Wie pflege ich meine Haare richtig?

Trockenes Haar Ade: Ultimative Feuchtigkeitstipps

21/12/2021

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Egal ob Sommer oder Winter, unsere Haare sind ständig externen Einflüssen ausgesetzt, die ihnen ihre natürliche Feuchtigkeit entziehen können. Im Sommer strapazieren intensive Sonneneinstrahlung, Salzwasser vom Meer oder Chlorwasser aus dem Schwimmbad unsere Haarstruktur. Im Winter hingegen sind es Kälte, Wind und trockene Heizungsluft, die das Haar austrocknen und spröde machen. Doch die Umwelt ist nur eine von vielen möglichen Ursachen für trockenes Haar. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl an effektiven Strategien und natürlichen Hausmitteln, um Ihr Haar optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen, es geschmeidig zu halten und ihm seinen natürlichen Glanz zurückzugeben. Lesen Sie bei uns, wie Sie trockenen Haaren den Kampf ansagen und welche Pflegeroutinen wirklich helfen.

Wie wirkt sich Ei auf die Haare aus?
Der Proteinmangel lässt sich nicht über Nacht beheben, aber nach mehrmaligem Anwenden einer selbst gemachten Haarkur mit Ei sollten die Haare deutlich gesünder aussehen. Das Volumen müsste gestärkt sein und auch gegen Spliss verspricht sie Erfolg.
Inhaltsverzeichnis

Warum unser Haar trocken wird: Die Ursachen verstehen

Trockenes Haar ist ein weit verbreitetes Problem, dessen Ursprünge vielfältig sein können. Im Allgemeinen lassen sich zwei Hauptkategorien von Gründen für Feuchtigkeitsmangel im Haar identifizieren: interne und externe Faktoren.

Interne Faktoren: Wenn die Kopfhaut nicht genug Sebum produziert

Ein wesentlicher Grund für trockenes Haar liegt in der unzureichenden Produktion von natürlichem Sebum (Talg) durch die Kopfhaut. Sebum ist das körpereigene Öl, das Haar und Kopfhaut auf natürliche Weise befeuchtet und schützt. Die Talgproduktion kann erblich bedingt sein, was bedeutet, dass manche Menschen von Natur aus zu einer trockeneren Kopfhaut neigen. Darüber hinaus verlangsamt sich die Talgproduktion oft mit zunehmendem Alter. Dies führt nicht nur zu trockenerer Haut, sondern auch zu trockenem, glanzlosem Haar, da weniger schützendes Öl die Haarlängen erreicht.

Lockiges Haar: Eine besondere Herausforderung

Krauses oder lockiges Haar ist aus einem sehr einfachen, strukturellen Grund generell trockener als glattes Haar. Aufgrund der spiralförmigen Struktur der Locken dauert es wesentlich länger, bis sich das schützende Sebum von der Kopfhaut entlang des Haarschafts ausbreitet und die Spitzen erreicht. Die Krümmungen verhindern eine gleichmäßige Verteilung des Talgs, wodurch die Haarenden besonders anfällig für Trockenheit sind. Daher benötigt lockiges Haar eine besonders intensive und regelmäßige Feuchtigkeitspflege, um geschmeidig zu bleiben und Frizz zu vermeiden.

Äußere Einflüsse, die Ihr Haar strapazieren

Neben den internen Faktoren gibt es zahlreiche äußere Einflüsse und Gewohnheiten, die die Haare austrocknen und schädigen können:

