Sichere Haarfarben: Wann Sie aufs Färben verzichten

17/11/2019

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Der Wunsch nach einer neuen Haarfarbe ist oft unwiderstehlich. Ob eine aufregende Veränderung, das Kaschieren grauer Haare oder einfach eine Auffrischung des Looks – Haarefärben gehört für viele zum festen Bestandteil der Schönheitsroutine. Doch so verlockend ein frischer Farbton auch sein mag, so wichtig ist es, die potenziellen Risiken zu kennen und zu wissen, wann man besser auf das Färben verzichten sollte. Denn die Gesundheit Ihrer Kopfhaut und Haare sollte immer an erster Stelle stehen. Das Ignorieren von Warnsignalen kann nicht nur zu unschönen Ergebnissen, sondern auch zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Dieser Artikel beleuchtet detailliert, unter welchen Umständen Sie die Haarfarbe im Regal lassen und stattdessen auf Nummer sicher gehen sollten, um Ihre Kopfhautgesundheit zu bewahren und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Wann sollte man keine Haare färben?
Färben Sie Ihr Haar nicht: • wenn Sie einen Ausschlag im Gesicht haben oder wenn Ihre Kopfhaut empfindlich, gereizt oder verletzt ist. • wenn Sie schon einmal nach dem Färben Ihres Haares eine Reaktion festgestellt haben. • wenn eine temporäre Tätowierung mit „schwarzem Henna“ bei Ihnen schon einmal eine Reaktion verursacht hat.
Inhaltsverzeichnis

Die Wissenschaft hinter der Haarfarbe: Warum Vorsicht geboten ist

Haarfarben sind komplexe chemische Produkte, die dazu entwickelt wurden, die natürliche Pigmentierung des Haares zu verändern. Die meisten permanenten Haarfarben enthalten Substanzen wie Ammoniak, Peroxid und verschiedene Farbstoffe, darunter oft Paraphenylendiamin (PPD). PPD ist ein hochwirksamer Farbstoff, der für seine Fähigkeit bekannt ist, intensive und lang anhaltende Farben zu erzeugen, aber auch für sein hohes Potenzial, allergische Reaktionen auszulösen. Wenn diese Chemikalien mit der Haut in Kontakt kommen, können sie Reizungen, Rötungen oder im schlimmsten Fall eine schwere allergische Reaktion hervorrufen. Eine solche Reaktion kann von leichtem Juckreiz und Brennen bis hin zu Schwellungen im Gesicht, am Hals und sogar Atemnot reichen, was eine medizinische Notfallsituation darstellen kann. Das Verständnis dieser chemischen Prozesse und der potenziellen Risiken ist der erste Schritt, um fundierte Entscheidungen über das Haarefärben zu treffen.

Klare Warnsignale Ihres Körpers: Wann Sie auf das Färben verzichten sollten

Ihr Körper sendet oft deutliche Signale, wenn er nicht bereit für eine chemische Behandlung ist. Diese Warnzeichen zu ignorieren, kann schwerwiegende Folgen haben. Es gibt spezifische Umstände, unter denen das Färben der Haare unbedingt vermieden werden sollte, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Hautausschlag, Reizung oder Verletzung der Kopfhaut

Einer der wichtigsten Gründe, auf das Haarefärben zu verzichten, ist, wenn Ihre Kopfhaut bereits vorgeschädigt ist. Dies umfasst:

  • Einen vorhandenen Ausschlag: Ob durch Ekzeme, Psoriasis, Seborrhoische Dermatitis oder andere Hauterkrankungen verursacht, ein Ausschlag bedeutet, dass die Hautbarriere bereits kompromittiert ist. Das Auftragen von chemischen Haarfarben auf eine entzündete Haut kann die Irritation erheblich verschlimmern und zu stärkeren Schmerzen, Brennen und weiteren Schäden führen.
  • Empfindliche oder gereizte Kopfhaut: Auch ohne sichtbaren Ausschlag kann eine überempfindliche Kopfhaut auf das Färbemittel extrem reagieren. Dies kann sich durch Juckreiz, Brennen oder Rötung äußern, die über das normale, leichte Kribbeln hinausgehen. Wenn Ihre Kopfhaut sich nach dem Waschen oder Stylen oft gereizt anfühlt, ist Vorsicht geboten.
  • Verletzungen oder offene Wunden: Schnittwunden, Kratzer, Pickel oder andere Läsionen auf der Kopfhaut sind absolute Kontraindikationen für das Haarefärben. Die Chemikalien können in die Wunden eindringen, Infektionen verursachen oder eine sehr schmerzhafte und schwere Entzündungsreaktion hervorrufen. In solchen Fällen sollte man unbedingt warten, bis die Kopfhaut vollständig verheilt ist.

