22/09/2018
Jeder Friseurunternehmer träumt von einem stabilen und idealerweise stetig wachsenden Einkommen aus seinem Salon. Doch die Realität, insbesondere in unsicheren Zeiten, zeigt oft, wie anfällig Geschäfte sein können. Krisen, ob globaler Natur wie Pandemien oder lokaler Art wie Personalausfälle, kommen unerwartet und sind eine feste Größe im Geschäftsleben. Sie fordern uns heraus, unsere Resilienz zu beweisen und unsere Strategien ständig zu hinterfragen und anzupassen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht darin, Krisen zu vermeiden – das ist unmöglich –, sondern darin, ein Unternehmen aufzubauen, das auch unerwartete Rückschläge verkraften und gestärkt daraus hervorgehen kann. Es geht nicht nur darum, Rücklagen zu bilden, was selbstverständlich sein sollte, sondern vielmehr um eine proaktive, unternehmerische Denkweise, die konzeptionelle Missstände und Versäumnisse in der Salonführung von vornherein ausschließt. In diesem umfassenden Leitfaden beleuchten wir fünf prinzipielle Schritte, die Ihnen helfen, die Weichen für die Zukunft Ihres Friseursalons auf „Erfolg“ zu stellen und ihn auch in schwierigen Zeiten zu sichern.

1. Passen Sie Ihre Preise regelmäßig an!
Eine der häufigsten und doch folgenschwersten Fehlentscheidungen vieler Friseure ist das Zögern bei Preisanpassungen. Während die Kosten für Miete, Produkte, Energie und Personal stetig steigen, bleiben die Dienstleistungspreise oft über Jahre hinweg unverändert. Dies ist ein doppelter Verlust: Zum einen sinkt Ihr Geschäftsgewinn kontinuierlich, da die Deckungsbeiträge schrumpfen und Ihr Unternehmerlohn immer geringer ausfällt. Zum anderen verlieren Sie privat an Kaufkraft, da Ihr (schon geringeres) Einkommen durch die allgemeine Inflation zusätzlich entwertet wird. Sie können sich immer weniger leisten, was langfristig zu einer Einschränkung Ihres Lebensstils führt.
Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie Ihre Preise mindestens einmal jährlich, idealerweise orientiert am Verbraucherpreisindex und den gewerblichen Kostensteigerungen, anpassen. In Zeiten außergewöhnlich hoher Inflation können auch mehrere kleinere Anpassungen pro Jahr sinnvoll sein. Das Versäumnis, dies zu tun, führt unweigerlich dazu, dass ein immer größerer Teil Ihres Gewinns von den steigenden Kosten „aufgefressen“ wird. Dies betrifft nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeiter, deren Lebenshaltungskosten ebenfalls steigen. Eine faire und wettbewerbsfähige Bezahlung ist entscheidend für Motivation und Mitarbeiterbindung. Stagnierende Löhne führen zu Unmut und können die Leistungsbereitschaft drastisch mindern, was wiederum den Kundenservice beeinträchtigt und einen Teufelskreis in Gang setzt.
Viele Friseure scheuen Preiserhöhungen aus Angst vor Kundenverlust. Doch seien wir ehrlich: Zufriedene Stammkunden, die den Wert Ihrer Arbeit schätzen, werden eine moderate Preisanpassung in der Regel akzeptieren. Kleine, regelmäßige Schritte sind weitaus besser als ein drastischer Preissprung nach Jahren der Stagnation, der die Kunden tatsächlich verschrecken könnte. Wichtig ist jedoch: Ihre Leistung muss den höheren Preis auch rechtfertigen. Wenn Sie lediglich das bieten, was ein Billigfriseur um die Ecke anbietet, wird jede Preiserhöhung zum Bumerang. Bieten Sie einen klaren Mehrwert, der Ihre Preise legitimiert.
