27/04/2018
Asch-Haarfarben erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Sie verleihen dem Haar eine kühle, elegante und oft sehr natürliche Ausstrahlung, indem sie warme Untertöne neutralisieren. Ob ein kühles Aschblond, ein mattes Aschbraun oder sogar ein dezentes Aschschwarz – die Bandbreite ist groß und bietet für viele Typen die passende Nuance. Doch wer schon einmal versucht hat, diesen begehrten Ton zu Hause zu erzielen, weiß, dass es eine gewisse Herausforderung sein kann. Oftmals schimmert nach dem Färben noch ein unerwünschter Gold- oder Rotstich durch. Das Geheimnis liegt nicht nur in der Wahl der richtigen Farbe, sondern vor allem in einem oft unterschätzten Faktor: der Einwirkzeit.

- Was macht Asch-Haarfarben so einzigartig?
- Die Wissenschaft hinter der Asche-Nuance: Warum Geduld sich auszahlt
- Optimale Einwirkzeiten für makellose Aschtöne
- Häufige Fehler beim Färben von Aschtönen und wie man sie vermeidet
- Pflege und Erhaltung Ihrer Asch-Haarfarbe
- Die Wahl des richtigen Aschtons: Eine Typberatung
- Häufig gestellte Fragen zu Asch-Haarfarben
- Fazit: Geduld ist der Schlüssel zur perfekten Asch-Nuance
Was macht Asch-Haarfarben so einzigartig?
Im Gegensatz zu warmen Haarfarben, die Pigmente wie Rot, Gold oder Kupfer enthalten, basieren Asch-Töne auf kühlen Pigmenten wie Blau, Grün oder Violett. Diese Pigmente sind darauf ausgelegt, die natürlichen warmen Untertöne des Haares zu neutralisieren, die beim Aufhellen oder Färben zum Vorschein kommen können. Stellen Sie sich das Farbrad vor: Blau neutralisiert Orange, Grün neutralisiert Rot, und Violett neutralisiert Gelb. Asch-Farben nutzen diese Prinzipien, um einen matten, rauchigen oder eben aschigen Effekt zu erzielen.
Die Komplexität der Asch-Nuance liegt darin, dass sie oft aus einer Mischung verschiedener kühler Pigmente besteht, die synergistisch wirken müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Diese Pigmente sind besonders empfindlich und entfalten ihre volle Wirkung erst unter den richtigen Bedingungen.
Die Wissenschaft hinter der Asche-Nuance: Warum Geduld sich auszahlt
Der wohl wichtigste Aspekt, der Asch-Haarfarben von anderen unterscheidet, ist die Art und Weise, wie sich die Pigmente während des Färbeprozesses entwickeln. Die Informationen, die uns zur Verfügung stehen, betonen es deutlich: Die Asche-Nuance entsteht erst in der letzten Phase des Einwirkens der Farbe. Dies ist ein entscheidender Punkt, der oft missverstanden wird.
Wenn Sie eine Haarfarbe auftragen, durchläuft sie verschiedene chemische Prozesse. Zuerst öffnen die alkalischen Bestandteile der Farbe die Schuppenschicht des Haares. Dann dringen die Farbmoleküle in den Haarschaft ein. Die eigentliche Pigmententwicklung, bei der die Farbstoffe oxidieren und ihre endgültige Größe und Farbe annehmen, ist ein schrittweiser Prozess. Bei Asch-Tönen sind die kühlen Pigmente oft die letzten, die sich vollständig entwickeln und ihre neutralisierende Wirkung entfalten.
Würden Sie die Farbe zu früh auswaschen, bevor diese letzten, entscheidenden Pigmente ihre Arbeit verrichtet haben, würden Sie mit einem unfertigen Ergebnis enden. Das Haar könnte immer noch einen unerwünschten Gelb- oder Orangestich aufweisen, da die kühlenden Asch-Pigmente nicht genügend Zeit hatten, diese warmen Töne zu überdecken oder zu neutralisieren. Die volle Neutralisierungskraft und die charakteristische matte Asch-Nuance bilden sich erst gegen Ende der empfohlenen Einwirkzeit aus.

Optimale Einwirkzeiten für makellose Aschtöne
Basierend auf den vorliegenden Informationen wird für Asch-Nuancen eine Einwirkzeit von 45 Minuten empfohlen. Im Vergleich dazu beträgt die Einwirkzeit für alle anderen Farben in der Regel 35 Minuten. Diese zusätzliche Zeit ist nicht willkürlich, sondern absolut notwendig, um das volle Potenzial der Asch-Pigmente zu entfalten.
Es ist verlockend, die Farbe früher auszuwaschen, besonders wenn man befürchtet, das Haar zu schädigen oder einen unerwünschten Grünstich zu bekommen. Doch gerade bei Aschtönen ist das Gegenteil der Fall: Das Verkürzen der Einwirkzeit führt fast immer zu einem unbefriedigenden Ergebnis. Die zusätzlichen 10 Minuten machen den Unterschied zwischen einem warmen, unerwünschten Ton und einer perfekten, kühlen Asch-Nuance.
