18/09/2024
In einer Welt, in der chemische Zusatzstoffe und Plastikverpackungen immer mehr hinterfragt werden, suchen viele nach natürlichen Alternativen für den Alltag. Haarspray, ein unverzichtbares Stylingprodukt für viele, steht dabei oft im Fokus. Doch die gute Nachricht ist: Haarspray lässt sich ganz einfach und mit wenigen, natürlichen Zutaten selbst herstellen. Dieser Artikel zeigt Ihnen nicht nur, wie Sie auf gesunde Weise Ihre Frisur fixieren, sondern auch, wie Sie Ihre Haare gleichzeitig pflegen und ihnen neuen Glanz verleihen können. Tauchen Sie ein in die Welt der DIY-Haarpflege und entdecken Sie die Vorteile selbstgemachter Produkte.

- Warum Haarspray selber machen?
- DIY Haar-Sprühkur für intensive Pflege
- Anleitung: Herstellung und Anwendung der Sprühkur
- Spezielle Rezepte für DIY Haarsprays
- Alternative Haarfestiger aus dem Haushalt
- Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- Aufbewahrung und Haltbarkeit Ihrer DIY Produkte
- Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Warum Haarspray selber machen?
Herkömmliche Haarsprays sind oft voll von synthetischen Inhaltsstoffen, die bei häufiger Anwendung die Haarstruktur schädigen oder die Kopfhaut reizen können. Von Alkoholen, die austrocknen, bis hin zu Silikonen, die das Haar beschweren – die Liste der bedenklichen Substanzen ist lang. Wer auf seine Gesundheit und die Umwelt achtet, findet im selbstgemachten Haarspray eine ideale Lösung. Sie wissen genau, was in Ihrem Produkt steckt, können es individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen und reduzieren gleichzeitig Plastikmüll, was die Nachhaltigkeit fördert. Zudem ist es eine kostengünstige Alternative zu teuren Markenprodukten und oft überraschend effektiv.
Die Geschichte des Haarsprays ist relativ jung. Es kam erst in den 1950er Jahren mit dem Aufkommen der Rockabilly-Frisuren auf den Markt und erlebte in den 70er und 80er Jahren einen Boom, insbesondere mit den punkigen Hahnenkämmen. Heute wird es vor allem zur Festigung von langen Haaren verwendet, um die Frisur vor Wind und Wetter zu schützen und kaputtem Haar einen seidigen Glanz zu verleihen. Doch dieser Schutz kommt oft zu einem hohen Preis für Haar und Kopfhaut. Es ist also durchaus sinnvoll, sich ein natürliches Haarspray selber herzustellen, auch wenn man es nur selten verwendet, da man keine große Flasche nutzlos im Schrank stehen hat und alle Inhaltsstoffe genau kennt.
Natürliches Haarspray mit Zucker oder Honig
Eines der einfachsten und effektivsten Rezepte für selbstgemachtes Haarspray basiert auf Zucker oder Honig. Beide wirken als natürliche Klebemittel und verleihen der Frisur zuverlässigen Halt.
Rezept 1: Haarspray mit Zucker/Honig
- 50 ml destilliertes Wasser
- 5 bis 15 g Zucker (ca. 1 bis 3 TL), alternativ die entsprechende Menge an Honig
- Einen Tropfen ätherisches Öl (optional, für angenehmen Duft)
Zubereitung: Mischen Sie die drei Zutaten gründlich miteinander. Um das Auflösen zu erleichtern, können Sie das Wasser leicht erhitzen. Füllen Sie die fertige Mischung in eine Sprühflasche. Schon ist das DIY-Haarspray fertig. Je mehr Zucker Sie verwenden, desto stärker wird die Klebkraft.
Haltbarkeit: Da dieses DIY-Haarspray keine Konservierungsstoffe enthält, ist seine Haltbarkeit begrenzt. Lagern Sie es am besten im Kühlschrank, wo es etwa 3 bis 4 Wochen haltbar ist. Beginnen Sie am besten mit einer kleinen Menge, da die Herstellung so unkompliziert ist, dass Sie jederzeit frisches Spray zubereiten können.
