Welche Vorteile bietet die silikonversiegelung für die Haare?

Glänzendes Haar: Die Wahrheit über Silikone

28/04/2021

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Jede Frau träumt von seidenweichen Haaren, die gesund und kräftig aussehen. Gepflegte Haare sind nicht nur ein Blickfang, sondern in unserer westlichen Kultur auch ein absolutes Schönheitsideal, das für Vitalität und Wohlbefinden steht. Doch wenn wir uns nicht gut fühlen, spiegelt sich das oft in unserem Haar wider – es kann platt, strähnig und strapaziert wirken. Über viele Jahre hinweg setzte die Kosmetikindustrie bei der Haarpflege auf Silikone in Shampoos, die als wahre Wundermittel galten. Heute jedoch blicken wir differenzierter auf diese einst so beliebten Inhaltsstoffe. In diesem umfassenden Ratgeber tauchen wir tief in die Welt der Shampoos ohne Silikone ein, beleuchten ihre Vorteile und geben Ihnen wertvolle Tipps zur Anwendung und Pflege, um Ihr Haar nachhaltig zu stärken und zum Strahlen zu bringen.

Welche Vorteile bietet die silikonversiegelung für die Haare?
Zunächst sorgt das Silikone für glänzende, seidenweiche und gesund aussehende Haare. Nach mehrfacher Anwendung verkleben die Haare jedoch mehr und mehr. Darüber hinaus führt die Silikonversiegelung dazu, dass das Haar nicht mehr mit wichtigen Mineralien/Vitaminen versorgt werden kann.
Inhaltsverzeichnis

Was sind Silikone und wie wirken sie auf unser Haar?

Wer kennt sie nicht, die berüchtigten „Bad Hair Days“? Das Haar ist platt, strähnig, und die Frisur will einfach nicht halten. Lange Zeit galten Silikone für Hersteller von Shampoos und Haarpflegeprodukten als die ultimative Wunderwaffe; Shampoos ohne Silikone waren nahezu undenkbar. Silikone sind industriell hergestellte Kunststoffe, die dielektrische, also nicht leitende, Eigenschaften besitzen. Diese Besonderheit verleiht dem Haar einen sofortigen, beeindruckenden Glanz, macht es seidenweich und lässt es augenblicklich gesünder aussehen. Zudem sind Silikone hitzebeständig, was sie zu einem Schutzschild beim Föhnen oder Glätten macht und das Haar vor dem Austrocknen bewahrt. Sie legen einen feinen Schutzfilm um jede einzelne Haarsträhne, wodurch das Haar geschmeidiger wirkt und sich leichter kämmen lässt. Auf den ersten Blick scheinen Silikone also eine durchweg positive Sache zu sein, und es ist verständlich, warum sie in der Kosmetikindustrie so gerne und häufig eingesetzt wurden und immer noch werden.

Doch zwischenzeitlich gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse, und das einstige Wundermittel hat etwas von seinem Glanz eingebüßt. Die kurzfristigen Vorteile von Silikonen sind unbestreitbar, doch es ist nun bekannt, dass Silikone keinerlei pflegende Wirkung für das Haar selbst besitzen. Während der Schutzfilm für Geschmeidigkeit und Glanz sorgt, verhindert diese vermeintliche Silikonversiegelung paradoxerweise, dass das Haar dringend benötigte Pflegestoffe und Feuchtigkeit aufnehmen kann. Eine langfristige Anwendung von Shampoos mit Silikonen führt daher eher dazu, dass die Haare austrocknen, brüchig werden und ihre natürliche Elastizität verlieren. Dieser Effekt verstärkt sich insbesondere bei der Verwendung von Silikonen schlechter Qualität. Darüber hinaus können sich Silikone auch auf der Kopfhaut ablagern, was besonders für Menschen mit einem zu schnell fettenden Ansatz ein Problem darstellt. In solchen Fällen ist der Umstieg auf Shampoos ohne Silikone dringend anzuraten.

