Was verursacht Schuppen in den Haaren?

DIY-Haarkuren: Glanz & Pflege aus Deiner Küche

24/05/2025

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Ein gesunder, glänzender Haarschopf ist für viele Menschen ein Zeichen von Vitalität und Wohlbefinden. Doch der Alltag – sei es durch häufiges Styling, Umwelteinflüsse oder chemische Behandlungen – kann unser Haar strapazieren. Die Regale in Drogerien sind voll von Produkten, die Abhilfe versprechen, oft aber teuer sind oder unerwünschte Zusatzstoffe enthalten. Eine wunderbare Alternative bieten selbstgemachte Haarkuren, die nicht nur kostengünstig und umweltfreundlich sind, sondern auch exakt auf die individuellen Bedürfnisse deines Haares abgestimmt werden können. Tauche ein in die Welt der natürlichen Haarpflege und entdecke, wie du mit einfachen Zutaten aus deiner Küche wahre Wunder für dein Haar bewirken kannst.

Was sind die Vorteile einer Haarkur?
Haarpflegeprodukte aus dem Handel enthalten oft Silikone, Sulfate und andere Zusätze. Diese können für trockene Kopfhaut und Haare oder Schuppen sorgen. Wenn Du eine Haarkur selbst machst, weißt Du immer, was drin ist. Zudem sind natürliche Zutaten zumeist schonender für die Gesundheit von Haut und Haaren.
Inhaltsverzeichnis

Warum eine Haarkur selber machen? Die vielen Vorteile im Überblick

Die Entscheidung, deine Haarkur selbst herzustellen, bringt eine Fülle von Vorteilen mit sich, die weit über die reine Kostenersparnis hinausgehen. Es ist eine bewusste Wahl für mehr Natürlichkeit, Kontrolle und Nachhaltigkeit in deiner Schönheitsroutine.

Du sparst bares Geld

Professionelle Haarkuren können ein tiefes Loch in den Geldbeutel reißen, besonders wenn man sie regelmäßig, ein- bis zweimal pro Woche, anwenden möchte. Die Packung ist schnell leer, und die Kosten summieren sich. Bei selbstgemachten Haarkuren verwendest du hingegen Zutaten, die du oft schon zu Hause hast oder die im Supermarkt zu sehr moderaten Preisen und in großen Mengen erhältlich sind. Ein Liter Olivenöl oder ein großes Glas Kokosöl reicht für zahlreiche Anwendungen und macht die DIY-Haarpflege zu einer äußerst budgetfreundlichen Option.

Frei von künstlichen Zusätzen

Einer der größten Vorteile selbstgemachter Haarkuren ist die Transparenz der Inhaltsstoffe. Du weißt genau, was in deiner Kur ist. Herkömmliche Haarpflegeprodukte enthalten oft Silikone, Sulfate, Parabene, synthetische Duftstoffe und Konservierungsmittel, die das Haar langfristig belasten, die Kopfhaut austrocknen oder sogar Allergien auslösen können. Mit natürlichen Hausmitteln verzichtest du auf diese potenziell schädlichen Zusätze und gönnst deinem Haar und deiner Kopfhaut eine schonende, aber effektive Pflege.

Individuell anpassbar an jeden Haartyp

Jedes Haar ist einzigartig und hat spezifische Bedürfnisse. Ob trocken, fettig, fein, lockig, geschädigt oder schuppig – eine selbstgemachte Haarkur lässt sich perfekt auf deinen Haartyp und deine aktuellen Probleme abstimmen. Du kannst die Zutaten nach Belieben kombinieren und so eine maßgeschneiderte Pflege kreieren, die genau dort ansetzt, wo dein Haar Unterstützung benötigt. Diese Anpassbarkeit ist bei fertigen Produkten oft nicht gegeben.

Schnelle Hilfe im Notfall

Manchmal überrascht uns ein „Bad Hair Day“ oder ein plötzliches Haarproblem, sei es durch aggressives Styling, einen ungünstigen Wetterumschwung oder die falsche Produktwahl. Nicht immer hat man die passende Spezialkur zur Hand. Mit einfachen Hausmitteln kannst du jedoch schnell und gezielt auf solche „Haar-Notfälle“ reagieren und deinem Haar im Handumdrehen wieder zu neuem Glanz verhelfen.