Vermeiden Sie es tunlichst, in einen Preiskampf mit Billigketten zu treten. Als Einzelsalon können Sie deren Kostenstrukturen und damit deren Niedrigpreise niemals dauerhaft unterbieten. Dieser Kampf ist von vornherein verloren und führt unweigerlich in den Ruin. Stattdessen sollten Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren und den Wert Ihrer Dienstleistung hervorheben. Der Weg zum Erfolg führt nicht über den niedrigsten Preis, sondern über den höchsten Kundennutzen und eine faire Vergütung Ihrer Arbeit.
| Preisstrategie | Eigenschaften | Vorteile | Nachteile für Einzelsalons |
|---|---|---|---|
| Preisdumping | Sehr niedrige Preise, oft unter dem Marktdurchschnitt. Fokus auf Masse. | Kann kurzfristig viele preissensible Kunden anziehen. | Geringe Margen, erschwert Investitionen, zieht oft untreue Kunden an, schwer mit hoher Qualität zu verbinden, nicht nachhaltig gegen Ketten. |
| Wertorientierte Preisgestaltung | Preise spiegeln den hohen Wert der Dienstleistung, Qualität und Kundenerfahrung wider. | Höhere Margen, zieht qualitätsbewusste und treue Kunden an, ermöglicht Investitionen in Qualität und Service, schafft Spezialisten-Image. | Kann preissensible Kunden abschrecken, erfordert konstante hohe Qualität und exzellenten Service. |
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Preiserhöhung und wie kommuniziere ich sie?
Der psychologisch und wirtschaftlich beste Zeitpunkt für eine Preisanpassung ist regelmäßig, nicht nur in Krisenzeiten. Kleine, jährliche Anpassungen sind weniger schmerzhaft für Kunden als seltene, große Sprünge. Kommunizieren Sie Preiserhöhungen transparent und selbstbewusst, idealerweise mit einem Hinweis auf die gestiegenen Kosten und die kontinuierliche Investition in Qualität und Service. Betonen Sie den Mehrwert, den Ihre Kunden erhalten. Erklären Sie, dass Sie auch weiterhin in die Weiterbildung Ihres Teams, in hochwertige Produkte und in ein angenehmes Ambiente investieren, um das bestmögliche Erlebnis zu gewährleisten.
2. Grenzen Sie Ihre Zielgruppe ein! Wer sind Ihre besten Kunden?
„Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen zum sicheren Misserfolg: Es jedem recht machen zu wollen.“ Dieses Zitat von Plato trifft den Kern vieler unternehmerischer Fehltritte. Viele Friseure versuchen, jeden Kunden zufrieden zu stellen und verlieren sich dabei in einem Meer von unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen. Der Kardinalfehler ist, sich mit den „falschen“ Kunden zu verzetteln – jenen, die nur des Preises wegen kommen und keine langfristige Bindung aufbauen.
Konzentrieren Sie sich stattdessen auf eine spezifische Zielgruppe, die den Wert Ihrer Arbeit und Ihre menschliche Kompetenz zu schätzen weiß. Hier greift der sogenannte „Qualitätsvermutungs-Effekt“: Konsumenten schließen von einem höheren Preis oft auf eine höhere Qualität. Dies gilt besonders für Friseure im Premium-Segment. Der Umkehrschluss „Billig kann nicht gut sein“ sorgt dafür, dass die „richtigen Kunden“ gar nicht erst den Weg zu Billiganbietern finden. Und die untreuen Preissucher, die nur des günstigsten Angebots wegen kommen, sind ohnehin keine tragfähige Basis für langfristigen Erfolg.