Es ist wichtig zu betonen, dass Silikone per se nicht gesundheitsschädlich für Haut und Haar sind. Ihr Hauptnachteil liegt darin, dass sie bei dauerhafter Anwendung die Versorgung der Haare mit essentiellen Pflegestoffen erschweren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Shampoos ohne Silikone sanfter zur Kopfhaut sind, da sie keine Rückstände hinterlassen. Die Haare fetten weniger schnell nach und wirken nicht so schnell strähnig. Feines Haar profitiert besonders von der Anwendung silikonfreier Shampoos, da es Vitamine und Mineralstoffe wieder optimal aufnehmen kann, was einen positiven Effekt auf das natürliche Haarvolumen hat. Bei der Umstellung auf Shampoos ohne Silikone dauert es in der Regel etwa zwei bis drei Wochen, bis die Silikone vollständig ausgewaschen sind und sich das Haar an die neue Pflege gewöhnt hat. Um diesen Übergang zu erleichtern, bieten viele Hersteller mittlerweile eine breite Palette an silikonfreien Shampoos an.

Es ist nicht immer einfach, auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Shampoo Silikone enthält. Ein genauer Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe ist unerlässlich. Achten Sie auf chemische Bezeichnungen wie Dimethicone, Methicone, Polysiloxane und Cyclomethicone. Wenn Sie konsequent auf Silikone verzichten möchten, sollten Sie auch die Inhaltsstoffe anderer Haarpflegeprodukte wie Haarsprays, Schäume oder Festiger überprüfen, da diese ebenfalls Silikone enthalten können.

Haarpflege im Wandel der Zeit: Von antiken Ritualen zur modernen Chemie

Die Geschichte der Haarpflege ist so alt wie die Menschheit selbst und spiegelt den kulturellen Wandel und die jeweiligen Schönheitsideale wider. Bereits die ägyptische Königin Kleopatra soll für ihre Haarpflege auf kostbare Öle wie Mandel- und Rizinusöl gesetzt haben, während das einfache Volk sich mit Wasser und gewöhnlicher Seife begnügen musste. Die wohltuende Wirkung natürlicher Pflanzenstoffe wie Brennnesselsaft, Klettenwurzelsud oder Rosenwasser war damals eher den vornehmen Damen der Gesellschaft vorbehalten. Im Mittelalter war Haarpflege oft aufwendig und wurde daher nur mit geringer Hingabe betrieben.

Ein entscheidender Wendepunkt kam Mitte des letzten Jahrhunderts mit der Entwicklung der Alkylethersulfate. Diese ermöglichten die Produktion eines bezahlbaren Shampoos für alle Bevölkerungsschichten. Schnell sicherten sich chemische Inhaltsstoffe wie Silikone, Sulfate und Parabene ihren festen Platz in den Rezepturen der Shampoos. Die grundlegenden Anforderungen an ein Shampoo haben sich seit dieser Zeit kaum verändert: Nutzer erwarten Hautverträglichkeit, eine reinigende und pflegende Wirkung, Glanz und Geschmeidigkeit. Heute gibt es Shampoos für nahezu jeden Haartyp – von Volumenshampoos über Trockenshampoos und Colorshampoos bis hin zu speziellen Produkten für schnell fettendes, schuppiges, strapaziertes oder trockenes Haar. Auch wenn es keine wahren Wundermittel gibt, ist es sinnvoll, ein Shampoo zu wählen, das auf die individuellen Bedürfnisse des eigenen Haartyps abgestimmt ist.

Nachhaltigkeit in der Kosmetikindustrie: Ein notwendiges Umdenken

In den letzten Jahren hat das Thema Nachhaltigkeit auch in der Beauty-Industrie für ein tiefgreifendes Umdenken gesorgt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und ein verändertes Konsumverhalten tragen maßgeblich dazu bei, dass die Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten immer stärker hinterfragt werden. Natürliche Inhaltsstoffe erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Für Verbraucher stehen zunehmend Fragen im Vordergrund, welche langfristigen Auswirkungen bestimmte Inhaltsstoffe bei der Anwendung auf die menschliche Gesundheit haben und ob es möglicherweise sogar nachweislich gesundheitsschädliche Effekte einzelner Substanzen gibt. Ebenso kritisch wird hinterfragt, welche Auswirkungen die Inhaltsstoffe auf die Natur und Umwelt haben, da mittlerweile bekannt ist, dass einige Stoffe nicht vollständig biologisch abgebaut werden können und so Ökosysteme belasten.

Ein prominentes Beispiel für einen Inhaltsstoff, der früher von der Kosmetikindustrie bejubelt wurde und heute kritischer betrachtet wird, sind die Silikone in Shampoos. Immer häufiger findet man auf Shampoo-Flaschen den Hinweis „ohne Silikone“. Aber auch Shampoos ohne Parabene werden beworben. Was steckt hinter diesem Trend? Handelt es sich lediglich um einen Marketing-Trend, oder gibt es tatsächlich gute Gründe, bewusst auf Shampoos ohne Silikone zu setzen?

