Was ist eine Henna-Haarfarbe?

Henna: Naturfarbe oder riskante Schönheit?

16/12/2022

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Sie träumen von einem frischen Look, der Ihre Persönlichkeit unterstreicht, möchten aber Ihre kostbare Mähne nicht unnötig belasten? Viele greifen dabei zu scheinbar unbedenklichen Naturprodukten. Henna verspricht genau das: eine schonende Haarfärbung, die nicht nur die Farbe verändert, sondern auch das Haar pflegt. Doch wie bei vielen Schönheitsgehalten, die zu schön klingen, um wahr zu sein, stellt sich die Frage: Ist Henna wirklich so harmlos, wie es scheint, insbesondere für die Haut? Wir tauchen tief in die Welt dieser faszinierenden Pflanze ein, beleuchten ihre Geschichte, ihre Anwendung und decken auf, welche Aspekte Sie unbedingt beachten sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden und das Beste aus Ihrer Henna-Färbung herauszuholen.

Was ist der Unterschied zwischen echtem und natürlichem Henna?
Echtes Henna hat einen rötlichen Kupferton, der durchsichtig ist und sich mit deiner Haarfarbe vermischt. Je heller deine Naturfarbe ist, desto leuchtender rot werden deine Haare sein.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Henna eigentlich?

Die Hennapflanze, botanisch Lawsonia inermis, ist ein Gewächs mit einer langen und reichen Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht. Ursprünglich aus den heißen Regionen Nordafrikas, des Nahen Ostens und Südasiens stammend, wurde Henna nicht nur als kosmetisches Mittel, sondern auch als Heilpflanze geschätzt. Forscher vermuten, dass bereits im alten Ägypten Henna zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Pocken oder sogar Lepra eingesetzt wurde. Seine wohl bekannteste Anwendung fand Henna jedoch als integraler Bestandteil von Schönheitsritualen und festlichen Traditionen in vielen Kulturen des Orients. Dort wurde die tiefrote Farbe aus den Blättern der Pflanze zu besonderen Anlässen kunstvoll auf Haut und Haar aufgetragen, um Schönheit und Glück zu symbolisieren.

Traditionell ist das reine Naturprodukt für seinen intensiven Rotton bekannt. Doch die moderne Kosmetikindustrie hat Henna auch für die trendbewussten Frauen des Westens relevant gemacht. Heute wird Henna nicht nur in leuchtendem Rot angeboten, sondern auch in einer breiten Palette von Nuancen, die von warmem Schokobraun über verschiedene Blondtöne bis hin zu tiefem Schwarz reichen. Hersteller dieser modernen Henna-Haarfarben werben oft damit, dass ihre Produkte frei von schädlichen Chemikalien wie Ammoniak, Parabenen und Resorcin sind, die in herkömmlichen Haarfärbemitteln zu finden sind. Dies macht Henna zu einer attraktiven Option für alle, die auf eine gesunde und natürliche Haarpflege Wert legen. Doch trotz der natürlichen Basis gibt es wichtige Unterschiede und potenzielle Fallstricke, die man beim Kauf und der Anwendung von Henna-Haarfarben kennen sollte.

Henna und die Haut: Ist es schädlich?

Die zentrale Frage, die viele beschäftigt, lautet: Wie wirkt sich Henna auf die Haut aus und kann es schädlich sein? Das reine Pulver, das durch die Vermahlung der getrockneten Hennablätter gewonnen wird, gilt grundsätzlich als unbedenklich und hat keine schädlichen Auswirkungen auf Haare oder Kopfhaut. Dies ist auch das Hauptargument, mit dem Hersteller gesundheitsbewusste Konsumenten vom Kauf überzeugen wollen. Die Hennapflanze enthält den Farbstoff Lawsone, der sich beim Auftragen an das Keratin in Haaren und Haut bindet und so die Farbe erzeugt.

Was jedoch oft unerwähnt bleibt oder kleingeredet wird: Viele Henna-Haarfarben, die auf dem Markt erhältlich sind, sind keine reinen Naturprodukte. Sie werden häufig mit synthetischen Bestandteilen gemischt. Dies geschieht, um die Farbpalette zu erweitern – beispielsweise um den klassischen Henna-Rotton aufzuhellen, abzudunkeln oder gänzlich andere Farbtöne zu kreieren, die Henna allein nicht erzielen kann. Schließlich möchten Kundinnen die Wahl zwischen mehreren Bio-Haarfarben haben, die ihren individuellen Vorstellungen entsprechen.