Ihre Energie und Ressourcen sollten Sie auf Ihre „A-Kunden“ lenken – jene, die loyal sind, Ihre Empfehlungen schätzen und Sie aktiv weiterempfehlen. Analysieren Sie, was diese Menschen gemeinsam haben: Alter, Haushaltseinkommen, modische Vorlieben, gelebter Lifestyle, Karrieretyp und vieles mehr. Haben Sie die Hauptmerkmale Ihrer besten und treuesten Kunden identifiziert, kennen Sie Ihre Zielgruppe. Fantastisch! Schneiden Sie nun all Ihre Maßnahmen – Ihre Dienstleistungen, Ihre Preise, Ihre Kommunikation – präzise auf die speziellen Bedürfnisse dieser Menschen zu. Ja, dabei werden Sie vielleicht den einen oder anderen Kunden verlieren, der nicht in dieses Profil passt. Aber das ist kein Verlust, sondern eine Bereinigung, die den Fokus schärft.
„Wenige begeisterte Kunden sind viel mehr wert, als ein riesiger Haufen untreuer Preisjäger!“ Dieser Leitsatz sollte Ihr Mantra sein. Indem Sie Ihre Zielgruppe eingrenzen und Ihr Angebot immer passgenauer gestalten, steigern Sie die Zufriedenheit dieser spezifischen Kunden. Sie erlangen das Image eines Spezialisten, können überzeugender kommunizieren und werden glaubwürdiger. Ihre Klientel wandelt sich vom „Kunden“ zum „Fan“. Solche Fans sorgen für langfristige Kundentreue, die auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten für relativ sichere Einnahmen bürgt.
Verstehen Sie: Marketing ist keine „Feuerwehr“, die Sie rufen, wenn es brennt. Es ist keine Sofortmaßnahme, um den „Karren aus dem Dreck zu ziehen“. Marketing hat nur Erfolg, wenn es strategisch und langfristig betrieben wird. Die Zielgruppeneingrenzung ist dabei einer der grundlegendsten Schritte, der Ihnen den Weg in eine bestimmte, erfolgversprechende Richtung weisen wird. Es ist der Kompass, der Sie auf Ihrem Weg zum nachhaltigen Erfolg leitet.
3. Erhöhen Sie den Kundennutzen!
Das Herzstück jedes Friseur-Marketings ist zweifellos die Dienstleistung selbst. Doch viele Handwerker im Friseurhandwerk glauben fälschlicherweise, dass allein das technische Ergebnis über die Qualität ihrer Leistung entscheidet. Sie sind stolz auf ihre Zertifikate und beeindruckende Fotos von Model-Shootings. Dennoch sind die Arbeitszeiten mancher „Vorzeige-Mitarbeiter“ nicht ausgelastet. Warum? Weil Kunden den Salonbesuch als ganzheitliches Erlebnis wahrnehmen, nicht nur als Haarschnitt oder Farbkorrektur. Die Summe aller kleinen und großen, positiven und negativen Dinge, die der Kunde im Salon erlebt, bildet den Gesamt-Kundennutzen Ihrer Dienstleistung.
Um diesen Nutzen zu maximieren, sollten Sie systematisch alles vermeiden, was auch nur die kleinste unangenehme Emotion bei Ihren Zielgruppenkunden auslösen könnte. Gleichzeitig sollten Sie alles umsetzen oder zumindest ausprobieren, was positive Emotionen bei genau diesen Menschen hervorrufen kann. Das beginnt bereits bei der stilistisch passenden Einrichtung Ihres Salons, der Ordnung und Sauberkeit, der Art und Weise der telefonischen Begrüßung, der richtigen Musik im Salon, den zu Ihrer Zielgruppe passenden Produkten und vielem mehr.
Es geht über die eigentliche Friseur-Dienstleistung hinaus, die natürlich im Zentrum steht. Denken Sie auch an zusätzliche Dienstleistungen, die den Wert Ihrer Behandlungen für Ihre Zielgruppe aufwerten und neue Umsatzquellen erschließen können. Die Höhe dieses Gesamt-Nutzens entscheidet maßgeblich über das Preisempfinden Ihrer Kundschaft. Jeder einzelne Bestandteil dieses Gesamtnutzens sollte idealerweise auf die Bedürfnisse Ihrer ausgemachten Zielgruppe zugeschnitten sein. Ein ansprechendes Ambiente und eine gepflegte Erscheinung Ihrer Mitarbeiter sind dabei selbstverständlich.