Das Färben auf einer bereits geschwächten Kopfhaut erhöht das Risiko einer schwerwiegenden Anaphylaxie und kann die Symptome bestehender Hautprobleme drastisch verschlimmern. Geben Sie Ihrer Kopfhaut Zeit zur Regeneration.

Frühere allergische Reaktionen auf Haarfarbe

Haben Sie in der Vergangenheit schon einmal eine negative Reaktion auf eine Haarfarbe festgestellt, sei es auf die gleiche Marke oder eine andere? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihr Körper bereits sensibilisiert ist. Eine Sensibilisierung bedeutet, dass Ihr Immunsystem bestimmte Inhaltsstoffe der Haarfarbe als Bedrohung erkannt hat. Eine erneute Exposition, selbst in geringen Mengen, kann eine viel stärkere und potenziell gefährlichere Reaktion auslösen. Diese Reaktionen können von milder Rötung und Juckreiz bis hin zu starker Schwellung des Gesichts, der Augenlider und des Rachens reichen, was ein medizinischer Notfall ist. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass eine einmalige milde Reaktion bedeutet, dass zukünftige Reaktionen ebenfalls mild sein werden. Im Gegenteil, die Schwere der Reaktion kann mit jeder Exposition zunehmen. Daher ist es unerlässlich, bei einer Vorgeschichte von Reaktionen komplett auf das Färben zu verzichten oder zumindest einen Arzt zu konsultieren und einen strengen Patch-Test durchzuführen, idealerweise unter medizinischer Aufsicht.

Die Gefahr von „schwarzem Henna“-Tätowierungen

Temporäre Tätowierungen, die als „schwarzes Henna“ bezeichnet werden, sind eine weitere, oft übersehene Ursache für schwere allergische Reaktionen auf Haarfarben. Echtes Henna ist von Natur aus rotbraun und verursacht selten schwere allergische Reaktionen. „Schwarzes Henna“ hingegen enthält oft hohe Konzentrationen von PPD (Paraphenylendiamin), derselben Chemikalie, die auch in vielen permanenten Haarfarben verwendet wird. Der Kontakt mit PPD auf der Haut, wie bei einer „schwarzen Henna“-Tätowierung, kann eine starke Sensibilisierung hervorrufen. Wenn Sie nach einer solchen Tätowierung jemals eine Reaktion (wie Juckreiz, Rötung, Blasenbildung oder Narbenbildung) festgestellt haben, sind Sie höchstwahrscheinlich bereits gegen PPD allergisch. Dies bedeutet, dass das Färben Ihrer Haare mit einem PPD-haltigen Produkt eine extrem schwere und lebensbedrohliche allergische Reaktion auslösen kann. Selbst wenn die Reaktion auf die Tätowierung Jahre zurückliegt, bleibt die Sensibilisierung bestehen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt auf chemische Haarfarben verzichten und professionellen Rat einholen.

Weitere wichtige Überlegungen vor dem Färben

Neben den direkten Kontraindikationen gibt es weitere Faktoren, die die Entscheidung, ob Haare gefärbt werden sollten, beeinflussen können. Diese betreffen nicht unbedingt eine allergische Reaktion, können aber die Haargesundheit oder die Ergebnisse des Färbeprozesses erheblich beeinträchtigen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während die meisten Studien keine eindeutigen Beweise für eine Schädigung des Fötus oder Säuglings durch Haarfärbemittel gefunden haben, raten viele Ärzte und Friseure dennoch zur Vorsicht. Die Chemikalien in Haarfarben können über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen, wenn auch in sehr geringen Mengen. Aus Gründen der Vorsicht entscheiden sich viele Schwangere und Stillende dafür, während dieser Zeit auf das Färben zu verzichten oder zumindest auf mildere, ammoniakfreie Produkte oder Strähnchen (die die Kopfhaut nicht berühren) umzusteigen. Eine gute Belüftung des Raumes ist ebenfalls wichtig, um das Einatmen von Dämpfen zu minimieren. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie während der Schwangerschaft oder Stillzeit Haare färben.