Besonders kritisch sind Henna-Färbungen, die im Internet oder in sogenannten Asia-Shops zu Spottpreisen angeboten werden. Diese Produkte enthalten sehr häufig gesundheitsschädliche Bestandteile, allen voran das hochallergene p-Phenylendiamin (PPD). PPD ist ein starkes Farbstoffmolekül, das in vielen permanenten chemischen Haarfärbemitteln vorkommt und für seine intensive und langanhaltende Farbwirkung bekannt ist. Bei zu intensivem Hautkontakt, der gerade beim großflächigen Färben der Haare mit Henna-Pasten unvermeidlich ist, können diese Inhaltsstoffe schwere allergische Reaktionen auslösen. Dazu gehören Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Blasenbildung und im schlimmsten Fall sogar Atemnot oder ein anaphylaktischer Schock.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, stets einen gründlichen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, bevor Sie ein Henna-Produkt verwenden. Sollten Sie auf der Verpackung Begriffe wie „Phenylendiamine“, „Nitro-Phenylendiamine“ oder „Para-Phenylendiamin“ entdecken, sollten Sie dieses Produkt keinesfalls für Ihre Haare verwenden. Achten Sie stattdessen auf zertifizierte Naturkosmetik-Label, die strenge Richtlinien für die Reinheit der Produkte haben und den Einsatz solcher synthetischen Zusätze verbieten. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Henna-Färbung wirklich eine natürliche und hautschonende Erfahrung wird.

Henna im Vergleich: Vorteile gegenüber chemischen Farben

Herkömmliche chemische Haarfärbemittel haben oft einen negativen Beigeschmack, der nicht von der Hand zu weisen ist. Inhaltsstoffe wie Ammoniak, das in vielen Colorationen enthalten ist, greifen die Kopfhaut an und können zu Irritationen führen. Andere Chemikalien wie Resorcin oder Peroxide können ebenfalls Hautirritationen, Trockenheit oder sogar Haarschäden verursachen – Nebenwirkungen, die keiner Beauty-Queen gut stehen! Hier punktet Henna auf ganzer Linie, da es auf reiner Pflanzenbasis hergestellt wird (vorausgesetzt, es handelt sich um ein reines Produkt, wie zuvor beschrieben) und keine dieser chemisch hinzugefügten Mittel enthält.

Der größte Unterschied zu chemischen Colorationen liegt in der Wirkweise: Während chemische Farben die Haarstruktur öffnen, um Farbpigmente tief in das Haar eindringen zu lassen, legt sich die Henna-Farbe lediglich wie eine schützende Schicht um jedes einzelne Haar. Diese Schicht versiegelt das Haar, glättet die äußere Schuppenschicht und verleiht dem Haar einen natürlichen Glanz. Aus diesem Grund dient Henna auch als hervorragender Schutz vor schädlichen UV-Strahlen, die das Haar ausbleichen und austrocknen können. Es beugt zudem Spliss und Haarbruch vor, da es die Haarstruktur stärkt und widerstandsfähiger macht. Damit bekommt Ihr Haar nicht nur einen neuen, wunderschönen Anstrich, sondern auch noch eine Extraportion Pflege und Schutz! Um den natürlichen Look zu erzielen, können Sie entweder einen Friseursalon aufsuchen, der auf Henna-Färbungen spezialisiert ist, oder selbst zum Henna-Topf greifen und das Experiment zu Hause wagen.