Doch es gibt endlos viele Möglichkeiten, über den Standard hinauszugehen: Von der einfachen Bereitstellung von Wechselgeld und Kartenzahlung über einen qualitativ hochwertigen Getränkeservice bis hin zu persönlichen Aufmerksamkeiten. Wie wäre es mit Geburtstagskarten oder kleinen Präsenten zu besonderen Anlässen für Ihre A-Kunden? Ein persönlicher Telefonanruf zur Zufriedenheitsabfrage nach einer neuen Frisur? Die systematische Erfassung von Kundenwünschen und Gesprächsnotizen nach jedem Besuch? Oder die bequeme Online-Terminbuchung und Terminerinnerungen per SMS? Solche Dinge, die Ihrer Zielgruppe sehr gefallen könnten, kosten oft wenig Geld und lassen sich leicht systematisch in Ihre Salonabläufe integrieren. Sie schaffen eine Kultur der Herzlichkeit und des Services, die weit über das Übliche hinausgeht und eine tiefe Kundenbindung fördert.
4. Managen Sie die Qualität Ihrer Salon-Abläufe!
Viele der im vorherigen Punkt genannten nutzenstiftenden Kleinigkeiten müssen zu täglichen Standards erhoben werden, um nicht der Gewohnheit – oder besser gesagt, der Gewöhnlichkeit – zum Opfer zu fallen. All diese Details im Kopf und im Auge zu behalten, ist schier unmöglich. Hier empfiehlt sich das schriftliche Festhalten aller Maßnahmen in einem Mitarbeiterhandbuch oder einem Leitfaden für Salonstandards. Ein solches Handbuch dient als Referenzpunkt und stellt sicher, dass alle Mitarbeiter die gleichen Qualitätsstandards einhalten und der Kunde stets ein konsistentes Erlebnis hat.
Sie müssen nicht gleich ein allumfassendes Qualitätsmanagement-System nach ISO-Normen installieren, um sich erfolgreich von der Konkurrenz abzuheben. Viel wichtiger ist es, die Betriebsblindheit abzuschütteln und Ihren Salon, Ihre Mitarbeiter und sich selbst aus der Perspektive des Kunden zu betrachten. Fragen Sie sich: Was erlebt der Kunde vom Moment des ersten Kontakts bis zum Verlassen des Salons? Wo gibt es Reibungspunkte, und wo können wir positive Überraschungen schaffen?
Schnappen Sie sich Ihr Team und besprechen und notieren Sie gemeinsam, wie Sie sich immer wieder ein Stück wertvoller für Ihre A-Kunden machen können. Welche kleinen Gesten, welche zusätzlichen Services könnten den Besuch noch angenehmer gestalten? Wie können Sie die Wartezeiten optimieren oder die Beratung noch persönlicher gestalten? Durch diese kontinuierliche Verbesserung und die Einhaltung hoher Qualität in allen Abläufen erhalten Sie sich trotz Preisanpassungen eine hohe Kundenloyalität für zukünftige Jahre und insbesondere für Krisenzeiten. Ein gut organisiertes und qualitätsbewusstes Team ist das Rückgrat eines jeden erfolgreichen Salons.
5. Kommunizieren Sie Ihre einzigartigen Stärken!
Die besten Dienstleistungen und die durchdachtesten Abläufe nützen wenig, wenn Ihre potenziellen Kunden nichts davon wissen. Es ist entscheidend, Ihre einzigartigen Stärken klar und überzeugend zu kommunizieren. Besinnen Sie sich auf das, was Sie und Ihr Team besonders gut können. Das müssen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten sein. Oft sind es kommunikative, emotionale oder informative Stärken (sogenannte Soft Skills), die den Kunden unverzichtbar wichtig sind. Was ist einzigartig an Ihnen, Ihrem Team und Ihrem Salon? Was schätzen Ihre besten Kunden am meisten an Ihnen?
