Tierleidfrei Haare färben: Schönheit mit Gewissen

12/03/2019

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In der heutigen Zeit, in der das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ethik immer weiterwächst, rückt auch der Bereich der Schönheitspflege verstärkt in den Fokus. Viele Menschen möchten nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut fühlen – und das schließt die Gewissheit ein, dass Produkte ohne Tierleid hergestellt wurden. Beim tierleidfreien Styling muss nicht nur das Outfit und das Make-up perfekt sitzen: Auch die Frisur spielt für viele Personen eine wichtige Rolle. Neben einem veganen Shampoo, einer veganen Spülung sowie veganen Haarfixiermitteln stellt sich auch die vegane Haarfarbe in den Vordergrund. Doch während das Regal im Drogeriemarkt noch eine relativ große Auswahl an tierfreundlichen Haarpflegemitteln bereithält, gestaltet sich der Kauf einer pflanzlichen Haarfarbe oder Haartönung oftmals etwas schwieriger. Namenhafte Firmen werden bei ihren Colorationen oftmals mit Tierversuchen sowie tierischen Inhaltsstoffen in Verbindung gebracht. Doch es ist nicht unmöglich: Wer seiner Haarpacht einen trendigen Look verpassen will, muss sich nicht vom Tierfreund zum Tierquäler verwandeln. Was die vegane Haarfarbe ausmacht, welche Produkte sich dahinter verbergen und wie auch beim Färben und Tönen zum Tierschutz beigetragen werden kann, ist folgend zu erfahren.

Ist das Färben der eigenen Haare vom Tierleid befreit?
Wie auch bei anderen kosmetischen Mitteln ist das Färben der eigenen Haare nicht gänzlich vom Tierleid befreit. Insbesondere Tierversuche, aber auch tierische Inhaltsstoffe, lassen eine vorübergehende oder dauerhafte Coloration qualvoll erscheinen.
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Die dunkle Seite der Haarfarbe: Warum Tierleid ein Thema ist

Wie auch bei anderen kosmetischen Mitteln ist das Färben der eigenen Haare nicht gänzlich vom Tierleid befreit. Insbesondere Tierversuche, aber auch tierische Inhaltsstoffe, lassen eine vorübergehende oder dauerhafte Coloration qualvoll erscheinen. Die Vorstellung, dass für ein Produkt, das unsere Schönheit unterstreichen soll, Tiere leiden müssen, ist für viele schockierend. Doch leider ist dies in der konventionellen Kosmetikindustrie, insbesondere in Ländern, wo Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind oder wo es keine strengen Regulierungen gibt, immer noch eine traurige Realität.

Bei der Entwicklung von Haarfärbemitteln werden beispielsweise sämtliche Substanzen in die Augen bestimmter Tiere gerieben, um die Reizbarkeit des Stoffes zu ermitteln. Dies kann zu extremen Schmerzen, Entzündungen, Schädigungen der Hornhaut und sogar zur Erblindung führen. Für die Überprüfung der Hautverträglichkeit werden den Lebewesen absichtlich Verletzungen zugefügt und die verwendeten Zutaten auf die offenen Stellen getragen. Die Tiere leiden unter Verätzungen, starken Hautreizungen, Ekzemen und Entzündungen. Um die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bestimmen zu können oder die Toxizität zu prüfen, wird dem Versuchstier oft eine Sonde in den Mund oder eine Spritze in die Muskeln, in die Venen oder in die Bauchhöhle eingeführt. Verätzungen, Erblindungen, Ekzeme oder der Tod sind keine Seltenheit. Diese grausamen Praktiken sind nicht nur ethisch verwerflich, sondern auch wissenschaftlich oft fragwürdig, da Tierversuche nicht immer zuverlässige Ergebnisse für den Menschen liefern.

Was bedeutet 'vegan' und 'tierversuchsfrei' bei Haarfarben?

