Wie lange dauert eine Hochsteckfrisur?

Die 80er Hochsteckfrisur: Volumen, Glamour & Stil

23/02/2025

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Die 1980er Jahre waren ein Jahrzehnt der Kühnheit, des Experimentierens und des maximalistischen Ausdrucks, und nirgends zeigte sich dies deutlicher als in der Haarmode. Während in den Jahrzehnten zuvor oft natürliche oder subtile Looks bevorzugt wurden, brachen die 80er mit allen Konventionen und feierten Volumen, Höhe und Dramatik. Die Hochsteckfrisur der 80er war nicht nur eine Frisur; sie war ein Statement, ein Symbol für Selbstbewusstsein und den Wunsch, aufzufallen. Es ging darum, Grenzen zu sprengen, die Schwerkraft herauszufordern und eine Frisur zu kreieren, die so groß und auffällig war wie die Persönlichkeiten, die sie trugen. Von Popstars über Filmikonen bis hin zu den Mädchen von nebenan – die Hochsteckfrisur war allgegenwärtig und prägte das Bild einer ganzen Generation.

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Inhaltsverzeichnis

Die Ära der Extravaganz: Warum die 80er so besonders waren

Um die Hochsteckfrisur der 80er Jahre wirklich zu verstehen, muss man den Zeitgeist dieses Jahrzehnts erfassen. Die 80er waren geprägt von einem beispiellosen Wirtschaftswachstum in vielen westlichen Ländern, dem Aufstieg des Konsumismus und einer neuen Welle der Popkultur. Musikvideos auf MTV setzten Trends, Mode wurde mutiger und bunter, und Individualität wurde großgeschrieben. Schulterpolster waren riesig, Neonfarben leuchteten, und dazu passten Haare, die ebenfalls nicht zu übersehen waren. Die Frisuren der 80er spiegelten diese Energie wider: Sie waren laut, selbstbewusst und oft übertrieben. Es war eine Zeit, in der mehr definitiv mehr war, und das galt besonders für die Haare. Die Hochsteckfrisur war der Inbegriff dieses „mehr ist mehr“-Ansatzes, oft kombiniert mit Dauerwellen oder stark toupiertem Haar, um maximale Fülle zu erzielen.

Merkmale der 80er Hochsteckfrisur: Volumen, Textur und Accessoires

Die 80er Hochsteckfrisur war weit entfernt von den eleganten, glatten Hochsteckfrisuren früherer Epochen. Ihre charakteristischen Merkmale waren:

  • Maximales Volumen: Dies war das A und O. Das Haar wurde oft stark toupiert, insbesondere am Ansatz und am Oberkopf, um eine beeindruckende Höhe und Fülle zu erzielen.
  • Unordentliche Textur: Im Gegensatz zu perfekt gestylten Looks der 60er oder 70er Jahre hatten 80er Hochsteckfrisuren oft eine bewusst unordentliche, zerzauste oder „undone“ Textur. Dies verlieh ihnen eine rebellische und lässige, aber dennoch glamouröse Ausstrahlung.
  • Hoher Sitz: Viele Hochsteckfrisuren wurden hoch am Kopf platziert, oft als hoher Pferdeschwanz, Dutt oder eine Kombination aus beidem. Der „Side Ponytail“ (seitlicher Pferdeschwanz), der hoch an einer Seite des Kopfes saß, war besonders ikonisch.
  • Verwendung von Haarspray: Unmengen an Haarspray waren unerlässlich, um das enorme Volumen und die Form zu fixieren. Ohne eine dicke Schicht Lack hätte keine dieser Kreationen lange gehalten.
  • Accessoires: Haarbänder, Scrunchies (Haargummis mit Stoffbezug), große Schleifen, Spangen mit Strasssteinen und sogar Bandanas wurden häufig verwendet, um die Frisur zu schmücken und zu halten.
  • Dauerwellen-Basis: Viele 80er Hochsteckfrisuren basierten auf einer Dauerwelle, die dem Haar bereits eine natürliche Fülle und Textur verlieh, die das Styling für Volumen erleichterte.

