auf den Längen. Diese Methode stellt sicher, dass die Farbe am Ansatz, wo sie meist länger braucht, um zu wirken, ausreichend Zeit hat und die Längen gleichmäßig eingefärbt werden. Sorgfältiges und schonendes Auftragen ist der Schlüssel, um das Haar nicht unnötig zu strapazieren.

Trockenes Haar für optimale Farbtiefe

Für die meisten permanenten Haarfarben gilt: Färben Sie Ihr Haar nur im trockenen Zustand. Die Farbpigmente können so tiefer in die Haarstruktur eindringen und ein intensiveres und haltbareres Ergebnis erzielen. Wenn das Haar nass ist, kann die Farbe verdünnt werden und weniger tief eindringen, was zu einem weniger intensiven oder ungleichmäßigen Ergebnis führen kann.

Gleichmäßiges Auftragen für ein perfektes Ergebnis

Um ein optimales und gleichmäßiges Farbergebnis zu erzielen, beginnen Sie am Ansatz und arbeiten Sie die Farbe in kleinen Strähnen gleichmäßig bis in die Spitzen ein. So stellen Sie sicher, dass jedes Haar optimal mit Farbe bedeckt ist. Anschließend können Sie die restliche Farbe – ähnlich wie beim Haarewaschen – in das gesamte Haar einmassieren. Achten Sie darauf, die Farbe möglichst gleichmäßig zu verteilen, um Flecken oder ungleichmäßige Bereiche zu vermeiden.

Produkte und Haltbarkeit Ihrer Haarfarbe

Die Qualität der Haarfarbe spielt eine große Rolle für das Ergebnis und die Haltbarkeit. Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit Haarfarben getestet und einige Produkte als besonders empfehlenswert hervorgehoben. Dazu gehören beispielsweise Garnier Nutrisse Crème, L’Oréal Paris Excellence Creme, Poly Palette Intensiv Creme Coloration und Schwarzkopf Brillance Intensiv-Color-Creme. Diese Produkte wurden für ihre gute Verträglichkeit, langanhaltende Farbkraft und einfache Anwendung gelobt.

Offene Haarfarbe nicht lange lagern

Wenn die Haarfarbe noch nicht angemischt ist, können Sie die Tube für später aufbewahren. Sobald die Komponenten (Farbcreme und Entwickler) jedoch gemischt wurden, beginnt ein chemischer Prozess. Die Mischung sollte so schnell wie möglich vollständig aufgebraucht werden, da sie sonst aushärtet und unbrauchbar wird. Das Lagern einer bereits angemischten Farbe ist nicht möglich.

Nach der Coloration: Warten mit dem Waschen

Nachdem Sie Ihre Haare gefärbt haben, ist Geduld gefragt. Um den Farbpigmenten der neuen Coloration genügend Zeit zu geben, sich optimal im Haar zu verankern, sollten Sie unbedingt 24 bis 48 Stunden nach dem Färben auf das Shampoonieren verzichten. Dies trägt maßgeblich zu einer längeren Haltbarkeit und Intensität Ihrer neuen Haarfarbe bei. Ein zu frühes Waschen kann dazu führen, dass die Farbe schneller verblasst.

Spezielle Färbemethoden und Überlegungen

Nass-Färbung: Schonender und schneller?

Die „Nass-Färbung“, wie im Ausgangstext beschrieben, bezieht sich oft auf Tönungen oder semi-permanente Farben, die auf feuchtem Haar angewendet werden. Bei dieser Methode dringt das Farbpigment primär in die äußere Schicht des Haares (Cuticula) ein und lagert sich dort ab, anstatt tief in die Haarstruktur einzudringen, wie es bei permanenten Farben mit Entwickler der Fall ist. Dies macht den Prozess schonender und oft schneller, da keine Aufhellung der Naturpigmente stattfindet. Das Ergebnis ist meist natürlicher und wäscht sich nach und nach aus. Es ist eine gute Option, um den Farbton aufzufrischen, Glanz zu verleihen oder leichte Farbnuancen zu erzielen, jedoch nicht für eine signifikante Aufhellung dunkler Haare.

Highlights ins Haar: Nass für sanfte Effekte

Wenn Sie Highlights (Strähnchen) setzen möchten, kann das Arbeiten auf nassem Haar vorteilhaft sein. Nasse Haare nehmen die Farbe oft sanfter auf, was zu weicheren Übergängen und einem natürlicheren Ergebnis führt. Da die Farbe nicht so tief wie bei trockenem Haar eindringt, wird das Haar weniger stark beansprucht und behält seinen Glanz. Auch hier gilt: Für komplexe Highlight-Techniken ist der Friseur der beste Ansprechpartner.

