Wie entsteht die Haarfarbe?

Haarfarben im Alter: Eleganz neu definieren

31/01/2018

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Man sagt, das Alter ist nur eine Zahl, und das gilt auch für Ihre Haarfarbe! Ob Sie Ihr natürliches Grau stolz zur Schau stellen, es geschickt kaschieren oder Ihre Lieblingsnuance von Blond oder Brünett mit über 60 weiterhin tragen möchten – im Prinzip ist jede Haarfarbe erlaubt. Der Schlüssel liegt jedoch in der Wahl der richtigen Nuance. Denn blond ist nicht gleich blond, und bei dunklen Haaren verhält es sich nicht anders. Eine unpassende Haarfarbe kann Sie älter aussehen lassen, als Sie sind, während die perfekte Wahl Ihre Ausstrahlung verjüngen und betonen kann. Dieser Artikel beleuchtet, worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich das nächste Mal die Haare färben möchten, und welche Haarfarben ab 60 Sie am besten vermeiden oder bevorzugen sollten, um das Beste aus Ihrem Look herauszuholen.

Welche Haarfarben eignen sich für ältere Frauen?
Durch die Kombination aus Braun und Rot erhalten die Haare einen leuchtenden, dynamischen Farbstich. Das warme Rostbraun schmeichelt vor allem Frauen mit einem warmen Unterton. Silber und Blond sind eine umwerfende Kombination, besonders wenn es um Haarfarben für ältere Frauen geht.

Warum die richtige Haarfarbe im Alter entscheidend ist

Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur die Haarstruktur, sondern auch unsere Haut. Sie wird oft blasser, feine Linien und Falten werden sichtbarer. Eine Haarfarbe, die in jungen Jahren perfekt passte, kann im reiferen Alter einen gegensätzlichen Effekt haben und das Gesicht fahl oder müde wirken lassen. Das Ziel ist es, eine Haarfarbe zu wählen, die mit Ihrem Hautton harmoniert, Ihr Gesicht zum Strahlen bringt und die Zeichen der Zeit eher mildert als betont. Es geht darum, Glanz, Dimension und Lebendigkeit ins Haar zu bringen, um dem gesamten Erscheinungsbild eine jugendliche Frische zu verleihen. Ein schmeichelhafter Haarschnitt, der Volumen und Substanz bietet, ergänzt die Farbwahl ideal und kann einen signifikanten Unterschied in Ihrem Aussehen machen.

Graues Haar: Akzeptieren oder kaschieren?

Die Entscheidung, graues Haar zu akzeptieren oder zu färben, ist eine sehr persönliche. Viele Frauen entscheiden sich dafür, ihr Grau stolz zu tragen, oft in Kombination mit eleganten Schnitten, die die natürliche Farbe betonen. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden, Ihr Grau zu kaschieren, ist die Wahl der richtigen Farbe umso wichtiger. Es geht nicht darum, das Grau komplett zu überdecken, sondern es so zu integrieren, dass es harmonisch wirkt und der Ansatz weniger auffällt. Dies ist besonders bei blonden und helleren Brauntönen von Vorteil, da der nachwachsende graue Ansatz weniger hart hervorsticht als bei dunkleren Farben.

Blonde Haare ab 60: Die Kunst der Nuance

Blond ist bei älteren Damen, die das natürliche Grau weiterhin verstecken möchten, oft die bevorzugte Wahl. Der Hauptgrund dafür ist, dass der graue Ansatz, der sich nach einiger Zeit wieder zeigt, weniger auffällt als bei dunklen Haarfarben. Doch auch hier gibt es Fallstricke, die es zu vermeiden gilt.

  • Welche Haarfarben ab 60 vermeiden bei Blond?

    Goldblond, Platinblond, Erdbeerblond – die Liste der Blondtöne ist lang. Doch nicht jeder Ton ist für jeden optimal. Im Alter wird die Haut blasser. Dem sollten Sie mit der richtigen Farbnuance für die Haare entgegensteuern. Dementsprechend sollten Sie vor allem zu helle Blondtöne vermeiden. Ausgerechnet diese haben die Eigenschaft, Sie noch blasser wirken zu lassen. Ein kühler, sehr heller Blondton kann den Teint fahl erscheinen lassen und Falten stärker betonen, anstatt sie zu kaschieren. Der harte Kontrast zwischen sehr hellem Haar und reiferer Haut kann die Gesichtszüge verhärten und unvorteilhaft wirken.