Ikonische Stile: Von toupierten Wundern bis zu seitlichen Pferdeschwänzen

Die 80er boten eine Vielzahl von Hochsteckfrisuren, die alle das gemeinsame Merkmal des Volumens teilten, aber in ihrer Ausführung variierten:

  • Der Hohe Pferdeschwanz: Oft hoch am Oberkopf platziert und wild toupiert, um eine buschige, voluminöse Form zu erzeugen. Manchmal wurden die Enden gekräuselt oder gewellt.
  • Der Seitliche Pferdeschwanz (Side Ponytail): Ein absoluter Hit, der das Haar an einer Seite des Kopfes hoch und seitlich zusammenband. Die restlichen Haare wurden oft stark toupiert, um noch mehr Volumen zu erzielen.
  • Der „Messy Bun“ (Unordentlicher Dutt): Anders als heutige elegante Dutts war der 80er Dutt oft hoch, groß und absichtlich unordentlich, mit herausfallenden Strähnen und viel Textur.
  • Die Halb-Hochsteckfrisur: Hierbei wurde nur der obere Teil des Haares hochgesteckt, während der Rest offen und oft lockig oder gewellt gelassen wurde. Auch hier war das Volumen am Oberkopf entscheidend.
  • Die Toupierte Tolle: Eine Variante, bei der das Haar am Vorderkopf extrem toupiert und nach hinten gesteckt wurde, um eine Art „Tolle“ zu bilden, während der Rest des Haares offen oder zu einem Pferdeschwanz gebunden wurde.

Materialien und Hilfsmittel: Was man brauchte, um den Look zu kreieren

Um eine authentische 80er Hochsteckfrisur zu kreieren, waren bestimmte Werkzeuge und Produkte unerlässlich:

  • Toupierkamm: Ein feiner Kamm mit engen Zinken war der Schlüssel zum Toupieren, um das nötige Volumen zu schaffen.
  • Haarspray (Extra Strong Hold): Wie bereits erwähnt, war Haarspray das Fundament. Es gab Marken, deren Dosen fast so groß waren wie ein Kopf, und sie wurden exzessiv verwendet.
  • Haargummis und Scrunchies: Für Pferdeschwänze und Dutts waren diese unverzichtbar. Scrunchies, oft aus Samt oder bunten Stoffen, waren ein modisches Statement für sich.
  • Haarnadeln und Bobby Pins: Um lose Strähnen zu sichern und die Form zu halten.
  • Lockenstab oder Heizwickler: Um Locken und Wellen zu erzeugen, die als Basis für das Volumen dienten oder als dekorative Elemente die Frisur umrahmten.
  • Haartrockner mit Diffusor: Um Locken zu definieren und natürliches Volumen zu fördern, besonders bei Dauerwellen.

Berühmte Persönlichkeiten und ihre 80er Hochsteckfrisuren

Viele Ikonen der 80er trugen entscheidend zur Popularität der Hochsteckfrisur bei:

  • Madonna: Ihre „Like a Virgin“-Ära mit wilden, toupierten Haaren und Accessoires wie Schleifen und Bandanas prägte den Look vieler junger Frauen.
  • Paula Abdul: Bekannt für ihre energiegeladenen Tanzperformances und die dazu passenden, voluminösen und oft seitlich getragenen Hochsteckfrisuren.
  • Sarah Jessica Parker: In ihren frühen Rollen zeigte sie oft die typischen Locken und das Volumen, das für 80er Hochsteckfrisuren so charakteristisch war.
  • Whitney Houston: Ihre beeindruckende Stimme wurde oft von ebenso beeindruckenden, voluminösen und hochgesteckten Locken begleitet.
  • Debbie Harry (Blondie): Obwohl ihre Hochphase bereits in den späten 70ern begann, trug sie auch in den 80ern weiterhin zu den voluminösen, oft hochgesteckten Blondschöpfen bei.

Die Kunst der Kreation: Techniken und Herausforderungen

Das Erstellen einer 80er Hochsteckfrisur war keine Kleinigkeit und erforderte Geschick und Geduld. Die Basistechnik war das Toupieren: Man nahm eine Haarsträhne, hielt sie straff und schob den Kamm von den Spitzen zum Ansatz, um das Haar aufzuschieben und Volumen zu erzeugen. Dies wurde Strähne für Strähne wiederholt, bis der gewünschte Grad an Fülle erreicht war. Anschließend wurde das Haar vorsichtig in Form gebracht und mit reichlich Haarspray fixiert, um die „Wolke“ von Haar zu stabilisieren. Herausforderungen waren unter anderem, die Frisur den ganzen Tag über in Form zu halten (was nur mit viel Haarspray gelang) und das Haar nach dem Toupieren wieder zu entwirren, ohne es zu beschädigen. Die Experimentierfreude war groß, und es wurde viel ausprobiert, um den persönlichen „Signature-Look“ zu finden.