Schaumcoloration: Farbwechsel leicht gemacht

Schaumcolorationen bieten eine bequeme und einfache Möglichkeit, die Haarfarbe zu verändern. Sie lassen sich wie ein Shampoo auftragen, sind oft ammoniakfrei und überdecken graue Haare effektiv. Sie sind ideal für alle, die eine unkomplizierte Anwendung wünschen und den Farbwechsel ohne großen Aufwand genießen möchten. Allerdings sind Schaumcolorationen meist Tönungen oder semi-permanente Farben und eignen sich daher nicht für eine intensive Aufhellung.

Pflege für gefärbtes Haar: Längere Haltbarkeit und Glanz

Die richtige Pflege ist entscheidend, um die Schönheit und Haltbarkeit Ihrer Haarfarbe zu gewährleisten. Geschädigtes Haar nimmt Farbe schlechter auf und verliert sie schneller. Daher ist es ratsam, vor dem Färben die Haarspitzen schneiden zu lassen und eine intensive Haarkur anzuwenden, um die Haarstruktur zu stärken.

Spezielle Produkte für coloriertes Haar

Verwenden Sie Shampoos und Conditioner, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden. Produkte wie das „Wella Invigo Color Brilliance Protect Shampoo für feines Haar“ versorgen das Haar nicht nur mit Feuchtigkeit und Nährstoffen, sondern enthalten auch Farbschutzkomplexe, die das Verblassen verhindern und die Farbbrillanz erhalten. Viele dieser Produkte sind zudem sulfat- und parabenfrei, was eine sanfte Reinigung gewährleistet.

Tabelle: Vergleich Professionelle Färbung vs. Selbstfärben

MerkmalProfessionelle FärbungSelbstfärben zu Hause
Aufhellung dunkler HaareSehr gut möglich (Blondierung, Strähnen)Kaum oder gar nicht möglich (Risiko unerwünschter Töne)
ErgebnisgleichmäßigkeitExzellent, dank Expertise des FriseursKann ungleichmäßig werden, besonders am Hinterkopf
HaargesundheitMaximaler Schutz durch Fachwissen und PflegeprodukteHöheres Risiko für Schäden bei unsachgemäßer Anwendung
KostenHöher (inkl. Dienstleistung, Produkte, Expertise)Geringer (nur Produktkosten)
ZeitaufwandTerminabhängig, oft 1-3 Stunden im SalonFlexibel, aber oft zeitintensiv bei sorgfältiger Anwendung
FarbkorrekturMöglich, wenn das Ergebnis nicht passtSehr schwierig, oft nur durch weiteren Färbevorgang (Risiko)
GrauabdeckungPerfekt und langanhaltendGut, bei richtiger Produktwahl und Anwendung

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Haarefärben

F: Kann ich dunkles Haar zu Hause sicher aufhellen?

A: Eine drastische Aufhellung von dunklem Haar zu Hause ist nicht empfehlenswert. Es erfordert den Einsatz von Blondierungen, die bei unsachgemäßer Anwendung zu schweren Haarschäden (Haarbruch, Grün-/Orangestich) führen können. Für ein sicheres und schönes Ergebnis ist der Gang zum Friseur unerlässlich.

F: Wie oft kann ich meine Haare färben?

A: Das hängt von der Art der Färbung und dem Zustand Ihrer Haare ab. Permanente Farben sollten nicht öfter als alle 6-8 Wochen auf das gesamte Haar aufgetragen werden, um es nicht zu überstrapazieren. Der Ansatz kann bei Bedarf alle 3-6 Wochen nachgefärbt werden. Tönungen sind schonender und können häufiger angewendet werden.

F: Was tun, wenn die Haarfarbe zu dunkel geworden ist?

A: Wenn die Farbe zu dunkel geworden ist, lässt sie sich leider nicht einfach wieder aufhellen. Sie müssen warten, bis die Farbe sich etwas ausgewaschen hat (was bei permanenten Farben lange dauern kann), oder den Rat eines Friseurs einholen. Es gibt spezielle Farbentzieher, die aber auch das Haar strapazieren können und nur vom Profi angewendet werden sollten.

F: Ist Haarefärben schädlich für mein Haar?

A: Jede chemische Behandlung beansprucht das Haar. Moderne Haarfarben sind jedoch deutlich schonender als früher. Bei korrekter Anwendung und guter Pflege danach ist das Färben in der Regel unbedenklich. Übermäßiges oder falsches Färben kann jedoch zu Trockenheit, Bruch und Glanzverlust führen.

F: Warum sollte ich nach dem Färben 24-48 Stunden mit dem Waschen warten?

A: Diese Wartezeit gibt den Farbpigmenten genügend Zeit, sich vollständig im Haar zu verankern und zu oxidieren. Das Ergebnis ist eine intensivere, langanhaltendere Farbe, die weniger schnell verblasst.

