20/03/2019
Der Besuch beim Friseur ist für viele ein fester Bestandteil der persönlichen Pflege und des Wohlbefindens. Doch kaum jemandem fällt auf, dass die Preise für ein und dieselbe Dienstleistung – den Haarschnitt – oft stark variieren können, nicht nur von Salon zu Salon, sondern manchmal sogar innerhalb desselben Geschäfts. Diese Unterschiede werfen Fragen auf: Liegt es am Standort, an der Dauer oder vielleicht am Geschlecht des Kunden? Um dieses komplexe Thema zu beleuchten, tauchen wir tief in die Welt der Preis- und Produktdifferenzierung ein, mit besonderem Fokus auf die Friseurbranche und das kontrovers diskutierte „Gender Pricing“.

- Preisdifferenzierung vs. Produktdifferenzierung – Eine grundlegende Unterscheidung
- Die vielfältigen Facetten der Preisdifferenzierung im Dienstleistungssektor
- Das kontrovers diskutierte Phänomen des Gender Pricing im Friseursalon
- Wirtschaftliche Überlegungen und der Weg zu mehr Transparenz
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Preisgestaltung im Friseursalon
- Fazit
Preisdifferenzierung vs. Produktdifferenzierung – Eine grundlegende Unterscheidung
Bevor wir uns den spezifischen Preismodellen im Friseursalon widmen, ist es wichtig, zwei zentrale Konzepte der Wirtschaftswissenschaften klar voneinander abzugrenzen: die Preisdifferenzierung und die Produktdifferenzierung. Obwohl beide Strategien darauf abzielen, den Umsatz und Gewinn eines Unternehmens zu optimieren, verfolgen sie unterschiedliche Ansätze.
Was ist Preisdifferenzierung?
Die Preisdifferenzierung liegt vor, wenn ein Unternehmen ein identisches Produkt oder eine identische Dienstleistung zu unterschiedlichen Preisen an verschiedene Kunden oder unter verschiedenen Bedingungen anbietet. Das Kernprodukt bleibt dabei unverändert. Ziel ist es, die unterschiedliche Zahlungsbereitschaft verschiedener Kundensegmente optimal abzuschöpfen. Ein klassisches Beispiel außerhalb der Friseurbranche sind Flugtickets: Ein Sitzplatz in der Economy Class ist immer derselbe, aber der Preis kann je nach Buchungszeitpunkt, Flexibilität des Tickets oder dem Status des Kunden erheblich variieren.
Was ist Produktdifferenzierung?
Im Gegensatz dazu bezieht sich die Produktdifferenzierung auf die Erweiterung des Sortiments durch das Angebot von Varianten eines Produkts oder einer Dienstleistung, die sich in ihren Merkmalen, ihrer Qualität oder ihrem Leistungsumfang unterscheiden. Hier wird also nicht nur der Preis angepasst, sondern das Produkt selbst modifiziert, um neue Kundensegmente anzusprechen oder zusätzliche Werte zu schaffen. Ein Beispiel wäre ein Auto, das in einer Standardversion und einer Premium-Version mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen angeboten wird.
Der feine Unterschied im Friseurwesen
Für Friseursalons bedeutet dies: Wenn ein Salon für denselben Kurzhaarschnitt unterschiedliche Preise von Männern und Frauen verlangt, handelt es sich um eine klare Preisdifferenzierung. Bietet der Salon hingegen einen „Basisschnitt“ und ein „Premium-Styling-Paket“ an, das zusätzliche Leistungen wie eine Kopfmassage, intensive Haarpflegeprodukte und ein aufwendigeres Föhnen beinhaltet, dann ist dies ein Beispiel für Produktdifferenzierung, da der Leistungsumfang variiert. Es gibt jedoch auch Überschneidungen, insbesondere bei der qualitativen Preisdifferenzierung, die wir im nächsten Abschnitt näher beleuchten werden.