Um Tierleid in der Kosmetik zu vermeiden, sind die Begriffe 'vegan' und 'tierversuchsfrei' von zentraler Bedeutung. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Begriffe nicht austauschbar sind, auch wenn sie oft in einem Atemzug genannt werden:

  • Tierversuchsfrei: Ein Produkt gilt als tierversuchsfrei, wenn weder das Endprodukt noch die einzelnen Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden. Dies schließt auch Tests durch Dritte im Auftrag des Herstellers aus. Viele Länder und Regionen, wie die Europäische Union, haben Tierversuche für Kosmetika und deren Inhaltsstoffe verboten. Dennoch gibt es Schlupflöcher oder Märkte, auf denen Tierversuche weiterhin vorgeschrieben sind (z.B. in China). Daher ist es wichtig, auf entsprechende Zertifizierungen zu achten.
  • Vegan: Eine vegane Haarfarbe enthält keinerlei tierische Inhaltsstoffe. Das bedeutet, es werden keine Komponenten verwendet, die von Tieren stammen oder von ihnen produziert wurden. Dazu gehören beispielsweise Honig, Bienenwachs, Karmin (ein roter Farbstoff aus Läusen), Lanolin (Wollwachs), Kollagen oder Seidenproteine. Auch wenn ein Produkt tierversuchsfrei ist, kann es immer noch tierische Inhaltsstoffe enthalten.

Für eine wirklich ethische Wahl sollten Verbraucher daher Produkte bevorzugen, die sowohl tierversuchsfrei als auch vegan sind. Dies garantiert, dass weder Tiere für die Tests leiden noch tierische Produkte in der Rezeptur enthalten sind.

Natur als Lösung: Pflanzliche Haarfarben im Fokus

Doch wie kann man mit einer natürlichen Haarfarbe glänzen und sich von diesem Elend abwenden? Die Natur schenkt uns gerne Antworten. Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Henna, Indigo oder Walnusschalen können als perfekte Alternative zum konventionellen Haarefärben herhalten. Diese natürlichen Farbstoffe werden seit Jahrhunderten verwendet und bieten eine schonende Möglichkeit, dem Haar eine neue Nuance zu verleihen.

  • Henna (Lawsonia inermis): Henna ist wohl der bekannteste pflanzliche Haarfarbstoff. Er wird aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen und erzeugt rötliche bis kupferfarbene Töne. Reines Henna färbt das Haar nicht nur, sondern legt sich wie ein schützender Film um jede einzelne Strähne, wodurch das Haar glänzender und kräftiger wirken kann. Es ist besonders gut für rotes, braunes und schwarzes Haar geeignet und kann graues Haar abdecken.
  • Indigo (Indigofera tinctoria): Indigo wird aus den Blättern der Indigopflanze gewonnen und liefert blaue Farbpigmente. In Kombination mit Henna lassen sich damit braune bis schwarze Farbtöne erzielen. Alleine auf hellem Haar angewendet, kann Indigo einen Grünstich verursachen, weshalb es meist in Mischungen verwendet wird.
  • Walnuss (Juglans regia): Aus Walnussschalen und -blättern können bräunliche Farbstoffe gewonnen werden. Diese eignen sich hervorragend, um blondem oder hellbraunem Haar dunklere, goldbraune Nuancen zu verleihen oder graues Haar zu kaschieren.
  • Kamille, Rhabarberwurzel, Kaffee: Auch andere Pflanzen können für zarte Farbnuancen oder zur Intensivierung des Naturtons genutzt werden. Kamille hellt leicht auf, Rhabarberwurzel gibt Goldtöne, und Kaffee kann braunem Haar mehr Tiefe verleihen.

Die Möglichkeiten scheinen farblich zwar begrenzt und die Wirkung gestaltet sich von Haar zu Haar unterschiedlich, da pflanzliche Haarfarben nicht in die Haarstruktur eindringen, sondern sich außen anlagern. Die endgültige Farbe hängt stark von der Ausgangshaarfarbe, der Einwirkzeit und der Haarstruktur ab. Jedoch sind diese Varianten des Haarstylings absolut unterstützenswert. Neben der Tatsache, dass hierbei kein Lebewesen zu Schaden kommt, enthalten Produkte mit diesen Zutaten einen pflegenden Effekt. Sie stärken das Haar, verleihen Glanz und können sogar die Kopfhaut beruhigen. Durch die anwenderfreundlichen Inhaltsstoffe können die Färbemittel auch bereits unter 16 Jahren verwendet werden, da sie keine aggressiven Chemikalien wie Ammoniak oder PPD (Paraphenylendiamin) enthalten, die in konventionellen Haarfarben oft Reizungen oder Allergien auslösen können.