Umgang mit dem Ansatz und grauen Haaren

Ansatz zu Hause nachfärben: Tipps für ein natürliches Ergebnis

Den Ansatz zu Hause nachzufärben, ist eine gängige Praxis, um den Friseurbesuch hinauszuzögern. Egal ob Ihre Naturhaarfarbe oder graue Strähnen zum Vorschein kommen, mit der richtigen Methode und einem speziell für den Ansatz geeigneten Produkt können Sie ein natürliches und gepflegtes Ergebnis erzielen. Tönungen waschen sich nach 6-8 Wochen allmählich aus, daher ist regelmäßiges Nachfärben des Ansatzes wichtig. Lesen Sie die Anleitung auf der Verpackung genau durch und nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Anwendung. Bei Unsicherheiten ist der Friseur immer die beste Anlaufstelle.

Graue Haare kaschieren: Ein komplett gefärbter Look

Ein komplett gefärbter Look ist eine hervorragende Möglichkeit, graue Haare zu kaschieren. Für ein gleichmäßiges Ergebnis ist es wichtig, den Ansatz alle drei bis sechs Wochen nachzufärben. Wenn Sie selbst färben, verwenden Sie nicht zu viel Farbe auf einmal. Es ist besser, sich Zeit zu nehmen und mehrere kleinere Strähnen sorgfältig zu färben, als alles auf einmal aufzutragen. Die Art der Farbe (permanent vs. semi-permanent) und der Grad der Grauabdeckung beeinflussen ebenfalls die Haltbarkeit. Auch hier gilt: Bei Unsicherheiten konsultieren Sie einen professionellen Friseur.

Weitere wichtige Hinweise

Färben während der Periode: Eine Überlegung wert

Es gibt keine wissenschaftlich belegten Gründe, die gegen das Haarefärben während der Periode sprechen. Hormonelle Schwankungen können jedoch die Empfindlichkeit der Kopfhaut erhöhen oder, in seltenen Fällen, das Farbergebnis leicht beeinflussen. Wenn Sie zu dieser Zeit empfindlicher sind oder Schmerzen befürchten, kann es ratsam sein, den Termin zu verschieben oder eine andere Behandlung in Betracht zu ziehen, die weniger invasiv ist.

Haar vor Färben waschen – Ein Tag vorher ist ideal!

Wie bereits erwähnt, ist das Waschen der Haare einen Tag vor dem Färben ideal. Dies ermöglicht der Kopfhaut, ihre natürliche Schutzschicht (Sebum) aufzubauen, die vor Irritationen schützt. Gleichzeitig sind die Haare sauber genug, um die Farbe gut aufzunehmen, ohne Stylingproduktrückstände, die die Farbaufnahme behindern könnten.

Farbe nicht zu lange einwirken lassen

Halten Sie sich unbedingt an die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit. Eine längere Einwirkzeit führt nicht zu einem intensiveren oder helleren Ergebnis, sondern kann das Haar unnötig schädigen und das Ergebnis sogar dunkler ausfallen lassen als gewünscht. Insbesondere bei Aufhellern ist die genaue Einhaltung der Zeit entscheidend, um Haarbruch zu vermeiden.

Der Entwickler: Ein Schlüsselprozess

Ohne den Entwickler (Peroxid) könnte die Haarfarbe nicht die gewünschte Veränderung bewirken. Der Entwickler öffnet die Schuppenschicht des Haares, sodass die Farbpigmente eindringen und sich mit den natürlichen Pigmenten verbinden können. Dieser chemische Prozess ist essentiell für langanhaltende Farbergebnisse und professionelle Looks. Die Konzentration des Entwicklers (oft in Volumenprozent angegeben) bestimmt die Stärke der Aufhellung oder Farbveränderung.

Haare färben ohne Spülung

Mischen Sie niemals Spülung mit der Haarfarbe. Spülung bildet eine Schutzschicht um das Haar, die verhindert, dass die Farbpigmente richtig eindringen können. Das Ergebnis wäre ungleichmäßig, fleckig und die Farbe würde sich schneller auswaschen. Spülung wird erst nach dem Ausspülen der Farbe verwendet, um die Schuppenschicht zu schließen und das Haar zu pflegen.

Fazit

Das Färben der Haare ist eine Kunst für sich, und das Aufhellen dunkler Haare stellt eine besondere Herausforderung dar. Während es verlockend sein mag, selbst Hand anzulegen, ist die Konsultation eines professionellen Friseurs beim Wunsch nach einer signifikanten Aufhellung die sicherste und effektivste Methode, um Haarschäden zu vermeiden und das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Für leichtere Farbveränderungen, Tönungen oder das Nachfärben des Ansatzes zu Hause gibt es bewährte Methoden und Produkte, die Ihnen dabei helfen können. Wichtig ist stets, die Anweisungen des Herstellers genau zu befolgen, sorgfältig vorzugehen und die Haare anschließend intensiv zu pflegen. Denn am Ende des Tages ist es Ihr Haar, und Sie haben die Kontrolle – aber mit dem richtigen Wissen und der nötigen Vorsicht wird Ihr Färbeerlebnis zu einem Erfolg!

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