Vergleich: 80er Hochsteckfrisuren vs. andere Dekaden

Um die Einzigartigkeit der 80er Hochsteckfrisur zu unterstreichen, lohnt sich ein Blick auf andere Epochen:

Merkmal1960er Jahre (z.B. Beehive)1980er Jahre (Hochsteckfrisur)2000er Jahre (z.B. Boho-Dutt)
VolumenKompakt, glatt und hoch am Oberkopf; oft durch Polster gestützt.Maximalistisch, wild, oft zerzaust und überall präsent.Natürlich, weich, oft nur am Ansatz oder durch Textur gegeben.
TexturSehr glatt, perfekt frisiert, hochglänzend.Oft kraus, gewellt, toupiert, „messy“.Natürlich, leicht gewellt, weich fallend.
Sitz der FrisurMeist zentral am Hinterkopf oder Oberkopf als feste Form.Hoch, seitlich, als Pferdeschwanz oder großer Dutt.Niedrig im Nacken, locker, oder als hoher, unordentlicher Dutt.
AccessoiresSchlichte Haarbänder, kleine Schleifen, oft integriert.Große Scrunchies, bunte Haarbänder, große Schleifen, Spangen.Dünne Haarbänder, dezente Spangen, Stoffbänder.
Haarspray-EinsatzMäßig, für Halt und Glanz.Exzessiv, um die Form zu betonieren.Minimal, für flexiblen Halt und Natürlichkeit.

Der Einfluss der 80er Hochsteckfrisur auf die heutige Mode

Auch wenn die 80er Hochsteckfrisur in ihrer extremsten Form heute seltener im Alltag zu sehen ist, hat sie dennoch einen bleibenden Einfluss auf die moderne Haarmode. Das Streben nach Volumen, das in den 80ern so dominant war, ist bis heute ein wichtiger Aspekt vieler Frisuren. Produkte für Volumen und Textur sind nach wie vor Bestseller. Der „Messy Bun“ und der hohe Pferdeschwanz, wenn auch in einer weniger extremen Ausführung, sind immer noch beliebte und trendige Optionen. Scrunchies haben ein Revival erlebt und sind wieder zu einem beliebten Haaraccessoire avanciert. Designer und Stylisten lassen sich immer wieder von der kühnen Dauerwelle und der unerschrockenen Experimentierfreude der 80er inspirieren, um moderne Looks mit einem Hauch von Vintage-Glamour zu kreieren. Die 80er Hochsteckfrisur bleibt ein ikonisches Beispiel dafür, wie Haare eine ganze Ära definieren können.

Häufig gestellte Fragen zu 80er Hochsteckfrisuren

Warum waren Hochsteckfrisuren in den 80ern so beliebt?

Sie passten perfekt zum Zeitgeist der 80er Jahre, der von Extravaganz, Individualismus und dem Wunsch nach Auffälligkeit geprägt war. Sie waren ein modisches Statement und spiegelten die Energie der Popkultur wider.

Welche Produkte wurden hauptsächlich für 80er Hochsteckfrisuren verwendet?

Der absolute Hauptdarsteller war Haarspray mit extra starkem Halt. Zusätzlich wurden Toupierkämme, Haarnadeln, Haargummis und oft auch Lockenstäbe oder Heizwickler verwendet, um Volumen und Textur zu erzielen.

Können 80er Hochsteckfrisuren heute noch getragen werden?

In ihrer extremsten Form sind sie im Alltag seltener, aber modern interpretierte Varianten mit viel Volumen, hohe Pferdeschwänze oder „Messy Buns“ sind nach wie vor beliebt und können einen stilvollen Retro-Touch verleihen. Scrunchies sind ebenfalls wieder im Trend.

Was ist der Unterschied zu Hochsteckfrisuren anderer Dekaden?

Der Hauptunterschied liegt im maximalen Volumen, der oft unordentlichen Textur und dem hohen oder seitlichen Sitz. Im Gegensatz zu den glatten, perfekten Hochsteckfrisuren der 60er oder den natürlicheren Looks der 70er und 90er waren die 80er Hochsteckfrisuren bewusst übertrieben und dramatisch.

Welche Accessoires waren typisch für 80er Hochsteckfrisuren?

Scrunchies (Haargummis mit Stoffbezug), große Schleifen, breite Haarbänder, Bandanas und auffällige Haarspangen, oft mit Strass oder Glitzer, waren sehr typisch und trugen zum Gesamtbild bei.

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