Vergleich der Einwirkzeiten
| Haarfarb-Typ | Empfohlene Einwirkzeit | Ziel der Pigmententwicklung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Asch-Nuancen | 45 Minuten | Vollständige Neutralisierung warmer Töne, Entwicklung kühler Pigmente | Kühle Pigmente entwickeln sich zuletzt; erfordert Geduld für optimale Nuance |
| Andere Haarfarben (z.B. Gold, Kupfer, Naturtöne) | 35 Minuten | Farbablagerung, Entwicklung des gewünschten Farbtons | Pigmente entwickeln sich schneller oder erfordern keine Neutralisierung |
Häufige Fehler beim Färben von Aschtönen und wie man sie vermeidet
Das Färben mit Aschtönen kann seine Tücken haben. Hier sind einige häufige Fehler und wie Sie diese umgehen können:
- Zu kurze Einwirkzeit: Wie bereits erwähnt, ist dies der häufigste Fehler. Halten Sie sich strikt an die 45 Minuten, um die volle Wirkung der Asch-Pigmente zu gewährleisten.
- Falsche Ausgangsbasis: Aschtöne funktionieren am besten auf einem bereits aufgehellten oder von Natur aus helleren Haar. Wenn Ihr Haar sehr dunkel ist und einen starken Rot- oder Orangestich aufweist, kann es sein, dass eine Asch-Farbe allein nicht ausreicht, um diese Töne zu neutralisieren. Eine vorherige Aufhellung oder eine Korrektur durch einen Friseur ist möglicherweise notwendig.
- Unzureichende Produktmenge: Achten Sie darauf, genügend Farbe zu verwenden, um alle Haarpartien gleichmäßig zu sättigen. Unebene Auftragung führt zu fleckigen Ergebnissen.
- Überfärben auf porösem Haar: Sehr geschädigtes oder poröses Haar kann Farbe anders aufnehmen. Es kann dazu neigen, kühle Pigmente zu stark aufzunehmen, was zu einem Grünstich führen kann. Hier ist besondere Vorsicht geboten, und manchmal ist eine Vorbehandlung oder ein Friseurbesuch ratsam.
Probleme und Lösungen bei Asch-Haarfarben
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Gelb-/Orangestich bleibt | Zu kurze Einwirkzeit; unzureichende Neutralisierung | Einwirkzeit strikt einhalten (45 Min.); ggf. lila/blaues Shampoo verwenden |
| Grünstich im Haar | Haar zu hell/porös; zu viel blaue/grüne Pigmente auf unzureichend gelblichem Untergrund | Rot-pigmentiertes Shampoo verwenden; professionelle Korrektur |
| Fleckiges Ergebnis | Ungleichmäßiger Auftrag; unzureichende Produktmenge | Haar in Sektionen teilen; großzügig und gleichmäßig auftragen |
| Farbe wäscht schnell aus | Falsche Pflegeprodukte; zu häufiges Waschen; zu heißes Wasser | Sulfatfreie Shampoos; kühles Wasser; Hitzeschutz; Pflegeprodukte für coloriertes Haar |
Pflege und Erhaltung Ihrer Asch-Haarfarbe
Ist die perfekte Asch-Nuance einmal erreicht, möchten Sie natürlich, dass sie so lange wie möglich hält. Kühle Töne neigen dazu, schneller zu verblassen als warme Töne, da die blauen und violetten Pigmente anfälliger für Auswaschen und Oxidation sind. Hier sind einige Pflegetipps:
- Sulfatfreie Produkte: Sulfate können die Haarfarbe auswaschen. Verwenden Sie Shampoos und Conditioner, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden und sulfatfrei sind.
- Violett- oder Blaushampoo: Um Gelb- oder Orangestiche zu neutralisieren, die im Laufe der Zeit wieder zum Vorschein kommen können, verwenden Sie ein- bis zweimal pro Woche ein Violett- oder Blaushampoo. Beachten Sie die Einwirkzeit des Shampoos, um ein Überkorrigieren zu vermeiden.
- Hitzeschutz: Hitze von Stylinggeräten (Föhn, Glätteisen, Lockenstab) kann die Haarfarbe verblassen lassen und die Haare schädigen. Verwenden Sie immer einen Hitzeschutzspray.
- Kühles Wasser: Waschen Sie Ihre Haare mit lauwarmem oder kühlem Wasser. Heißes Wasser öffnet die Schuppenschicht und lässt die Farbe schneller entweichen.
- Sonnenschutz: UV-Strahlen können die Haarfarbe ausbleichen. Verwenden Sie Haarpflegeprodukte mit UV-Filter oder tragen Sie bei starker Sonneneinstrahlung einen Hut.
Die Wahl des richtigen Aschtons: Eine Typberatung
Nicht jeder Aschton passt zu jedem Hauttyp. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, sollten Sie Ihren Hautunterton berücksichtigen:
- Kühle Hauttöne: Wenn Ihre Haut einen rosigen oder bläulichen Unterton hat und Sie zu den Typen gehören, denen Silberschmuck besser steht als Goldschmuck, dann sind kühle Aschblond- oder Aschbrauntöne ideal für Sie. Sie unterstreichen Ihre natürliche Kühle.