Um die Unterschiede noch deutlicher zu machen, hier eine vergleichende Tabelle:
| Merkmal | Preisdifferenzierung | Produktdifferenzierung |
|---|---|---|
| Grundlage | Gleiches Gut / Dienstleistung | Modifiziertes / Neues Gut / Dienstleistung |
| Ziel | Abschöpfung unterschiedlicher Zahlungsbereitschaften | Erweiterung des Sortiments, Ansprache neuer Segmente, Schaffung von Mehrwert |
| Produkt / Dienstleistung | Bleibt im Wesentlichen gleich | Wird in Varianten angeboten oder angepasst |
| Beispiel Friseur | Haarschnitt für Senioren günstiger als für Erwachsene | „Express-Schnitt“ vs. „Verwöhn-Paket“ mit Waschen, Schnitt, Styling, Massage |
Die vielfältigen Facetten der Preisdifferenzierung im Dienstleistungssektor
Preisdifferenzierung ist eine gängige Strategie in vielen Branchen, und auch Friseursalons nutzen verschiedene Formen, um ihre Preismodelle anzupassen. Die Art der Preisdifferenzierung hängt oft von den Marktbedingungen und der Art der angebotenen Dienstleistung ab.
Räumliche Preisdifferenzierung
Diese Art der Preisgestaltung berücksichtigt den geografischen Standort. Ein Friseursalon in einer exklusiven Innenstadtlage mit hohen Mietkosten und viel Laufkundschaft kann höhere Preise verlangen als ein Salon in einem Vorort oder auf dem Land. Die Bereitschaft der Kunden, in bestimmten Lagen höhere Preise zu zahlen, spielt hier eine Rolle, ebenso wie die Konkurrenzdichte. Eine abgelegene Tankstelle, die keine Konkurrenz in der Nähe hat, kann beispielsweise deutlich höhere Benzinpreise verlangen.

Zeitliche Preisdifferenzierung
Hier variiert der Preis in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Dienstleistung. Dies kann sich auf Stunden, Tageszeiten, Wochentage oder sogar Jahreszeiten beziehen. Für Friseursalons bedeutet dies zum Beispiel: Günstigere Preise für Termine am Dienstagnachmittag (oft eine ruhigere Zeit) im Vergleich zu Samstagvormittagen, wo die Nachfrage am höchsten ist. Auch saisonale Angebote, etwa für Hochzeitsfrisuren in den Sommermonaten oder spezielle Weihnachts-Stylings, fallen unter diese Kategorie.
Sachliche Preisdifferenzierung
Diese Form der Preisdifferenzierung bezieht sich auf den individuellen Verwendungszweck ein und desselben Guts oder einer Dienstleistung. Obwohl sie im Friseurwesen weniger direkt anwendbar ist als in anderen Branchen (z.B. Energieunternehmen, die unterschiedliche Tarife für private und gewerbliche Kunden anbieten), könnte man sie im weitesten Sinne auf spezielle Produktlinien oder Behandlungen anwenden, die für unterschiedliche „Zwecke“ (z.B. Haarausfallbehandlung vs. reine Schönheitsbehandlung) angeboten werden.
Personelle Preisdifferenzierung (Gender Pricing im Fokus)
Die personelle Preisdifferenzierung ist besonders relevant für Friseursalons. Hier richten sich die Preise nach den persönlichen Merkmalen des Kunden. Klassische Beispiele sind Rabatte für Kinder, Schüler, Studenten oder Senioren. Die prominenteste und umstrittenste Form in der Friseurbranche ist jedoch das „Gender Pricing“, bei dem der Preis eines Haarschnitts vom Geschlecht des Kunden abhängt. Dies ist der Kern der Debatte, warum Frauen oft mehr zahlen als Männer, selbst für scheinbar vergleichbare Leistungen.