  • Übermäßige Sonneneinstrahlung: UV-Strahlen können die äußere Schuppenschicht des Haares schädigen und die Proteinstruktur angreifen, was zu Feuchtigkeitsverlust führt.
  • Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser: Sowohl Chlor im Schwimmbad als auch Salzwasser entziehen dem Haar seine natürlichen Öle und Proteine, machen es spröde und glanzlos.
  • Übermäßiges Haarewaschen: Zu häufiges Waschen mit aggressiven Shampoos kann die Kopfhaut ihrer natürlichen Öle berauben und das Haar austrocknen.
  • Silikone in Styling-Produkten und Shampoos: Obwohl Silikone das Haar zunächst glatt und glänzend erscheinen lassen, können sie sich auf der Haaroberfläche ablagern und eine Barriere bilden, die das Eindringen von Feuchtigkeit und nahrhaften Inhaltsstoffen verhindert. Dies führt langfristig zur Dehydrierung des Haares.
  • Übermäßiges Hitzestyling: Der häufige Einsatz von Föhn, Glätteisen oder Lockenstab bei hohen Temperaturen schädigt die Haarstruktur und entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Verwenden Sie stets eine niedrige Hitzeeinstellung und unbedingt Hitzeschutz-Produkte, um die Beschädigung der Haarstruktur zu minimieren.
  • Übermäßiges Färben oder chemische Behandlungen: Chemische Prozesse wie Färben, Blondieren oder Dauerwellen öffnen die Schuppenschicht des Haares und können die innere Struktur stark beanspruchen, was zu erhöhter Porosität und Trockenheit führt.

Die Bedeutung der Haarporosität

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Haargesundheit und die Fähigkeit Ihres Haares, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern, ist die Haarporosität. Ein Haar besteht aus drei Schichten: der Medulla (Haarmark), dem Cortex (Rinde) und der Cuticula (Schuppenschicht). Stellen Sie sich die Cuticula als sich überlappende Dachschindeln vor, die das Haar vor äußeren Einflüssen schützen. Der Zustand dieser Schuppenschicht bestimmt die Porosität Ihres Haares.

Hohe Porosität: Offene Schuppenschicht

Bei hoher Porosität ist die Schuppenschicht des Haares geöffnet oder beschädigt. Dies kann genetisch bedingt sein oder durch äußere Schäden (Hitze, Chemikalien, Umweltfaktoren) verursacht werden. Haar mit hoher Porosität nimmt Feuchtigkeit und Pflegeprodukte sehr leicht auf, verliert diese aber auch wieder schnell und trocknet daher schnell aus. Es fühlt sich oft rau an, neigt zu Frizz und bricht leicht. Für diesen Haartyp ist es besonders wichtig, Produkte zu verwenden, die die Feuchtigkeit im Haar versiegeln und die Schuppenschicht glätten, wie zum Beispiel reichhaltige Öle oder Leave-in-Conditioner.

Geringe Porosität: Geschlossene Schuppenschicht

Bei geringer Porosität ist die Schuppenschicht sehr eng anliegend und geschlossen. Dies macht es zu einer Herausforderung, Feuchtigkeit und pflegende Wirkstoffe in das Haar einzuschleusen, da Produkte oft nur auf der Oberfläche liegen bleiben. Haar mit geringer Porosität trocknet zwar langsamer, aber wenn es einmal trocken ist, ist es schwer zu befeuchten. Es kann sich glatt anfühlen, aber auch schnell fettig wirken, da Produkte nicht eindringen. Versuchen Sie bei der Pflege eine intensiv wirkende Haarkur mit Wärme (z.B. unter einer Duschhaube oder einem warmen Handtuch), denn diese hilft, die Schuppenschicht sanft zu öffnen und die Wirkstoffe tiefer eindringen zu lassen.

Haarporosität im Überblick
PorositätstypEigenschaftenPflegeempfehlung
Hohe PorositätNimmt Feuchtigkeit schnell auf, verliert sie aber auch schnell; fühlt sich rau an; neigt zu Frizz.Produkte, die Feuchtigkeit versiegeln (schwere Öle, Butter, Leave-ins); proteinreiche Kuren.
Geringe PorositätNimmt Feuchtigkeit schwer auf, speichert sie aber gut; Produkte bleiben auf der Oberfläche; kann schnell fettig wirken.Leichtere Produkte; Anwendung von Wärme bei Kuren; klärende Shampoos; weniger Protein.
Normale PorositätGute Balance zwischen Aufnahme und Speicherung von Feuchtigkeit; gesund und glänzend.Ausgewogene Pflege; regelmäßige Feuchtigkeitskuren; Schutz vor äußeren Einflüssen.

Reicht Wasser allein aus, um trockenes Haar zu befeuchten?

