Was ist der Unterschied zwischen Balayage und klassischen Strähnchen?

Balayage, Ombré & Strähnchen: Der große Vergleich

05/05/2023

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In der dynamischen Welt der Haarfärbetechniken haben sich in den letzten Jahren einige Trends etabliert, die den Wunsch nach Natürlichkeit und geringem Pflegeaufwand in den Vordergrund rücken. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein ganzer Haarschopf rigoros blondiert oder harte, unnatürliche Strähnchen direkt am Ansatz gesetzt wurden. Heute sehnen sich immer mehr Menschen nach einem Look, der so aussieht, als wäre er von der Sonne geküsst worden – weich, harmonisch und kaum merklich nachwachsend. Zwei Techniken haben sich in diesem Kontext besonders hervorgetan: Balayage und Ombré. Doch was genau unterscheidet sie voneinander und von den klassischen Strähnchen, die wir so lange kannten? Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der modernen Haarfärbekunst und enthüllen die Geheimnisse hinter diesen beliebten Trends.

Was ist der Unterschied zwischen Ombré und Balayage?
Sowohl bei Ombré als auch bei Balayage werden Strähnchen gesetzt, die nicht direkt am Ansatz, sondern weiter unten beginnen. Der Vorteil im Gegensatz zu klassischen Strähnchen bzw. Blondierungen ist natürlich, dass der Ansatz nicht ständig nachgefärbt werden muss und trotzdem immer gut aussieht.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Balayage? Die Kunst des Freihand-Färbens

Balayage ist weit mehr als nur eine Färbetechnik; es ist eine Kunstform, die ihren Namen aus dem Französischen ableitet, wo „Balayage“ „fegen“ oder „malen“ bedeutet. Dies beschreibt die Essenz der Methode perfekt: Bei der Balayage-Technik werden die Strähnchen nämlich freihändig auf das Haar „gemalt“, ganz ohne den Einsatz von Folien. Dies ermöglicht dem Friseur, besonders natürliche und harmonische Highlights zu setzen, die sich nahtlos in die natürliche Haarfarbe einfügen.

Das Ergebnis ist ein wunderschöner, fließender Übergang vom dunkleren Deckhaar zu den helleren Längen und Spitzen. Im Gegensatz zu Ombré, wo die Aufhellung oft erst ab Kinnhöhe beginnt, starten die Highlights bei Balayage bereits ab Ohrhöhe, und einzelne Strähnchen können sogar noch etwas höher angesetzt werden – niemals jedoch direkt am Ansatz. Da jede Strähne von Hand gemalt wird, variiert ihr Beginn und ihre Dicke viel mehr. Dadurch sind sie natürlich auch unterschiedlich dick. Das Ergebnis sieht natürlicher aus und der Kontrast vom Ansatz bis zu den Spitzen ist nicht ganz so groß.

Balayage für jede Haarfarbe?

Ein großer Vorteil der Balayage ist ihre beeindruckende Vielseitigkeit. Sie eignet sich für so gut wie jede Haarfarbe, ganz gleich, ob Sie ein tiefes Braun, ein sandiges Blond oder ein feuriges Rot haben. Lassen Sie sich am besten vom Friseur Ihres Vertrauens beraten, welche Nuancen zu Ihnen passen würden. Die einzige Haarfarbe, die wirklich etwas schwierig ist, ist Weißblond. Bei so extrem hellen Haaren ist es kaum noch möglich, noch hellere Strähnchen zu setzen.