Jenseits der Silikone: Parabene und Sulfate unter der Lupe

Weitere kritische Inhaltsstoffe: Parabene

Neben Silikonen sollten Sie auch einen genaueren Blick auf Parabene werfen, die ebenfalls in vielen Shampoos und anderen Kosmetikprodukten enthalten sind. Parabene sind PHB-Ester und dienen als Konservierungsmittel. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Entwicklung von Bakterien im Shampoo zu verhindern und so die Produkte länger haltbar zu machen. Sie werden gerne verwendet, weil sie kostengünstig sind. Allerdings stehen sie im Verdacht, Allergien auszulösen und sich im menschlichen Körper abzulagern. Bislang gibt es keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis dafür, welche langfristigen Auswirkungen sie im menschlichen Körper anrichten oder dass Parabene direkt gesundheitsschädlich sind. Obwohl Parabene immer wieder mit bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht werden, fehlt hierfür ein wissenschaftlicher Beleg. Dennoch wurde der Einsatz von Parabenen in kosmetischen Produkten in den letzten Jahren stark reduziert. Einige Parabene wie Isopropyl-, Isobutyl-, Phenyl-, Pentyl- und Benzylparaben sind seit einigen Jahren in kosmetischen Produkten überhaupt nicht mehr zugelassen, andere nur noch in bestimmten Mengen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass Parabene auch in Medikamenten und Nahrungsmitteln vorkommen können.

Shampoos ohne Parabene verwenden stattdessen alternative Konservierungsmittel wie ätherische Öle oder Sorbinsäure und stellen vor allem für gesundheitsbewusste Menschen eine echte Alternative dar. Wer auf Shampoos ohne Parabene setzt, hat garantiert keinen Nachteil, was die Reinigungsleistung oder Wirkung des Shampoos anbelangt, vermeidet aber eventuelle gesundheitliche Risiken und unterstützt eine natürliche Haarpflege.

Darum sollten Sie Shampoos ohne Sulfate wählen

Ein weiterer Bestandteil vieler Shampoos sind Sulfate, die aktuell ebenfalls kritisch bewertet werden. Sulfate sind Salze der Schwefelsäure und werden als Tenside in Shampoos eingesetzt. Sie finden sie in den Inhaltsstofflisten unter chemischen Namen wie Sodium Laureth Sulfate (SLS), Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat (SLES) oder Ammoniumlaurethsulfat (ALS). Sulfate sind wasserlöslich und gelten als hervorragende Reiniger, da sie Schmutz und Fett effektiv lösen. Zudem sind sie dafür verantwortlich, dass das Shampoo reichlich schäumt, was viele Nutzer als Zeichen für eine gute Reinigung interpretieren. Sie gelten prinzipiell als gesundheitlich unbedenklich. Allerdings reagieren einige Menschen allergisch auf Sulfate, da diese aufgrund ihrer starken Reinigungsleistung die Kopfhaut angreifen und die schützende Lipidschicht der Kopfhaut schädigen können. Dies kann zu Trockenheit, Juckreiz und Irritationen führen.

In Shampoos ohne Sulfate werden diese durch mildere Pflanzentenside wie Zucker- oder Kokostenside ersetzt. Diese sind zwar teurer in der Herstellung, aber deutlich sanfter zur Kopfhaut und schonender für das Haar. Der höhere Herstellungsprozess spiegelt sich oft im Preis wider. Vor allem bei Menschen mit empfindlicher, trockener Kopfhaut oder Neigung zu Kopfhautproblemen lohnt es sich jedoch, Shampoos ohne Sulfate zu benutzen. Lassen Sie sich bei Shampoos ohne Sulfate nicht von der geringeren Schaummenge irritieren. Naturgemäß schäumen die eingesetzten sanften Tenside weniger, dies hat jedoch keinerlei negativen Effekt auf die Reinigungswirkung. Sie müssen nicht öfter zur Shampoo-Flasche greifen, um Ihre Haare richtig sauber zu bekommen; es ist lediglich eine Gewöhnungssache, wenn man andere Shampoos gewohnt ist.

Ein weiterer wichtiger Grund, auf Sulfate zu verzichten, ist die Tatsache, dass sie nur schwer biologisch abgebaut werden können. Rückstände finden sich in Gewässern und belasten die Umwelt. Dieser Aspekt des Umweltschutzes ist ein starkes Argument für den Umstieg auf sulfatfreie Produkte.

