27/06/2024
In einer Zeit, in der das Bewusstsein für natürliche Produkte und die eigene Gesundheit stetig wächst, suchen immer mehr Menschen nach schonenden Alternativen für ihre Haarpflege. Insbesondere wenn es um das Färben der Haare geht, rücken Pflanzenhaarfarben in den Fokus. Sie versprechen nicht nur eine neue Farbe, sondern auch eine pflegende Wirkung, die herkömmliche chemische Produkte oft vermissen lassen. Doch sind sie wirklich für jeden geeignet? Und welche Vorteile bieten sie insbesondere für Menschen mit feinem Haar?
Dieser Artikel taucht tief in die Welt der pflanzlichen Haarfärbemittel ein. Wir beleuchten, warum sie eine ausgezeichnete Wahl sein können, insbesondere wenn Ihr Haar fein ist und Sie sich mehr Volumen und Glanz wünschen. Von den Vorteilen, die über die reine Farbgebung hinausgehen, bis hin zu praktischen Tipps für den Kauf und die Anwendung – hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihr Haar auf natürliche Weise zu verschönern und zu stärken.

- Warum Pflanzenhaarfarben für feines Haar ideal sind
- Pflanzenhaarfarben: Vorteile und Einschränkungen im Überblick
- Tipps zum Kauf der richtigen Pflanzenhaarfarbe
- Färben mit Pflanzenhaarfarben: Eine detaillierte Anleitung
- Häufig gestellte Fragen zu Pflanzenhaarfarben (FAQ)
- Was sind Pflanzenhaarfarben?
- Wie werden Pflanzenhaarfarben angewendet?
- Welche Vorteile haben Pflanzenhaarfarben?
- Welche Nachteile haben Pflanzenhaarfarben?
- Welche Farbergebnisse kann man mit Pflanzenhaarfarben erzielen?
- Wie lange halten Pflanzenhaarfarben?
- Sind Pflanzenhaarfarben für jeden Haartyp geeignet?
- Wie kann man Pflanzenhaarfarben entfernen?
Warum Pflanzenhaarfarben für feines Haar ideal sind
Menschen mit feinem Haar stehen oft vor der Herausforderung, Produkte zu finden, die das Haar nicht beschweren oder gar weiter ausdünnen. Hier spielen Pflanzenhaarfarben ihre größte Stärke aus. Im Gegensatz zu chemischen Haarfarben, die die Schuppenschicht des Haares öffnen, um Farbpigmente tief in das Haar eindringen zu lassen, legen sich Pflanzenhaarfarben wie ein schützender Film um jedes einzelne Haar. Dieser Prozess hat einen bemerkenswerten Effekt:
- Die Farbpartikel gehen eine Verbindung mit dem Keratin in den Haaren ein. Dies führt dazu, dass das einzelne Haar etwas dicker wirkt. Für feines Haar bedeutet dies einen spürbaren Zuwachs an Volumen und Griffigkeit, ohne dass es sich schwer oder strohig anfühlt.
- Die in den Pflanzen enthaltenen Gerbstoffe verleihen dem Haar einen außergewöhnlich intensiven Glanz. Das Licht wird besser reflektiert, und das Haar wirkt gesünder und lebendiger.
- Pflanzenhaarfarben sind zudem sehr schonend zur Kopfhaut. Substanzen wie Henna sind sogar dafür bekannt, eine positive Wirkung auf die Kopfhaut zu haben, was besonders für empfindliche oder zu Irritationen neigende Kopfhaut von Vorteil ist.
Wenn Ihnen die Gesundheit Ihrer Haare und Ihrer Kopfhaut am Herzen liegt und Sie gleichzeitig eine natürliche Farbveränderung wünschen, die Ihrem feinen Haar mehr Fülle und Glanz verleiht, dann sind Pflanzenhaarfarben eine hervorragende Wahl. Sie bieten eine sanfte Alternative, die das Haar nicht nur färbt, sondern auch pflegt und stärkt.