  • Balayage Blond: Auch wenn Sie durch Ihre blonden Haare ohnehin schon ziemlich hell unterwegs sind, ist Balayage etwas für Sie. Durch die natürlichen Highlights können Sie mehr Bewegung in Ihr Haar bringen. Durch die unterschiedlich hellen Haarfarben entsteht dann optisch mehr Volumen – ohne, dass Sie im Alltag wirklich etwas dafür tun müssen. Haben Sie ein sehr warmes Blond, was vielleicht sogar in eine karamellige Richtung geht, können Sie diese durch goldblonde Strähnchen ergänzen. Haben Ihre Haare eher einen kühlen Unterton oder sind generell schon relativ hell, kann Ihr Friseur mit platinblonden Strähnchen arbeiten. Sie können aber auch in braune Haare blonde Highlights setzen. In diesem Fall spricht man tatsächlich von Bronde (Brown + Blonde). Auch hier hängt die Wahl der Farbe von dem Ton Ihrer natürlichen Haarfarbe ab.
  • Balayage Braun: Braune Haare sind wunderschön und haben genau wie blonde Haare ihre ganz eigene Magie. Diese können Sie durch Balayage noch etwas verstärken und mehr Dynamik hineinbringen. Balayage sorgt mit seinen unterschiedlichen Tönen im Haar auch hier dafür, dass optisch mehr Volumen entsteht. Je nach Haarfarbe und auch persönlichem Geschmack, können Sie Ihre braunen Haare durch karamellige oder rotbraune Highlights ergänzen. Wenn Sie einen stärkeren Effekt möchten, können Sie auch goldene, fast schon blonde Highlights setzen und so einen intensiveren Kontrast erzeugen.
  • Balayage Rot: Auch an roten Haaren sieht die Balayage-Technik wunderschön aus – vielleicht sogar gerade hier? Oft neigen rote Haare dazu, besonders gleichmäßig in der Farbgebung zu sein. Balayage kann hier weitere Nuancen hereinbringen und so für mehr Dynamik sorgen. Je nach Ihrer natürlichen Haarfarbe, können Sie Ihre roten Haare um ein paar Kupfertöne oder ein rötliches Blond ergänzen.

Warum Balayage? Die vielen Vorteile dieser Technik

Der Aufstieg von Balayage zur weltweit beliebtesten Färbetechnik ist kein Zufall. Sie bietet eine Reihe von unschlagbaren Vorteilen, die sowohl ästhetischer als auch praktischer Natur sind:

  • Natürlicher Look: Die Freihandtechnik erzeugt ein Ergebnis, das aussieht, als wäre es von der Sonne natürlich aufgehellt worden. Es gibt keine harten Linien oder Balken, was den Look besonders weich und fließend macht.
  • Geringer Pflegeaufwand: Einer der größten Vorteile ist, dass der Ansatz ausgespart wird. Dies führt dazu, dass kein harter Ansatz entsteht und Sie nicht ständig zum Nachfärben gehen müssen. Der Look sieht auch beim Herauswachsen immer gut aus.
  • Schonung der Kopfhaut: Balayage spart den Ansatz auf, wodurch dieser unbehandelt bleibt und die Kopfhaut geschont wird. Gerade bei einer empfindlichen Kopfhaut oder wenn Sie zu Schuppen neigen, sollten Sie mit chemischen Vorgängen an dieser Stelle vorsichtig sein.
  • Optisches Volumen und Dynamik: Durch die unterschiedlich dicken und hoch angesetzten Strähnchen entsteht eine optische Illusion von mehr Bewegung und Volumen im Haar. Balayage ist also auch ein großer Tipp für Frauen mit dünnen Haaren.

Balayage vs. Ombré vs. Klassische Strähnchen: Der große Vergleich

Lange Zeit haben alle nur vom Ombré gesprochen – jetzt will jeder Balayage. Aber was ist eigentlich der genaue Unterschied? Und wie unterscheiden sich beide von den traditionellen Strähnchen? Sowohl bei Ombré als auch bei Balayage werden Strähnchen gesetzt, die nicht direkt am Ansatz, sondern weiter unten beginnen. Der Vorteil im Gegensatz zu klassischen Strähnchen bzw. Blondierungen ist natürlich, dass der Ansatz nicht ständig nachgefärbt werden muss und trotzdem immer gut aussieht.

Ombré im Detail

Mit Ombré Hair ist eine Färbetechnik gemeint, die einen klaren Farbverlauf von dunklerem Haar am Ansatz zu hellerem Haar in den Spitzen aufweist. Die Spitzen sind hier also (im Gegensatz zu Balayage) ganz mit der helleren Farbe bedeckt. Das Ganze wird, ganz klassisch, vom Friseur in Folie gewickelt. Bei der Ombré Färbetechnik werden die Strähnchen etwa auf Kinnhöhe angesetzt und die Intensität nimmt bis in die Spitzen immer mehr zu. Generell wird bei Ombré Hair darauf geachtet, dass die gefärbten Strähnchen etwa drei bis vier Nuancen heller sind als das Deckhaar. Weniger würde nicht auffallen und mehr würde unnatürlich wirken.

