Wie oft sollte man Die Haarkur anwenden?

Haarkuren selber machen: Natur pur für dein Haar

20/02/2021

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Trocken, strapaziert, fettig oder glanzlos – unsere Haare sind oft Spiegel unseres Lebensstils und unserer Umwelt. Die Regale der Drogerien sind überfüllt mit Produkten, die Wunder versprechen, aber leider oft teuer sind, viel Müll verursachen und voller Chemikalien stecken. Doch die gute Nachricht ist: Du musst kein Vermögen ausgeben, um deinem Haar die Pflege zu geben, die es verdient. Die Natur bietet eine Fülle an erstaunlichen, kostengünstigen und garantiert schadstofffreien Helfern, die du wahrscheinlich schon in deiner Küche hast. Warum also nicht einfach deine eigene Haarkur mixen?

In diesem umfassenden Artikel erfährst du alles über die Kraft selbstgemachter Haarmasken. Wir verraten dir, welche Zutaten du benötigst, wie du diese Pflegepackungen anmischt und richtig anwendest. Außerdem beleuchten wir, warum und wie häufig Haarkuren überhaupt verwendet werden sollten und geben dir bewährte Rezepte für jeden Haartyp an die Hand. Mach dich bereit, die natürliche Schönheit deines Haares zu entdecken!

Inhaltsverzeichnis

Was bringt eigentlich eine Haarkur?

Was Gesichtsmasken für den Teint sind, sind Kuren für die Haare: Eine Intensivpflege, speziell abgestimmt auf bestimmte Kopfhaut- oder Haarproblemchen. Es gibt Haarkuren gegen Spliss, Haarmasken für trockene Haare, Kuren speziell für Volumen und klärende Detox-Masken für fettiges Haar. Der Hauptvorteil einer Haarkur liegt in ihrer konzentrierten Formel. Im Gegensatz zu Spülungen, die primär die äußere Schuppenschicht glätten, dringen Kuren tiefer in die Haarstruktur ein, um sie von innen heraus zu nähren, zu reparieren und zu stärken. Sie versorgen das Haar mit Feuchtigkeit, Proteinen, Vitaminen und Mineralien, die für seine Gesundheit und Vitalität entscheidend sind. Das Ergebnis ist oft sofort spürbar: Das Haar fühlt sich weicher an, sieht glänzender aus und ist widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse und Styling-Schäden.

Welche Haarkuren gibt es?
Es gibt Haarkuren gegen Spliss, Haarmasken für trockene Haare, Kuren speziell für Volumen und klärende Detox-Masken für fettiges Haar. Was alle gemeinsam haben: Für optimale Ergebnisse sollten Haarkuren in regelmäßigen Abständen und meist für 15-30 Minuten auf die Haare aufgetragen werden.

Wie häufig sollte ich eine Haarkur verwenden?

Die ideale Häufigkeit der Anwendung hängt stark von deinem Haartyp und dem Zustand deiner Haare ab. Generell sind ein bis zwei Anwendungen pro Woche ideal, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wenn du sehr trockenes, strapaziertes oder chemisch behandeltes Haar hast, kannst du Pflege-Kuren, besonders wenn sie selbstgemacht sind, theoretisch auch bei jeder Wäsche anwenden. Der große Vorteil von selbstgemachten Kuren ist, dass sie keine Weichmacher wie Silikone enthalten. Diese können sich bei kommerziellen Produkten im Haar anlagern und es auf Dauer beschweren oder sogar austrocknen. Bei natürlichen Inhaltsstoffen ist eine „Überpflege“ in der Regel nicht möglich, da das Haar nur das aufnimmt, was es braucht.

Bei Anti-Fett-Kuren, wie beispielsweise solchen mit Heilerde, solltest du vorsichtiger sein und sie besser nicht häufiger als ein- bis zweimal pro Woche verwenden. Eine zu häufige Anwendung könnte Haare und Kopfhaut austrocknen, worauf die Kopfhaut wiederum mit einer noch stärkeren Talgproduktion reagieren würde – ein unerwünschter Teufelskreis.

