24/04/2021
Der Wunsch nach Veränderungen, neuen Akzenten oder schlicht der Abdeckung erster grauer Haare ist etwas, das viele von uns kennen. Doch die Wahl des richtigen Färbemittels ist entscheidend, besonders wenn man, wie ich, auf Naturkosmetik setzt und langfristig die Haargesundheit im Blick hat. Die Suche nach einer Pflanzenhaarfarbe, die nicht nur effektiv, sondern auch schonend ist, führte mich schließlich zu Khadi – einer Marke, die in der Welt der Naturkosmetik einen hervorragenden Ruf genießt.

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, meinen Haaren einen neuen Glanz zu verleihen und dabei die ersten vereinzelten grauen Strähnen zu kaschieren. Da Haarfarbe keine einmalige Sache ist, sondern eine regelmäßige Anwendung erfordert, war die Wahl eines hochwertigen und unbedenklichen Produkts von größter Bedeutung. Meine Präferenz für Naturkosmetik schränkte die Auswahl natürlich ein, und zunächst liebäugelte ich mit den Produkten von Sante. Doch unzählige positive Erfahrungsberichte über die Khadi Pflanzenhaarfarbe ließen mich schnell umstimmen. Die Bestätigung durch Öko-Test, die Khadi Dunkelbraun mit „sehr gut“ auszeichnete, und das Versprechen einer zuverlässigen Grauabdeckung, machten die Entscheidung dann endgültig leicht.
- Warum Pflanzenhaarfarbe? Der Weg zu Khadi
- Die Wahl der richtigen Nuance: Khadi Dunkelbraun und Nussbraun
- Anwendung Schritt für Schritt: So gelingt die perfekte Färbung
- Das Farbergebnis: Glanz, Pflege und Grauabdeckung
- Pflanzenhaarfarbe vs. Chemische Haarfarbe: Ein Vergleich
- Die 5 wichtigsten Fragen zur Khadi Pflanzenhaarfarbe
- Fazit: Ein Gewinn für Haar und Natur
Warum Pflanzenhaarfarbe? Der Weg zu Khadi
Die Entscheidung für Pflanzenhaarfarbe ist oft eine bewusste Abkehr von chemischen Produkten. Während herkömmliche Haarfarben die Haarstruktur oft aggressiv aufbrechen, um Farbpigmente einzuschleusen, legen sich Pflanzenhaarfarben wie ein schützender Film um das Haar. Das Ergebnis ist nicht nur eine natürliche Farbgebung, sondern oft auch ein spürbar gepflegteres, kräftigeres und glänzendes Haar. Dieser Ansatz passte perfekt zu meiner Philosophie der ganzheitlichen Haarpflege.
Khadi, bekannt für seine ayurvedischen Rezepturen, verwendet ausschließlich pflanzliche Inhaltsstoffe wie Henna, Indigo, Amla und Bhringaraj. Diese nicht nur färben, sondern auch pflegen und stärken das Haar. Dies war ein Hauptgrund, weshalb ich mich nach anfänglicher Überlegung für Sante letztlich für Khadi entschied. Die vielen positiven Stimmen und die offizielle Auszeichnung durch Öko-Test gaben mir die nötige Sicherheit, ein Produkt zu wählen, das sowohl meinen Ansprüchen an Natürlichkeit als auch an Leistung gerecht wird.
Die Wahl der richtigen Nuance: Khadi Dunkelbraun und Nussbraun
Meine Naturhaarfarbe bewegt sich zwischen Mittel- und Dunkelbraun, und mein Ziel war es, nach dem Färben eine möglichst ähnliche, natürliche und harmonische Farbe zu erhalten. Ursprünglich dachte ich daran, Khadi Dunkelbraun pur zu verwenden. Allerdings stieß ich in einigen Erfahrungsberichten auf Hinweise, dass diese Nuance bei manchen Anwenderinnen fast schwarz ausfallen kann – ein Ergebnis, das ich unbedingt vermeiden wollte. Glücklicherweise bietet Khadi die Möglichkeit, verschiedene Pflanzenhaarfarben beliebig miteinander zu mischen, was eine individuelle Farbanpassung ermöglicht.
Diese Flexibilität führte mich zu der Idee, Dunkelbraun mit der Nuance Nussbraun zu kombinieren. Die primäre Motivation war dabei die bestmögliche Grauabdeckung, gleichzeitig wünschte ich mir aber auch, dass sich mein Haar nach dem Färben besonders gepflegt und glänzend anfühlen sollte – ein Bonus, der bei chemischen Färbungen oft nicht der Fall ist. Ich entschied mich für eine Mischung von etwa drei Teilen Nussbraun und einem Teil Dunkelbraun. Diese Kombination sollte mir das gewünschte natürliche Braun mit guter Grauabdeckung bieten, ohne zu dunkel zu wirken.