Quantitative Preisdifferenzierung
Bei dieser Strategie hängt der Preis von der abgenommenen Menge ab. Im B2B-Bereich ist dies häufig bei Großbestellungen (Mengenrabatte) zu finden. Im Friseursalon ist dies weniger verbreitet für einzelne Haarschnitte, könnte aber in Form von Paketpreisen (z.B. „Familien-Haarschnitt-Paket“), Abonnementmodellen oder Treueprogrammen umgesetzt werden, bei denen Kunden nach einer bestimmten Anzahl von Besuchen einen Rabatt auf den nächsten Haarschnitt erhalten.
Qualitative Preisdifferenzierung
Diese Form der Preisdifferenzierung steht der Produktdifferenzierung am nächsten. Hier wird eine Preiserhöhung mit (teils geringfügigen) Produktanpassungen oder einem erweiterten Leistungsumfang begründet. Im Friseurwesen könnte dies bedeuten, dass ein „Standard-Haarschnitt“ angeboten wird, während ein „Premium-Haarschnitt“ zusätzliche Leistungen wie eine spezielle Kopfhautanalyse, hochwertige Pflegeprodukte oder eine ausführlichere Styling-Beratung beinhaltet. Das Produkt „Haarschnitt“ ist zwar dasselbe, aber die Qualität der Durchführung oder die zusätzlichen Serviceelemente rechtfertigen einen höheren Preis.
Das kontrovers diskutierte Phänomen des Gender Pricing im Friseursalon
Die Preisgestaltung in Friseursalons, insbesondere die oft höheren Preise für Frauen, ist ein wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Debatte. Statistiken belegen, dass Frauen in Deutschland im Schnitt mehr für einen Haarschnitt zahlen. Eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) aus dem Jahr 2017 zeigte, dass 89 Prozent der untersuchten Salons für gleiche Kurzhaarschnitte unterschiedliche Preise für Frauen und Männer anboten, wobei Frauen durchschnittlich 12,50 Euro mehr zahlten.
Historische Wurzeln und traditionelle Begründungen
Die Gründe für diese Preisunterschiede sind vielfältig und historisch gewachsen. Ursprünglich gab es getrennte Herren- und Damenfriseure mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten und Dienstleistungsangeboten. Damenhaarschnitte galten oft als aufwendiger und zeitintensiver, da sie häufig Waschen, Schneiden, Legen/Föhnen und komplexere Stylings umfassten. Herrenhaarschnitte waren demgegenüber oft einfacher und schneller. Diese Tradition hat sich in vielen Salons bis heute gehalten.

Weitere traditionelle Argumente für höhere Preise bei Frauen sind:
- Höherer Zeitaufwand: Oft wird argumentiert, dass Frauenhaare im Durchschnitt länger und dichter sind, was mehr Zeit für Waschen, Schneiden und Föhnen in Anspruch nimmt. Auch komplexe Schnitte, Färbungen oder aufwendige Stylings sind bei Frauen häufiger gefragt.
- Einsatz von Produkten: Für längeres oder spezifisch behandeltes Haar werden möglicherweise mehr oder teurere Pflege- und Stylingprodukte verwendet.
- Zahlungsbereitschaft: Es wird angenommen, dass die Bereitschaft von Frauen, für Dienstleistungen und Produkte im Bereich Schönheit und Ästhetik mehr auszugeben, tendenziell höher ist. Marketing-Experte Martin Fassnacht von der WHU Wirtschaftshochschule Düsseldorf bestätigt diese Beobachtung, rechnet aber nicht mit einer schnellen Änderung dieser Praxis, solange Unternehmen die Freiheit haben, Preise entsprechend zu setzen.
Kritik und der Ruf nach Gleichberechtigung
In Zeiten erhöhter Sensibilität für Gleichberechtigung wird das „Gender Pricing“ zunehmend kritisch hinterfragt. Begriffe wie „Woman-Tax“ oder „Pink-Tax“ werden verwendet, um die gefühlte Ungleichbehandlung zu beschreiben. Kritiker argumentieren, dass der Preis nicht vom Geschlecht, sondern vom tatsächlichen Zeitaufwand und der Komplexität der Dienstleistung abhängen sollte.