Medikamente und gesundheitliche Bedingungen

Bestimmte Medikamente oder chronische Gesundheitszustände können die Empfindlichkeit Ihrer Haut beeinflussen. Medikamente wie Steroide, bestimmte Antibiotika oder Akne-Medikamente können die Haut dünner und empfindlicher machen, was das Risiko von Irritationen beim Färben erhöht. Chemotherapie kann nicht nur zu Haarausfall führen, sondern auch die Kopfhaut extrem empfindlich machen. Auch Autoimmunerkrankungen, die die Haut betreffen, können das Risiko erhöhen. Informieren Sie Ihren Friseur über alle Medikamente, die Sie einnehmen, und über bestehende Gesundheitszustände, da dies die Wahl der Farbe und des Verfahrens beeinflussen kann.

Zustand des Haares und der Kopfhaut

Abgesehen von allergischen Reaktionen spielt auch der allgemeine Zustand Ihrer Haare eine Rolle. Stark geschädigtes, brüchiges oder überstrapaziertes Haar (z. B. durch häufiges Blondieren, Dauerwellen oder Hitzestyling) sollte nicht gefärbt werden. Chemische Haarfarben können die Haarstruktur weiter schwächen und zu Haarbruch führen. Auch wenn Ihre Kopfhaut sehr trocken ist, stark schuppt oder unter einer Pilzinfektion leidet, ist es ratsam, das Färben zu verschieben, bis diese Probleme behoben sind. Eine gesunde Basis ist entscheidend für ein schönes und nachhaltiges Farbergebnis.

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Der unverzichtbare Patch-Test: Ihr Schutzschild

Der Patch-Test, auch als Allergietest oder Hautverträglichkeitstest bekannt, ist der wichtigste Schritt, den Sie vor jeder Haarfärbung durchführen sollten – und das jedes Mal, nicht nur bei der ersten Anwendung eines neuen Produkts! Die Zusammensetzung von Haarfarben kann sich ändern, und Sie können im Laufe der Zeit eine Sensibilisierung entwickeln. So führen Sie einen Patch-Test korrekt durch:

  1. Vorbereitung: Reinigen Sie eine kleine Hautstelle, idealerweise hinter dem Ohr oder in der Armbeuge, mit Wasser und Seife und trocknen Sie sie ab.
  2. Anwendung: Mischen Sie eine kleine Menge der Haarfarbe gemäß der Anleitung für den Test (oft eine winzige Menge aus Tube A und Tube B). Tragen Sie eine dünne Schicht der Mischung auf die vorbereitete Hautstelle auf.
  3. Einwirkzeit: Lassen Sie die Farbe gemäß der Produktanleitung einwirken, meist 48 Stunden. Berühren Sie die Stelle in dieser Zeit nicht und waschen Sie sie nicht ab.
  4. Beobachtung: Überprüfen Sie die Stelle regelmäßig auf Rötung, Juckreiz, Schwellung, Brennen oder Blasenbildung.
  5. Ergebnis: Wenn innerhalb von 48 Stunden keine Reaktion auftritt, können Sie das Produkt wahrscheinlich sicher verwenden. Treten jedoch Symptome auf, waschen Sie die Stelle sofort gründlich ab und verwenden Sie das Produkt auf keinen Fall zum Haarefärben. Suchen Sie bei starken Reaktionen einen Arzt auf.

Dieser Test ist ein kleiner Aufwand, der Sie vor großen Problemen bewahren kann. Nehmen Sie ihn ernst!