Haarseife: Eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Shampoo

Shampoos ohne Parabene, Silikone und Sulfate sind also nicht nur schonender für den Menschen, sondern auch besser für Umwelt und Natur. Eine weitere hervorragende Möglichkeit, bei der Haarwäsche Gutes für die Umwelt zu tun, sind Haarseifen. Haarseifen benötigen keine oder zumindest deutlich weniger Plastikverpackung, was den Plastikmüll reduziert. Sie enthalten zudem keine synthetischen Inhaltsstoffe, sondern bestehen aus natürlichen Ölen wie Arganöl, Kokosöl und Olivenöl. Diese Öle spenden Feuchtigkeit, verleihen Glanz und kräftigen das Haar auf natürliche Weise. Im Gegensatz zu normalen Seifen enthalten spezielle Haarseifen kaum Fette, sodass nicht zu befürchten ist, dass die Haare schnell fetten. Ein möglicher Nachteil kann bei hartem, kalkhaltigem Wasser auftreten, da dieses die Anwendung von Haarseife erschweren kann. Hier könnte gegebenenfalls ein Filter für den Duschkopf Abhilfe schaffen. Abgesehen davon sind Haarseifen eine interessante und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Shampoos und auch zu Shampoos ohne Silikone.

Die Vorteile silikonfreier Haarpflege im Überblick

Der Umstieg auf silikonfreie Shampoos bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, die sowohl die Gesundheit Ihres Haares als auch die Umwelt betreffen. Es ist eine Investition in die langfristige Kopfhautgesundheit und die natürliche Schönheit Ihrer Mähne. Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • Bessere Nährstoffaufnahme: Ohne den Silikonfilm können die Haare wieder wichtige Vitamine, Mineralien und Pflegestoffe aus Shampoos, Spülungen und Kuren optimal aufnehmen.
  • Weniger Rückstände: Es bilden sich keine Ablagerungen auf Haar und Kopfhaut, was zu einer gesünderen Kopfhautumgebung führt.
  • Mehr Volumen und Sprungkraft: Besonders feines Haar wirkt weniger platt, da es nicht durch den Silikonfilm beschwert wird und seine natürliche Struktur entfalten kann.
  • Längere Frische: Die Haare fetten langsamer nach, da die Kopfhaut nicht durch Silikonablagerungen verstopft wird.
  • Verbesserte Haarstruktur langfristig: Das Haar wird auf Dauer kräftiger, weniger brüchig und widerstandsfähiger, da es von innen heraus genährt wird.
  • Umweltfreundlicher: Viele silikonfreie Produkte sind auch frei von anderen bedenklichen Inhaltsstoffen wie Parabenen und Sulfaten und oft biologisch besser abbaubar.

Vergleich: Shampoos mit Silikonen vs. Shampoos ohne Silikone

MerkmalShampoos mit SilikonenShampoos ohne Silikone
Sofortiger Glanz/GeschmeidigkeitJa, durch äußeren FilmEntwickelt sich langsam, natürlicher Glanz
Langfristige PflegeErschwert Nährstoffaufnahme, kann zu Trockenheit führenFördert Nährstoffaufnahme, stärkt das Haar von innen
HaarvolumenKann feines Haar beschweren und platt wirken lassenUnterstützt natürliches Volumen und Sprungkraft
KopfhautbelastungKann Ablagerungen bilden, zu fettiger Kopfhaut führenSchonender zur Kopfhaut, weniger Rückstände
UmweltverträglichkeitSilikone sind schwer biologisch abbaubarOft biologisch besser abbaubar, umweltfreundlicher
ÜbergangsphaseNicht relevant2-3 Wochen nötig, bis Silikone ausgewaschen sind

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu silikonfreier Haarpflege

Im Folgenden beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Haarpflege ohne Silikone, Parabene und Sulfate:

F: Wie erkenne ich Silikone in meinem Shampoo?

A: Achten Sie auf der Inhaltsstoffliste (INCI-Liste) auf Begriffe, die auf -cone, -conol, -xane oder -siloxane enden. Typische Beispiele sind Dimethicone, Cyclomethicone, Amodimethicone oder Polysiloxane. Diese Bezeichnungen weisen auf das Vorhandensein von Silikonen hin.

F: Wie lange dauert es, bis mein Haar sich an silikonfreies Shampoo gewöhnt hat?

