Directions Haarfarben: Alles, was Sie wissen müssen

31/03/2024

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Die Welt der Haarfarben ist bunt und vielfältig, doch nur wenige Produkte bieten die kreative Freiheit und den Spaß, den Directions semi-permanente Tönungen versprechen. Anders als herkömmliche Haarfarben, die chemisch in die Haarstruktur eindringen, legen sich Directions wie ein farbiger Mantel um das Haar. Dies macht sie zu einer beliebten Wahl für alle, die gerne mit ihrer Haarfarbe experimentieren möchten, ohne sich dauerhaft festzulegen. Bevor Sie jedoch in das Abenteuer Directions eintauchen, ist es entscheidend, die Besonderheiten dieser einzigartigen Tönungen zu verstehen. Denn nur mit dem richtigen Wissen können Sie die lebendigsten Farben erzielen und Enttäuschungen vermeiden, die oft durch Missverständnisse über die Funktionsweise entstehen. Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Directions Haarfarben und entdecken Sie, wie Sie das Beste aus ihnen herausholen können.

Was sind Directions Haartönungen wirklich?

Directions sind im Kern semi-permanente Haartönungen. Das bedeutet, sie sind nicht dafür konzipiert, ewig zu halten, sondern waschen sich nach und nach aus. Dieser temporäre Charakter ist einer ihrer größten Vorteile, da er Flexibilität für häufige Farbwechsel bietet. Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass Directions keinen Entwickler, Wasserstoffperoxid oder ähnliche chemische Zusätze benötigen. Im Gegensatz zu permanenten Haarfarben, die die Haarstruktur öffnen, um Farbpigmente einzuschleusen, umhüllen Directions das Haar lediglich von außen. Sie legen sich wie eine Art Farbschicht um jede einzelne Strähne, ähnlich wie es bei Henna der Fall ist. Diese Methode hat den immensen Vorteil, dass Ihre Haare dabei nicht chemisch geschädigt werden. Sie können die Tönung bedenkenlos anwenden, sogar über Nacht einwirken lassen oder mit Spülung mischen, um Pastelltöne zu kreieren. Da die eigene Haarfarbe unter den Directions unverändert bleibt, addiert sich die Tönungsfarbe lediglich hinzu. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der oft zu überraschenden Ergebnissen führen kann, wenn man die Ausgangsfarbe nicht berücksichtigt.

Die Magie der Farben: Wie Directions auf Ihr Haar wirken

Die Intensität und das Endergebnis einer Directions-Tönung hängen maßgeblich von Ihrer Ausgangshaarfarbe ab. Dies ist der Schlüssel zum Verständnis, warum manche Farben bei den einen leuchtend strahlen und bei den anderen eher dezent ausfallen oder sogar einen unerwünschten Stich bekommen. Nehmen wir zum Beispiel braunes Haar: Wenn Sie eine grellrote Directions-Tönung auf braunes Haar auftragen, wird das Ergebnis eher ein Rotbraun sein, da die rote Farbe sich mit dem Braunton Ihrer Haare vermischt. Ein strahlendes, reines Rot, wie es auf der Farbkarte abgebildet sein mag, wird auf dunklem Haar nicht erzielt werden können. Ein weiteres klassisches Beispiel ist die Kombination von naturblondem Haar mit einem hellen Blauton, wie beispielsweise „Lagoon Blue“. Da blondes Haar oft einen Gelbstich hat und Gelb plus Blau zu Grün wird, kann hier schnell ein Grünstich entstehen. Um wirklich leuchtende und reine Farbergebnisse zu erzielen, ist es daher in den meisten Fällen notwendig, das Haar vorher aufzublondieren. Je heller und gleichmäßiger blondiert das Haar ist, desto intensiver und wahrheitsgetreuer wird die Directions-Farbe erscheinen. Auf naturbelassenem, dunklem Haar halten Directions oft sehr schlecht oder zeigen nur einen minimalen Farbschimmer. Die gute Nachricht ist, dass die Farben nach Belieben untereinander gemischt und mit normaler Haarspülung aufgehellt werden können. So können Sie aus nur wenigen hochpigmentierten Tönen eine ganze Palette an Schattierungen und Nuancen kreieren. Haben Sie zum Beispiel einen dunklen Pinkton und einen intensiven Blauton, können Sie mit der passenden Ausgangshaarfarbe alle erdenklichen Farben färben – von Pastellrosa über Knallpink, Magenta, intensives Violett, kühles Lila bis hin zu kräftigem Blau. Überschüssige Farbmischungen können in einem luftdichten Gefäß aufbewahrt und später wiederverwendet werden, was Directions auch zu einer sehr sparsamen Option macht. Je intensiver die gewünschte Farbe, desto mehr Directions benötigen Sie natürlich, doch selbst mit einer ordentlichen Menge Spülung können Sie die Farben strecken und somit lange mit nur wenigen Farbtöpfchen auskommen.