Allgemeine Tipps für selbstgemachte Haarkuren

Bevor wir zu den spezifischen Rezepten kommen, hier ein paar allgemeine Hinweise, die dir bei der Zubereitung und Anwendung deiner DIY-Haarkuren helfen:

  • Frische Zutaten: Verwende stets frische und hochwertige Zutaten für die besten Ergebnisse.
  • Gründliche Mischung: Achte darauf, dass alle Zutaten gut vermischt sind, um eine homogene Masse ohne Klümpchen zu erhalten. Dies erleichtert die Verteilung im Haar.
  • Anwendung auf sauberem, feuchtem Haar: Die meisten Kuren wirken am besten auf frisch gewaschenem, handtuchtrockenem Haar. So können die Nährstoffe optimal eindringen.
  • Gleichmäßige Verteilung: Massiere die Kur sorgfältig von den Wurzeln bis zu den Spitzen ein. Bei fettigem Haaransatz und trockenen Spitzen kannst du die Kur auch gezielt nur auf die Längen und Spitzen auftragen.
  • Einwirkzeit beachten: Halte dich an die empfohlene Einwirkzeit. Eine längere Einwirkzeit ist bei natürlichen Kuren meist unbedenklich, aber nicht immer notwendig.
  • Gründliches Ausspülen: Spüle die Kur immer gründlich mit lauwarmem Wasser aus, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind. Bei Kuren mit Ei ist kaltes Wasser Pflicht, um ein Gerinnen des Eis zu verhindern.
  • Patch-Test: Wenn du empfindliche Haut hast oder neue Zutaten verwendest, mache zuerst einen Patch-Test an einer kleinen Hautstelle, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Die besten Haarkur-Rezepte aus Hausmitteln für jeden Haartyp

Du hast richtig Lust bekommen, dir selbst eine Haarkur zu mixen? Dann brauchst du das richtige Rezept. Wir haben hier gleich 5 davon, da ist sicherlich das richtige für dich dabei:

1. Selbstgemachte Avocado-Kur für trockenes Haar

Sind die Haare strohig und glanzlos, fehlt dem Schopf Feuchtigkeit. Ein tolles Hausmittel für mehr Geschmeidigkeit und Glanz sind Avocados. Sie sind reich an Vitaminen (A, D, E, B6), Folsäure, Aminosäuren und gesunden Fetten, die das Haar intensiv nähren und hydratisieren. Im Mix mit Joghurt und Zitrone entsteht daraus eine prima DIY-Haarkur für trockene Haare. Joghurt spendet zusätzliche Feuchtigkeit und Proteine, während Zitrone für Glanz sorgt und die Kopfhaut erfrischt.

Du brauchst: 1 reife Avocado, 1 Becher Naturjoghurt, 1 Spritzer Zitronensaft

So geht’s:

  • Das Fruchtfleisch der Avocado herausschälen und mit einer Gabel gründlich zerdrücken, bis eine feine, klumpenfreie Paste entsteht.
  • Die Avocado-Masse mit dem Becher Joghurt und dem Zitronensaft verrühren.
  • Nach der Haarwäsche die Kur ins feuchte Haar massieren, dabei besonders auf die trockenen Längen und Spitzen achten.
  • Danach eine Duschhaube aufsetzen oder die Haare in Frischhaltefolie wickeln, um die Wärme zu speichern und die Aufnahme der Nährstoffe zu verbessern.
  • Die Intensivpflege 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
  • Die Haare hinterher gründlich mit Shampoo auswaschen, bis alle Rückstände entfernt sind.
  • Anschließend wie gewohnt trocknen und frisieren.

2. Natürliche Haarkur für besseres Haarwachstum

"Genau wie Pflanzen wachsen auch unsere Haare nur auf einem guten Nährboden“, sagt Julia Lückemann, Inhaberin vom Salon Nova Hairstudio in Hamburg. Ihr absoluter Geheimtipp für optimale Wachstumsbedingungen: Eine Haarkur mit Rosmarin, Kokos- und Rizinusöl. Rosmarin ist bekannt für seine durchblutungsfördernden Eigenschaften, die das Haarwachstum anregen können. Kokosöl ist ein hervorragender Feuchtigkeitsspender und schützt das Haar vor Proteinverlust, während Rizinusöl, reich an Ricinolsäure, ebenfalls das Wachstum fördern und die Haarwurzeln stärken kann.