A: Die Umstellungsphase, in der die alten Silikonablagerungen aus dem Haar ausgewaschen werden, dauert in der Regel etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit kann das Haar anfangs etwas stumpfer oder strohiger wirken, da die Silikone, die es vorher ummantelt haben, fehlen. Haben Sie Geduld, es lohnt sich!

F: Sind Shampoos ohne Silikone weniger wirksam bei der Reinigung?

A: Nein, Shampoos ohne Silikone sind nicht weniger wirksam bei der Reinigung. Sie reinigen das Haar auf eine andere, schonendere Weise. Produkte ohne Sulfate schäumen eventuell weniger, was jedoch keinen Einfluss auf die eigentliche Reinigungsleistung hat. Das Haar wird gründlich gereinigt, ohne von unnötigen Filmen beschwert zu werden.

F: Sind Parabene und Sulfate immer schädlich?

A: Parabene und Sulfate gelten in den zugelassenen Mengen als unbedenklich. Allerdings können Sulfate bei empfindlicher Kopfhaut zu Irritationen führen, und Parabene stehen im Verdacht, Allergien auszulösen und sich im Körper anzureichern. Für Menschen, die Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legen oder empfindliche Haut haben, sind Produkte ohne diese Zusätze eine gute Wahl.

F: Ist Haarseife eine gute Alternative zu flüssigem Shampoo?

A: Ja, Haarseife ist eine ausgezeichnete, umweltfreundliche Alternative. Sie kommt oft ohne Plastikverpackung aus und enthält natürliche Öle. Die Anwendung erfordert möglicherweise eine kurze Gewöhnungsphase, besonders bei hartem Wasser, aber viele Nutzer schwören auf die pflegende Wirkung und den Umweltvorteil.

Verbraucherzentralen und Tests: Was sagen Experten?

Viele Verbraucher orientieren sich bei der Produktwahl an unabhängigen Tests und Empfehlungen großer Verbraucherzentralen. Um Ihnen einen Überblick zu geben, welche Institutionen bereits Shampoos ohne Silikone unter die Lupe genommen haben, haben wir die uns vorliegenden Informationen zusammengetragen:

Online Portal: Shampoo ohne Silikone Test durchgeführt?Ergebnis/Anmerkung
Stiftung WarentestKein expliziter Test für „Shampoo ohne Silikone“ durchgeführt. Es gibt jedoch auf deren Webseite brauchbare Hintergrundinformationen zu Inhaltsstoffen in Shampoos.
Konsument.at (Österreich)Ja, hat im April 2019 einen umfassenden Shampoo-Test durchgeführt, der auch Produkte ohne Silikone berücksichtigte.
ÖkotestJa, hat im April 2019 einen „Shampoo ohne Silikone Test“ durchgeführt und verschiedene Produkte bewertet.

Anmerkung: Wir möchten nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keinen eigenen Shampoo ohne Silikone Test durchgeführt haben. Unsere Bewertung und die hier bereitgestellten Informationen basieren auf sorgfältigen Recherchen im Internet und der Zusammenfassung öffentlich zugänglicher Daten. Diese Tabelle soll Ihnen lediglich als Orientierung dienen, welche großen Online-Magazine und Verbraucherportale die Produkte bislang getestet oder dazu Informationen veröffentlicht haben. Auch für die Richtigkeit und Aktualität dieser Tabelle übernehmen wir keine Haftung, wenngleich wir diese Inhalte gewissenhaft recherchiert haben.

Fazit: Der Weg zu gesundem, natürlichem Haar

Es lohnt sich also, ganz genau darauf zu achten, welche Inhaltsstoffe in Ihrem Shampoo enthalten sind. Der Umwelt zuliebe, aber auch für Ihre eigene Gesundheit und die langfristige Schönheit Ihres Haares. Shampoos ohne Parabene, Silikone oder Sulfate bieten keinerlei Nachteile in Bezug auf Reinigungsleistung oder Pflege. Ganz im Gegenteil: Sie erfüllen ihren Zweck bei der Haarpflege in vollem Umfang, sind aber gleichzeitig weniger belastend für die Umwelt und schonender zur Haut. Sie pflegen die Haare langfristig, indem sie deren natürliche Fähigkeit zur Aufnahme von Nährstoffen wiederherstellen und so für dauerhaft schöne, gepflegte und glänzende Haare sorgen. Der Umstieg auf eine natürliche Haarpflege ist ein Schritt zu mehr Wohlbefinden und einem bewussteren Umgang mit sich selbst und unserer Umwelt. Schenken Sie Ihrem Haar die Pflege, die es verdient – ganz ohne unnötige Zusätze.

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