Pflanzenhaarfarben: Vorteile und Einschränkungen im Überblick
Wie bei jedem Produkt gibt es auch bei Pflanzenhaarfarben bestimmte Vor- und Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt. Es ist wichtig zu verstehen, dass viele der sogenannten Nachteile sehr subjektiv sind und nicht für jeden Nutzer relevant sein müssen. Hier eine detaillierte Betrachtung:
Die positiven Aspekte (Pro)
Pflanzenhaarfarben sind besonders für diejenigen attraktiv, die Wert auf natürliche Inhaltsstoffe und einen schonenden Umgang mit ihrem Körper legen. Die Vorteile sind vielfältig:
- Besonders schonend: Da sie keine aggressiven Chemikalien wie Ammoniak oder Peroxide enthalten, greifen Pflanzenhaarfarben die Haarstruktur nicht an. Das Haar wird nicht beschädigt, sondern eher gestärkt und geschützt.
- Pflegt die Kopfhaut: Einige Inhaltsstoffe, insbesondere Henna, sind bekannt für ihre positiven Eigenschaften auf die Kopfhaut. Sie können beruhigend wirken und das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut unterstützen.
- Feine Haare wirken dicker: Dies ist ein entscheidender Vorteil, wie bereits erwähnt. Durch die Ummantelung der Haarsträhnen erhalten feine Haare mehr Substanz und Volumen, was zu einem volleren Haargefühl führt.
- Geben dem Haar besonders viel Glanz: Die natürlichen Gerbstoffe in den Pflanzenfarben sorgen für eine glatte Haaroberfläche, die das Licht optimal reflektiert und dem Haar einen natürlichen, gesunden Glanz verleiht.
- Rückstandskontrolliert: Qualitativ hochwertige Pflanzenhaarfarben sind oft rückstandskontrolliert, was bedeutet, dass sie auf das Vorhandensein schädlicher Substanzen überprüft werden und dem Körper somit nicht schaden.
Die Einschränkungen (Kontra)
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Aspekte, die als Nachteile wahrgenommen werden können, je nach individuellen Bedürfnissen und Erwartungen:
- Farben halten nicht so lange wie chemische Farben: Pflanzenhaarfarben verblassen in der Regel sanfter und schneller als chemische Farben. Sie waschen sich allmählich aus, wodurch ein sichtbarer Ansatz weniger abrupt erscheint.
- Es sind keine starken Farbveränderungen möglich: Insbesondere das Aufhellen der Haare ist mit Pflanzenhaarfarben nicht möglich. Für drastische Farbwechsel von dunkel zu hell oder umgekehrt ist eine chemische Behandlung erforderlich. Auch das Färben von sehr hellem Haar in sehr dunkle Töne kann schwieriger sein und erfordert oft mehrere Anwendungen.
- Kühle Farbtöne sind nur schwer zu erreichen: Das Erzeugen von kühlen, aschigen oder bläulichen Tönen kann eine Herausforderung sein. Indigo, das für Blautöne zuständig ist, wäscht sich oft schnell aus, und Rottöne neigen dazu, mit der Zeit einen warmen Schimmer zu entwickeln.
- Es kann nur von hell zu dunkel gefärbt werden: Dies ist eine grundlegende Eigenschaft von Pflanzenhaarfarben. Sie lagern sich auf dem Haar ab und können es nicht von innen heraus aufhellen.
- Ergebnisse können variieren: Gerade beim ersten Mal ist es ratsam, eine Probesträhne zu färben, da nicht jedes Haar Pflanzenhaarfarbe gleich gut aufnimmt und die Farbergebnisse stärker variieren können als bei chemischen Farben.