Klassische Strähnchen im Detail

Klassische Strähnchen werden in der Regel mit Folien gesetzt und ziehen sich vom Ansatz bis in die Spitzen. Sie erzeugen oft einen sehr definierten, gleichmäßigen Look. Der Hauptnachteil ist, dass der Ansatz beim Nachwachsen schnell sichtbar wird, was regelmäßiges Nachfärben erfordert, um einen harten Übergang zu vermeiden. Sie sind weniger dynamisch und natürlich als die modernen Freihandtechniken.

Vergleichstabelle der Färbetechniken

MerkmalBalayageOmbréKlassische Strähnchen
TechnikFreihand-MaltechnikIn Folie gewickeltIn Folie gewickelt
Beginn der AufhellungAb Ohrhöhe, variierendAb KinnhöheDirekt am Ansatz
Farbverlauf / IntensitätFließend, natürlich, weich, unterschiedlich dickKlarer Verlauf von dunkel zu hell, Spitzen komplett bedecktGleichmäßig vom Ansatz bis in die Spitzen
Natürlichkeit des LooksSehr natürlich, wie von der Sonne geküsstWeniger natürlich als Balayage, kann bei zu starkem Kontrast unnatürlich wirkenKann hart und unnatürlich wirken, besonders beim Nachwachsen
WartungsaufwandGering (alle 3 Monate Auffrischen)Gering (kein harter Ansatz)Hoch (häufiges Nachfärben des Ansatzes nötig)
AnsatzKein harter AnsatzKein harter AnsatzHarter Ansatz sichtbar beim Nachwachsen
Volumen-EffektOptisch mehr Volumen und DynamikKann Volumen betonenWeniger dynamisch

Für wen eignet sich Balayage?

Da das Geheimnis von Balayage ein ganz leichter, fließender Übergang vom dunkleren Deckhaar zu den helleren Längen und Spitzen ist, muss dem entsprechend auch ein bisschen Haarlänge da sein, um diesen hinzubekommen. Zwar können Sie die Balayage-Technik bei jeder Haarlänge anwenden, doch so richtig zur Geltung kommt sie erst bei mittellangem oder noch besser langem Haar. Bei kürzeren Haaren wäre der Effekt des sanften Übergangs kaum sichtbar.

Praktische Aspekte der Balayage-Behandlung

Bevor Sie sich für eine Balayage entscheiden, sind einige praktische Fragen wichtig. Hier erfahren Sie, was Sie bezüglich Dauer, Kosten und Haltbarkeit erwarten können.

Wie lange dauert eine Balayage-Sitzung?

Planen Sie für eine Balayage-Sitzung im Salon ausreichend Zeit ein. Mindestens eine Stunde sollten Sie einplanen! Die Dauer kann aber auch je nach Haarlänge und -menge die doppelte Zeit in Anspruch nehmen. Bei sehr langem oder dichtem Haar kann die Behandlung also bis zu zwei Stunden oder länger dauern.

Was ist der Unterschied zwischen Balayage und klassischen Strähnchen?

Kosten: Wie teuer ist Balayage?

Möchten Sie sich Balayage beim Friseur machen lassen, müssen Sie mit 100 Euro oder mehr rechnen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Farbe verwendet und je mehr Strähnchen gesetzt werden müssen, desto teurer. Bei viel und langem Haar kann es also auch schon mal knapp 200 Euro kosten. Der Preis variiert auch je nach Salon und der Erfahrung des Friseurs.

Haltbarkeit von Balayage: So oft müssen Sie nachfärben

Theoretisch können Sie sich Balayage einmal färben lassen und es dann herauswachsen lassen. Es gibt ja schließlich keinen harten Ansatz, der auf einmal sichtbar wird. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber klassischen Färbetechniken. Möchten Sie den Balayage-Look aber so erhalten, wie Sie ihn sich ursprünglich haben färben lassen, reicht es, wenn Sie ihn etwa alle drei Monate nachfärben lassen. Dies macht Balayage zu einer sehr pflegeleichten und wartungsarmen Option.