Schont die Umwelt

Viele Inhaltsstoffe in kommerziellen Haarpflegeprodukten, insbesondere Silikone und bestimmte Polymere, sind schwer biologisch abbaubar und gelangen ins Grundwasser, wo sie Flüsse und Seen belasten. Die natürlichen Zutaten, die du für DIY-Haarkuren verwendest, werden hingegen leichter abgebaut und sind somit deutlich umweltschonender. Dies trägt zu einer nachhaltigeren Schönheitsroutine bei und reduziert deinen ökologischen Fußabdruck.

Sehr ergiebig

Da du bei selbstgemachten Kuren oft Grundzutaten wie Öle in größeren Mengen kaufst, sind diese sehr ergiebig. Eine Flasche Olivenöl oder ein Glas Kokosöl kann für viele Anwendungen reichen, bevor du Nachschub kaufen musst. Das bedeutet weniger Verpackungsmüll und eine langfristige Versorgung mit deinen Lieblings-Haarpflegezutaten.

Deine individuelle DIY-Haarkur: Rezepte für jeden Haartyp und jedes Problem

Die Vielfalt der Hausmittel ist riesig, und für nahezu jedes Haarproblem gibt es eine passende natürliche Lösung. Hier sind bewährte Rezepte, die du ganz einfach zu Hause nachmachen kannst:

Für trockenes und strapaziertes Haar: Feuchtigkeit pur

Trockenes Haar neigt zu Spliss, Frizz und Haarbruch und benötigt daher intensive Feuchtigkeit. Öle sind hier die erste Wahl.

  • Kokosöl-Kur: Kokosöl ist das schwerste der Öle und dringt tief in den Haarschaft ein. Erwärme einen Esslöffel Kokosöl leicht (Mikrowelle oder Wasserbad) und massiere es in die feuchten Haare ein, besonders in trockene und geschädigte Bereiche von der Mitte bis zu den Spitzen. Lasse die Kur am besten über Nacht einwirken (Duschhaube und Handtuch auf dem Kissen schützen). Am Morgen gründlich mit einem milden Shampoo und warmem Wasser auswaschen.
  • Olivenöl, Honig & Avocado-Kur: Diese Mischung ist reich an Fettsäuren und Antioxidantien. Mische zwei Esslöffel Honig mit einer halben zerdrückten Avocado und einem Esslöffel Olivenöl. Massiere die Zutaten gründlich in dein Haar ein. Nach 20 Minuten Einwirkzeit gründlich mit Wasser ausspülen. Besonders gut für feines, trockenes Haar, da Olivenöl nicht so stark beschwert wie Kokosöl.
  • Butter-Kur: Ein überraschender, aber effektiver Tipp, besonders gegen Spliss und für sehr trockene Haare. Reibe ein paar Esslöffel zimmerwarme Butter in dein Haar ein, besonders in die trockenen Spitzen. Decke deinen Kopf mit einer Duschhaube ab und lasse die Maske bis zu 60 Minuten einwirken. Danach gründlich mit warmem Wasser auswaschen.

Für feines Haar: Volumen ohne Beschwerung

Feines Haar braucht Pflege, die es nicht unnötig beschwert, sondern für mehr Fülle sorgt.

  • Wäschestärke-Spray: Wäschestärke kann den Effekt von Volumengebern nachahmen. Sprühe die Wäschestärke leicht auf den Ansatz, föhne das Haar und style es wie gewohnt. Beginne mit einer leichten Schicht und steigere bei Bedarf.

Für geschädigtes Haar und Spliss: Protein-Power für die Reparatur

Geschädigtes Haar ist oft stumpf und brüchig. Proteine helfen, die Haarstruktur zu stärken.

  • Eigelb-Kur: Eigelb enthält etwa 15 % Proteine, die die Haarfollikel stärken. Mische ein Eigelb mit etwas Zitronensaft (um den Geruch zu mildern). Trage die Mischung vom Ansatz bis in die Spitzen auf und lasse sie 30 bis 60 Minuten einwirken. Gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Für fettiges Haar und juckende Kopfhaut: Balance wiederherstellen

Eine übermäßige Talgproduktion kann zu fettigem Haar und Schuppen führen. Hier sind reinigende und ausgleichende Kuren ideal.