  • Die besten Blondtöne für reife Haut

    Daher sind dunklere Blondtöne oder solche mit wärmeren Untertönen die bessere Wahl. Dazu gehört auch Mittelblond (es muss also nicht allzu dunkel sein). Diese Nuancen schmeicheln dem Teint, verleihen ihm Wärme und lassen ihn frischer erscheinen. Alternativ eignet sich auch ein heller Brünettton als Basis für die Haare, den Sie dann mit feinen Highlights aufhellen können. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie erhalten den Effekt eines helleren Blonds, aber ohne, dass die Haare im Gesamten zu hell werden. Der dunklere Unterton wird Ihrem Gesicht schmeicheln und für mehr Tiefe sorgen. Ein Balayage oder Babylights in dezenten Blondtönen, die ein bis zwei Nuancen heller als Ihre Basisfarbe sind, können wunderbar funktionieren. Sie schaffen einen weichen Übergang und einen natürlichen Look, der das Haar voluminöser und lebendiger wirken lässt.

Möchten Sie die Haare aufhellen?

Im Prinzip steht Ihnen auch nichts im Wege, Ihre Haare aufzuhellen, doch auch hier sollten Sie sich an die richtige Nuance halten. Keinesfalls sollten Sie eine zu helle Farbe wählen, denn sonst riskieren Sie, dass der Ton nicht zu Ihrem Hautton passt. In der Regel sind ein bis zwei Nuancen heller als Ihr Naturton unproblematisch und können einen erfrischenden Effekt haben. Diese Regel gilt übrigens auch, wenn Sie von Natur aus Brünett waren! Überhaupt gilt: Haarfarben für Frauen ab 60 sollten keinesfalls zu extrem sein! Orientieren Sie sich am besten immer an Ihrem Naturton und verändern Sie diesen auch als reifere Frau nicht zu sehr. Eine subtile Veränderung ist oft wirkungsvoller als ein radikaler Wechsel.

Brünette Haarfarben im Alter: Wärme und Natürlichkeit

Eigentlich ist Braun ja eine warme Farbe, also sollten die oben erwähnten Gründe, die gegen helles, kühles Blond sprechen, hier nicht gelten. Nun, nicht ganz, denn es gibt auch ungeeignete Brünetttöne. Welche Haarfarben ab 60 vermeiden Sie in diesem Fall also am besten?

  • Vorsicht bei kühlen Brauntönen

    Bei dieser Haarfarbe gibt es durchaus auch Nuancen mit kühleren Untertönen, die auch die Gesamtfarbe kühler wirken lassen. Und genau solche sollten Sie aus denselben Gründen vermeiden, wie bereits beim Blond erklärt – sie lassen einen fahl und blass wirken und betonen die Falten, anstatt sie zu kaschieren. Ein aschiges Braun ohne Wärme kann einem reiferen Teint die Vitalität nehmen. Achten Sie stattdessen auf warme Nuancen wie Karamell, Honigbraun oder Schokoladenbraun. Diese Farbtöne spiegeln das Licht auf eine schmeichelhafte Weise wider und verleihen dem Teint einen gesunden Glanz.

  • Highlights und Schattierungen für mehr Dimension

    Was Sie außerdem beachten sollten, wenn Sie sich die Haare dunkler färben möchten, als sie ursprünglich einmal von Natur aus waren: Die gewählte Haarfarbe verwenden Sie am besten keinesfalls in der gesamten Haarlänge und -dichte als einheitlichen Block. Es ist wichtig, die Farbe aufzulockern und das funktioniert mit Highlights oder Schattierungen anderer Art am besten. Das kann auch ruhig sehr dezent sein, mit Babylights beispielsweise, die nur wenige Strähnen subtil aufhellen. Ziel ist es, einen möglichst natürlichen Look zu schaffen, der Bewegung und Tiefe ins Haar bringt. Ein einheitlicher dunkler Ton kann schnell hart und unnatürlich wirken, besonders wenn das Haar mit dem Alter feiner wird. Multi-dimensionale Farben lassen das Haar voller und lebendiger erscheinen.