Wegweiser im Dschungel der Marken und Zertifizierungen

Der Markt für vegane und tierversuchsfreie Haarfarben wächst stetig, und einige Hersteller glänzen bereits durch die Verwendung von veganen Haarfärbemitteln. Eine kleine Auflistung kann bereits durch den Drogeriemarkt, durch den Friseursalon oder den Beauty Online-Shop helfen:

  • Sante: Bietet rein pflanzliche Haarfarben auf Basis von Henna. Diese sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und durch den BDIH als Naturkosmetik zertifiziert. Sante ist bekannt für seine breite Palette an natürlichen Schönheitsprodukten.
  • Khadi: Ein Pionier im Bereich der Pflanzenhaarfarbe. Khadi Farben basieren ebenfalls auf Henna und anderen ayurvedischen Kräutern. Sie sind durch das BDIH-Siegel als Naturkosmetik zertifiziert und wurden vom Öko Test als 'sehr gut' bewertet, was ihre hohe Qualität und Verträglichkeit unterstreicht.
  • Logona: Eine weitere etablierte Marke im Naturkosmetikbereich, die Bio Haarfarben anbietet. Ihre Produkte sind rein pflanzlich mit Henna, Natrue und BDIH-zertifiziert. Logona steht für sanfte, aber effektive Haarfärbung.
  • CulumNatura: Diese Pflanzenhaarfarbe in Bio-Qualität ist besonders beliebt bei Friseuren und Kosmetikern und wird unter dem Namen 'satuscolor' vertrieben. CulumNatura legt Wert auf höchste Bio-Standards und professionelle Anwendung.
  • Lush: Bekannt für seine handgemachten Kosmetika, bietet Lush auch Henna-Haarfarben an. Die Produkte sind mit der Vegan-Blume ausgezeichnet, und die Firmenphilosophie ist stark gegen Tierversuche ausgerichtet. Lush-Produkte sind oft fest und werden selbst angerührt.
  • Accent: Eine Eigenmarke von Rossmann. Insbesondere die Schaumtönungen sind für Veganer geeignet und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den kleineren Geldbeutel. Es ist immer ratsam, die Inhaltsstoffe bei Drogerie-Eigenmarken genau zu prüfen.
  • LaRiche Directions: Diese Marke ist bekannt für ihre knallig bunten Haarfarben für den extravaganten Look. Sie bieten eine breite Palette an semi-permanenten Tönungen, die bei vielen Fans alternativer Haarfarben beliebt sind. Zum Aufhellen ist ebenfalls eine vegane Blondierung erhältlich.
  • Paul Mitchell Professional Hair Color: Beliebt in vielen Haarsalons. Obwohl Paul Mitchell sich stark gegen Tierversuche positioniert, sind einige wenige Haarfärbemittel noch mit Bienenwachs ausgestattet. Hier ist es wichtig, die spezifischen Produkte zu prüfen oder den Salon gezielt nach veganen Optionen zu fragen.

Neben diesen acht Beispielen gibt es viele weitere Firmen, die sich bereits mit dem Thema der natürlichen Haarfarben beschäftigen. DeveloPlus, Organic Salon Systems sowie Aubrey Color Me Natural sind sogar von der bekannten Tierschutzorganisation PETA ausgezeichnet worden. Eine Garantie zur Vermeidung von Tierleid geben generell Auszeichnungen, die sich rundum mit dem Sortiment veganer Kosmetik beschäftigen! Achten Sie auf Zertifizierungen wie das Leaping Bunny-Siegel, die Vegan-Blume (Vegan Society), BDIH, Natrue oder das PETA-Siegel. Diese Siegel geben Ihnen die Sicherheit, dass ein Produkt strenge Kriterien bezüglich Tierversuchen und/oder tierischen Inhaltsstoffen erfüllt.

