Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und fettigem Haar?

Natürlicher Sonnenschutz: Öle & DIY-Cremes

16/03/2021

Rating: 4.66 (1487 votes)

In einer Welt, in der die Sonne immer präsenter ist und unser Bewusstsein für Hautschutz wächst, suchen viele von uns nach Alternativen zu herkömmlichen Sonnenschutzmitteln. Kommerzielle Produkte, seien es Sonnenmilch, Sonnenöl oder Sonnenschutzcremes, enthalten leider oft chemische Inhaltsstoffe. Diese können als potente endokrine Disruptoren im Körper wirken oder sogar Nanopartikel enthalten, die mit beschleunigter Hautalterung, Krebs und Faltenbildung in Verbindung gebracht wurden. Hinzu kommt, dass Basisöle wie Sojaöl und Sonnenblumenöl in diesen Mitteln das gesunde Gleichgewicht der Haut stören und Pickel sowie Akne hervorrufen können. Doch zum Glück gibt es eine wunderbare Lösung: natürliche Sonnenschutzmittel, die nicht nur von innen wirken, sondern auch einfach selbst herzustellen sind – ganz ohne krebserregende Stoffe!

Dieser Artikel führt Sie durch die Welt des natürlichen Sonnenschutzes, zeigt Ihnen, welche Öle und Fette einen natürlichen Lichtschutzfaktor (LSF) bieten und wie Sie mit einfachen Rezepten Ihre eigene, gesunde Sonnencreme herstellen können. Verabschieden Sie sich von Sorgen um schädliche Inhaltsstoffe und begrüßen Sie eine strahlende, geschützte Haut.

Welche natürlichen sonnenschutzöle gibt es?
Aufgrund des geringen Lichtschutzfaktor sollte man bei Anwendung dieses Öls vorsichtig bei der Sonnenxposition sein. Als natürlicher Sonnenschutz Sonnencreme selber machen mit diesem einfachen Rezept mit Kokosöl, Zinkoxid, Himbeersamenöl und weiteren Sonnenschutzölen wie Kokosöl und Karottensamenöl.
Inhaltsverzeichnis

Warum natürliche Sonnencreme der konventionellen vorzuziehen ist

Die Entscheidung für natürlichen Sonnenschutz ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern eine bewusste Wahl für die Gesundheit Ihrer Haut und Ihres gesamten Körpers. Während herkömmliche Sonnencremes oft auf chemischen Filtern basieren, die UV-Strahlen absorbieren, wirken natürliche Alternativen meist physikalisch, indem sie eine Schutzschicht auf der Haut bilden, die die Strahlen reflektiert. Dies minimiert das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen, die bei empfindlicher Haut durch chemische Filter ausgelöst werden können.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Vermeidung von Nanopartikeln. Viele kommerzielle Produkte verwenden ultrafeine Partikel von Zinkoxid oder Titandioxid, um einen weißen Film auf der Haut zu verhindern. Das Problem ist, dass diese winzigen Partikel in den Körper eindringen und dort potenziell Schaden anrichten können. Natürliche DIY-Sonnencremes hingegen setzen auf nicht-nano-Zinkoxid, dessen Partikelgröße zu groß ist, um die Hautbarriere zu durchdringen, und somit sicher auf der Hautoberfläche verbleibt.

Zudem sind die in selbstgemachten Cremes verwendeten Basisöle wie Kokosöl, Sheabutter oder Jojobaöl nicht nur Träger des Sonnenschutzes, sondern pflegen die Haut auch intensiv mit Vitaminen, Antioxidantien und Fettsäuren. Sie unterstützen die Hautregeneration, spenden Feuchtigkeit und tragen zu einem gesunden Hautbild bei, anstatt es durch unnatürliche Inhaltsstoffe zu belasten.