Haltbarkeit und Pflege: So bleiben Ihre Directions Farben länger strahlend

Directions sind, wie der Name „semi-permanent“ schon andeutet, nicht für die Ewigkeit gemacht. Sie waschen sich mit jeder Haarwäsche allmählich aus, und die Lebensdauer der Farbe kann stark variieren, abhängig von der Intensität des Farbtons, der Porosität Ihres Haares und der Häufigkeit des Waschens. Ein leichter Farbschimmer kann jedoch mitunter hartnäckig sein und länger im Haar verbleiben. Um die Farbbrillanz möglichst lange zu erhalten, empfiehlt es sich, die Haare seltener zu waschen und kaltes Wasser zu verwenden, da heißes Wasser die Farbmoleküle schneller aus dem Haar löst. Auch sulfatfreie Shampoos können helfen, die Farbe länger zu bewahren. Für das Nachfärben ist es oft nicht notwendig, die komplette „Farbbombe“ wie beim ersten Mal aufzutragen. Besonders bei Blautönen kann nach einigen Wäschen schnell ein unerwünschter Grünstich zum Vorschein kommen, da das darunterliegende Blondgelb durchscheint. Um diesen Grünstich zu neutralisieren und die blauen Haare wieder strahlen zu lassen, können Sie sich die Farbtheorie zunutze machen. Violett ist die Komplementärfarbe zu Gelb und Grün, das heißt, es neutralisiert diese Töne. Mischen Sie hierfür etwas Directions „Atlantic Blue“ oder „Midnight Blue“ mit einem Pinkton, wie „Rose Red“ oder „Dark Tulip“, um ein Violett zu erzeugen. Geben Sie dazu sehr viel Spülung hinzu – für brustlanges Haar reichen oft schon ein bis zwei Teelöffel Directions, gemischt mit ausreichend Spülung für das gesamte Haar. Diese violette Mischung, die Sie wie eine Spülung anwenden, neutralisiert das Gelb Ihrer blondierten Haare, und die Haare erscheinen wieder bläulicher und frischer. Diese Methode ermöglicht es, die Farbe zwischen den vollständigen Neufärbungen aufzufrischen und unerwünschte Untertöne zu korrigieren, ohne das Haar jedes Mal neu zu belasten.