Anwendung Schritt für Schritt: So gelingt die perfekte Färbung
Die Anwendung von Khadi Pflanzenhaarfarbe mag auf den ersten Blick etwas anders erscheinen als bei chemischen Farben, ist aber überraschend unkompliziert und gut zu handhaben, selbst für Neulinge im Bereich des Haarefärbens. Die detaillierte Anleitung in der Packung ist sehr hilfreich und sollte genau befolgt werden. Hier sind die wichtigsten Schritte und meine Erfahrungen:
Vorbereitung
Vor dem Färben sollten die Haare gründlich mit einem silikonfreien Shampoo gewaschen werden. Es ist wichtig, dass keinerlei Rückstände von Stylingprodukten, Spülungen oder Kuren im Haar verbleiben, da diese die Farbaufnahme beeinträchtigen könnten. Anschließend das Haar handtuchtrocken. Um Verfärbungen an der Haut zu vermeiden, empfiehlt es sich, Stirn, Ohren und Nacken mit einer fetthaltigen Creme zu schützen und Handschuhe zu tragen.
Anmischen der Farbe
Das Pulver wird in einer nicht-metallischen Schale mit warmem Wasser angerührt. Der entscheidende Punkt hierbei ist die Temperatur des Wassers: Für die meisten Khadi-Farben, insbesondere Brauntöne, sind exakt 50° C vorgegeben. Dies ist absolut wichtig, da nur bei dieser Temperatur die Farbpigmente optimal aktiviert werden und sich das Färbeergebnis perfekt entfaltet. Ich habe die Temperatur mit einem Küchenthermometer überprüft, um sicherzugehen. Die Mischung sollte eine cremige, joghurtähnliche Konsistenz haben, die sich gut auftragen lässt.
Auftragen der Mischung
Das Auftragen der Pflanzenhaarfarbe hat erstaunlich gut funktioniert, obwohl ich zuvor noch nie selbst Haare gefärbt hatte. Ich habe die Creme Strähne für Strähne, beginnend am Ansatz, gleichmäßig im gesamten Haar verteilt. Es ist ratsam, dabei sorgfältig vorzugehen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, insbesondere bei der Grauabdeckung. Der einzige kleine Nachteil war der Geruch, den mein Freund liebevoll als „Entengrütze“ oder einfach nach Heu beschrieb – ein natürlicher, aber gewöhnungsbedürftiger Duft, der jedoch schnell verfliegt. Auch ein paar Farbspritzer im Bad ließen sich nicht ganz vermeiden, waren aber leicht zu reinigen.
Einwirkzeit
Nachdem die Farbe vollständig aufgetragen war, deckte ich meine Haare mit einer Duschhaube ab, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Die Einwirkzeit kann je nach gewünschter Intensität variieren, meist zwischen 30 und 120 Minuten. Da Pflanzenhaarfarbe das Haar nicht schädigt, kann man sich hier auch langsam herantasten. Ich habe mich für eine Einwirkzeit von 1,5 Stunden (90 Minuten) entschieden, um eine gute Grauabdeckung zu gewährleisten, und war mit dieser Dauer sehr zufrieden.
Ausspülen
Nach der Einwirkzeit spülte ich die Masse gründlich mit klarem, warmem Wasser aus, bis das Wasser klar war. Hier kommt ein wichtiger Hinweis: Verwenden Sie dabei und auch in den folgenden mindestens 24 Stunden kein Shampoo! Pflanzenhaarfarbe ohne Chemie braucht diese Zeit, um sich vollständig zu entwickeln und im Haar zu fixieren. Shampoo würde den Färbeprozess unterbrechen und die Farbe schneller wieder auswaschen. Zudem erhöht der Verzicht auf Shampoo in den ersten Stunden den Pflegeeffekt.
Das Farbergebnis: Glanz, Pflege und Grauabdeckung
Das Ergebnis meiner ersten Färbung mit Khadi war wirklich beeindruckend und übertraf meine Erwartungen. Die Farbe ist wunderschön und absolut gleichmäßig geworden, was meine anfängliche Sorge vor einem fleckigen Ergebnis zerstreute. Obwohl das Foto es vielleicht nicht perfekt widerspiegelt, ist die Farbe sehr natürlich und passt hervorragend zu meinem Teint. Ich empfinde die Mischung aus Nussbraun und Dunkelbraun als sehr gelungen, auch wenn sie für meinen Geschmack doch noch einen Tick zu dunkel ausgefallen ist. Für das nächste Mal werde ich daher wahrscheinlich ein Verhältnis von vier Teilen Nussbraun zu einem Teil Dunkelbraun ausprobieren, um eine etwas hellere Nuance zu erzielen. Es bleibt abzuwarten, ob sich in den nächsten Tagen noch etwas Farbe auswäscht, was bei Pflanzenhaarfarben durchaus vorkommen kann und das Ergebnis noch weicher macht.