Ein prominentes Beispiel für diese Entwicklung ist der Berliner Starfriseur Shan Rahimkhan. Er hat in seinen Salons das geschlechtsbasierte Preismodell abgeschafft und berechnet seine Dienstleistungen nun genderneutral nach Aufwand und Zeit. Für ihn ist es nicht mehr zeitgemäß, dass Frauen mehr zahlen, wenn der gleiche Aufwand dahintersteckt. Obwohl er anfänglich mit finanziellen Einbußen rechnet, ist er optimistisch, dass dieses faire Modell langfristig mehr Kunden anziehen wird, insbesondere Frauen mit kürzeren Haaren, die sich zuvor von den hohen Preisen abgeschreckt fühlten.
Die rechtliche Perspektive: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Die Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes untersuchte auch die rechtliche Einordnung des Gender Pricing. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), auch bekannt als Antidiskriminierungsgesetz, ist in Deutschland anwendbar auf die Preisgestaltung von Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Ein Verstoß gegen das AGG kann vorliegen, wenn Preise für Dienstleistungen allein aufgrund des Geschlechts unterschieden werden, nur um höhere Preisbereitschaften auszuschöpfen. Es ist demnach nicht zulässig, allein vom Geschlecht einer Person auf den zu erwartenden Aufwand einer Dienstleistung zu schließen.
Die Studie empfiehlt daher, dass sich Friseur- und Reinigungsbetriebe bei der Preisgestaltung am tatsächlichen Aufwand der Leistungen orientieren sollten und nicht am Geschlecht. Preislisten sollten transparent und geschlechtsneutral gestaltet sein, sodass beispielsweise Kurzhaarschnitte für Frauen und Männer den gleichen Preis aufweisen, wenn der Aufwand vergleichbar ist.
Wirtschaftliche Überlegungen und der Weg zu mehr Transparenz
Die Umstellung auf genderneutrale Preise ist für Salons nicht ohne Risiko. Wie Shan Rahimkhan feststellt, kann dies zunächst zu finanziellen Einbußen führen, da Kundinnen, die vorher mehr gezahlt haben, nun weniger entrichten. Doch die langfristigen Vorteile könnten überwiegen: Eine höhere Kundenbindung durch Fairness und die Attraktivität für neue Kundensegmente, die sich von diskriminierenden Preisen abgewendet haben.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes schlägt verschiedene Handlungsansätze vor, um mehr Transparenz und Gleichberechtigung in der Preisgestaltung zu fördern:
- Verbraucheraufklärung: Konsumenten sollten besser über geschlechtsspezifische Preisdifferenzierungen und deren rechtliche Einordnung informiert werden.
- Sensibilisierung der Anbieter: Unternehmen müssen über die Anforderungen des AGG und die Notwendigkeit leistungsorientierter Preisgestaltung aufgeklärt werden.
- Leistungsorientierte Preise: Die Preise sollten sich am tatsächlichen Aufwand (z.B. Haarlänge, Schnitttechnik, Zeit) und nicht am Geschlecht orientieren.
- Transparente Preislisten: Salons sollten klare, geschlechtsneutrale Preislisten führen, die die Kosten für einzelne Leistungen detailliert aufschlüsseln.
- Engagement der Verbände: Friseurinnungen und andere Branchenverbände sollten sich für den Verzicht auf geschlechtsspezifische Preisdifferenzierung einsetzen und geschlechtsneutrale Musterpreislisten entwickeln.