Du brauchst: 4 EL Kokosöl, 4 EL Rizinusöl, 1 Bund frische Rosmarinzweige

So geht’s:

  • Kokosöl und Rizinusöl in einem Kochtopf oder in einem Wasserbad sanft erwärmen (nicht kochen), bis sie flüssig sind.
  • Die Rosmarinzweige dazugeben und kurz ziehen lassen.
  • Die Mischung vom Herd nehmen und abkühlen lassen, bis sie angenehm warm ist.
  • Den Mix mit den Fingern oder einem Pinsel gezielt auf der Kopfhaut verteilen.
  • Die Kopfhaut ausgiebig und sanft für mehrere Minuten massieren, um die Durchblutung zu stimulieren und die Aufnahme der Öle zu fördern.
  • Die Kur beliebig lang, aber mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Für eine intensivere Wirkung kann sie auch über Nacht unter einer Duschhaube einwirken.
  • Danach wie gewohnt shampoonieren und pflegen. Eventuell ist ein zweimaliges Shampoonieren notwendig, um alle Ölrückstände zu entfernen.

3. Heilerde-Haarkur gegen fettiges Haar

Fetten deine Haare ungewöhnlich schnell nach, verwendest du entweder zu reichhaltige Pflegeprodukte oder hast tatsächlich eine fettige Kopfhaut. Im ersten Fall hilft es schon, das Shampoo und die Spülung zu wechseln. Im zweiten Fall verschafft eine Haarkur mit Heilerde langanhaltende Frische. Heilerde ist ein Naturprodukt mit einer hohen Absorptionsfähigkeit. Sie bindet überschüssigen Talg, Schmutz und Toxine von der Kopfhaut, ohne sie auszutrocknen, und liefert gleichzeitig wertvolle Mineralien.

Du brauchst: 10 EL Heilerde, 200 ml Wasser

So geht’s:

  • Heilerde und Wasser in einer Schüssel zu einem glatten, klumpenfreien Brei verrühren. Die Konsistenz sollte dickflüssig genug sein, um gut aufzutragen.
  • Den Mix anschließend gezielt auf der Kopfhaut und in den Haaransätzen verteilen. Die Spitzen solltest du aussparen, um sie nicht unnötig auszutrocknen, es sei denn, sie sind ebenfalls sehr ölig.
  • 10 bis 20 Minuten einwirken lassen. Die Heilerde wird währenddessen trocknen und ihre Wirkung entfalten.
  • Mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen, bis alle Heilerde-Partikel entfernt sind.

Tipp: Wenn du die Heilerde stärker verdünnst (etwa 2 EL auf 500 ml Wasser), entsteht eine prima Spülung, die du täglich bzw. bei jeder Wäsche anwenden kannst, um die Talgproduktion langfristig zu regulieren.

4. Honig-Eier-Haarkur für kaputte Haare

Dein Haar besteht zum Großteil aus dem Protein Keratin. Strapazierst du den Schopf zu sehr – zum Beispiel mit Farbe, Blondierung oder Glätteisen – werden die Keratinfasern geschwächt. Die Folgen sind Haarbruch und Spliss. Haarkuren mit Proteinen helfen, den Schaden für ein paar Haarwäschen auszugleichen. Eier sind eine hervorragende Proteinquelle, die das Haar von innen stärken. Honig wirkt als natürliches Feuchthaltemittel, das Feuchtigkeit ins Haar zieht und es geschmeidig macht, während es gleichzeitig antibakterielle Eigenschaften besitzt.

Du brauchst: 2 EL Honig, 2 Eigelb

So geht’s:

  • Den Honig im warmen Wasserbad leicht verflüssigen, damit er sich besser vermischen lässt.
  • Danach mit dem Eigelb verquirlen, bis eine homogene, cremige Masse entsteht.
  • Den Brei großzügig in die strapazierten Haarpartien geben, besonders auf die Längen und Spitzen konzentrieren.
  • 15 Minuten einwirken lassen.
  • Anschließend mit möglichst kaltem Wasser ausspülen, sonst gibt’s Rührei im Haar! Das kalte Wasser hilft auch, die Schuppenschicht des Haares zu schließen und den Glanz zu fördern.
  • Ein kalter Guss oder eine Essigspülung als Abschluss sorgen dafür, dass sich die Schuppenschicht zusammenzieht und das Haar gesund glänzt.

5. Selbstgemachte Bier-Haarkur für Volumen und Glanz

Eine selbstgemachte Kur aus Ei und Bier kräftigt die Haare und lässt sie schön glänzen, ohne zu beschweren. Angst vor einer Fahne brauchst du nicht zu haben: Der Biergeruch verfliegt beim Trocknen vollständig. Bier enthält Malz, Hopfen und Hefe, die reich an B-Vitaminen, Proteinen und Mineralien sind. Diese Nährstoffe können das Haar stärken, ihm Volumen verleihen und seinen Glanz verbessern. Das Ei liefert zusätzlich Proteine für die Haarstruktur.