Natürliche Inhaltsstoffe für Ihren Sonnenschutz

Die Natur bietet eine Fülle von Schätzen, die uns vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne schützen können. Viele Öle, Fette und andere natürliche Substanzen verfügen über einen intrinsischen Lichtschutzfaktor. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Kokosöl: Ein vielseitiges Öl mit einem LSF von 3-8, das Haut und Haare schützt und zudem feuchtigkeitsspendend wirkt.
  • Sheabutter: Schützt die Haut auf natürliche Weise und ist perfekt für Sonnencremes geeignet. Sie ist reich an Vitaminen und Fettsäuren.
  • Jojobaöl und Sesamöl: Diese Öle ziehen leicht in die Haut ein und bieten einen natürlichen Sonnenschutz. Sesamöl kann zudem bis zu 30% der UV-Strahlen blocken.
  • Ätherische Öle (z.B. Lavendelöl): Wirken beruhigend auf gereizte Haut und können einen angenehmen Duft verleihen. Vorsicht bei Zitrusölen, da diese die Lichtempfindlichkeit erhöhen können.
  • Vitamin E-Öl: Repariert Hautschäden, pflegt trockene Haut und wirkt als starkes Antioxidans.
  • Zinkoxid: Der ungiftige Hauptbestandteil mineralischer Sonnencremes. Die Partikel bleiben auf der äußeren Hautschicht und absorbieren UVA- und UVB-Strahlen. Es ist entscheidend, nicht-nano-Zinkoxid zu verwenden.
  • Bienenwachs: Sorgt in wasserfesten Rezepturen für bessere Haftung und erschwert das Abwaschen der Creme.

Zinkoxid: Der mineralische Schutzschild

Zinkoxid ist ein weißes, mineralisches Pulver, das seit Langem in der Hautpflege, z.B. als Zinkcreme zur Wundheilung, eingesetzt wird. Seine Partikel besitzen einen hohen physikalischen Lichtschutzfaktor, was es zu einem unverzichtbaren Bestandteil sowohl kommerzieller Sonnenblocker als auch hausgemachter Sonnenschutzmittel macht. Es wirkt, indem es eine Barriere auf der Haut bildet, die UV-Strahlen reflektiert und streut.

Nano- oder Nicht-Nano-Zinkoxid?

Der große Unterschied liegt in der Partikelgröße. Nano- oder mikronisiertes Zinkoxid ist ein ultrafeines Pulver mit einer Partikelgröße kleiner als 100 nm. Wenn es Sonnencremes hinzugefügt wird, hinterlässt es keinen weißen Film auf der Haut. Das Problem dabei ist, dass die Partikel so klein sind, dass sie durch die Haut in den Körper eindringen können, was möglicherweise Gesundheitsprobleme verursachen kann. Nicht-Nano-Zinkoxid, dessen Partikelgröße größer als etwa 300 nm ist, kann nicht so einfach durch die Haut wandern und ist daher am besten für unsere selbstgemachte Sonnencreme geeignet. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf diese Kennzeichnung!

LSF und Zinkoxid-Anteil

Der gewünschte Lichtschutzfaktor kann durch die Menge an hinzugefügtem Zinkoxid gesteuert werden. Die folgenden Richtwerte beziehen sich auf das Gesamtgewicht der Sonnencreme:

Gewünschter LSFZinkoxid-Anteil
LSF 3-55%
LSF 7-1110%
LSF 13-1915%
LSF > 2020%

Rezept: Einfache natürliche Sonnencreme selber machen

Dieses Grundrezept ist ideal für den täglichen Gebrauch und bietet einen soliden Schutz, der an Ihre Bedürfnisse angepasst werden kann.

Zutaten:

  • 30 ml Kokosöl
  • 25 ml Sheabutter
  • 3 ml Jojobaöl
  • 3 ml Vitamin E-Öl
  • 5 Tropfen Himbeersamenöl (optional, für zusätzlichen Schutz)
  • Zinkoxidpulver (nicht-nano) je nach gewünschtem LSF, bezogen auf ca. 60g Sonnencreme (z.B. 6-7g für LSF 10, 15g für LSF 20)

Anleitung:

  1. Geben Sie Kokosöl, Sheabutter und Jojobaöl in ein Wasserbad und lassen Sie sie bei mittlerer Hitze schmelzen. Vermischen Sie die Öle sorgfältig, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht.
  2. Nehmen Sie die Mischung aus dem Wasserbad und lassen Sie sie etwas abkühlen.
  3. Setzen Sie eine Atemschutzmaske auf, um das Einatmen der feinen Zinkoxidpartikel zu vermeiden.
  4. Wiegen Sie die entsprechende Menge Zinkoxid ab. (Beispiel: Für ca. 60g Sonnencreme und LSF 10 benötigen Sie etwa 6-7g Zinkoxid. Für LSF 20 sind es etwa 15g.)
  5. Fügen Sie das Zinkoxid, Vitamin E-Öl und das optionale Himbeersamenöl hinzu. Vermischen Sie alles gründlich, bis das Zinkoxid vollständig eingearbeitet ist und keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
  6. Füllen Sie die fertige Sonnencreme in einen geeigneten Behälter (z.B. eine Cremedose) und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf.