- Regelmäßiges Monitoring: Eine kontinuierliche Beobachtung der Preisentwicklung in Bezug auf geschlechtsspezifische Unterschiede ist wichtig, um Fortschritte zu messen und bei Bedarf einzugreifen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Preisgestaltung im Friseursalon
F: Was ist der Hauptunterschied zwischen Preis- und Produktdifferenzierung im Friseurwesen?
A: Bei der Preisdifferenzierung wird der gleiche Haarschnitt oder die gleiche Dienstleistung zu unterschiedlichen Preisen für verschiedene Personengruppen (z.B. nach Geschlecht, Alter) angeboten. Bei der Produktdifferenzierung hingegen werden verschiedene „Produkte“ oder „Pakete“ angeboten (z.B. ein „Basisschnitt“ gegenüber einem „Luxus-Styling-Paket“), die sich in ihrem Leistungsumfang, der Qualität der verwendeten Produkte oder dem damit verbundenen Service unterscheiden.

F: Ist es legal, dass Frauen beim Friseur mehr zahlen als Männer?
A: Das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) untersagt Diskriminierung aufgrund des Geschlechts bei Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein Preisunterschied, der *ausschließlich* auf dem Geschlecht basiert und nicht auf einem nachweislich höheren Zeitaufwand oder komplexeren Leistungen, könnte als Verstoß gegen das AGG gewertet werden. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat dies in ihrer Studie als problematisch eingestuft.
F: Warum wurde historisch zwischen Herren- und Damenfriseuren unterschieden?
A: Historisch gab es getrennte Salons und Ausbildungsgänge für Herren- und Damenfriseure. Die Dienstleistungen und Kalkulationen waren unterschiedlich, da Damenhaarschnitte oft komplexere Techniken, mehr Zeit und aufwendigere Stylings erforderten. Diese Tradition hat sich in der Preisgestaltung vieler Salons bis heute gehalten.
F: Gibt es Friseure, die geschlechtsneutrale Preise anbieten?
A: Ja, immer mehr Friseursalons, wie das Beispiel von Shan Rahimkhan zeigt, stellen auf genderneutrale Preismodelle um. Sie berechnen ihre Dienstleistungen basierend auf dem tatsächlichen Aufwand, der Haarlänge, der benötigten Zeit oder der Komplexität des Schnitts, unabhängig vom Geschlecht des Kunden. Es lohnt sich, gezielt nach solchen Salons zu suchen.
F: Wie kann ich als Kunde faire Preise finden?
A: Achten Sie bei der Salonwahl auf transparente Preislisten, die Leistungen nicht nach Geschlecht, sondern nach Kriterien wie Haarlänge (kurz, mittel, lang), Schnittart (Trockenschnitt, Nassschnitt, Styling), oder dem benötigten Zeitaufwand staffeln. Zögern Sie nicht, im Salon nachzufragen, wie sich der Preis für Ihre gewünschte Dienstleistung zusammensetzt.
Fazit
Die Preisgestaltung in Friseursalons ist ein vielschichtiges Thema, das weit über die einfache Kalkulation von Material und Arbeitszeit hinausgeht. Sie ist geprägt von wirtschaftlichen Strategien wie der Preisdifferenzierung und Produktdifferenzierung, aber auch von historischen Traditionen und gesellschaftlichen Debatten um Gleichberechtigung. Während das Gender Pricing weiterhin eine Realität in vielen Salons ist, wächst der Druck, Preise fairer und transparenter zu gestalten.
Der Trend geht hin zu Modellen, die den tatsächlichen Zeitaufwand und die Komplexität der Dienstleistung in den Vordergrund stellen, anstatt sich auf überholte Geschlechterstereotypen zu verlassen. Für Kunden bedeutet dies eine höhere Transparenz und die Möglichkeit, bewusster einen Salon zu wählen, dessen Preispolitik ihren Vorstellungen von Fairness entspricht. Die Friseurbranche befindet sich in einem spannenden Wandel, der nicht nur die Haare, sondern auch die Köpfe der Menschen bewegt.
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