Um die Vor- und Nachteile noch einmal übersichtlich darzustellen, finden Sie hier eine Vergleichstabelle:
| Pro (Vorteile) | Kontra (Einschränkungen) |
|---|---|
| Besonders schonend zur Haarstruktur | Farben halten kürzer als chemische Farben |
| Pflegt die Kopfhaut | Keine starken Farbveränderungen (Aufhellen nicht möglich) |
| Feine Haare wirken dicker und voluminöser | Kühle Farbtöne sind schwer zu erzielen und bleiben oft nicht lange |
| Verleiht dem Haar intensiven, natürlichen Glanz | Es kann nur von hell zu dunkel gefärbt werden |
| Rückstandskontrolliert, schadet dem Körper nicht | Farbergebnisse können stärker variieren, Probesträhne empfohlen |
Tipps zum Kauf der richtigen Pflanzenhaarfarbe
Der Markt für Pflanzenhaarfarben ist vielfältig, und nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Um sicherzustellen, dass Sie eine hochwertige und sichere Pflanzenhaarfarbe erwerben, sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Qualitätssiegel beachten: Der sinnvollste Weg, eine echte und qualitativ hochwertige Pflanzenhaarfarbe zu erkennen, ist das Achten auf eines der gängigen Naturkosmetiksiegel. Dazu gehören beispielsweise das BDIH-Siegel, NaTrue oder Ecocert. Produkte ohne solche Siegel können unter Umständen chemische Bestandteile enthalten, auch wenn sie als „natürlich“ beworben werden. Diese Siegel garantieren, dass die Produkte strenge Richtlinien hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe, Herstellungsprozesse und Umweltverträglichkeit erfüllen.
- Vertrauenswürdige Bezugsquellen: Gute Produkte finden Sie in Drogerien (oft in den Naturkosmetik-Abteilungen) und spezialisierten Naturkosmetikgeschäften. Vorsicht ist geboten bei Pflanzenhaarfarben aus „landestypischen Geschäften“, die nicht auf Naturkosmetik spezialisiert sind. Diese können manchmal schädliche Substanzen enthalten oder ungleichmäßige Farbergebnisse liefern.
- Empfohlene Marken: Marken wie Sante und Logona haben sich im Bereich der echten Pflanzenhaarfarben etabliert und werden von unabhängigen Tests, wie beispielsweise Ökotest, oft mit „sehr gut“ bewertet. Diese beiden Anbieter sind die am häufigsten vertriebenen Marken echter Pflanzenhaarfarbe und unterscheiden sich nur geringfügig in ihrer Anwendung und ihren Ergebnissen.
- Pulverform bevorzugen: Eine echte Pflanzenhaarfarbe ist fast immer in Pulverform erhältlich, die vor der Anwendung mit Wasser angerührt werden muss. Die einzige bekannte Ausnahme ist die Creme Color Haarfarbe der Firma Logona, die bereits in einer gebrauchsfertigen Cremeform vorliegt.
- Inhaltsstoffe prüfen: Achten Sie darauf, dass die Farbe kein Sodium Picramate enthält. Hierbei handelt es sich um synthetische Farbverstärker, die in echten, reinen Pflanzenhaarfarben nichts zu suchen haben und zu Abwertungen führen. Die meisten ausgezeichneten Firmen werben zudem auf ihrer Verpackung mit ihrer Bestnote oder dem entsprechenden Siegel, was die Auswahl erleichtert.
Indem Sie diese Tipps befolgen, können Sie sicher sein, eine Pflanzenhaarfarbe zu wählen, die nicht nur die gewünschte Farbe liefert, sondern auch gut für Ihr Haar und Ihre Gesundheit ist.
Färben mit Pflanzenhaarfarben: Eine detaillierte Anleitung
Das Färben mit Pflanzenhaarfarben mag auf den ersten Blick etwas umständlicher erscheinen, besonders wenn Sie bisher nur chemische Haarfarben verwendet haben. Doch mit der richtigen Vorbereitung und etwas Übung wird es zu einer lohnenden Routine. Die Ergebnisse – ein natürlicher Look und gesundes, glänzendes Haar – sind den Aufwand allemal wert.