Haarspray ohne Zucker: Die Salz-Alternative
Zuckerbasiertes Haarspray hat im Spätsommer einen kleinen Nachteil: Es kann Wespen anziehen. Eine hervorragende Alternative, die ebenfalls guten Halt bietet, ist Salz. Dies ist besonders vorteilhaft für diejenigen, die eine weniger klebrige Textur bevorzugen oder Probleme mit Insekten haben.
Rezept 2: Haarspray mit Salz
- 50 ml destilliertes Wasser
- 1 Teelöffel Salz
- 1 bis 2 ml Arganöl (optional, für trockene Haare)
- Zusätzlich ätherisches Öl (optional, für Duft)
Zubereitung: Mischen Sie Wasser und Salz, bis das Salz vollständig gelöst ist. Fügen Sie bei Bedarf Arganöl hinzu, wenn Sie zu trockenem Haar neigen. Neigen Sie hingegen eher zu fettigem Haar, verzichten Sie auf den Zusatz von Öl. Ein paar Tropfen ätherisches Öl sorgen für einen angenehmen Duft. Gut schütteln und in eine Sprühflasche füllen.
Spezielle Variationen:
- Für glatte Haare: Möchten Sie Ihre Haare eher glätten, können Sie zu Aloe Vera greifen. Sie benötigen lediglich einen EL des Safts, 100 ml Wasser sowie etwas Glyzerin.
- Zum Aufhellen der Haare: Wenn Sie Ihre Haare ein wenig aufhellen möchten, bietet sich eine Mischung aus 100 ml Wasser, 2 ml Mandelöl, 2 Tropfen Kamillenöl sowie 15 ml Zitronensaft (ergibt sich etwa aus einer halben ausgepressten Zitrone) an. Nun noch kräftig schütteln und schon ist das aufhellende Spray fertig.
Auch diese Alternativmischungen halten sich nur begrenzt. Bewahren Sie sie daher am besten im Kühlschrank auf.

Tipp für sehr trockenes Haar: Für sehr trockenes Haar bietet sich auch Kokosöl als Zusatz an. Da dieses jedoch nur in erwärmtem Zustand flüssig ist, eignet es sich nur, sofern Sie jeden Tag Zeit ins Erwärmen investieren möchten.
DIY Haar-Sprühkur für intensive Pflege
Wenn Sie nach einer schnellen und effektiven Methode suchen, um trockenes Haar wiederzubeleben, ist eine feuchtigkeitsspendende DIY Haar-Sprühkur die perfekte Lösung! Dieses einfache Rezept aus natürlichen Inhaltsstoffen spendet Feuchtigkeit und bändigt widerspenstiges Haar und verleiht ihm gleichzeitig einen Hauch von Glanz. Egal, ob Sie gegen Trockenheit kämpfen oder Ihr Haar den ganzen Tag über frisch aussehen lassen möchten, diese leichte Leave-In Sprühhaarkur ist ein Muss für Ihre Haarpflegeroutine. Die Vielseitigkeit dieser Kuren ist beeindruckend.
Wirkung & Vorteile einer selbstgemachten Haar-Sprühkur
Diese Sprühkuren nutzen die Kraft natürlicher Inhaltsstoffe und bieten eine Vielzahl von Vorteilen:
- Spendet krausem, trockenem Haar intensive Feuchtigkeit.
- Bietet tiefgehende Pflege für hochporöses Haar (ideal für Locken) ohne es zu beschweren.
- Lindert juckende Kopfhaut und verringert Haarausfall.
- Fördert das Haarwachstum.
- Frei von aggressiven Chemikalien wie Propylenglykol, das in vielen kommerziellen Produkten enthalten ist und das Haar austrocknen kann.
Je nach Haartyp und gewünschtem Effekt können Sie die Inhaltsstoffe anpassen. Bei hochporösem Haar, das Wasser und Öle leicht aufnimmt, sind natürliche Öle wie Argan- oder Jojobaöl ein Muss. Sie liefern Aminosäuren und Fettsäuren, die das Haarwachstum und die Kopfhautgesundheit fördern. Wenn Ihr Haar hingegen eher wenig porös ist und Öl es beschweren würde, ist Aloe Vera eine hervorragende Basis, oft in Kombination mit Glycerin, das die Aufnahme der Feuchtigkeit verbessert. Aloe Vera ist extrem feuchtigkeitsspendend und stimuliert die Haarfollikel, wodurch das Haarwachstum gefördert und Haarausfall verhindert wird. Auch Kopfhautprobleme wie juckende Kopfhaut können mit dieser DIY Haar-Sprühkur behandelt werden.