  • Maismehl/Maisstärke-Kur: Eine kostengünstige Methode, um überschüssiges Öl zu absorbieren. Gib 1 Esslöffel Maismehl oder Maisstärke in einen leeren Streuer. Streue es auf trockenes Haar und Kopfhaut. Nach 10 Minuten gründlich ausbürsten. Kann alle zwei Tage wiederholt werden.
  • Apfelessig & Rosmarinöl: Apfelessig gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus und entfernt Produktrückstände, während Rosmarinöl die Durchblutung fördert. Mische beide Zutaten (z.B. 1 Teil Apfelessig, 1 Teil Wasser, ein paar Tropfen Rosmarinöl) und massiere sie in Haar und Kopfhaut ein. 15 Minuten wirken lassen, dann mit mildem Shampoo auswaschen.
  • Backpulver-Peeling: Wirkt als Produktentferner und kann Pilze bekämpfen, die Schuppen verursachen. Rühre 2 EL Backpulver in 100 ml mildes Shampoo ein. Ins feuchte Haar einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen. Gründlich ausspülen und normal shampoonieren. Alle zwei Wochen anwenden.

Für lockiges Haar: Definition und Sprungkraft

Locken benötigen oft extra Feuchtigkeit und Definition.

Was sind die Vorteile einer Haarkur?
Haarpflegeprodukte aus dem Handel enthalten oft Silikone, Sulfate und andere Zusätze. Diese können für trockene Kopfhaut und Haare oder Schuppen sorgen. Wenn Du eine Haarkur selbst machst, weißt Du immer, was drin ist. Zudem sind natürliche Zutaten zumeist schonender für die Gesundheit von Haut und Haaren.
  • Melasse & Honig-Kur: Melasse und Honig sind natürliche Feuchthaltemittel, die Locken pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen. Mische 100 ml Melasse (oder Ahornsirup), 25 ml Olivenöl, vier Esslöffel Honig, zwei zerdrückte Bananen, 100 ml Wasser, vier Esslöffel Zitronensaft und zwei Esslöffel Mehl. Erwärme die Mischung leicht und verrühre sie klumpenfrei. Teile dein Haar in vier Abschnitte, verteile die Kur gleichmäßig und decke alles mit einer Duschhaube ab. Nach 45 Minuten gründlich auswaschen.

Gegen Schuppen: Natürliche Linderung für die Kopfhaut

Schuppen entstehen durch eine übermäßige Ablösung von Hautzellen, oft durch Pilze oder Talgüberproduktion. Hier sind beruhigende und reinigende Kuren gefragt.

  • Ingwer-Kur: Ingwer hat entzündungshemmende Eigenschaften, die die Kopfhaut beruhigen. Reibe eine halbe Ingwerwurzel fein in 200 ml Wasser und koche es auf, bis ein Tee entsteht. Füge je einen Esslöffel Zitronensaft und Olivenöl hinzu. Sprühe den warmen Sud direkt auf die Kopfhaut und lasse ihn trocknen. Danach mit Shampoo auswaschen.
  • Zitronensaft: Die Zitronensäure wirkt effektiv gegen Schuppen. Mische reinen Zitronensaft mit etwas Wasser, gib es auf die Kopfhaut und lasse es einwirken. Gründlich ausspülen. Nicht zu häufig anwenden, da es aggressiv sein kann. Verleiht auch Glanz.
  • Lindenblütentee und Teebaumöl: Lindenblütentee beruhigt, Teebaumöl wirkt antiseptisch. Gib ein paar Tropfen Teebaumöl ins Shampoo oder spüle das Haar regelmäßig mit Lindenblütentee. Hilft auch bei fettigem Haar.
  • Brennnessel-Haarwasser: Koche zwei Handvoll Brennnesselblätter mit Obstessig auf, lasse es 10 Minuten ziehen und seihe es ab. Reibe das Haarwasser regelmäßig in die Kopfhaut ein.
  • Salzwasser: Löse Salz in warmem Wasser auf und reibe die Kopfhaut nach dem Waschen damit ein, spare das restliche Haar aus. Hilft bei juckender Kopfhaut.
  • Naturjoghurt: Beruhigt die Kopfhaut und spendet Feuchtigkeit. Reibe Naturjoghurt pur oder mit Zitronensaft/Öl gemischt in die Kopfhaut ein. Einige Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Gegen Haarausfall: Stärkung von innen und außen

Bei Haarausfall ist es wichtig, die Kopfhaut zu pflegen und die Haarfollikel zu stärken.