Die letzte Frage ist entscheidend, denn meist weicht die eigene Wahrnehmung von der tatsächlichen Kundenwahrnehmung ab. „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Es geht nicht darum, wie Sie von Ihren Kunden gesehen werden wollen, sondern wie sie Sie tatsächlich sehen. Halten Sie Augen und Ohren offen im Kundengespräch mit Ihren A-Kunden. Stellen Sie offene Fragen, ohne Antworten vorzugeben oder Erwartungen zu haben. Sie werden erstaunt sein, wo die Kunden Ihre eigentlichen Stärken sehen. Notieren Sie sich zu jedem Kunden eine kleine Gesprächsnotiz und ermitteln Sie aus diesen Befragungen Ihre Hauptstärken, indem Sie die meistgenannten Punkte kategorisieren und auszählen. Dies ist eine einfache, aber effektive Methode der Marktforschung.
Entwickeln Sie basierend auf diesen Erkenntnissen eine klare Botschaft, um Ihre Stärken zu kommunizieren. Senden Sie genau diese Botschaft dann gezielt in die Welt hinaus! Erreichen Sie damit möglichst genau die Menschen, die Ihrer Zielgruppe am ehesten entsprechen, aber noch nicht Ihre Kunden sind. Zielgruppengerechte Kommunikation und Werbung sind effektiv und kosten relativ wenig Geld, da Streuverluste minimiert werden.
Für zielgerichtete Werbung eignen sich besonders die großen Online-Plattformen wie Facebook und Google. Eine professionelle und für mobile Endgeräte optimierte Salon-Homepage ist dabei das Zentrum jedes Online-Engagements. Über bezahlte Anzeigen mittels Google Ads können Sie ein lokal abgegrenztes Gebiet mit Ihrer Werbung bespielen, sodass nur Menschen in Ihrer Stadt oder Region angesprochen werden. Noch spezifischer wird es bei bezahlter Werbung auf Facebook (Facebook-Werbeanzeigen), wo Sie potenzielle Kunden nicht nur lokal, sondern auch nach Alter, Geschlecht, Interessen und vielem mehr segmentieren können. Das macht Facebook-Werbeanzeigen besonders effektiv für kleine Unternehmen wie Friseursalons.
Vergessen Sie jedoch nicht, dass nicht jede Zielgruppe ausschließlich über das Internet erreicht werden kann. Die zahlungskräftige Gruppe der „Best Ager“ erreichen Sie oft besser über traditionelle Medien wie Zeitungsanzeigen oder lokale Magazine. Teenager hingegen sind möglicherweise weder auf Facebook noch in der Zeitung zu finden, sondern auf anderen, „cooleren“ sozialen Netzwerken. Der richtige Mix macht’s! Es ist wichtig, Ihr Werbebudget auf die effektivsten Kanäle zu verteilen, mit denen Sie Ihre „Wunschkunden“ tatsächlich erreichen. Eine einfache Kundenbefragung kann Ihnen dabei helfen, herauszufinden, welche Werbemaßnahmen die meisten Neukunden in Ihren Salon bringen.