Die Haltbarkeit dieser natürlichen selbstgemachten Sonnencreme beträgt etwa 6 Monate im Kühlschrank.

Rezept: Wasserfeste Sonnencreme für Outdoor-Abenteuer

Wer eine gute mineralische Sonnencreme für den Badeurlaub am Strand oder Badesee selber machen möchte, sollte dieses wasserbeständige Rezept ausprobieren. Der Lichtschutzfaktor beträgt hierbei etwa 20.

Zutaten:

  • 1/2 Tasse Kokosöl
  • 1/4 Tasse Sheabutter
  • 2 Teelöffel Zinkoxid (nicht-nano)
  • 1 Teelöffel Bienenwachs
  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl (optional, für Duft und Beruhigung)

Anleitung:

  1. Schmelzen Sie Kokosöl, Sheabutter und Bienenwachs in einem Wasserbad und vermischen Sie sie gut, bis alles flüssig und homogen ist.
  2. Nehmen Sie das Gefäß aus dem Wasserbad. Setzen Sie eine Atemmaske auf.
  3. Rühren Sie das Zinkoxid und die ätherischen Öle unter ständigem Rühren ein, bis alles gut vermischt ist.
  4. Lassen Sie die Sonnencreme etwas abkühlen und füllen Sie sie dann in einen geeigneten Behälter.
  5. Bewahren Sie die fertige Sonnencreme im Kühlschrank auf, damit sie ihre Konsistenz behält.

Die besten natürlichen Öle für Sonnenschutzmittel

Diese Öle sind nicht nur Bestandteile von hausgemachter Sonnencreme, sondern können auch, verdünnt mit einem Trägeröl, direkt auf die Haut aufgetragen werden und bieten einen gewissen Sonnenschutz. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die meisten Pflanzenöle hauptsächlich vor UVB-Strahlen schützen. Für einen umfassenden Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen ist die Zugabe von Zinkoxid empfehlenswert.

Himbeersamenöl / Himbeerkernöl: LSF 25 – 50

Himbeersamenöl ist ein wahres Wundermittel. Es ist reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Antioxidantien und Vitamin E. Es verbessert die Elastizität der Haut, reduziert Falten und Hauttrockenheit. Die Lichtschutzeigenschaften dieses Öls sind fast gleichwertig mit dem Schutz, den Titandioxid in den meisten mineralischen Sonnencremes bietet. Das Besondere: Himbeersamenöl schützt sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen, was es zu einem der effektivsten natürlichen Sonnenschutzöle macht.

  • Anwendung: Mischen Sie 15 Tropfen Himbeersamenöl mit 60 ml Kokosöl (als Trägeröl) und verwenden Sie es als Sonnenschutzöl.

Karottensamenöl: LSF 35 – 40

Karottensamenöl besitzt einen beeindruckenden natürlichen Lichtschutzfaktor zwischen 35 und 40. Es ist ein ätherisches Öl, das reich an Antioxidantien ist, die Hautschädigungen verhindern oder mindern können. Es fördert durch das enthaltene Karotin das Zellwachstum und stärkt so eine glatte Haut.

  • Anwendung: Mischen Sie 15 Tropfen Karottensamenöl mit 60 ml Kokosöl als Trägeröl.

Weizenkeimöl: LSF 20

Weizenkeimöl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, die für die Hautgesundheit vorteilhaft sind, insbesondere Vitamin E. Der Lichtschutzfaktor dieses Sonnenschutzöls beträgt etwa 20.

  • Anwendung: Mischen Sie Weizenkeimöl im Verhältnis 1:2 mit Kokosöl.

Kokosöl: LSF 3 – 8

Kokosöl ist ein vielseitiges natürliches Öl, das Haut und Haare vor Sonnenstrahlung schützen kann. Aufgrund seines geringen Lichtschutzfaktors sollte man bei der Anwendung dieses Öls vorsichtig mit der Sonneneinwirkung sein und es eher bei schwacher Sonneneinstrahlung oder als Ergänzung zu stärkeren Schutzmitteln verwenden.