  • Mayonnaise-Kur: Die Proteine aus dem Eigelb stärken die Haarfollikel, das Öl pflegt die Kopfhaut. Mische drei Esslöffel Mayonnaise, einen Teelöffel Honig, drei Tropfen Rosmarinöl und drei Tropfen Lavendelöl. Auf die sauberen, feuchten Haare auftragen und in die Kopfhaut einmassieren. Duschhaube aufsetzen und bis zu 60 Minuten einwirken lassen. Gründlich auswaschen.
  • Basilikum-Extrakt: Soll gegen hormonell bedingten Haarausfall helfen, indem es ein Enzym in der Haarwurzel bindet. Einmal pro Woche auf Haare und Kopfhaut auftragen, 30 Minuten einziehen lassen, dann ausspülen.
  • Aloe Vera: Das Gel der Aloe-Vera-Pflanze versorgt strapazierte Haare mit Feuchtigkeit und das enthaltene Beta-Sitosterin kann die Durchblutung anregen und das Haarwachstum fördern. Mische 4 EL Aloe Vera Gel mit 2 EL Kokosöl und 1 TL Honig. Vom Kopf bis in die Spitzen verteilen und 15 Minuten einwirken lassen. Gründlich ausspülen.

Für graues Haar: Vitalisierung der Pigmentierung

Um die Effekte von ergrautem Haar abzumildern und die Haarstruktur zu verbessern.

  • Curryblätter & Kokosöl: Curryblätter revitalisieren die Haarwurzeln und enthalten Vitamin B, das die Wiederherstellung des Farbpigments unterstützen kann. Hacke oder rupfe Curryblätter klein und vermische sie mit 100 ml Kokosöl. Erhitze die Mischung, bis sie schwarz wird. Abkühlen lassen und zwei- bis dreimal pro Woche in die Haare einmassieren. Am besten über Nacht einwirken lassen und morgens auswaschen.

Für gesunden Glanz und allgemeine Haargesundheit

Diese Zutaten versorgen das Haar mit zahlreichen Nährstoffen für Stärke und Glanz.

  • Reiswasser: Reich an Vitamin E, Aminosäuren, B-Vitaminen und Mineralien. Spüle ca. 200 Gramm ungekochten Reis gründlich aus und lasse ihn in ca. 500 ml Wasser 30 Minuten ziehen. Das Reiswasser in eine Sprühflasche füllen, Haare und Kopfhaut besprühen, 20 Minuten einwirken lassen und ausspülen.
  • Bananen-Kur: Bananen liefern Silizium, das die Kollagensynthese unterstützt und das Haar kräftiger und dicker macht. Mische zwei reife Bananen, 100 ml Kokosnussmilch und 1 EL Honig. Trage die Mischung auf dein Haar auf, lasse sie 30 Minuten einwirken und wasche sie dann aus.
  • Bier-Kur: Hefe und B-Vitamine im Bier können müde Strähnen aufpolstern. Mische 100 ml Bier mit 1 TL Rapsöl und einem rohen Ei. Auf das saubere, feuchte Haar auftragen, 15 Minuten wirken lassen und mit kaltem Wasser ausspülen. Alternativ nur Bier in eine Sprühflasche geben und auf trockenes Haar sprühen.

Farbverstärkung und -aufhellung mit Tee

Bestimmte Teesorten können deine Haarfarbe auf natürliche Weise beeinflussen.

  • Zitronentee: Hellt mittelblondes Haar auf.
  • Kamillentee: Verleiht aschblonden Haaren einen wärmeren Glanz.
  • Salbeitee: Kann die Haarfarbe leicht verdunkeln und eignet sich zur Vertiefung von Brauntönen.
  • Schwarzer Tee: Verstärkt dunkle Farbtöne und deren Glanz.
  • Die Anwendung ist einfach: Brühe den Tee auf, lasse ihn abkühlen, gieße ihn über die Haare, massiere ihn ein und lasse ihn ca. 20 Minuten einziehen. Anschließend mit Wasser ausspülen.