Vergleich beliebter veganer Haarfarben-Hersteller

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir eine Vergleichstabelle mit einigen der genannten Marken erstellt:

HerstellerBasis der FarbeTypische FarbtöneWichtige ZertifizierungenBesonderheiten / Hinweise
SanteRein pflanzlich (Henna, Kräuter)Rot, Braun, SchwarzBDIHBreite Naturkosmetik-Palette, pflegend.
KhadiPflanzenhaarfarbe (Henna, Indigo, Kräuter)Braun, Schwarz, Rot, GoldBDIH, Öko Test 'sehr gut'Ayurvedische Rezepturen, sehr gute Deckkraft.
LogonaBio Haarfarbe (Henna, Kräuter)Braun, Rot, Kupfer, GoldNatrue, BDIHSanfte Anwendung, auch für empfindliche Kopfhaut.
CulumNatura (satuscolor)Pflanzenhaarfarbe (Bio-Qualität)Natürliche FarbtöneBio-ZertifikateBesonders bei Friseuren beliebt, hohe Bio-Standards.
LushHenna-BlöckeBraun, Rot, Schwarz, RotbraunVegan-BlumeFeste Form (Block), handgemacht, intensive Pflege.
Accent (Rossmann)Synthetisch (Schaumtönung)Breite Palette (auch bunte Farben)Keine spezifischen für Veganismus (Inhaltsstoffe prüfen)Günstige Drogerie-Eigenmarke, Inhaltsstoffe prüfen.
LaRiche DirectionsSemi-permanent (direktziehend)Leuchtende bunte FarbenVegan-freundlich (Inhaltsstoffe prüfen)Für extravagante Looks, auch vegane Blondierung.
Paul Mitchell ProfessionalProfessionelle HaarfarbeBreite PaletteTierversuchsfrei, aber nicht alle Produkte vegan (Bienenwachs)Im Friseursalon beliebt, gezielt nach veganen Optionen fragen.

Praktische Tipps für bewussten Haarefärben: Zuhause und im Salon

Ganz gleich, ob man daheim mit veganen Haarfarben arbeitet oder einen Friseursalon besucht – eine Möglichkeit zur Vermeidung von Tierqual gibt es immer. Es erfordert lediglich ein wenig Recherche und den Mut, Fragen zu stellen. Hier sind einige praktische Tipps:

  • Recherche ist der Schlüssel: Bevor Sie ein Produkt kaufen oder einen Salon besuchen, informieren Sie sich online. Viele Marken haben detaillierte Informationen über ihre Philosophie und Produktzusammensetzung auf ihren Websites. Datenbanken von Tierschutzorganisationen wie PETA oder Cruelty-Free International listen zertifizierte Marken auf.
  • Inhaltsstoffe prüfen: Lernen Sie, die Inhaltsstofflisten (INCI-Deklaration) zu lesen. Begriffe wie Cera Alba (Bienenwachs), Mel (Honig), Keratin (oft von Tieren), Kollagen, Seidenproteine (Hydrolyzed Silk) oder Karmin (CI 75470) weisen auf tierische Bestandteile hin.
  • Fragen im Friseursalon: Wenn der geliebte Hair-Stylist mit Produkten wie L’Oreal oder Wella zusammenarbeitet, muss man sich nicht dem schlechten Gewissen hingeben: Oftmals ist es möglich, eigene Shampoos, Spülungen oder Haarfarben mitzubringen. Fragen Sie Ihren Friseur, ob er vegane und tierversuchsfreie Produkte anbietet oder ob er bereit wäre, Ihre mitgebrachten Produkte zu verwenden. Viele Salons sind offen für die Wünsche ihrer Kunden.
  • Nachfrage schaffen: Auch die Nachfrage bezüglich veganer und tierversuchsfreier Haarartikel unterstützt den Verzicht konventioneller Tierprodukte. Wenn genügend Kunden nach tierfreundlichen Optionen fragen, werden Hersteller und Salons darauf reagieren. Nur wo das Interesse an bestimmten Waren besteht, können auch Alternativen gefunden und eingesetzt werden!
  • Online-Shops: Es gibt zahlreiche Online-Shops, die sich auf Naturkosmetik und vegane Produkte spezialisiert haben. Dort finden Sie oft eine größere Auswahl als im lokalen Handel.
  • Geduld mit Pflanzenhaarfarben: Wenn Sie von chemischen auf pflanzliche Haarfarben umsteigen, kann es anfangs etwas Übung erfordern, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Farbe entwickelt sich oft über mehrere Stunden oder Tage nach der Anwendung noch weiter. Seien Sie geduldig und experimentieren Sie mit Einwirkzeiten und Mischverhältnissen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu veganen Haarfarben

Können vegane Haarfarben graues Haar vollständig abdecken?