Die richtige Anwendung: So färbst du mit Henna

Wenn Sie das Haarexperiment Henna am liebsten selbst in die Hand nehmen wollen, kommt es auf die richtige Technik an, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: eine bereits fertig gemischte Henna-Paste oder das häufiger verbreitete Henna-Pulver. Während die Paste direkt ins feuchte Haar gegeben und von der Wurzel bis in die Spitzen verteilt werden kann, erfordert das Pulver eine kleine Vorbereitung. Hier ist eine detaillierte Anleitung für die Anwendung von Henna-Pulver:

  1. Vorbereitung der Paste: Vermischen Sie das Henna-Pulver in einer nicht-metallischen Schüssel mit warmem bis heißem Wasser (kein kochendes Wasser, um die Pflanzenpigmente nicht zu schädigen). Beginnen Sie mit wenig Wasser und rühren Sie langsam mehr hinzu, bis eine Mus-artige, cremige Konsistenz entsteht, die an Joghurt oder dicken Pudding erinnert. Achten Sie darauf, dass keine Klumpen bleiben. Für eine intensivere Farbentwicklung kann die Paste vor dem Auftragen einige Stunden (oder sogar über Nacht) ruhen. Lassen Sie sie vor der Anwendung etwas abkühlen, falls Sie heißes Wasser verwendet haben.
  2. Schutzmaßnahmen: Ziehen Sie alte Kleidung an oder legen Sie ein Handtuch über Ihre Schultern, da Henna Flecken verursachen kann, die schwer zu entfernen sind. Tragen Sie unbedingt Handschuhe, um Verfärbungen an den Händen zu vermeiden. Es ist auch ratsam, die Haut entlang des Haaransatzes (Stirn, Ohren, Nacken) mit einer fetthaltigen Creme (z.B. Vaseline oder Kokosöl) zu schützen, um Hautverfärbungen zu verhindern.
  3. Auftragen der Paste: Teilen Sie Ihr feuchtes oder trockenes (je nach Produktanleitung) Haar in mehrere Partien. Beginnen Sie am Ansatz und arbeiten Sie sich Strähne für Strähne vor. Seien Sie sehr großzügig mit der Paste, damit alle Haarpartien ausreichend Farbe abbekommen. Achten Sie besonders auf graue Haare, da diese oft mehr Farbe benötigen. Wenn das Haar komplett bedeckt ist, wickeln Sie es zu einem Dutt zusammen und bedecken Sie es mit einer Duschhaube oder Frischhaltefolie, um die Wärme zu halten und die Farbeinwirkung zu optimieren. Ein Handtuch darüber verstärkt den Effekt zusätzlich.
  4. Einwirkzeit: Die Länge der Einwirkzeit hängt davon ab, wie intensiv Sie sich die Farbe wünschen. Für einen leichten Rotschimmer oder eine Pflegekur reichen oft 15 bis 30 Minuten. Für ein intensiveres Farbergebnis, insbesondere auf dunklem oder grauem Haar, kann die Paste ruhig 1 bis 2 Stunden, manchmal sogar bis zu 4 Stunden auf Ihrem Kopf bleiben. Beachten Sie hier die Empfehlungen des jeweiligen Produkts.
  5. Ausspülen: Nach der Einwirkzeit müssen Sie die Paste gründlich mit lauwarmem Wasser auswaschen. Spülen Sie so lange, bis das Wasser klar ist und keine Partikel mehr herauskommen. Ein leichter rötlicher Schimmer auf der Kopfhaut oder der Stirn ist normal und wäscht sich mit den nächsten Haarwäschen heraus. Vermeiden Sie es, direkt nach dem Ausspülen Shampoo zu verwenden; viele Experten empfehlen, 24 bis 48 Stunden zu warten, damit die Farbe vollständig oxidieren und sich setzen kann. Eine leichte Spülung mit Apfelessigwasser kann helfen, die Schuppenschicht zu schließen und den Glanz zu verstärken.

Wie lange hält Henna in den Haaren?

Henna ist eine semipermanente Haarfarbe, was bedeutet, dass sie sich im Laufe der Zeit aus den Haaren wäscht. Die Haltbarkeit variiert je nach Haartyp, Häufigkeit des Waschens und der ursprünglichen Haarfarbe, liegt aber typischerweise zwischen drei bis vier Wochen, bevor die Farbe sichtbar verblasst. Doch Vorsicht: Henna ist nicht mit einer Haartönung zu verwechseln! Während eine Tönung oft spurlos verschwindet, verblasst die Henna-Farbe zwar mit der Zeit, aber ein Ansatz bleibt trotzdem zurück, da die Farbe sich um die Haarstruktur legt und nicht vollständig herausgelöst wird. Besonders auf hellen oder grauen Haaren kann der Rotstich des Hennis dauerhaft sichtbar bleiben.