Vorbereitung ist alles
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für ein erfolgreiches Färbeergebnis:
- Wunschfarbe und Anbieter wählen: Kaufen Sie Ihre Wunschfarbe am besten von einem Anbieter, der bei Ökotest sehr gut abgeschnitten hat. So wissen Sie direkt, dass die Farbe nicht schädlich ist und vor allem auch eine gute Handhabung hat.
- Probesträhne färben: Für den ersten Versuch ist es absolut ratsam, eine Probesträhne zu färben. Dies ist der wichtigste Schritt, um die Farbaufnahme Ihres Haares zu testen und die optimale Einwirkzeit zu bestimmen. Schneiden Sie dafür eine kleine, unauffällige Haarsträhne ab (oder nehmen Sie eine von der Bürste) und färben Sie diese gemäß Anleitung. So vermeiden Sie unerwünschte Überraschungen auf dem gesamten Kopf.
- Genügend Zeit einplanen: Planen Sie genügend Zeit ein, um sich mit der Farbe vertraut zu machen und den Färbeprozess ohne Hektik durchzuführen. Pflanzenhaarfarben benötigen oft längere Einwirkzeiten.
- Pulver anrühren: Rühren Sie das Farbpulver in einer Plastikschale an. Verwenden Sie unbedingt die auf der Packung angegebene Menge Wasser. Das angerührte Farbpulver weist meist eine vollkommen andere Farbe auf, als sich letztendlich auf den Haaren zeigen soll – dies ist normal und sollte Sie nicht irritieren. Sie können das Pulver auch mit kochendem Wasser anmischen, müssen den Farbbrei dann aber unbedingt abkühlen lassen, bevor Sie ihn auf das Haar auftragen, um Schäden an der Haarstruktur oder Verbrühungen zu vermeiden. Achten Sie auf die Konsistenz: Ist die Mischung zu kalt oder haben Sie zu wenig Wasser verwendet, wird die Farbe bröckeln. Zu viel Wasser hingegen macht die Farbe zu flüssig, und sie läuft aus den Haaren heraus. Halten Sie sich daher genau an die Packungsempfehlung.
- Schutzmaßnahmen treffen: Da der Farbauftrag nicht ganz so einfach ist wie bei chemischen Haarfarben, sollten Sie Kleidung und Boden gut vor Farbspritzern schützen. Tragen Sie beim Färben unbedingt Handschuhe, um Verfärbungen an den Händen zu vermeiden. Schützen Sie angrenzende Gesichtshaut (Stirn, Ohren, Nacken) mit einer Fettcreme, da sich die Haut sonst verfärben kann (diese Verfärbungen verschwinden aber im Normalfall bei der nächsten Haarwäsche).
- Haar vorbereiten: Sie können die Farbe sowohl auf nasses als auch auf trockenes Haar auftragen. Dies bleibt Ihnen überlassen und kann je nach persönlicher Präferenz oder Produktanleitung variieren.
Das Auftragen der Pflanzenfarbe
Der Auftrag erfordert etwas Sorgfalt, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen:
- Werkzeuge: Nehmen Sie zum Auftragen einen breiten, flachen Färbepinsel.
- Schrittweiser Auftrag: Teilen Sie das Haar mit dem Pinselende in kleine Partien. Beginnen Sie am Ansatz: Bestreichen Sie den Ansatz etwa 10 cm breit mit dem Farbbrei. Teilen Sie nun in kleinem Abstand die nächste Haarpartie ab und tragen Sie den Farbbrei auf. Fahren Sie so fort, bis das gesamte Haar nach und nach eingefärbt ist. Zum Schluss werden die restlichen Haarspitzen mit der Pflanzenhaarfarbe bedeckt. Achten Sie darauf, dass alle Haare gut mit der Paste bedeckt sind.
- Einwirkzeit: Die Einwirkungszeit erfordert etwas Durchhaltevermögen. Zwischen zwei und vier Stunden sollten es schon sein, abhängig von der gewünschten Farbintensität und der Haarstruktur. Die genaue Zeit lässt sich am besten mittels der zuvor gefärbten Probesträhne feststellen.