Wie wirkt sich Ei auf die Haare aus?
Der Proteinmangel lässt sich nicht über Nacht beheben, aber nach mehrmaligem Anwenden einer selbst gemachten Haarkur mit Ei sollten die Haare deutlich gesünder aussehen. Das Volumen müsste gestärkt sein und auch gegen Spliss verspricht sie Erfolg.

Du brauchst: 2 Eigelb, 1/2 Tasse helles Bier (Raumtemperatur), 1 Spritzer Zitronensaft

So geht’s:

  • Die Eigelbe in einer Schüssel verquirlen.
  • Das Bier langsam unter ständigem Rühren hinzufügen, bis eine gleichmäßige Mischung entsteht.
  • Den Spritzer Zitronensaft dazugeben und nochmals verrühren. Der Zitronensaft hilft, den Biergeruch zu neutralisieren und sorgt für zusätzlichen Glanz.
  • Die Mischung nach der Haarwäsche ins feuchte Haar einmassieren.
  • Für 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
  • Gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen. Wie bereits erwähnt, verfliegt der Biergeruch vollständig beim Trocknen.

Weitere natürliche Zutaten für deine Haarkuren

Die Natur bietet noch viele weitere Schätze, die du in deine selbstgemachten Haarkuren integrieren kannst:

  • Olivenöl: Reich an Vitamin E und Antioxidantien, ideal für trockene, spröde Haare und zur Pflege der Kopfhaut.
  • Bananen: Spenden Feuchtigkeit, machen das Haar weich und glänzend. Ideal für alle Haartypen, besonders trockenes Haar.
  • Aloe Vera: Beruhigt die Kopfhaut, spendet Feuchtigkeit und fördert das Haarwachstum. Wirkt kühlend und entzündungshemmend.
  • Apfelessig: Gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus, schließt die Schuppenschicht und verleiht Glanz. Als Spülung nach dem Waschen verwenden.
  • Honig: Ein natürliches Feuchthaltemittel, das Feuchtigkeit bindet und dem Haar Glanz verleiht.
  • Kokosöl: Dringt tief in den Haarschaft ein, spendet intensive Feuchtigkeit und schützt vor Haarbruch.
  • Joghurt / Quark: Liefern Proteine und Milchsäure, die das Haar stärken und die Kopfhaut reinigen.
  • Grüner Tee: Reich an Antioxidantien, kann bei Haarausfall helfen und die Kopfhaut stimulieren.
  • Haferflocken: Beruhigen juckende Kopfhaut und spenden Feuchtigkeit.

Vergleichstabelle: Haarkuren für verschiedene Bedürfnisse

Um dir die Auswahl der richtigen Kur zu erleichtern, hier eine Übersicht der vorgestellten Rezepte und ihrer Hauptvorteile:

HaarkurHauptzutatenWirkung/VorteileIdeal fürAnwendungshäufigkeit
Avocado-KurAvocado, Joghurt, ZitroneIntensive Feuchtigkeit, Glanz, GeschmeidigkeitTrockenes, glanzloses Haar1-2x pro Woche
Haarwachstums-KurRosmarin, Kokosöl, RizinusölFördert Haarwachstum, stärkt Wurzeln, verbessert Durchblutung der KopfhautLangsam wachsendes, dünnes Haar1x pro Woche
Heilerde-KurHeilerde, WasserReguliert Talgproduktion, reinigt Kopfhaut, schenkt FrischeFettiges Haar, fettige Kopfhaut1-2x pro Woche
Honig-Eier-KurHonig, EigelbStärkt Haarstruktur, repariert Haarbruch, spendet FeuchtigkeitStrapaziertes, brüchiges Haar, Spliss1x pro Woche
Bier-KurEigelb, Bier, ZitroneVerleiht Volumen, Glanz, kräftigt das HaarFeines, glanzloses Haar1x pro Woche

Häufig gestellte Fragen zu selbstgemachten Haarkuren

Kann ich eine selbstgemachte Haarkur über Nacht einwirken lassen?

Ja, viele natürliche Haarkuren, insbesondere solche mit Ölen oder feuchtigkeitsspendenden Zutaten wie Avocado oder Joghurt, können über Nacht einwirken. Das kann die Intensität der Pflege erhöhen. Achte darauf, deine Haare mit einer Duschhaube oder einem Handtuch zu schützen, um dein Kopfkissen sauber zu halten. Kuren mit Ei oder Zitrusfrüchten sollten jedoch nicht über Nacht einwirken, da sie bei zu langer Exposition austrocknen oder unangenehm riechen könnten.