Wie oft darf man sich die Haare dann mit Henna färben? Im Prinzip so oft Sie möchten, vorausgesetzt, es handelt sich um ein reines Bio-Produkt, das Ihre Haare zusätzlich pflegt und keine schädlichen Zusätze enthält. Da Henna das Haar nicht chemisch angreift, sondern schützt und pflegt, können regelmäßige Anwendungen sogar vorteilhaft sein. Um ein glänzendes, deckendes Finish Ihrer Haarfarbe zu erhalten und den Ansatz zu kaschieren, wird oft empfohlen, die Haare etwa alle drei bis vier Wochen neu zu färben. Bei sehr schnell wachsendem Haar oder dem Wunsch nach einer durchgehend intensiven Farbe kann auch eine häufigere Anwendung sinnvoll sein. Beobachten Sie, wie Ihr Haar auf die Farbe reagiert und passen Sie die Häufigkeit entsprechend an.

Unsere Top-Empfehlungen für Henna-Haarfarben

Nachdem wir in der Redaktion bereits selbst einige Henna-Haarfarben getestet und auch die Bewertungen im Internet genau analysiert haben, können wir Ihnen folgende Produkte zum Haarefärben empfehlen. Diese Produkte zeichnen sich durch ihre Reinheit, gute Deckkraft und einfache Handhabung aus und sind besonders für ihre Fähigkeit bekannt, auch graue Haare gekonnt abzudecken, was bei Henna oft eine Herausforderung darstellt.

1. Pflanzen-Haarfarbe von Sante

Die 100% Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik überzeugt vor allem durch ihre breite Palette an Farbtönen. Hier finden Sie eine gute Auswahl an verschiedenen Rot- und Brauntönen sowie ein intensives Schwarz. Die Handhabung des Henna-Pulvers ist, wie in unserer Anleitung beschrieben, unkompliziert und die Deckkraft ist sehr überzeugend, selbst auf schwierigeren Haarstrukturen. Sante ist bekannt für seine zertifizierte Naturkosmetik und garantiert somit Produkte ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe.

2. khadi Pflanzenhaarfarbe

Die Khadi Pflanzenhaarfarbe, insbesondere in Brauntönen, beeindruckt durch ihre außergewöhnliche Deckkraft. Viele Testerinnen berichten, dass sie auch auf grauen Haaren sehr gute Ergebnisse erzielt. Dies ist ein entscheidender Vorteil, da Henna bei grauen Haaren oft dazu neigt, einen unerwünschten Orangestich zu hinterlassen. Bei Khadi ist dies in der Regel nicht der Fall, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für alle macht, die ihre grauen Haare natürlich abdecken möchten. Khadi legt großen Wert auf ayurvedische Rezepturen und höchste Qualität der Rohstoffe.

3. Logona Pflanzenhaarfarbe

Eine weitere Top-Empfehlung ist die Henna-Haarfarbe bzw. das Pulver der Naturkosmetikmarke Logona. Auch dieses Produkt überzeugt mit seiner hohen Deckkraft und einer guten Farbauswahl, die sowohl Rot- als auch Brauntöne umfasst. Ein besonderes Highlight der Logona-Packung ist die inkludierte Haarkur mit Bio-Brennnesselextrakt. Diese Kur pflegt die Haare zusätzlich und sorgt für extra Glanz und Geschmeidigkeit nach der Färbung, was das Gesamterlebnis noch angenehmer macht.

Vergleichstabelle unserer Empfehlungen

ProduktVorteileDetails (Pulvermenge)Besonderheiten
khadi Haarfarbe-PulverHohe Deckkraft, auch auf grauem Haar; verschiedene Rot- und Brauntöne sowie Schwarz100 gKunden-Liebling, deckt graue Haare zuverlässig ab.
SANTE Haarfarbe-PulverHohe Deckkraft, auch auf grauem Haar; auch in Blond- und Rottönen100 gBreite Farbauswahl, einfache Handhabung.
LOGONA Haarfarbe-PulverHohe Deckkraft, auch auf grauem Haar; günstiger Preis100 gInklusive Haarkur mit Bio-Brennnesselextrakt; pflegt das Haar zusätzlich.