- Feuchtigkeit erhalten: Während der Einwirkzeit sollten die Haare mit einer Duschhaube oder einem feuchten Handtuch abgedeckt werden. Es ist sehr wichtig, dass die Farbpaste nicht trocken wird, da sie dann ihre färbende Wirkung verliert.
- Ausspülen: Nach der Einwirkzeit ist das sorgfältige Ausspülen der Farbe sehr wichtig. Spülen Sie das Haar gründlich mit Wasser aus, bis keine Farbreste mehr im Wasser zu sehen sind. Je kälter das Wasser dazu ist, desto besser schließt sich die Schuppenschicht der Haare, was den Glanz fördert. Übrigens kann sich das Farbergebnis auch nach dem Ausspülen der Mischung noch etwas verändern und in den folgenden Stunden oder Tagen intensiver werden.
Nach der Färbung
Für langanhaltende Freude an Ihrer neuen Naturhaarfarbe empfiehlt es sich, später lieber Conditioner oder Shampoos ohne Silikone zu verwenden. Silikone können sich auf den Haaren festsetzen und das Nachfärben mit Pflanzenhaarfarben erschweren, da sie eine Barriere bilden.
Obwohl das Färben mit Pflanzenfarbe etwas umständlicher ist, lohnt sich der Aufwand allemal. Die Pflanzenfarbe wäscht sich ganz langsam und schonend aus, sodass kaum ein störender, rausgewachsener Ansatz entsteht. Die Färbung sieht sehr natürlich aus, und Sie haben die Gewissheit, dass sie auch natürlich ist und Ihrem Haar gut tut.
Häufig gestellte Fragen zu Pflanzenhaarfarben (FAQ)
Viele Menschen, die über den Wechsel zu Pflanzenhaarfarben nachdenken, haben ähnliche Fragen. Hier finden Sie Antworten auf die gängigsten Anliegen:
Was sind Pflanzenhaarfarben?
Pflanzenhaarfarben sind natürliche Haarfärbemittel, die ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden. Im Gegensatz zu chemischen Haarfärbemitteln enthalten sie keine synthetischen Zusätze wie Ammoniak, Peroxide, PPD (Paraphenylendiamin) oder Parabene. Stattdessen werden sie aus verschiedenen Pflanzenextrakten und Farbstoffen gewonnen, wie zum Beispiel Henna (für Rot- und Brauntöne), Indigo (für Blau- und Schwarztöne), Rote Bete (für rötliche Schimmer) oder Kamille (für Aufhellungen und Goldtöne). Sie färben das Haar, indem sie sich wie ein schützender Film um die äußere Schuppenschicht legen.
Wie werden Pflanzenhaarfarben angewendet?
Pflanzenhaarfarben werden ähnlich wie chemische Haarfärbemittel angewendet, erfordern jedoch oft eine längere Einwirkzeit und eine andere Konsistenz. Zunächst sollte das Haar gründlich gewaschen und gegebenenfalls getrocknet werden (je nach Produktanleitung). Dann wird die Pflanzenhaarfarbe, die meist in Pulverform vorliegt und mit Wasser zu einer Paste angerührt wird, gleichmäßig auf das Haar aufgetragen. Nach einer bestimmten Einwirkzeit, die je nach gewünschter Farbintensität und Produkt variiert, wird die Farbe gründlich mit Wasser ausgespült, bis das Spülwasser klar ist.

Welche Vorteile haben Pflanzenhaarfarben?
Pflanzenhaarfarben bieten mehrere deutliche Vorteile gegenüber chemischen Haarfärbemitteln. Sie sind wesentlich schonender für das Haar und die Kopfhaut, da sie keine aggressiven synthetischen Zusätze enthalten, die die Haarstruktur angreifen oder die Kopfhaut irritieren könnten. Darüber hinaus können sie das Haar auf natürliche Weise pflegen, ihm Feuchtigkeit spenden und einen wunderschönen, natürlichen Glanz verleihen. Für feines Haar sind sie besonders vorteilhaft, da sie das Haar ummanteln und so optisch dicker und voluminöser wirken lassen.