Die Stars lieben Balayage

Sie setzen Trends, sie tragen Trends. Die Rede ist natürlich von den Stars und Sternchen. Kein Wunder also, dass auch Balayage nicht einfach so ignoriert wurde und auf dem ein oder anderen Promi-Haupt seine Spuren hinterlassen hat. Die natürlichen und doch glamourösen Looks der Celebrities sind oft das Ergebnis einer perfekt ausgeführten Balayage. Zu den prominenten Fans dieser Technik gehören unter anderem:

  • Kaia Gerber
  • Margot Robbie
  • Jessica Alba
  • Chrissy Teigen
  • Ashley Benson
  • Blake Lively
  • Sarah Jessica Parker

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Balayage

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Balayage, Ombré und Strähnchen.

Kann ich Balayage selbst machen?

Die Balayage-Technik ist eine Freihandtechnik, die viel Erfahrung, Präzision und ein gutes Auge für Farbverläufe erfordert. Es wird dringend empfohlen, Balayage nicht selbst zu Hause auszuprobieren. Das Risiko, ein ungleichmäßiges oder unnatürliches Ergebnis zu erzielen, ist sehr hoch. Überlassen Sie diese Kunst am besten einem professionellen Friseur.

Ist Balayage gut für dünne Haare?

Ja, absolut! Balayage ist sogar ein großartiger Tipp für Frauen mit dünnen Haaren. Durch die unterschiedlich hellen Haarfarben und die gezielte Platzierung der Highlights entsteht optisch mehr Bewegung und Volumen. Dies lässt die Haare voller und dynamischer wirken, ohne dass Sie im Alltag viel dafür tun müssen.

Wie oft muss ich Balayage nachfärben?

Einer der größten Vorteile von Balayage ist der geringe Pflegeaufwand. Da kein harter Ansatz entsteht, müssen Sie nicht ständig zum Friseur. Um den Look optimal zu erhalten, reicht es in der Regel aus, die Balayage etwa alle drei Monate auffrischen zu lassen. Sie können sie aber auch länger herauswachsen lassen, ohne dass es unordentlich aussieht.

Für welche Haarfarben ist Balayage geeignet?

Balayage eignet sich für so gut wie alle Haarfarben – egal ob Sie ein tiefes Braun mit Karamelltönen, ein sandiges Blond mit hellblonden Tönen oder ein feuriges Rot mit edlen Kupfertönen aufhellen möchten. Die einzige Haarfarbe, die wirklich etwas schwierig ist, ist Weißblond. Bei so extrem hellen Haaren ist es kaum noch möglich, noch hellere Strähnchen zu setzen. Ihr Friseur kann Sie individuell beraten.

Was ist der Hauptunterschied zwischen Balayage und Ombré?

Der Hauptunterschied liegt in der Technik und dem Beginn der Aufhellung. Bei Balayage werden die Strähnchen freihändig gemalt, beginnen variierend ab Ohrhöhe und sind unterschiedlich dick, was zu einem sehr natürlichen, weichen Übergang führt. Bei Ombré werden die Haare klassisch in Folie gewickelt, die Aufhellung beginnt meist ab Kinnhöhe, und die Spitzen sind vollständig bedeckt, was oft zu einem definierteren, stärkeren Kontrast führt.

Fazit

Balayage ist eine der beliebtesten Färbetechniken weltweit – und das völlig zu Recht. Die Fähigkeit, natürliche Highlights zu schaffen, die sich perfekt an Ihren Typ und Ihre Haarfarbe anpassen, macht sie zu einer idealen Wahl für alle, die sich einen frischen, modernen Look wünschen. Die Tage von harten, sichtbaren Ansätzen, die sich als harsche, dunkle Balken zeigen, gehören damit der Vergangenheit an. Es ist also auch was für Friseur-Muffel!

Wir haben Ihnen in diesem Artikel alle wesentlichen Informationen gegeben, die Sie vorab brauchen. Da die Freihandtechnik aber auch besonders schwierig ist, empfehlen wir Ihnen, sie nicht selbst auszuprobieren, sondern das Ganze einem Profi zu überlassen. Ihr Friseur kann Sie dann auch noch mal ganz individuell beraten, welche Farben für die Strähnchen zu Ihnen passen und sicherstellen, dass das Ergebnis Ihre Erwartungen übertrifft.

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