Ja, viele pflanzliche Haarfarben, insbesondere solche auf Henna- und Indigo-Basis, können graues Haar sehr gut abdecken. Bei stark ergrautem Haar oder einem hohen Grauanteil wird oft eine zweistufige Färbung (Vorbehandlung mit Henna, dann die gewünschte Farbe) empfohlen, um ein intensiveres und haltbareres Ergebnis zu erzielen. Das Ergebnis ist oft ein natürlich aussehendes, warmes Farbergebnis, das sich harmonisch in die restliche Haarfarbe einfügt.

Ist das Färben der eigenen Haare vom Tierleid befreit?
Wie auch bei anderen kosmetischen Mitteln ist das Färben der eigenen Haare nicht gänzlich vom Tierleid befreit. Insbesondere Tierversuche, aber auch tierische Inhaltsstoffe, lassen eine vorübergehende oder dauerhafte Coloration qualvoll erscheinen.

Sind vegane Haarfarben für alle Haartypen geeignet?

Generell ja. Da pflanzliche Haarfarben sanfter sind und sich um das Haar legen, anstatt in die Haarstruktur einzudringen, sind sie oft besonders gut für empfindliche Kopfhaut, strapaziertes oder brüchiges Haar geeignet. Sie können das Haar sogar pflegen und stärken. Es ist jedoch immer ratsam, vor der ersten Anwendung einen Strähnentest und einen Allergietest durchzuführen.

Wie lange halten vegane Haarfarben im Vergleich zu konventionellen?

Die Haltbarkeit kann variieren. Pflanzenhaarfarben sind semi-permanent bis permanent. Sie verblassen in der Regel sanfter und ohne sichtbaren Ansatz als chemische Farben. Die Farbe wäscht sich langsam aus, statt ausgewaschen zu werden. Bei regelmäßiger Anwendung kann sich die Farbe im Haar anlagern und eine intensivere und dauerhaftere Färbung erzielen.

Kann ich mit veganen Haarfarben mein Haar aufhellen?

Nein, pflanzliche Haarfarben können das Haar nicht aufhellen. Sie können lediglich die vorhandene Haarfarbe tönen oder verdunkeln, indem sie Farbpigmente auf die Haaroberfläche legen. Für eine Aufhellung sind Wasserstoffperoxid-basierte Produkte notwendig, die in der Regel nicht als rein pflanzlich gelten. Es gibt jedoch vegane Blondierungen, die keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten und tierversuchsfrei sind (z.B. von LaRiche Directions).

Gibt es vegane Haarfarben, die knallige Farben wie Blau oder Pink erzeugen?

Pflanzliche Haarfarben im eigentlichen Sinne (Henna, Indigo) erzeugen natürliche Erd- und Rottöne. Für knallige, lebendige Farben wie Blau, Pink oder Grün greift man zu direktziehenden Tönungen. Viele dieser Marken (wie LaRiche Directions, Manic Panic) sind vegan und tierversuchsfrei, auch wenn sie synthetische Pigmente verwenden. Hier ist es besonders wichtig, auf die Vegan-Zertifizierung oder die Inhaltsstoffliste zu achten.

Wo kann ich vegane und tierversuchsfreie Haarfarben kaufen?

Sie finden diese Produkte in gut sortierten Drogeriemärkten (oft im Naturkosmetik-Bereich), in Bioläden, Reformhäusern und vor allem in spezialisierten Online-Shops für Naturkosmetik und vegane Produkte. Einige Friseursalons, die sich auf Naturfrisuren spezialisiert haben, führen ebenfalls solche Produkte und bieten entsprechende Dienstleistungen an.

Die Entscheidung für vegane und tierversuchsfreie Haarfarben ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer ethischeren und nachhaltigeren Schönheitsroutine. Es zeigt, dass Schönheit nicht auf Kosten von Tieren gehen muss. Indem wir bewusste Entscheidungen treffen und unsere Nachfrage nach tierfreundlichen Produkten erhöhen, können wir die Kosmetikindustrie positiv beeinflussen und eine Zukunft schaffen, in der Schönheit und Ethik Hand in Hand gehen.

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