Sind selbstgemachte Haarkuren so wirksam wie kommerzielle Produkte?

Absolut! Selbstgemachte Haarkuren können sehr wirksam sein, da sie frische, unverarbeitete Inhaltsstoffe ohne unnötige Füllstoffe, Silikone oder Parabene enthalten. Der Schlüssel liegt darin, die richtigen Zutaten für dein spezifisches Haarproblem auszuwählen und die Kuren regelmäßig anzuwenden. Während kommerzielle Produkte oft sofortige, kosmetische Effekte erzielen (oft durch Silikone), wirken DIY-Kuren langfristig und nähren das Haar von innen heraus.

Was tun, wenn ich allergisch auf eine Zutat reagiere?

Wenn du zu Allergien neigst oder eine neue Zutat verwendest, solltest du immer zuerst einen kleinen Patch-Test an einer unauffälligen Hautstelle (z.B. hinter dem Ohr oder in der Armbeuge) durchführen. Trage eine kleine Menge der Mischung auf und warte 24 Stunden, um zu sehen, ob eine Reaktion auftritt. Bei Rötungen, Juckreiz oder Schwellungen solltest du die Zutat meiden.

Wie lange kann ich selbstgemachte Haarkuren aufbewahren?

Da selbstgemachte Haarkuren aus frischen, verderblichen Zutaten bestehen, haben sie eine sehr begrenzte Haltbarkeit. Kuren mit Ei, Joghurt oder Avocado sollten sofort verwendet und nicht aufbewahrt werden. Ölmischungen ohne Wasser können in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen Ort für ein paar Tage bis zu einer Woche haltbar sein. Im Zweifelsfall immer frisch zubereiten.

Muss ich meine Haare nach einer Haarkur shampoonieren?

In den meisten Fällen ja. Nach der Einwirkzeit solltest du die Haarkur gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen. Anschließend ist es ratsam, ein mildes Shampoo zu verwenden, um alle Rückstände der Kur vollständig zu entfernen. Dies ist besonders wichtig bei ölhaltigen Kuren, um fettiges Haar zu vermeiden. Bei Kuren mit Ei ist es entscheidend, mit kaltem Wasser vorzuspülen, bevor Shampoo verwendet wird, um das Gerinnen des Eis zu verhindern.

Können Männer diese Haarkuren auch verwenden?

Selbstverständlich! Haartypen und -bedürfnisse sind nicht geschlechtsspezifisch. Ob Mann oder Frau, jeder, der unter trockenem Haar, fettiger Kopfhaut, Haarausfall oder fehlendem Glanz leidet, kann von den Vorteilen selbstgemachter Haarkuren profitieren. Die Rezepte sind universell anwendbar.

Kann ich ätherische Öle hinzufügen?

Ja, ätherische Öle können eine wunderbare Ergänzung zu selbstgemachten Haarkuren sein, da sie nicht nur einen angenehmen Duft verleihen, sondern auch therapeutische Eigenschaften besitzen. Zum Beispiel sind Teebaumöl (bei fettiger Kopfhaut), Rosmarinöl (für Haarwachstum) oder Lavendelöl (beruhigend) beliebt. Verwende jedoch nur wenige Tropfen (2-5 Tropfen pro Anwendung) und mische sie gut mit einem Trägeröl, da ätherische Öle sehr konzentriert sind und Hautreizungen verursachen können, wenn sie unverdünnt angewendet werden. Achte auf hochwertige Öle und führe immer einen Patch-Test durch.

Fazit

Selbstgemachte Haarkuren sind eine fantastische Möglichkeit, deinem Haar eine intensive, natürliche und kostengünstige Pflege zu gönnen. Sie sind frei von unnötigen Chemikalien und ermöglichen es dir, die Inhaltsstoffe genau auf die Bedürfnisse deines Haares abzustimmen. Egal ob du trockenes, fettiges, strapaziertes oder glanzloses Haar hast, die Natur hält die passenden Lösungen bereit. Mit ein wenig Experimentierfreude und den hier vorgestellten Rezepten kannst du deinem Schopf zu neuem Glanz, Stärke und Vitalität verhelfen. Probiere es aus und erlebe, wie wohltuend und effektiv die Kraft der Natur sein kann – dein Haar wird es dir danken!

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