Was tun, wenn eine Reaktion auftritt? Sofortmaßnahmen und ärztlicher Rat

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es in seltenen Fällen zu einer Reaktion während oder nach dem Färben kommen. Wenn Sie Symptome wie starkes Brennen, Juckreiz, Rötung, Schwellung oder Blasenbildung bemerken, handeln Sie sofort:

  1. Sofort abspülen: Spülen Sie die Haarfarbe umgehend und gründlich mit viel lauwarmem Wasser aus dem Haar und von der Kopfhaut. Verwenden Sie dabei ein mildes Shampoo, um alle Rückstände zu entfernen.
  2. Kühlen: Legen Sie kalte Kompressen oder feuchte Tücher auf die betroffenen Stellen, um Schwellungen und Juckreiz zu lindern.
  3. Medizinische Hilfe suchen: Bei schweren Reaktionen wie starker Schwellung im Gesicht, an den Augen oder im Rachen, Atemnot, Schwindel oder starken Schmerzen suchen Sie umgehend einen Notarzt auf. Dies könnte eine Anaphylaxie sein, die lebensbedrohlich ist. Bei milderen, aber anhaltenden Symptomen konsultieren Sie Ihren Hausarzt oder einen Dermatologen.
  4. Produktinformationen bereithalten: Nehmen Sie die Verpackung der Haarfarbe mit zum Arzt, damit dieser die Inhaltsstoffe überprüfen kann.

Es ist wichtig, schnell und besonnen zu handeln, um größere Komplikationen zu vermeiden.

Alternativen zum chemischen Haarefärben

Wenn das chemische Färben keine Option ist oder Sie sich einfach sicherer fühlen möchten, gibt es verschiedene Alternativen:

  • Pflanzliche Haarfarben: Echtes Henna (ohne PPD-Zusätze), Indigo, Cassia oder Rhabarberwurzel können das Haar auf natürliche Weise tönen oder färben. Achten Sie hierbei genau auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie zertifizierte Naturprodukte. Ein Patch-Test ist auch hier ratsam, da auch Naturprodukte Allergien auslösen können.
  • Tönungen ohne Ammoniak und Peroxid: Diese Produkte legen sich nur um das Haar und dringen nicht tief ein. Sie sind weniger dauerhaft, aber auch schonender.
  • Temporäre Haarfarben: Sprays, Kreiden oder Farbmousses, die nur bis zur nächsten Haarwäsche halten, sind eine gute Möglichkeit für kurzfristige Farbexperimente ohne Risiko.
  • Strähnchen und Balayage: Wenn die Farbe nicht direkt die Kopfhaut berührt, wie bei bestimmten Strähnchentechniken, kann dies eine sicherere Option sein. Besprechen Sie dies ausführlich mit einem erfahrenen Friseur.
  • Die Naturhaarfarbe annehmen: Manchmal ist die beste Option, die eigene Haarfarbe zu umarmen oder den Übergang zu grauen Haaren zu akzeptieren. Es gibt viele schöne Möglichkeiten, auch ohne Färben stilvoll auszusehen.

Vergleichstabelle: Haarefärben – Sicher vs. Riskant

KriteriumSicher / EmpfohlenRisikoreich / Zu vermeiden
KopfhautzustandGesund, intakt, frei von IrritationenAusschlag, gereizt, verletzt, juckend
Vorherige ReaktionKeine bekannte allergische Reaktion auf HaarfarbeEine frühere Reaktion auf Haarfarbe (egal wie mild)
„Schwarzes Henna“Nie mit „schwarzem Henna“ in Kontakt gekommenFrühere Reaktion auf eine „schwarze Henna“-Tätowierung
Patch-TestImmer 48 Stunden vorher durchgeführt, negativNicht durchgeführt oder positiv (Rötung, Juckreiz)
HaarzustandKräftig, gesund, nicht übermäßig strapaziertStark geschädigt, brüchig, überbehandelt
GesundheitAllgemein guter Gesundheitszustand, keine relevanten MedikamenteSchwangerschaft, Stillzeit, bestimmte Medikamente, schwere Krankheiten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich meine Haare färben, wenn ich nur leichte Schuppen habe?

Leichte, nicht entzündliche Schuppen sind in der Regel kein direkter Hinderungsgrund, aber Vorsicht ist geboten. Wenn die Schuppenbildung mit Juckreiz, Rötung oder Entzündungen der Kopfhaut einhergeht, sollten Sie das Färben verschieben. Die chemischen Inhaltsstoffe können die Irritation verstärken und das Problem verschlimmern. Es ist besser, die Schuppen zuerst zu behandeln und sicherzustellen, dass die Kopfhaut beruhigt ist, bevor Sie färben.

Wie lange muss ich warten, nachdem meine Kopfhautwunde verheilt ist?