Man könnte meinen: Kann ich mein Haar nicht einfach mit Wasser befeuchten? Leider ist es nicht ganz so einfach. Obwohl Wasser eine hervorragende Feuchtigkeitsquelle ist und essenziell für die Hydration, sollte es nicht der einzige Schritt in Ihrer feuchtigkeitsspendenden Routine sein. Wasser allein befeuchtet das Haar zwar, aber es versiegelt die Feuchtigkeit nicht. Ohne eine schützende Schicht verdunstet das Wasser schnell wieder, und das Haar wird erneut trocken.

Betrachten Sie Wasser als ein Hilfsmittel, um andere nahrhafte Inhaltsstoffe in Ihr Haar zu transportieren. Sie benötigen zusätzliche Wirkstoffe – insbesondere Lipide und Proteine –, um die äußere Schicht des Haarschafts zu schützen und die Feuchtigkeit im Inneren zu halten. Dies ist besonders wichtig für Haare mit hoher Porosität, da diese zwar leicht Wasser absorbieren, es jedoch nicht aufrechterhalten können.

Denken Sie auch daran, dass das Wasser, das aus Ihrer Dusche kommt, kein reines H2O ist. In vielen Regionen enthält das Leitungswasser Kalk, Chlorid und andere gelöste Stoffe (Hartwasser), die die Proteine und Lipide im Haar angreifen und es zusätzlich austrocknen können. In solchen Fällen kann ein Duschfilter hilfreich sein, um die Belastung des Haares zu reduzieren.

Effektive Hausmittel für intensive Haarfeuchtigkeit

Die Natur bietet eine Fülle von Inhaltsstoffen, die sich hervorragend für die Pflege trockener Haare eignen. Diese Hausmittel sind oft kostengünstig, frei von unnötigen Chemikalien und können bei regelmäßiger Anwendung wahre Wunder wirken, um Ihrem Haar wieder Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen.

Gelatine-Haarkur: Proteinkick für mehr Glanz

Gelatine ist eine ausgezeichnete Proteinquelle für das Haar. Sie hilft, strapaziertes Haar zu regenerieren, spendet Feuchtigkeit und macht das Haar geschmeidig und glänzend, indem sie Lücken in der Haarstruktur auffüllt.

So bereiten Sie dieses Hausmittel vor:

  1. Lösen Sie 1 Esslöffel handelsübliche Gelatine in 200 ml warmem Wasser auf. Rühren Sie gut um, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat.
  2. Stellen Sie die Mischung für 5 Minuten beiseite, damit die Gelatine etwas andicken und eine leicht gelartige Konsistenz annehmen kann.
  3. Fügen Sie 1 Teelöffel Apfelessig und 6 Tropfen eines ätherischen Öls Ihrer Wahl hinzu, z.B. Jasmin, Lavendel oder Rosmarin. Rühren Sie alles gut um.
  4. Tragen Sie die lauwarme Mischung auf das saubere, handtuchtrockene Haar auf, vom Ansatz bis in die Spitzen.
  5. Lassen Sie die Haarkur 10 Minuten einwirken.
  6. Spülen Sie sie anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser aus, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind.

Haarkuren mit Ei oder Mayonnaise: Stärkung von innen

Eier und Mayonnaise sind reich an Proteinen, Vitaminen und gesunden Fetten. Diese Nährstoffe stärken die Haarstruktur, versorgen sprödes oder sehr trockenes Haar intensiv mit Feuchtigkeit und fördern die Elastizität.

Rezept 1: Einfache Eikur für Kopfhaut und Haar

Ideal, wenn die Kopfhaut ebenfalls trocken ist und Feuchtigkeit benötigt.

  1. Schlagen Sie ein Eiweiß mit 2 Esslöffeln lauwarmem Wasser auf, bis es leicht schaumig ist.
  2. Tragen Sie die Mischung auf Haar und Kopfhaut auf.
  3. Massieren Sie die Mischung mit kreisenden Bewegungen einige Minuten lang gut ein, um die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen.
  4. Spülen Sie das Haar anschließend gründlich mit kaltem Wasser ab (damit das Ei nicht gerinnt!) und waschen Sie es dann wie gewohnt mit einem milden Shampoo.

Rezept 2: Ei, Olivenöl & Honig für Tiefenpflege

Eine reichhaltige Maske für sehr trockenes und strapaziertes Haar.