Zutaten für Ihre DIY Haar-Sprühkur im Detail
Die Basis Ihrer Sprühkur sollte immer gefiltertes oder destilliertes Wasser sein, um Kalk und Chemikalien aus dem Leitungswasser zu vermeiden. Eine Menge von 50-60 ml ist ideal, da diese Kuren ohne Konservierungsmittel nur wenige Tage haltbar sind.
Die Basis-Optionen:
- Destilliertes oder gefiltertes Wasser: Die reinste Form für Ihre Basis.
- Kamillentee oder grüner Tee: Nach dem Abkühlen als Basis verwendbar. Kamillentee ist gut für blondes Haar und bei Schuppen, grüner Tee fördert das Haarwachstum und beugt Haarausfall vor.
- Rosenwasser: Reduziert Schuppen, spendet trockenem, strapaziertem Haar Feuchtigkeit und verleiht Glanz. Kann pur oder verdünnt (50:50 mit Wasser) verwendet werden.
Aloe Vera:
Sie können bis zu einem Drittel der Basis durch Aloe-Vera-Saft ersetzen oder einen Esslöffel Aloe-Vera-Gel hinzufügen. Achten Sie bei gekauftem Gel darauf, dass es nicht zu viele Zusatzstoffe enthält und nicht zu dick ist. Selbstgemachtes Aloe-Vera-Gel ist im Allgemeinen eher flüssig und wäre ideal. Beachten Sie, dass Aloe Vera einen leichten Film auf Ihren Haaren hinterlassen kann; in diesem Fall kann es als Vorbehandlung vor dem Shampoo oder als Haarmaske verwendet und anschließend ausgespült werden.
Die Feuchthaltemittel:
Glycerin, Honig und Pentylenglykol spenden dem Haar Feuchtigkeit und binden die Feuchtigkeit in den Haarschäften ein. Glycerin verstärkt den Glanz und verleiht Ihren Haaren ein strahlendes Aussehen. Wenn Sie lockiges Haar haben, kann Glycerin Ihre Locken verbessern, indem es Frizz bändigt. Honig ist ein natürliches Feuchthaltemittel und kann auch bei der Behandlung von brüchigem Haar und Kopfhautproblemen hilfreich sein. Er kann Ihr Haar auch auf natürliche Weise aufhellen (wenn er im Haar bleibt und nicht ausgespült wird). Pentylenglykol, nicht zu verwechseln mit dem schädlichen Propylenglykol, kommt in bestimmten Pflanzen natürlich vor und wird in der Naturkosmetikindustrie häufig als Lösungsmittel, Konservierungsmittel und Feuchthaltemittel verwendet, da es weitgehend verträglich ist. Bei der Herstellung von feuchtigkeitsspendendem Haarwasser mit Öl und Wasser ist Pentylenglykol eine fantastische Ergänzung, da es die Verbindung dieser beiden Stoffe erleichtert und Ihr Produkt bis zu einem gewissen Grad konserviert.
Apfelessig:
Apfelessig verstärkt den Glanz, gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus und hilft bei Schuppen und juckender Kopfhaut. Verdünnen Sie Apfelessig immer mit Wasser und verwenden Sie nicht mehr als einen Esslöffel (bei einer Basis von 50 ml). Apfelessig ist auch ein großartiger Conditioner, aber wenn Sie ihn verwenden, müssen Sie das Spray nach etwa 20 bis 30 Minuten ausspülen, da er säurehaltig ist!