Vergleichstabelle: DIY-Zutaten für Dein Haar

Um dir die Auswahl der passenden Zutaten zu erleichtern, haben wir eine Übersicht erstellt:

HaarproblemEmpfohlene DIY-ZutatenWirkung/Vorteil
Trockenes/Strapaziertes HaarKokosöl, Olivenöl, Honig, Avocado, ButterSpendet intensive Feuchtigkeit, nährt, reduziert Spliss
Feines/Schlaffes HaarOlivenöl, Honig, Avocado, WäschestärkeVerleiht Volumen und Fülle ohne zu beschweren
Geschädigtes Haar/SplissEigelb, Kokosöl, Olivenöl, AvocadoStärkt die Haarstruktur, repariert, versiegelt Spitzen
Fettiges Haar/Juckende KopfhautMaismehl, Apfelessig, Rosmarinöl, Backpulver, Ingwer, Lindenblütentee, TeebaumölReguliert Talgproduktion, beruhigt, reinigt, gleicht pH-Wert aus
Lockiges HaarMelasse, Honig, Olivenöl, Banane, ZitroneDefiniert Locken, spendet Feuchtigkeit, reduziert Frizz
SchuppenIngwer, Zitronensaft, Kornblumen, Brennnessel, Salzwasser, Naturjoghurt, Olivenöl, KamillenteeBekämpft Pilze, beruhigt die Kopfhaut, reduziert Zellablösung
HaarausfallMayonnaise, Honig, Rosmarinöl, Lavendelöl, Basilikum, Aloe VeraStärkt Haarfollikel, fördert Durchblutung, kann Wachstum anregen
Graues HaarCurryblätter, KokosölRevitalisiert Haarwurzeln, kann Pigmentierung unterstützen
ProduktrückständeApfelessig, Rosmarinöl, BackpulverTiefenreinigung, stellt Leichtigkeit des Haares wieder her
Allgemeine Haargesundheit/GlanzReiswasser, Joghurt, Banane, BierNährt, stärkt, verleiht natürlichen Glanz, verbessert Struktur
Farbverstärkung/-aufhellungZitronentee, Kamillentee, Salbeitee, Schwarzer TeeNatürliche Anpassung und Betonung der Haarfarbe

Häufig gestellte Fragen zu selbstgemachten Haarkuren (FAQ)

Welches ist die beste Haarkur zum Selbermachen?
Die „beste“ Haarkur hängt stark von deinem individuellen Haartyp und deinen spezifischen Bedürfnissen ab. Für trockene Haare eignen sich Kuren mit Kokosöl, Olivenöl, Honig oder Avocado, da sie intensive Feuchtigkeit spenden. Geschädigtes Haar profitiert von Eigelb, das Proteine liefert. Bei fettigem Haar kann Maismehl überschüssiges Öl absorbieren. Für mehr Volumen ist Wäschestärke eine gute Wahl. Achte auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten bei den Zutaten. Die optimale DIY-Haarkur findest du am besten durch Ausprobieren und Beobachten der Wirkung auf dein Haar.

Warum sollte man eine Haarkur selbst machen?
Selbstgemachte Haarkuren bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind meist günstiger und ergiebiger als kommerzielle Produkte. Du hast die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und vermeidest unerwünschte Zusätze wie Silikone oder Sulfate. Dies reduziert das Risiko von Nebenwirkungen wie Allergien oder Schuppenbildung. Zudem sind natürliche Inhaltsstoffe milder und schonender für Haar und Kopfhaut und belasten die Umwelt weniger, da sie biologisch abbaubar sind. Du kannst sie außerdem perfekt an die Bedürfnisse deines Haares anpassen und schnell auf „Haar-Notfälle“ reagieren.