  1. Geben Sie drei Eier in eine Schüssel.
  2. Fügen Sie 2 Esslöffel Olivenöl und 1 Esslöffel Honig hinzu. Rühren Sie alles gut um, bis eine homogene Masse entsteht.
  3. Tragen Sie die Mischung großzügig auf das gesamte Haar und die Kopfhaut auf.
  4. Decken Sie den Kopf mit einer Duschhaube aus Plastik ab, um die Wärme zu speichern und die Wirkung zu intensivieren. Lassen Sie die Haarkur etwa 30 Minuten einwirken.
  5. Spülen Sie die Haare anschließend gründlich mit kaltem Wasser ab und waschen Sie sie mit Shampoo.

Rezept 3: Mayonnaise-Maske für intensive Feuchtigkeit

Mayonnaise ist eine schnelle und effektive Lösung für extrem trockenes Haar.

  1. Feuchten Sie das Haar mit warmem Wasser an.
  2. Verteilen Sie eine dicke Schicht Mayonnaise vom Haaransatz bis zu den Spitzen. Achten Sie darauf, alle Haarsträhnen gut zu bedecken.
  3. Massieren Sie die Mayonnaise gut ein.
  4. Decken Sie das Haar mit einer Duschhaube ab und lassen Sie die Feuchtigkeitskur 30 Minuten bis zu 1 Stunde einwirken.
  5. Spülen Sie die Haare anschließend gründlich mit kaltem Wasser ab und waschen Sie sie mit Shampoo, um alle Mayonnaise-Reste zu entfernen.

Joghurt-Olivenöl-Haarmaske: Geschmeidigkeit pur

Joghurt und Olivenöl sind eine besonders wirksame Kombination gegen trockenes Haar. Joghurt spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Kopfhaut, während Olivenöl reich an Antioxidantien und Fettsäuren ist, die das Haar nähren und schützen.

So bereiten Sie diese Haarkur vor:

  1. Geben Sie zwei Esslöffel Olivenöl und 6 Tropfen eines ätherischen Öls (optional) in eine Schüssel. Fügen Sie 100 g Naturjoghurt (ohne Zucker) hinzu und rühren Sie alles gut durch, bis eine cremige Paste entsteht.
  2. Tragen Sie die Mischung gleichmäßig auf das feuchte Haar auf.
  3. Decken Sie das Haar mit einer Duschhaube ab und lassen Sie die Haarkur 15-20 Minuten einwirken.
  4. Spülen Sie das Haar anschließend gründlich mit warmem Wasser aus.

Avocado-Ei-Feuchtigkeitsmaske: Vitamine für Ihr Haar

Die Avocado ist ein echtes Superfood für das Haar, reich an Vitamin A und E, gesättigten Fetten und wichtigen Mineralstoffen. Diese Nährstoffe nähren strapaziertes und trockenes Haar tiefenwirksam und helfen dabei, Feuchtigkeit im Haar zu speichern.

Zur Zubereitung einer Avocado-Ei-Haarkur:

  1. Zerdrücken Sie eine reife, geschälte Avocado gründlich mit einer Gabel oder im Mixer, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
  2. Fügen Sie ein Ei hinzu und vermischen Sie beides gut zu einer glatten Paste.
  3. Geben Sie die Mischung auf das nasse Haar und verteilen Sie sie gleichmäßig.
  4. Lassen Sie die Maske 20 Minuten lang einwirken.
  5. Spülen Sie die Haare dann mehrmals gründlich mit lauwarmem Wasser aus, bis alle Rückstände entfernt sind.

Banane-Honig-Haarmaske: Gegen Spliss und für Elastizität

Bananen haben einen hohen Kaliumgehalt und sind reich an natürlichen Ölen und Vitaminen, was sie zu einem idealen Hausmittel gegen trockenes Haar macht. Aufgrund ihrer nährenden Eigenschaften können Bananen Spliss verhindern und die Elastizität des Haars verbessern, während Honig als natürliches Feuchthaltemittel wirkt.

So bereiten Sie diese nährende Maske zu:

  1. Geben Sie eine reife Banane und einen Esslöffel Honig in einen Mixer und pürieren Sie alles glatt, bis eine homogene, klümpchenfreie Masse entsteht.
  2. Verteilen Sie die Maske gründlich auf den Haaren, von den Wurzeln bis zu den Haarspitzen.
  3. Lassen Sie die Haarkur 1 Stunde einwirken.
  4. Spülen Sie anschließend die Haare gründlich mit lauwarmem Wasser ab, bis keine Reste mehr im Haar sind.