Besonders zufrieden bin ich mit der Grauabdeckung. Obwohl Pflanzenhaarfarben graue Haare nicht immer zu 100% deckend überfärben wie chemische Produkte – sie legen sich eher wie eine Lasur um das Haar –, ist das Ergebnis bei Khadi überraschend gut. Die grauen Strähnen sind nun unauffällig in die Gesamtfarbe integriert und wirken wie natürliche Highlights, was einen sehr weichen und harmonischen Übergang schafft. Mein Haar fühlt sich zudem unglaublich gepflegt, weich und gesund an. Es hat einen wunderschönen natürlichen Glanz erhalten, was bei chemischen Färbungen oft nicht der Fall ist, da diese das Haar eher strapazieren.
Die Erfahrung mit Khadi hat mich vollends überzeugt, und ich werde definitiv weiterhin auf diese Pflanzenhaarfarbe setzen. Es ist ein beruhigendes Gefühl, meinem Körper und meinen Haaren die „Chemiekeule“ zu ersparen und stattdessen auf die Kraft der Natur zu vertrauen. Für alle, die eine ähnliche Erfahrung machen möchten, kann ich Khadi nur wärmstens empfehlen.
Pflanzenhaarfarbe vs. Chemische Haarfarbe: Ein Vergleich
Um die Vorteile von Khadi und anderen Pflanzenhaarfarben noch deutlicher hervorzuheben, lohnt sich ein direkter Vergleich mit herkömmlichen chemischen Haarfarben. Es gibt grundlegende Unterschiede in der Wirkweise, den Inhaltsstoffen und den Auswirkungen auf die Haargesundheit.
| Merkmal | Pflanzenhaarfarbe (z.B. Khadi) | Chemische Haarfarbe |
|---|---|---|
| Inhaltsstoffe | Rein pflanzlich (Henna, Indigo, Amla etc.), oft bio-zertifiziert, ohne Ammoniak, Peroxide, PPD, Resorcin, Silikone, Parabene. | Synthetische Farbstoffe, Ammoniak, Peroxide, PPD (Paraphenylendiamin), Resorcin, oft Silikone und Parabene. |
| Wirkweise | Legt sich als schützender Film um das Haar, verbindet sich mit dem Keratin, färbt und pflegt gleichzeitig. | Öffnet die Schuppenschicht des Haares (Ammoniak), entzieht Farbpigmente (Peroxid), schleust synthetische Farbstoffe ins Haarinnere ein. |
| Haargesundheit | Stärkt das Haar, verleiht Glanz und Volumen, kann Haarausfall reduzieren. Schonend für Kopfhaut und Haarstruktur. | Kann das Haar austrocknen, brüchig machen, Spliss verursachen. Potenzielle Reizungen der Kopfhaut, Allergien. |
| Grauabdeckung | Deckt graue Haare transparent bis semitransparent ab, erzeugt natürliche Highlights und eine sanfte Integration. Kann bei starkem Grauanteil Vorpigmentierung erfordern. | Deckt graue Haare in der Regel vollständig und opak ab. |
| Farbvielfalt | Natürliche, erdigere Töne. Keine Aufhellung möglich. Farbergebnis ist abhängig von der Ausgangshaarfarbe. | Breites Spektrum an Farben, auch starke Aufhellungen möglich. Farbergebnis ist oft unabhängig von der Ausgangshaarfarbe. |
| Haltbarkeit | Wäscht sich sanft und allmählich aus, ohne sichtbaren Ansatz. Farbe kann mit der Zeit nachdunkeln. | Hält in der Regel länger, aber sichtbarer Ansatz beim Nachwachsen. Verblassen und Farbveränderungen möglich. |
| Anwendung | Längere Einwirkzeit, oft aufwendiger in der Vorbereitung (Anmischen mit spezifischer Temperatur), keine Shampoo-Nutzung direkt danach. | Kürzere Einwirkzeit, meist einfach anzuwenden, direktes Ausspülen und Shampoonieren möglich. |
| Geruch | Natürlicher Geruch (Heu, Kräuter, erdig), der nach dem Ausspülen schnell verfliegt. | Oft chemischer, stechender Geruch (Ammoniak). |
Die 5 wichtigsten Fragen zur Khadi Pflanzenhaarfarbe
Immer wieder tauchen Fragen zum Haarefärben mit Khadi auf. Hier habe ich die wichtigsten einmal zusammengefasst und meine Erfahrungen dazu geteilt:
1. Wie gut deckt die Farbe meine grauen Haare ab?
Ich fand das Ergebnis der Grauabdeckung ziemlich überraschend gut. Natürlich ist es nicht mit einer chemischen Haarfarbe zu vergleichen, die graue Haare oft komplett und undurchsichtig abdeckt. Khadi legt sich wie eine Lasur um das Haar, wodurch die grauen Haare eher wie feine, natürliche Highlights wirken und sich harmonisch in die Gesamtfarbe einfügen. Wer auf das kleinste graue Haar allergisch reagiert und eine 100%ige, opake Abdeckung wünscht, muss sich wohl weiter mit Chemie begnügen. Wer gepflegte und natürlich aussehende Haare bevorzugt und bereit ist, einen etwas weicheren Übergang bei grauen Haaren zu akzeptieren, sollte Khadi auf jeden Fall ausprobieren. Das Ergebnis ist sehr natürlich und die Haare fühlen sich danach viel gesünder an.
2. Ist Khadi Haarfarbe vegan?
Ein klares Ja! Khadi legt großen Wert auf ethische und nachhaltige Produktion. Die Produkte kommen ohne jegliche tierische Stoffe aus und sind somit für Veganer bestens geeignet. Dies ist ein weiterer Pluspunkt für alle, die auf tierleidfreie Kosmetik achten.
3. Kann ich meine Haare mit Khadi blond färben?
Ja, Khadi bietet tatsächlich eine Auswahl an Blondtönen an! Es sind sogar fünf verschiedene Nuancen verfügbar: Hellblond, Goldhauch, Sonnenblond, Mittelblond und Dunkelblond. Da ich selbst braune Haare habe, kann ich hier leider keine persönliche Erfolgsgeschichte erzählen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Pflanzenhaarfarben keine Bleichmittel enthalten. Das bedeutet, dass sie das Haar nicht aufhellen können. Sie können blonde Haare tönen, ihnen Glanz verleihen oder graue Strähnen in blonden Haaren kaschieren, aber sie werden keine dunklen Haare blond machen. Die Blondtöne schneiden in den Bewertungen immer noch gut ab (im Schnitt 4 Sterne), aber nicht so gut wie die Brauntöne, was sicherlich daran liegt, dass die Erwartungshaltung an eine Aufhellung oft nicht erfüllt werden kann.
4. Wie lange muss die Farbe einwirken?
Die Einwirkzeit kann je nach gewünschter Farbintensität und Haartyp variieren, in der Regel liegt sie zwischen 30 und 120 Minuten. Da die Färbung euren Haaren nicht schadet, könnt ihr euch auch langsam herantasten und bei den ersten Anwendungen eine kürzere Zeit wählen, um das Ergebnis zu sehen. Ich habe bei meiner ersten Anwendung gleich mit 90 Minuten begonnen und war sehr zufrieden mit dem erzielten Ergebnis. Eine längere Einwirkzeit führt oft zu einem intensiveren Farbergebnis und einer besseren Grauabdeckung.
5. Kann ich die Farben mischen?
Definitiv ja! Das Mischen der Farben ist sogar eine der großen Stärken von Khadi. Dazu würde ich euch auch raten, denn jeder Farbton ist individuell und das Mischen ermöglicht es, eine ganz persönliche Nuance zu kreieren, die perfekt zu eurem Haar und eurem Hautton passt. Meine Haare sind von Natur aus eher Mittelbraun, und für die bessere Grauabdeckung habe ich zusätzlich ein wenig Dunkelbraun mit Nussbraun gemischt. Die Packungen sind auch ewig haltbar, sodass ihr keine Angst haben müsst, angebrochene Packungen zu lagern und für zukünftige Mischungen zu verwenden.
Fazit: Ein Gewinn für Haar und Natur
Meine Erfahrung mit Khadi Pflanzenhaarfarbe war durchweg positiv. Von der einfachen Anwendung über das beeindruckende Farbergebnis bis hin zum spürbaren Pflegeeffekt – Khadi hat mich überzeugt. Es ist eine hervorragende Alternative für alle, die ihre Haare färben möchten, ohne sie unnötiger Chemie auszusetzen. Die Kombination aus natürlicher Schönheit, guter Grauabdeckung und dem angenehmen Gefühl von gesundem, glänzendem Haar macht Khadi zu einem Produkt, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist ein kleiner Schritt für die Haare, aber ein großer Schritt in Richtung bewusster und nachhaltiger Schönheitspflege.
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