Öle (Arganöl, Kokosöl, Olivenöl, Jojobaöl):
Arganöl, Kokosöl, Olivenöl und Jojobaöl sind fantastische Öle zur Pflege Ihrer Haare. Wenn Sie diese Haar-Sprühkur jedoch als Leave-in-Behandlung verwenden, können Öle Ihr Haar beschweren oder Rückstände hinterlassen (insbesondere bei dünnem und wenig porösem Haar). Öle sollten daher vorwiegend von Personen mit hochporösem Haar und/oder Personen mit krausem, lockigem Haar verwendet werden. Kokosöl sollte nur während der wärmeren Monate verwendet werden, wenn es flüssig ist, oder Sie können es durch fraktioniertes Kokosöl oder MCT-Öl ersetzen. Jojobaöl ist ein leichteres Öl, wohingegen Olivenöl sehr feuchtigkeitsspendend ist (ideal für trockenes Haar).
Ätherische Öle (Teebaumöl, Lavendelöl):
Ätherisches Teebaumöl kann bei verschiedenen Kopfhautproblemen wie Trockenheit und Schuppen helfen. Ätherisches Lavendelöl fördert das Haarwachstum und verhindert Haarausfall. Einige Experten empfehlen, Teebaumöl mit einem Trägeröl zu verdünnen, da es bei manchen Menschen zu Reizungen führen kann. Wie bei den oben erwähnten Ölen sollten Sie Ihre Flasche vor der Anwendung unbedingt schütteln, da sich Öl und Wasser nicht gut mischen!
Anleitung: Herstellung und Anwendung der Sprühkur
Die Herstellung ist denkbar einfach:
- Geben Sie die gewünschten Zutaten, mit Ausnahme der Basis, in eine saubere Glas-Sprühflasche.
- Füllen Sie die Flasche dann mit der Basis (Wasser, Tee, Rosenwasser) auf.
- Schrauben Sie den Deckel auf und schütteln Sie die Flasche gut, um alles zu vermischen.
Anwendungsmöglichkeiten:
Diese Sprühkur kann vielfältig in Ihre Haarpflegeroutine integriert werden:
- Leave-in-Conditioner: Nach dem Haarewaschen ins feuchte Haar sprühen, beginnend mit den Wurzeln und bis in die Spitzen. Sie können es nach Bedarf auch ins trockene Haar sprühen. Massieren Sie Ihre Kopfhaut etwa ein bis zwei Minuten lang, um die Durchblutung zu verbessern und damit das Produkt besser aufgenommen wird. Um die Durchblutung weiter zu steigern, können Sie sich nach vorne beugen und den Kopf nach unten halten (nur wenn Ihnen dabei nicht schwindelig wird). Fahren Sie mit Ihrer üblichen Routine fort und lassen Sie das Haarwasser einwirken. Ideal für hochporöses Haar.
- Pre-Shampoo: Tragen Sie die DIY Haar-Sprühkur auf Ihr trockenes, ungewaschenes Haar auf und lassen Sie es etwa 30 Minuten bis zu einer Stunde einwirken. Eine Duschhaube kann die Wirkung durch die darunter erzeugte Körperwärme verbessern. Anschließend Haare wie gewohnt waschen.
- Haarmaske: Sie tragen sie genau wie beim Pre-Shampoo beschrieben auf, allerdings am Abend vor der Haarwäsche. Um zu vermeiden, dass Rückstände auf Ihren Kissenbezug gelangen, tragen Sie nachts eine Duschhaube oder legen Sie ein Handtuch über Ihr Kissen. Waschen Sie Ihr Haar am nächsten Morgen wie gewohnt.
- Spülung: Für diese Anwendung empfehlen wir, Ihrer Kreation Apfelessig hinzuzufügen! Eine gute Idee ist, auf die Öle zu verzichten. Waschen Sie Ihre Haare, steigen Sie aus der Dusche und tragen Sie das Feuchtigkeitsspray auf. Lassen Sie es etwa 20–30 Minuten einwirken und spülen Sie es dann aus.
Spezielle Rezepte für DIY Haarsprays
Hier sind einige weitere spezifische Rezepte für selbstgemachte Haarsprays, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Natürliches Haarspray ohne Silikone und Alkohol (mit Manuka Honig)
- 1 EL echter Manuka Honig
- 1,5 l kochendes Wasser
- 1 EL getrocknete Pfefferminzblätter
Zubereitung und Anwendung: Geben Sie die Pfefferminzblätter in eine Kanne und übergießen Sie sie mit dem kochenden Wasser. Nach circa 15 Minuten wird der Pfefferminztee durch ein Sieb gegossen und von den Blättern befreit. Wenn die erfrischend duftende Flüssigkeit etwas abgekühlt ist, kann der Manuka Honig zugegeben werden. Das naturreine Haarspray wird in eine Sprühflasche gefüllt und ist einsatzbereit.