Rottöne im Alter: Eine mutige, aber heikle Wahl

Rot ist an sich schon sehr speziell, steht nicht jeder Dame und wenn, dann meistens auch nur mit der richtigen Nuance. Im Alter ist die Auswahl der geeigneten Rottöne sogar noch kleiner. In jedem Fall muss ein warmer Unterton vorhanden sein. Das gilt bei allen Rottönen, die einen dezenten Kupferstich vorweisen. Kühles Rot oder sehr leuchtende, unnatürliche Rottöne können die Haut röter erscheinen lassen und die jugendliche Ausstrahlung nehmen. Ein sanftes Kupferrot oder ein warmes Kastanienrot kann jedoch bei passendem Hautton sehr schmeichelhaft sein und dem Gesicht Wärme verleihen. Lassen Sie sich hier unbedingt von einem professionellen Friseur beraten, um den idealen Ton zu finden.

Was sind die verjüngenden Haarfarben für Frauen über 60?
Dieser Ingwer-Farbton gehört zu den verjüngenden Haarfarben für Frauen über 60, die Ihren Gesichtszügen schmeicheln und feine Linien und Falten kaschieren. Er eignet sich fantastisch für Frauen mit hellem Teint und hellen Augen und zaubert ein paar Jahre weg.

Warum Schwarz im Alter ein Tabu ist

Wohl keine andere Haarfarbe lässt ein Gesicht so blass wirken wie Schwarz. Viele Frauen glauben fälschlicherweise, dass sie mit diesem harten Kontrast das Naturgrau perfekt bekämpfen, doch das ist absolut keine gute Idee, erst recht nicht, wenn Sie noch dazu feines Haar haben (und wie wir wissen, wird so gut wie jedes Haar im Alter feiner). Schwarze Haare haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, die Dünne der Haare noch auffallender zu machen (dunkle Haarfarben im Allgemeinen, aber bei Schwarz nun einmal ganz besonders). Der harte Kontrast zu einer oft blasseren Haut kann Falten betonen und das Gesicht strenger und älter wirken lassen. Ein weicheres Dunkelbraun mit warmen Untertönen ist hier eine deutlich bessere Alternative, wenn Sie eine dunkle Haarfarbe bevorzugen.

Generelle Regeln für Haarfarben ab 40 und 60

Ab einem Alter von etwa 40 Jahren empfiehlt sich ein dynamischer Haarlook. Man braucht Volumen, Glanz und Substanz, um die Alterserscheinungen im Gesicht auszugleichen. Andernfalls lässt das Ihr Aussehen schneller altern. Ein entscheidender Faktor ist der Hautton. Nuancen in warmen Tönen wirken dynamischer als Haarfarben in kalten Tönen. Würzige Kupfertöne, satte Karamellbrauntöne und sanfte Honigblondtöne wärmen den Teint und lassen die Haut jünger aussehen. Vermeiden Sie matte, leblose Haarfarben, die Ihrem Haar Glanz und Dimension nehmen und Ihr Gesicht stumpf wirken lassen.

Tabelle: Do's und Don'ts bei der Haarfarbwahl im Alter

Do's (Empfehlungen)Don'ts (Vermeiden Sie)
Warme Blondtöne (Honigblond, Goldblond, Erdbeerblond)Platinblond, sehr helle Aschblondtöne
Warme Brünett-Nuancen (Karamell, Schokolade, Honigbraun)Kühle, aschige Brauntöne ohne Glanz
Sanfte Kupfertöne, warme KastanientöneLeuchtende, unnatürliche Rottöne, Blauschwarz
Highlights und Lowlights für Dimension und NatürlichkeitEinfarbige, flache Färbungen (besonders bei dunklen Tönen)
Farben, die 1-2 Nuancen heller als Ihr Naturton sindZu extreme Farbveränderungen, die nicht zum Hautton passen
Konsultation eines erfahrenen FriseursSelbstfärben mit ungeeigneten Drogerieprodukten