Wie mache ich eine selbstgemachte Haarkur?

Vitamine für gesunde Haut und Sonnenschutz von Innen

Ein umfassender Sonnenschutz geht über das Auftragen von Cremes hinaus. Eine gesunde Haut, die von innen gestärkt wird, ist widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen, einschließlich UV-Strahlung. Vitamine spielen hierbei eine entscheidende Rolle:

Vitamin C

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht speichern kann. Es ist jedoch unverzichtbar für die Kollagensynthese, die das Bindegewebe zusammenhält – einschliesslich Haut, Knochen, Zähne und Blutgefäße. Als starkes Antioxidans schützt es die Zellen vor freien Radikalen, die durch UV-Strahlung entstehen können. Da der Mensch Vitamin C nicht selbst synthetisieren kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Es findet sich reichlich in Zitrusfrüchten wie Limonen, Orangen und Grapefruit, aber auch in Ananas, Papaya, Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren.

Vitamin E

Vitamin E sorgt dafür, dass die Zellen zusammenarbeiten und die Verbindung zwischen Knochen und Muskeln funktioniert. Es schützt die Feuchtigkeit der Haut, glättet das Bindegewebe und wirkt der Cellulitis entgegen. Es ist ein potentes Antioxidans, das die Haut vor oxidativem Stress schützt, der durch UV-Strahlung verursacht wird. Gute Quellen für Vitamin E sind grünes Blattgemüse, Nüsse, Weizen, Linsen und Vollkornprodukte. Besonders reichhaltig ist es in Pflanzenölen wie Olivenöl, Maiskeimöl und Sojaöl.

Vitamin A

Vitamin A ist verantwortlich für das Sehvermögen, Knochenwachstum, die Entwicklung der Zähne, das Immunsystem, die Zellreproduktion und die Bildung von Hormonen. Es ist auch entscheidend für gesunde Haut und Haare. Es kommt in zwei Formen vor: vorgeformtes Vitamin A (Retinol) in tierischen Produkten wie Leber, Eiern und Milch, sowie Provitamin A (Karotin) in Pflanzen wie Karotten, Süßkartoffeln, Mangos, Spinat, Kürbissen und Aprikosen. Karotin, insbesondere Beta-Carotin, trägt zur Stärkung der Hautbarriere bei und kann einen gewissen Eigenschutz der Haut fördern.

Karottenöl selbst herstellen: Eine einfache Anleitung

Wenn Sie kein Karottenkernöl kaufen möchten, können Sie Karottenöl auch einfach selbst herstellen und so sicherstellen, dass es frei von unerwünschten Zusätzen ist.

Zutaten:

  • 50 ml Sesamöl (oder ein anderes Trägeröl Ihrer Wahl)
  • 1 geraspelte Möhre

Anleitung:

  1. Geben Sie das Sesamöl und die geraspelte Möhre in ein hitzebeständiges Gefäß.
  2. Erwärmen Sie beides im Wasserbad bei niedriger Hitze. Lassen Sie es köcheln, bis sich das Öl orange färbt und die Möhren weich sind. Dies kann einige Stunden dauern. Die geringe Hitze ist wichtig, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören.
  3. Nehmen Sie das Gefäß vom Wasserbad und lassen Sie es abkühlen.
  4. Sieben Sie das Öl durch ein feines Geschirrtuch oder ein Passiertuch, um die Möhrenreste zu entfernen. Drücken Sie die Möhren gut aus, um das gesamte Öl zu gewinnen.
  5. Stellen Sie das fertige Karottenöl kalt. Es ist dann bereit zur Anwendung.

Aloe Vera: Mehr als nur After-Sun

Aloe Vera, die optisch manchen Kakteen ähnliche Pflanze aus Trockengebieten, stammt ursprünglich vermutlich aus Arabien, wird aber heute weltweit angebaut. Der Pflanzensaft pflegt nicht nur die Haut, sondern ist auch ein bewährtes Hausmittel bei Sonnenbrand und kann gegen Brandverletzungen eingesetzt werden. Ein in der Pflanze enthaltener Wirkstoff namens Barbaloin absorbiert UV-Strahlen und bietet so einen leichten Sonnenschutz.