Farbiges Haarspray für besondere Anlässe (z.B. Karneval)
- 50 ml kosmetisches Basiswasser (gibt es in der Apotheke oder im Internet)
- 3 Messlöffel (à 2,5ml) Festiger HF 37 (gibt es im Internet eventuell auch in der Apotheke)
- 2 Messlöffel (à 2,5ml) Perlglanz-Pigmente (gibt es ebenfalls im Internet)
Zubereitung und Anwendung: Basiswasser und Festiger werden in eine Sprühflasche gefüllt und kräftig geschüttelt, damit sie sich vermischen. Dann werden nach und nach die Farbpigmente dazugegeben und ebenfalls durch Schütteln der Flasche untergemischt. Das fertige Haarspray kann sofort zur Anwendung kommen.
Haarspray gegen Läuse (vorbeugend)
- 200 ml Basiswasser (gibt es in der Apotheke und im Internet)
- 10 Messlöffel (à 2,5ml) Festiger HF 64 (gibt es in der Apotheke, bei Spinnrad, im Internet)
- 1,5 Messlöffel (à 2,5ml) Panthenol
- 5 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl
- 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl
Zubereitung und Anwendung: Zuerst wird der Festiger ins Basiswasser eingerührt. Dann wird die Mischung in eine Sprühflasche gegeben. Das Panthenol wird zugefügt und durch kräftiges Schütteln der verschlossenen Flasche untergemischt. Zum Schluss werden die ätherischen Öle in die Flasche getropft. Es wird nochmals kräftig geschüttelt und das Anti-Läuse-Haarspray kann zum Einsatz kommen. Es sollte auf das gesamte Haar aufgesprüht werden. Besonders beachtet werden dabei die Schläfen, die Stirn und der Nacken. Achtung: Das Spray tötet keine Läuse, sondern es beugt dem Läusebefall vor. Da Läuse glatte, reine Haare bevorzugen und auch ätherische Öle nicht mögen, werden sie sich vornehmlich ein anderes Opfer suchen.
Festigendes Haarspray ohne Duftstoffe
- 100 ml Basiswasser (gibt es in der Apotheke oder im Internet)
- 6 Messlöffel (à 2,5ml) Festiger (gibt es in der Apotheke oder im Internet)
Zubereitung und Anwendung: Die Zutaten werden in eine Sprühflasche gefüllt. Die Flasche wird verschlossen und kräftig durchgeschüttelt. Wenn sich beide Komponenten vermischt haben, kann das Haarspray zum Einsatz kommen.
Alternative Haarfestiger aus dem Haushalt
Manchmal muss es schnell gehen, oder Sie möchten einfach experimentieren. Viele alltägliche Produkte können als effektiver Haarfestiger dienen. Diese natürlichen Alternativen sind oft genauso wirksam wie gekauftes Haarspray, ohne die schädlichen Chemikalien.
| Alternative | Zubereitung & Anwendung | Vorteile |
|---|---|---|
| Bier | Auf frisch gewaschene Haare gießen und mit den Fingerspitzen gut einmassieren. Danach stylen. Der herbe Biergeruch verfliegt rasch, die festigende Wirkung bleibt. | Preiswert, gesund, natürlicher Halt. |
| Cola oder Orangenlimonade | 200 ml Limonade mit 100 ml kaltem Wasser mischen, in eine Sprühflasche füllen. Sofort einsatzbereit. | Hoher Zuckergehalt für Festigung, sofort einsatzbereit. |
| Honig | Zwei Esslöffel Honig in einem Viertelliter warmem Wasser (max. 40°C) auflösen. Rühren, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen, in Sprühflasche füllen. | Hoher Zuckergehalt, pflegend, natürlich. |
| Rasierschaum | Eine haselnussgroße Menge auf die Handfläche sprühen und mit den Fingerspitzen großzügig auf den Haaren verteilen. Sobald er getrocknet ist, verleiht er der Frisur Stabilität. | Schnelle Notlösung, festigt das Haar. |
| Zuckerlösung | 150 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und fünf Esslöffel Zucker unterrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen, in Sprühflasche füllen. | Einfach, effektiv, aus Haushaltszutaten. |
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- Kann ich Haarspray selber machen?