Haarkur mit warmem Öl: Der Feuchtigkeitsversiegler

Warme Öle sind eine fantastische Möglichkeit, trockenem Haar sofortigen Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen. Sie können tief in die Haarstruktur eindringen, sie von innen nähren und die äußere Schuppenschicht glätten, wodurch die Feuchtigkeit im Haar versiegelt wird. Olivenöl ist eines der beliebtesten Hausmittel für trockenes Haar, aber auch andere Öle eignen sich hervorragend:

  • Kokosöl: Dringt tief in den Haarschaft ein, schützt vor Proteinverlust.
  • Mandelöl: Reich an Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und macht das Haar weich.
  • Rizinusöl: Fördert das Haarwachstum und stärkt die Haarwurzeln.
  • Jojobaöl: Ähnelt dem natürlichen Sebum der Kopfhaut, ideal zur Balancierung.
  • Arganöl: Reich an Antioxidantien und Vitamin E, verleiht Glanz und Geschmeidigkeit.

All diese Öle sind reich an Vitamin E und Antioxidantien und helfen, die äußere Haarschicht, die Cuticula, mit Feuchtigkeit zu versorgen und zu versiegeln.

Um diese Feuchtigkeitskur selber zu machen:

  1. Erwärmen Sie etwa 100 ml des gewählten Öls in einem Wasserbad oder in der Mikrowelle. Es soll nur warm und nicht heiß sein, damit Sie sich nicht verbrennen und die Nährstoffe erhalten bleiben.
  2. Dann das warme Öl sanft in die trockenen Haare einmassieren, beginnend an den Spitzen und sich zum Ansatz vorarbeitend. Konzentrieren Sie sich besonders auf trockene Bereiche.
  3. Wickeln Sie die Haare in ein warmes Handtuch (das Sie vorher kurz in heißem Wasser getränkt und ausgewrungen haben) oder setzen Sie eine Duschhaube auf. Die Wärme hilft, die Schuppenschicht zu öffnen und das Öl besser eindringen zu lassen.
  4. Lassen Sie die Kur 30–40 Minuten einwirken. Für eine Intensivkur können Sie sie auch über Nacht einwirken lassen.
  5. Danach mit einem milden Shampoo gründlich waschen und mit lauwarmem Wasser ausspülen, bis das Haar sauber ist. Eventuell ist ein zweiter Waschgang nötig.

Denken Sie daran: Öle sollten oft der letzte Schritt Ihrer Haarpflege-Routine sein, da sie als Versiegelungsmittel wirken, die die Schuppenschicht der Haare glätten und somit die Feuchtigkeit im Haar einschließen.

Feuchtigkeitssprays für zwischendurch: Schnelle Frische ohne Ausspülen

Leave-in-Sprays sind ideal, um trockenes oder sprödes Haar den ganzen Tag über mit Feuchtigkeit zu versorgen, ohne es ausspülen zu müssen. Sie sind perfekt für die schnelle Auffrischung oder als Schutz vor Umwelteinflüssen.

Feuchtigkeitsspray mit pflanzlichem Glycerin

Pflanzliches Glycerin ist ein hervorragender Feuchtigkeitsspender, da es Feuchtigkeit aus der Umgebung anzieht und im Haar bindet. Aprikosen- und Sesamöl sind leichtere Öle, die Ihre Haare nicht beschweren oder in der heißen Sommersonne „fettig“ wirken lassen.