Wenn der Saft mit Öl zu einer Creme verrührt wird, kann ein Lichtschutzfaktor von circa sechs erreicht werden. Selbstgemachte Cremes aus frischer Aloe Vera schleimen ein wenig und müssen schnell verbraucht werden, da sie keine Konservierungsstoffe enthalten.

Zubereitung Aloe Vera-Sonnengel:

  1. Schneiden Sie ein Aloe Vera-Blatt am Schaft/Stamm ab.
  2. Lassen Sie die gelbe Flüssigkeit (Aloïn), die aus der Schnittstelle tropft, vollständig abtropfen. Diese kann Hautreizungen verursachen.
  3. Halbieren Sie das Blatt der Länge nach.
  4. Schaben Sie das flüssig-schleimige Gel mit einem Löffel oder Messer aus der Blatthälfte in einen Becher.
  5. Danach können Sie das Gel direkt, oder mit Kakaobutter, Kokos-, Jojoba- oder Sesamöl gemischt, auf die Haut auftragen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und Karottenöl?

Kokosöl ist ein Trägeröl, das aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. Es hat einen natürlichen LSF von 3-8 und ist bekannt für seine feuchtigkeitsspendenden und antibakteriellen Eigenschaften. Karottenöl (oft Karottensamenöl oder ein Mazerat aus Karotten in einem Trägeröl) ist ein ätherisches Öl oder ein Wirkstofföl, das aus den Samen der Karotte gewonnen wird oder durch das Einlegen von Karotten in ein Trägeröl entsteht. Es ist reich an Antioxidantien und hat einen deutlich höheren LSF von 35-40. Während Kokosöl eine Basis für Sonnenschutzmittel ist, dient Karottenöl als aktiver Sonnenschutz-Booster.

Welche Zutaten versprechen einen hohen Sonnenschutz?

Für einen hohen Sonnenschutz sind vor allem Zinkoxid (nicht-nano) und bestimmte Pflanzenöle mit hohem LSF entscheidend. Himbeerkernöl bietet mit LSF 25-50 den höchsten natürlichen Schutz, gefolgt von Karottensamenöl (LSF 35-40) und Weizenkeimöl (LSF 20). Die Kombination dieser Öle mit Zinkoxid ermöglicht die Herstellung einer sehr effektiven Sonnencreme.

Welche ätherischen Öle sind für Sonnenschutzmittel geeignet und welche sollte man meiden?

Ätherische Öle können Ihrer Sonnencreme einen angenehmen Duft verleihen und zusätzliche Vorteile bieten. Gut geeignet sind beruhigende Öle wie Lavendelöl, sowie Eukalyptus- und Minzöl, die zusätzlich Insekten abwehren können. Es ist jedoch äußerst wichtig, Zitrusöle (z.B. Zitrone, Bergamotte, Orange) zu meiden. Diese sind photosensibilisierend, das heißt, sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können bei Sonneneinstrahlung zu schweren Verbrennungen oder Pigmentflecken führen.

Wie lange ist selbstgemachte Sonnencreme haltbar?

Selbstgemachte Sonnencreme, die im Kühlschrank aufbewahrt wird, hält sich in der Regel etwa 6 Monate. Ohne Konservierungsstoffe sind natürliche Produkte anfälliger für Verderb durch Bakterien oder Schimmel. Achten Sie auf Veränderungen in Geruch, Farbe oder Konsistenz; wenn diese auftreten, sollte die Creme entsorgt werden. Die Zugabe von Vitamin E-Öl kann die Haltbarkeit als Antioxidans leicht verlängern, ersetzt aber keine Konservierung.

Kann ich reines Kokosöl als alleinigen Sonnenschutz nutzen?

Reines Kokosöl bietet einen geringen Lichtschutzfaktor (LSF 3-8) und ist daher nur bei sehr schwacher Sonneneinstrahlung oder für kurze Aufenthalte in der Sonne geeignet. Es sollte nicht als alleiniger Schutz bei intensiver Sonneneinstrahlung oder für längere Zeiträume verwendet werden. Für umfassenden Schutz ist es ratsam, Kokosöl in Kombination mit anderen schützenden Ölen und insbesondere Zinkoxid zu verwenden.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Natürlicher Sonnenschutz: Öle & DIY-Cremes kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Haarpflege besuchen.

Go up