Welche Nachteile haben Pflanzenhaarfarben?
Obwohl Pflanzenhaarfarben viele Vorteile haben, gibt es auch einige Einschränkungen. Einer davon ist, dass die Farbergebnisse nicht so stark und dauerhaft sind wie bei chemischen Haarfärbemitteln; sie verblassen sanfter und schneller. Das Aufhellen der Haare ist mit Pflanzenfarben nicht möglich, und sehr drastische Farbwechsel sind schwierig umzusetzen. Kühle Farbtöne sind oft schwer zu erzielen und können sich schnell wieder auswaschen. Zudem können die Farbergebnisse stärker variieren und sind vom Ausgangshaar und dessen Struktur abhängig, weshalb eine Probesträhne empfohlen wird.
Welche Farbergebnisse kann man mit Pflanzenhaarfarben erzielen?
Mit Pflanzenhaarfarben können verschiedene Farbergebnisse erzielt werden, die jedoch stets von der ursprünglichen Haarfarbe und -struktur abhängen. Henna kann beispielsweise ein rötliches, kupfernes oder braunes Ergebnis erzielen. Indigo ruft eher bläuliche oder schwarze Töne hervor und wird oft in Kombination mit Henna verwendet, um Brauntöne bis hin zu Schwarz zu erreichen. Kamille kann das Haar leicht aufhellen oder goldene Reflexe erzeugen, während Rote Bete einen rötlichen Schimmer verleihen kann. Die Palette reicht von warmen Blond- und Brauntönen über Rot bis hin zu Schwarz, jedoch immer mit einem natürlichen Unterton.
Wie lange halten Pflanzenhaarfarben?
Pflanzenhaarfarben halten in der Regel nicht so lange wie chemische Haarfärbemittel. Die genaue Dauer hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der gewählten Farbe, der individuellen Haarstruktur, der Häufigkeit des Haarewaschens und der verwendeten Haarpflegeprodukte. Generell kann man davon ausgehen, dass Pflanzenhaarfarben zwischen zwei Wochen und zwei Monaten halten, wobei sie allmählich und sanft verblassen, ohne einen harten Ansatz zu hinterlassen.
Sind Pflanzenhaarfarben für jeden Haartyp geeignet?
Pflanzenhaarfarben können grundsätzlich für jeden Haartyp geeignet sein. Allerdings können sie bei manchen Haartypen, wie sehr feinem, sehr dunklem oder stark geschädigtem Haar, schwieriger anzuwenden sein oder unerwartete Ergebnisse liefern. Besonders bei bereits chemisch behandeltem Haar (z.B. blondiert oder dauergewellt) können die Farbergebnisse anders ausfallen, da die Haarstruktur verändert ist. Es ist immer ratsam, vor der vollständigen Anwendung eine Probesträhne zu färben, um die Farbaufnahme und das Endergebnis zu testen.
Wie kann man Pflanzenhaarfarben entfernen?
Pflanzenhaarfarben können schwieriger zu entfernen sein als chemische Haarfärbemittel, da sie sich um das Haar legen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, sie zu entfernen oder zumindest zu verblassen. Eine Möglichkeit ist, das Haar mit sauren Spülungen wie Zitronensaft oder Essig auszuspülen, da dies helfen kann, die Farbe zu verblassen. Einige spezielle Tiefenreinigungsshampoos oder Farbabzugsmittel für Pflanzenhaarfarben können ebenfalls helfen, die Farbe schrittweise zu reduzieren. Ein vollständiges Entfernen ist jedoch oft nur durch Herauswachsen lassen oder chemische Behandlungen möglich, die das Haar stärker belasten können.
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