  • 50 ml destilliertes Wasser
  • 2 EL Aloe Vera Saft
  • 1 TL pflanzliches Glycerin
  • 1 EL Aprikosenöl
  • 2 EL Vitamin-E-Öl (kann aus Kapseln gewonnen werden)
  • 2 TL Sesamöl

So geht’s:

  1. Besorgen Sie eine saubere Sprühflasche (ca. 60-100 ml).
  2. Füllen Sie zunächst das destillierte Wasser in die Flasche.
  3. Geben Sie dann alle anderen Zutaten dazu.
  4. Verschließen Sie die Flasche gut und schütteln Sie sie kräftig, damit sich alle Zutaten gut vermischen.
  5. Vor jeder Anwendung gut schütteln. Dieses Feuchtigkeitsspray kann bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Leave-in Conditioner Spray mit Kokosmilch

Kokosmilch wirkt wahre Wunder für die Haare. Ihr hoher Fettgehalt, Proteine und Vitamin E nähren das Haar von den Wurzeln bis in die Spitzen und machen trockenes, geschädigtes Haar wieder gesund und schön. Kokosmilch eignet sich ideal als Leave-In-Conditioner, denn sie macht das Haar geschmeidig, ohne es zu beschweren.

  • 50 ml Kokosöl, geschmolzen
  • 1 Esslöffel Jojobaöl
  • 1 Esslöffel Arganöl
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Ihrer Wahl (z.B. Rosmarin oder Lavendel)
  • 50 ml Kokosmilch (aus der Dose, ungesüßt)
  • 100 ml Sprühflasche

So geht’s:

  1. Schmelzen Sie das Kokosöl vorsichtig (z.B. im Wasserbad), falls es fest ist.
  2. Rühren Sie Jojoba- und Arganöl sowie das ätherische Öl in das geschmolzene Kokosöl ein.
  3. Füllen Sie die geschmolzenen Öle in die leere Sprühflasche.
  4. Füllen Sie die Flasche anschließend mit Kokosmilch auf.
  5. Setzen Sie den Deckel der Sprühflasche darauf und schütteln Sie kräftig, um alles gut zu vermischen.
  6. Den Leave-in Conditioner kühl lagern und vor jeder Anwendung gut schütteln. Bei Bedarf auf das trockene oder feuchte Haar sprühen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Haarpflege

Wie oft sollte ich mein Haar befeuchten, wenn es trocken ist?
Das hängt von der Intensität der Trockenheit ab. Feuchtigkeitsmasken können 1-2 Mal pro Woche angewendet werden. Leave-in-Sprays oder leichte Öle können täglich oder jeden zweiten Tag verwendet werden, um die Feuchtigkeit aufrechtzuerhalten.
Welche Produkte sollte ich vermeiden, wenn ich trockenes Haar habe?
Vermeiden Sie Shampoos mit aggressiven Sulfaten, die die natürlichen Öle entziehen. Auch Produkte mit hohem Alkoholgehalt (oft in Haarsprays oder Gelen) können das Haar austrocknen. Achten Sie auf silikonfreie Shampoos, um Ablagerungen zu vermeiden, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern.
Kann die Ernährung trockenes Haar beeinflussen?
Absolut! Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Haargesundheit. Eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (z.B. aus Fisch, Leinsamen), Vitaminen (A, C, E, Biotin) und Proteinen unterstützt die Sebumproduktion und die Struktur des Haares von innen heraus.
Wie schütze ich mein Haar beim Schwimmen im Chlor- oder Salzwasser?
Vor dem Schwimmen die Haare mit klarem Wasser nass machen, um die Aufnahme von Chlor/Salz zu minimieren. Tragen Sie eine Schicht Leave-in-Conditioner oder Kokosöl auf. Eine Badekappe bietet zusätzlichen Schutz. Nach dem Schwimmen sofort mit klarem Wasser ausspülen und eine feuchtigkeitsspendende Kur anwenden.
Was ist der Unterschied zwischen Feuchtigkeit und Öl in der Haarpflege?
Feuchtigkeit (z.B. Wasser, Aloe Vera, Glycerin) hydriert das Haar und macht es geschmeidig. Öl hingegen versiegelt diese Feuchtigkeit im Haar und bildet eine schützende Barriere. Für optimal hydriertes Haar benötigen Sie beides: zuerst Feuchtigkeit zuführen, dann mit einem Öl versiegeln.
Sollte ich mein Haar täglich waschen, wenn es trocken ist?
In den meisten Fällen ist tägliches Waschen bei trockenem Haar kontraproduktiv, da es die natürlichen Öle der Kopfhaut entfernt. Versuchen Sie, die Haarwäsche auf 2-3 Mal pro Woche zu reduzieren und verwenden Sie ein mildes, feuchtigkeitsspendendes Shampoo und einen Conditioner.

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