Nachdem eine Kopfhautwunde verheilt ist, sollten Sie mindestens ein bis zwei Wochen warten, um sicherzustellen, dass die Haut vollständig regeneriert ist und die Barrierefunktion wiederhergestellt ist. Die Haut muss nicht nur geschlossen, sondern auch widerstandsfähig sein, um den Kontakt mit den Chemikalien der Haarfarbe ohne Risiko zu überstehen. Im Zweifelsfall konsultieren Sie Ihren Arzt oder Dermatologen.

Sind pflanzliche Haarfarben immer harmlos?

Nein, nicht unbedingt. Während reine pflanzliche Farben wie echtes Henna oder Indigo als schonender gelten, können auch sie allergische Reaktionen auslösen (wenn auch seltener als chemische Farben). Produkte, die als „Naturhaarfarbe“ beworben werden, können dennoch synthetische Zusätze enthalten, insbesondere wenn sie eine breite Farbpalette oder sehr intensive Töne versprechen. Das berüchtigte „schwarze Henna“ ist ein Paradebeispiel für ein als „natürlich“ getarntes Produkt, das hochgefährliches PPD enthält. Lesen Sie immer die Inhaltsstoffliste sorgfältig durch und führen Sie auch bei pflanzlichen Produkten einen Patch-Test durch.

Was, wenn der Patch-Test nur eine minimale Rötung zeigt?

Auch eine minimale Rötung, ein leichter Juckreiz oder ein Kribbeln während des Patch-Tests ist ein klares Warnsignal und bedeutet, dass Sie auf die Inhaltsstoffe reagieren. Verwenden Sie das Produkt in diesem Fall auf keinen Fall. Eine scheinbar leichte Reaktion kann bei großflächiger Anwendung auf der Kopfhaut zu einer viel schwereren und gefährlicheren Reaktion führen. Ihr Körper hat Ihnen deutlich gesagt, dass er dieses Produkt nicht verträgt.

Beeinflusst Stress die Empfindlichkeit meiner Kopfhaut gegenüber Haarfarbe?

Ja, Stress kann die Empfindlichkeit der Haut und des Immunsystems beeinflussen. Chronischer Stress kann die Hautbarriere schwächen und die Anfälligkeit für Irritationen und allergische Reaktionen erhöhen. Wenn Sie unter großem Stress stehen oder Ihr Immunsystem geschwächt ist, könnte Ihre Kopfhaut empfindlicher auf die Inhaltsstoffe der Haarfarbe reagieren, selbst wenn Sie das Produkt zuvor gut vertragen haben. Es ist ratsam, in solchen Phasen besonders vorsichtig zu sein oder das Färben zu verschieben.

Sollte ich vor dem Färben meine Haare waschen?

Die meisten Hersteller empfehlen, die Haare ein bis zwei Tage vor dem Färben nicht zu waschen. Der natürliche Talgfilm auf der Kopfhaut bietet einen gewissen Schutz vor den Chemikalien der Haarfarbe. Frisch gewaschene Haare können die Kopfhaut empfindlicher machen und das Risiko von Reizungen erhöhen. Lesen Sie immer die Anweisungen des jeweiligen Haarfarbenprodukts, da es hier Abweichungen geben kann.

Kann ich meine Haare während der Chemotherapie färben?

Das Färben der Haare während oder kurz nach einer Chemotherapie wird in der Regel dringend abgeraten. Chemotherapie schwächt den Körper und kann die Kopfhaut extrem empfindlich machen. Haare, die während oder nach der Chemo wachsen, sind oft dünner und brüchiger. Das Färben kann zu schwerer Reizung, Haarbruch oder sogar zu weiterem Haarausfall führen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt oder Onkologen, bevor Sie in dieser sensiblen Phase jegliche chemische Behandlung an Ihren Haaren vornehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Färben der Haare eine wunderbare Möglichkeit sein kann, das eigene Aussehen zu verändern und das Selbstbewusstsein zu stärken. Doch die Schönheit sollte niemals auf Kosten der Gesundheit gehen. Indem Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers achten, einen gewissenhaften Patch-Test durchführen und bei Zweifeln professionellen oder medizinischen Rat einholen, können Sie das Risiko minimieren und sicherstellen, dass Ihre Haare und Ihre Kopfhaut gesund bleiben. Priorisieren Sie immer Ihre Kopfhautgesundheit und Ihr Wohlbefinden, denn wahre Schönheit kommt von innen und von einer gesunden Basis.

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