Der „Silver/White Toner“ Mythos: Oder wie man den perfekten Silberschimmer zaubert

Viele schlechte Bewertungen zu Directions beziehen sich oft auf die Farbtöne „Silver“ und „White Toner“. Diese Produkte sind im Prinzip sehr schwach gemischte Blau-Lila-Farben. Der Gedanke dahinter ist, dass Blau und Lila die gelb-orangen Untertöne von blondiertem Haar neutralisieren und so einen silbrig-weißen Effekt erzeugen. Das Problem liegt jedoch darin, dass eine Einheitsmischung, die für alle Ausgangsfarben geeignet ist, nicht existiert. Wenn Ihr Haar knallgelb ist, wird der „White Toner“ viel zu schwach sein, um ein reines Weiß zu erzielen. Ist das Haar hingegen bereits fast weiß, kann der Toner zu stark sein und einen leichten Lila- oder Blaustich hinterlassen. Anstatt sich auf diese vorgefertigten Toner zu verlassen, ist es viel sinnvoller und vor allem kostengünstiger, sich eine Pink- und eine Blau-Tönung von Directions zu kaufen und diese beiden Farben mit sehr viel Spülung zu einem hellen Lila oder Blau zu vermischen. So können Sie die Intensität und den Farbton perfekt an Ihre Ausgangshaarfarbe und Ihr Wunschziel anpassen.

Vergleich: Fertiger Toner vs. Selbstgemischter Directions Toner

MerkmalFertiger Silver/White TonerSelbstgemischter Directions Toner
AnpassungsfähigkeitGering; feste Mischung, oft zu schwach/starkHoch; individuell anpassbar an Ausgangsfarbe
KostenRelativ hoch für das ErgebnisGeringer; zwei Farbtöpfe reichen für viele Anwendungen
WirksamkeitVariabel; abhängig von Ausgangs-GelbstichSehr effektiv bei richtiger Mischung
FlexibilitätGering; nur für spezifische TönungHoch; kann für verschiedene Nuancen angepasst werden
Risiko unerwünschter TöneHoch, wenn Ausgangsfarbe nicht passt (z.B. Lila-Stich)Geringer, da man die Mischung kontrolliert

Wichtige Hinweise beim Mischen Ihres eigenen Toners:

  • Fangen Sie wirklich nur mit minimalen Mengen der Directions-Farben an und verwenden Sie sehr viel Spülung. Directions sind extrem stark pigmentiert, und man erwischt schnell zu viel Farbe. Nachgeben können Sie später immer noch etwas.
  • Passen Sie die Farbe Ihrer Ausgangs- und Wunschfarbe an. Mehr bläuliche Töne helfen, gelb-orange Töne zu neutralisieren, während mehr Lila gegen gelb-grüne Untertöne wirkt.
  • Beachten Sie, dass sich auch diese selbstgemischte Tönung nach einiger Zeit wieder auswäscht. Es ist daher sinnvoller, eine größere, schwache Mischung herzustellen, die Sie nach jeder Haarwäsche für einige Minuten einwirken lassen können. Dies hält den gewünschten Ton konstant und frisch.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Schutzmaßnahmen beim Färben

Ja, es muss klar gesagt werden: Directions färben, besonders in ihrer puren Form, wirklich furchtbar stark ab! Das ist keine Übertreibung und erfordert entsprechende Vorkehrungen, um unschöne Flecken auf Haut, Kleidung und Oberflächen zu vermeiden. Bevor Sie mit dem Färben beginnen, ist es unerlässlich, Ihre Haut, insbesondere entlang des Haaransatzes, an den Ohren und am Nacken, mit einer fetthaltigen Creme oder Vaseline zu schützen. Ziehen Sie alte, dunkle Kleidung an, die Flecken abbekommen darf, oder noch besser, einen Friseurumhang. Bringen Sie alle wertvollen Gegenstände, Handtücher und Möbel aus dem Gefahrenbereich. Und lassen Sie niemals, wirklich niemals, einen Farbtopf versehentlich auf einen unlackierten Holzboden fallen – das Sprechen aus eigener, schmerzlicher Erfahrung! Für die Haut bekommt man einen Großteil der Farben gut mit diversen Mizellen-Reinigungs-Wässerchen oder Öl ab. Bei Oberflächen wie der Dusche oder dem Waschbecken hilft Fensterputzmittel meist ganz gut, auch wenn es nicht immer sofort restlos verschwindet, aber es geht irgendwann wieder weg. Ach ja, und die Kopfhaut wird quasi immer mit eingefärbt. Wer dann noch zu Schuppen neigt, kann nach einem Kopfkratzen sehr unschöne Fingernägel bekommen – nur zur Information! Kissenbezüge bleiben meiner Erfahrung nach meist sauber, es sei denn, man hat fettige Haare – diese färben meines Empfindens nach mehr ab. Nach einmaliger Wäsche war aber meistens alles wieder sauber. Die Intensität der Pigmente ist Fluch und Segen zugleich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu Directions Haarfarben:

Sind Directions Haarfarben schädlich für mein Haar?
Nein, Directions sind semi-permanente Tönungen, die das Haar nicht chemisch schädigen. Sie legen sich lediglich wie ein Mantel um die Haarstruktur, ohne in sie einzudringen. Sie können sogar pflegend wirken, da sie oft mit Spülung gemischt werden.
Muss ich meine Haare vorher blondieren, um Directions zu verwenden?
Für leuchtende und reine Farbergebnisse, insbesondere bei hellen oder pastellfarbenen Tönen, ist es fast immer notwendig, die Haare vorher aufzuhellen. Auf dunklem oder naturbelassenem Haar zeigen viele Farben nur einen leichten Schimmer oder gar keine Wirkung. Die Ausgangshaarfarbe ist entscheidend.
Wie lange halten Directions Farben im Haar?
Die Haltbarkeit variiert stark. Als semi-permanente Tönungen waschen sie sich mit jeder Haarwäsche allmählich aus. Dies kann von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen dauern, abhängig von der Farbe, der Haarstruktur und der Pflege. Dunklere und intensivere Töne halten in der Regel länger.
Kann ich verschiedene Directions Farben miteinander mischen?
Ja, absolut! Directions Farben sind dafür bekannt, dass sie untereinander mischbar sind. Sie können auch mit normaler Haarspülung verdünnt werden, um Pastelltöne zu erzielen. Dies eröffnet unzählige Möglichkeiten für individuelle Farbmischungen.
Was mache ich, wenn Directions Farbe auf meine Haut oder Oberflächen gelangt?
Direkt nach dem Färben können Farbflecken auf der Haut mit Mizellenwasser oder Öl entfernt werden. Für Oberflächen wie Waschbecken oder Dusche hilft oft Fensterputzmittel. Handeln Sie schnell, da eingetrocknete Flecken schwieriger zu entfernen sind. Die Reinigung sollte zügig erfolgen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Directions semi-permanente Haartönungen eine fantastische Möglichkeit bieten, mit Ihrer Haarfarbe zu experimentieren und Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Lassen Sie sich nicht von vereinzelten negativen Bewertungen abschrecken, die oft auf mangelndem Verständnis für die Funktionsweise des Produkts basieren. Wenn Sie sich einmal mit den Grundlagen – der Natur als semi-permanente Tönung, der Bedeutung der Ausgangshaarfarbe und den richtigen Anwendungstechniken – vertraut gemacht haben, werden Sie feststellen, wie unkompliziert und lohnenswert das Färben mit Directions sein kann. Es ist super einfach, die verrücktesten Farben auf dem Kopf zu haben und einen Look zu kreieren, der Ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Directions ermöglicht Ihnen, Ihr Haar immer wieder neu zu erfinden, ohne sich dauerhaft festlegen zu müssen – ein wahres Fest für alle Farb-Enthusiasten.

Was ist die Haarfarbe von Directions?
Directions Haarfarbe bietet dir die volle Farbvielfalt für deinen neuen Look. Sei der Star auf der nächsten Party, oder überrasche deine Arbeitskolleginnen mit strahlenden neuen Farben. Directions Tönungen sind ohne Tierversuche entwickelt und vegan. Die Farben erzeugen kräftige farbige Effekte, die gut haltbar und einfach anzuwenden sind.

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