Häufig gestellte Fragen zu Henna

Kann Henna Haare austrocknen?

Reines Henna trocknet die Haare in der Regel nicht aus. Im Gegenteil, es legt sich wie ein Schutzfilm um das Haar und kann es sogar kräftigen und glänzender machen. Manche Menschen empfinden das Haar nach der Anwendung jedoch als etwas „griffiger“ oder „strohiger“, was an der versiegelnden Wirkung liegen kann. Dies lässt sich oft mit einer anschließenden Pflegekur oder Haaröl beheben. Achten Sie darauf, dass Ihr Henna-Produkt keine austrocknenden Zusätze enthält.

Kann ich Henna auf chemisch gefärbtem Haar verwenden?

Grundsätzlich ja, aber mit Vorsicht. Henna kann auf chemisch gefärbtem Haar unerwartete Farbergebnisse liefern, insbesondere wenn zuvor Blondierungen oder Dauerwellen angewendet wurden. Es kann zu Grünstichen oder ungleichmäßigen Farben kommen. Es wird dringend empfohlen, vor der vollständigen Anwendung eine Probesträhne an einer unauffälligen Stelle zu färben. Warten Sie idealerweise auch einige Wochen nach einer chemischen Behandlung, bevor Sie Henna verwenden.

Wie deckt Henna graue Haare ab?

Henna kann graue Haare sehr gut abdecken, oft sogar besser als viele chemische Farben, da es die Haarstruktur nicht so stark verändert. Allerdings kann reines rotes Henna auf grauen Haaren einen sehr intensiven Orangeton oder leuchtendes Rot ergeben. Für natürlichere Braun- oder Schwarztöne werden oft Mischungen mit Indigo oder anderen Pflanzenfarben verwendet. Für ein optimales Ergebnis auf Grauhaar kann auch eine zweistufige Färbung (Vorbehandlung mit Henna, dann Überfärben mit einer dunkleren Mischung) sinnvoll sein.

Was tun bei einer allergischen Reaktion auf Henna?

Echte allergische Reaktionen auf reines Henna sind sehr selten. Wenn Sie jedoch Rötungen, Juckreiz, Schwellungen oder Blasenbildung nach der Anwendung bemerken, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Reaktion auf synthetische Zusätze wie PPD. Spülen Sie die Farbe sofort gründlich aus und suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Informieren Sie den Arzt über die verwendeten Inhaltsstoffe. Führen Sie immer einen Patch-Test (Allergietest) in der Armbeuge durch, 48 Stunden vor der Anwendung.

Wie entferne ich Henna aus den Haaren?

Henna ist semipermanent und wäscht sich mit der Zeit aus. Es kann jedoch nicht einfach wie eine chemische Farbe entfernt oder überfärbt werden, da es sich an das Keratin bindet. Eine vollständige Entfernung ist schwierig und oft nur durch herauswachsen oder vorsichtiges Aufhellen möglich, was jedoch die Haarstruktur schädigen kann und zu unerwünschten Farbergebnissen führen kann. Es gibt keine einfache „Henna-Entferner“-Lösung. Geduld ist hier der Schlüssel.

Ist Henna für Schwangere geeignet?

Reines Henna gilt als sicher für die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit, da es keine schädlichen Chemikalien enthält, die über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen könnten. Es ist eine beliebte Alternative für Schwangere, die auf chemische Haarfärbemittel verzichten möchten. Stellen Sie jedoch unbedingt sicher, dass Sie ein Produkt verwenden, das zu 100% rein ist und keine PPD oder andere synthetische Zusätze enthält.

Wenn Sie keine Lust auf unnötige Chemikalien haben und eine schöne, natürlich aussehende Haarfarbe ohne viel Aufwand auf Ihren Kopf zaubern wollen, ist reines Henna genau das Richtige für Sie. Es ist eine günstige und unkomplizierte Alternative zur herkömmlichen Haarfärbung, die Ihr Haar nicht nur färbt, sondern auch pflegt und schützt. Wenn Sie auf die Inhaltsstoffe achten und nicht wahllos ins Regal greifen, macht Sie Henna zur natürlichen Schönheit!

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