Die Bedeutung von Haarschnitt und Pflege

Neben der Farbe spielt auch der Haarschnitt eine entscheidende Rolle. Ein dynamischer Schnitt, der Volumen und Bewegung ins Haar bringt, kann die Anti-Aging-Wirkung Ihrer Haarfarbe verstärken. Kurze bis mittellange Stufenschnitte sind oft ideal, da sie das Gesicht umspielen und weicher wirken lassen. Auch die richtige Pflege ist unerlässlich: Alterndes Haar neigt dazu, trockener und feiner zu werden. Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Shampoos und Conditioner, nährende Masken und spezielle Produkte für coloriertes Haar, um Glanz und Geschmeidigkeit zu bewahren. Hitzeschutz ist ebenfalls wichtig, um weitere Schäden zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Haarfarbe im Alter

F: Kann ich meine Haare im Alter noch aufhellen?

A: Ja, das ist durchaus möglich. Wichtig ist jedoch, dass Sie keine zu hellen Farben wählen, die einen starken Kontrast zu Ihrem Hautton bilden und Sie blasser wirken lassen. Ein bis zwei Nuancen heller als Ihr Naturton oder feine, warme Highlights sind oft die beste Wahl, um einen sanften, aufhellenden Effekt zu erzielen, der schmeichelhaft wirkt.

F: Welche Rolle spielt der Hautton bei der Farbwahl?

A: Der Hautton ist der wichtigste Faktor bei der Wahl der Haarfarbe im Alter. Mit zunehmendem Alter wird die Haut oft blasser und verliert an jugendlichem Glanz. Warme Haarfarben wie Honigblond, Karamellbraun oder sanfte Kupfertöne können den Teint erwärmen und ihm eine gesunde Ausstrahlung verleihen, während kühle oder sehr dunkle Töne die Blässe betonen und Falten hervorheben können. Ein erfahrener Friseur kann Ihnen helfen, Ihren Hautton zu analysieren und die perfekte Farbe zu finden.

F: Wie pflege ich gefärbte Haare im Alter am besten?

A: Gefärbtes Haar benötigt besondere Pflege, besonders im Alter, da es oft trockener und brüchiger ist. Verwenden Sie sulfatfreie Shampoos und Conditioner, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden, um die Farbe zu schonen und Feuchtigkeit zu spenden. Regelmäßige Haarmasken und Öle helfen, das Haar zu nähren und Glanz zu bewahren. Vermeiden Sie übermäßige Hitze beim Styling und schützen Sie Ihr Haar vor Sonneneinstrahlung.

F: Was sind Babylights und sind sie für ältere Frauen geeignet?

A: Babylights sind sehr feine, subtile Strähnchen, die strategisch platziert werden, um einen natürlichen, sonnengeküssten Effekt zu erzielen. Sie sind ideal für ältere Frauen, da sie dem Haar Dimension und Glanz verleihen, ohne einen harten Kontrast zu schaffen. Sie lassen das Haar voller und lebendiger wirken und können graue Haare sanft kaschieren, ohne dass der Ansatz stark auffällt.

F: Sollte ich meine Haare zu Hause oder im Salon färben lassen?

A: Für die besten und schmeichelhaftesten Ergebnisse, besonders im Alter, wird dringend empfohlen, Ihre Haare von einem professionellen Friseur färben zu lassen. Ein Friseur verfügt über das Fachwissen, um Ihren Hautton, Ihre Haarstruktur und Ihren Lebensstil zu berücksichtigen, die richtige Nuance auszuwählen und Techniken wie Highlights oder Balayage präzise anzuwenden. Dies minimiert das Risiko von Farbfehlern, die Sie älter aussehen lassen könnten, und sorgt für ein gleichmäßiges, gesund aussehendes Ergebnis.

Die Wahl der richtigen Haarfarbe im Alter ist eine Kunst, die Ihr gesamtes Erscheinungsbild positiv beeinflussen kann. Es geht darum, Farben zu finden, die Ihre natürliche Schönheit unterstreichen, Ihrem Teint schmeicheln und Ihnen ein Gefühl von Jugendlichkeit und Selbstvertrauen verleihen. Mit den richtigen Nuancen und einer passenden Pflege können Sie sicherstellen, dass Ihre Haare auch im Alter Ihre beste Visitenkarte sind.

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