| Werbekanal | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Online-Werbung (Google Ads, Social Media Ads) | Hohe Zielgruppenpräzision, messbare Ergebnisse, flexible Budgets, lokale Ausrichtung möglich. | Erfordert Fachwissen und kontinuierliche Optimierung, erreicht nicht alle Zielgruppen (z.B. ältere Generationen). | Junge bis mittelalte Zielgruppen, lokale Neukundengewinnung, spezifische Interessen. |
| Traditionelle Medien (Zeitungen, Magazine, Flyer) | Erreicht oft ältere Zielgruppen, hohe Glaubwürdigkeit bei lokalen Medien, physische Präsenz. | Geringere Zielgruppenpräzision, höhere Streuverluste, oft höhere Kosten, schwerer messbar. | Ältere Zielgruppen, lokale Bekanntheitssteigerung, allgemeine Markenbildung. |
| Mundpropaganda/Empfehlungen | Sehr hohe Glaubwürdigkeit, kostengünstig, bindet Kunden. | Schwer direkt zu steuern, erfordert exzellenten Service und Kundenzufriedenheit. | Alle Zielgruppen, besonders wertvoll für Stammkundengewinnung und -bindung. |
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie oft sollte ich meine Preise anpassen und warum?
Sie sollten Ihre Preise mindestens einmal jährlich anpassen, idealerweise orientiert am Verbraucherpreisindex. Dies ist notwendig, um steigende Betriebskosten auszugleichen und Ihre Gewinnmargen sowie Ihren Unternehmerlohn zu sichern. Ohne regelmäßige Anpassungen verlieren Sie schleichend an Einkommen und Wettbewerbsfähigkeit.
Wie finde ich meine „beste“ Zielgruppe?
Analysieren Sie Ihre loyalsten und zufriedensten Kunden. Welche gemeinsamen Merkmale haben sie (Alter, Lebensstil, modische Vorlieben, Einkommen)? Diese Analyse hilft Ihnen, Ihr ideales Kundenprofil zu erstellen und Ihre Dienstleistungen sowie Ihre Kommunikation gezielt darauf auszurichten.
Warum ist Marketing keine „Feuerwehr“?
Marketing ist eine strategische, langfristige Investition, keine Notfallmaßnahme. Es ist darauf ausgelegt, kontinuierlich Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Kurzfristige Marketingaktionen ohne eine übergeordnete Strategie sind selten nachhaltig erfolgreich und können einen bereits angeschlagenen Salon nicht „retten“.
Welche Rolle spielen Soft Skills im Friseurberuf?
Neben handwerklichem Können sind kommunikative, emotionale und informative Fähigkeiten (Soft Skills) entscheidend. Sie tragen maßgeblich zum ganzheitlichen Kundenerlebnis bei, fördern Vertrauen und Loyalität und können einen Salon von der Konkurrenz abheben. Kunden schätzen oft die persönliche Verbindung und gute Beratung ebenso sehr wie den perfekten Schnitt.
Wie kann ich meine Werbekosten optimieren?
Optimieren Sie Ihre Werbekosten durch zielgruppengerechte Werbung. Nutzen Sie Online-Werbeplattformen wie Facebook und Google Ads, die präzise Zielgruppensegmentierung und geografische Einschränkungen ermöglichen, um Streuverluste zu minimieren. Kombinieren Sie dies bei Bedarf mit traditionellen Medien für spezifische Zielgruppen und fördern Sie aktiv Mundpropaganda durch exzellenten Service.
Fazit
Erfolg als Friseur ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter unternehmerischer Entscheidungen und ständiger Anpassungsfähigkeit. Die fünf vorgestellten Schritte – die regelmäßige Preisanpassung, die klare Eingrenzung der Zielgruppe, die Steigerung des Kundennutzens, ein durchdachtes Qualitätsmanagement der Salonabläufe und die gezielte Kommunikation Ihrer einzigartigen Stärken – bilden ein robustes Fundament für einen krisensicheren und nachhaltig erfolgreichen Salon. Indem Sie diese Prinzipien verinnerlichen und umsetzen, bauen Sie nicht nur ein stabiles Geschäft auf, sondern schaffen auch eine loyale Kundenbasis, die Sie durch jede Krise trägt und Ihren Salon auf lange Sicht blühen lässt. Seien Sie proaktiv, bleiben Sie fokussiert und investieren Sie kontinuierlich in die Qualität und Wahrnehmung Ihrer Dienstleistung – Ihr Erfolg wird die Belohnung sein.
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