- Ja, absolut! Es ist einfacher als Sie denken und Sie können es mit wenigen, natürlichen Zutaten herstellen.
- Kann ich Haarspray auch ohne Zucker oder Honig herstellen?
- Ja, die gängigste Alternative zu Zucker ist Salz. Auch andere natürliche Festiger wie Bier oder spezielle Festiger-Zutaten aus der Apotheke ermöglichen zuckerfreie Sprays.
- Ist es egal, welches ätherische Öl ich verwende?
- Sie können den Duft nach Belieben wählen. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um naturreines ätherisches Öl handelt. Einige Öle (z.B. Lavendel, Teebaum) bieten zusätzliche pflegende oder schützende Eigenschaften.
- Was sind die Nachteile von gekauftem Haarspray?
- Gekaufte Haarsprays enthalten oft chemische Substanzen, die bei häufiger Anwendung die Haarstruktur schädigen oder die Kopfhaut angreifen können. Sie können das Haar austrocknen oder Rückstände hinterlassen.
- Wie lange hält selbstgemachtes Haarspray?
- Da selbstgemachte Sprays in der Regel ohne Konservierungsstoffe auskommen, ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Im Kühlschrank halten sie in der Regel 3 bis 4 Wochen (für Haarspray) bzw. 3-5 Tage (für Sprühkuren).
- Kann selbstgemachtes Haarspray Läuse abwehren?
- Einige Rezepte mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus- oder Lavendelöl können Läuse abwehren, da diese die Gerüche und die Textur der Haare nicht mögen. Sie töten die Läuse jedoch nicht, sondern wirken vorbeugend.
Aufbewahrung und Haltbarkeit Ihrer DIY Produkte
Die Haltbarkeit Ihrer selbstgemachten Haarpflegeprodukte ist ein wichtiger Aspekt. Da wir auf künstliche Konservierungsstoffe verzichten, ist es entscheidend, die Produkte richtig zu lagern und in kleinen Mengen herzustellen. Für die meisten Haarsprays mit Zucker oder Salz gilt: Im Kühlschrank sind sie etwa 3 bis 4 Wochen haltbar. Haar-Sprühkuren, insbesondere solche mit frischen Zutaten wie Aloe Vera Gel, sollten sogar innerhalb von 3 bis 5 Tagen aufgebraucht werden. Wenn Sie Pentylenglykol hinzufügen, kann dies die Haltbarkeit etwas verlängern. Eine getönte Glasflasche ist immer eine gute Wahl, besonders wenn Sie ätherische Öle verwenden, da diese lichtempfindlich sein können (z.B. Teebaumöl, das bei längerer Einwirkung von Tageslicht toxisch werden kann). Lagern Sie das Produkt für eine optimale Anwendung in einer Sprühflasche, vorzugsweise aus Glas, und schütteln Sie diese vor jeder Anwendung kräftig.
Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Obwohl natürliche Zutaten im Allgemeinen gut verträglich sind, ist es immer ratsam, vor der ersten vollständigen Anwendung einen Patchtest durchzuführen. Tragen Sie eine kleine Menge des Produkts auf eine unauffällige Hautstelle auf (z.B. hinter dem Ohr oder in der Armbeuge) und warten Sie 24 Stunden, um mögliche allergische Reaktionen auszuschließen. Die hier aufgeführten Inhaltsstoffe sind im Allgemeinen sicher, können aber bei manchen Personen individuelle Reaktionen hervorrufen. Achten Sie bei der Verwendung von ätherischen Ölen stets auf die korrekte Verdünnung und Qualität (naturrein). Einige Öle, wie Teebaumöl, sollten nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden und sind bei längerer Lichteinwirkung toxisch. Schütteln Sie Flaschen mit Ölen und Wasser vor jeder Anwendung kräftig, da sich diese nicht von selbst mischen.
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