- Neutrale Hauttöne: Wenn Sie weder deutlich warme noch deutlich kühle Untertöne haben, können Sie eine breitere Palette von Aschtönen ausprobieren. Oft passen hier Asch-Töne mit einem Hauch von Gold oder Beige, um nicht zu blass zu wirken.
- Warme Hauttöne: Wenn Ihre Haut einen goldenen, pfirsichfarbenen oder gelblichen Unterton hat und Ihnen Goldschmuck besser steht, sollten Sie vorsichtig mit reinen Aschtönen sein, da diese Ihr Gesicht fahl wirken lassen könnten. Hier könnten Sie Mischungen aus Asch und einem Hauch von Neutral oder Gold in Betracht ziehen, um einen ausgewogenen Look zu erzielen.
Auch die Augenfarbe spielt eine Rolle: Kühle Aschtöne können blaue und graue Augen besonders gut zur Geltung bringen, während sie bei braunen oder grünen Augen einen interessanten Kontrast schaffen können.
Häufig gestellte Fragen zu Asch-Haarfarben
- Kann ich Asch-Haarfarbe auf jedes Haar auftragen?
- Grundsätzlich ja, aber das Ergebnis hängt stark von Ihrer Ausgangshaarfarbe ab. Auf sehr dunklem Haar kann ein reiner Aschton möglicherweise nicht die gewünschte Neutralisierung erzielen, ohne dass das Haar vorher aufgehellt wird. Bei stark vorpigmentiertem oder sehr dunklem Haar ist oft eine professionelle Vorbehandlung sinnvoll.
- Was passiert, wenn ich die Farbe zu früh auswasche?
- Wenn Sie die Farbe vor der empfohlenen Einwirkzeit (45 Minuten für Aschtöne) auswaschen, haben die kühlen Asch-Pigmente nicht genügend Zeit, sich vollständig zu entwickeln und die warmen Untertöne zu neutralisieren. Das Ergebnis ist oft ein unerwünschter Gelb- oder Orangestich, da die warmen Pigmente, die beim Aufhellen freigesetzt werden, nicht ausreichend abgedeckt wurden.
- Wie pflege ich meine Asch-Haarfarbe, damit sie lange hält?
- Verwenden Sie sulfatfreie Shampoos und Conditioner, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden. Integrieren Sie ein Violett- oder Blaushampoo in Ihre Pflegeroutine (1-2 Mal pro Woche), um Gelbstiche zu neutralisieren. Schützen Sie Ihr Haar vor Hitze und UV-Strahlen und vermeiden Sie zu heißes Wasser beim Waschen.
- Warum wird meine Asch-Haarfarbe grünlich oder bläulich?
- Ein Grünstich kann entstehen, wenn das Haar zu hell oder zu porös ist und die blauen/grünen Pigmente der Aschfarbe zu stark aufgenommen werden, insbesondere wenn die Ausgangsbasis nicht genügend gelbe oder rote Untertöne zum Neutralisieren hatte. Dies passiert oft bei stark aufgehelltem oder platinblondem Haar. Ein Blaustich ist weniger häufig, kann aber bei extrem heller Basis und sehr intensiven Asch-Tönen auftreten. In solchen Fällen kann ein rot-pigmentiertes Shampoo helfen, den Grünstich zu neutralisieren, oder es ist eine professionelle Korrektur notwendig.
- Muss ich meine Haare vor dem Färben mit Aschtönen aufhellen?
- Das hängt von Ihrer aktuellen Haarfarbe und dem gewünschten Aschton ab. Wenn Ihr Haar dunkler ist als der gewünschte Aschton oder starke Rot- und Orangepigmente aufweist, ist eine vorherige Aufhellung oft notwendig. Reine Aschfarben können das Haar nicht ausreichend aufhellen und gleichzeitig neutralisieren. Bei helleren Naturtönen oder bereits blondiertem Haar ist eine Aufhellung in der Regel nicht erforderlich.
Fazit: Geduld ist der Schlüssel zur perfekten Asch-Nuance
Die Asch-Nuance ist eine Kunst für sich, die Präzision und Verständnis erfordert. Der entscheidende Faktor, um diese kühlen, edlen Töne zu erzielen und unerwünschte warme Untertöne zu verbannen, ist die Einhaltung der korrekten Einwirkzeit. Indem Sie die Farbe für die empfohlenen 45 Minuten einwirken lassen, geben Sie den empfindlichen Asch-Pigmenten die nötige Zeit, sich vollständig zu entwickeln und ihre volle neutralisierende Kraft zu entfalten. Mit der richtigen Anwendung und einer sorgfältigen Pflege können auch Sie die Schönheit einer makellosen Asch-Haarfarbe genießen und Ihrem Look eine kühle, raffinierte Note verleihen.
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