Wann sollte man eine selbst hergestellte Haarkur auftragen?
Beauty-Anwendungen, die reich an Ölen sind, sollten oft so lange wie möglich im Haar bleiben. Daher ist es ideal, sie abends aufzutragen und erst am nächsten Morgen auszuspülen. Trage dabei am besten eine Duschhaube und lege ein Handtuch auf dein Kopfkissen, um Flecken zu vermeiden. Kuren, die als Sprays verwendet werden (z.B. mit Wäschestärke), müssen in der Regel nicht ausgewaschen werden; sie wirken als Leave-in-Kur den ganzen Tag über. Wichtig ist bei allen Anwendungen, dass dein Haar zu Beginn sauber ist. Wende die Masken daher meist nach dem Haarewaschen an.

Wie funktioniert die Anwendung einer DIY-Haarkur?
Die Anwendung variiert je nach Art der Kur. Lies dir immer das Rezept und die Anleitung genau durch, bevor du die Zutaten zusammenstellst und mischst. Cremige Masken, wie die mit Honig oder Avocado, massierst du in der Regel ins feuchte Haar ein, lässt sie einige Minuten einwirken und spülst sie dann gründlich mit Wasser aus. Ölbasierte Masken haben oft längere Einwirkzeiten, manchmal sogar über Nacht. Sprays werden einfach aufgesprüht und im Haar verteilt, ohne Ausspülen.

Kann man mit einer selbstgemachten Haarkur schlafen?
Ja, viele ölbasierte Masken eignen sich hervorragend dazu, über Nacht im Haar zu bleiben. Dies ermöglicht den Inhaltsstoffen, länger und tiefer einzuwirken und eine intensivere Wirkung zu erzielen. Wenn du mit einer Haarkur schläfst, solltest du unbedingt ein Handtuch auf dein Kopfkissen legen und idealerweise eine Duschhaube tragen. Die Duschhaube schützt nicht nur dein Kopfkissen, sondern speichert auch Wärme, was die Wirkung vieler Produkte verstärken kann. Wenn im Rezept nicht explizit erwähnt wird, dass die Kur über Nacht einwirken darf, solltest du sie vor dem Schlafengehen gründlich ausspülen, um ein Verstopfen der Poren auf deiner Kopfhaut zu vermeiden.

Was verursacht Schuppen in den Haaren und wie kann ich sie vermeiden?
Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die sich überdurchschnittlich schnell ablösen. Ursachen können eine Überproduktion der Talgdrüsen (fettige Schuppen), ein Hefepilz der Kopfhautflora, genetische Veranlagung, Ernährungsfaktoren (z.B. zu viel fettiges Essen, Eisenmangel), Stress, Klimaveränderungen (Heizungsluft, Kälte, UV-Strahlung) oder auch Hauterkrankungen sein. Bei hartnäckigen Schuppen, Rötungen oder Juckreiz, der nicht abklingt, solltest du einen Hautarzt aufsuchen.
Um Schuppen zu vermeiden, helfen folgende Tipps:

  • Verwende ein sehr mildes Shampoo und spüle dein Haar immer gründlich aus.
  • Achte auf eine zinkhaltige Ernährung (Vollkornprodukte, Haferflocken, Fisch, Fleisch), da Zinkmangel Schuppen begünstigen kann.
  • Vermeide Haarspray, Haargel und andere Stylingprodukte, auf die deine Kopfhaut empfindlich reagieren könnte.
  • Wasche deine Haare mit lauwarmem Wasser, da zu heißes Wasser die Schuppenbildung anregen kann.
  • Kämme dein Haar vor dem Waschen gründlich durch, um lose Schuppen zu entfernen.
  • Vermeide Kratzen bei juckender Kopfhaut, um Irritationen und Entzündungen vorzubeugen.
  • Lasse fettiges Haar möglichst an der Luft trocknen und föhne nicht zu heiß.
  • Sonne kann eine heilsame Wirkung haben; im Winter ist die Schuppenbildung oft stärker.

Die Pflege deiner Haare mit selbstgemachten Kuren ist eine Reise zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit. Es ist eine bewusste Entscheidung, die nicht nur deinem Haar zugutekommt, sondern auch deinem Geldbeutel und der Umwelt. Experimentiere mit den verschiedenen Rezepten, entdecke deine Lieblingskombinationen und genieße den natürlichen Glanz und die Geschmeidigkeit, die dein Haar durch diese liebevolle Pflege erhalten wird.

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