Was passiert beim Baby während der Stillzeit?

Haare färben in der Schwangerschaft: Sicher?

08/03/2021

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Die Schwangerschaft ist eine Zeit großer Veränderungen und besonderer Fürsorge. Während Sie das Wunder des heranwachsenden Lebens in sich spüren, möchten Sie natürlich in jeder Hinsicht das Beste für sich und Ihr ungeborenes Kind tun. Dazu gehört auch die Frage, ob alltägliche Gewohnheiten wie das Haarefärben weiterhin unbedenklich sind. Viele werdende Mütter fragen sich besorgt, ob die Chemikalien in Haarfärbemitteln dem Baby schaden könnten. Diese Sorge ist verständlich, denn die Gesundheit des Kindes steht immer an erster Stelle. Doch was sagen die Experten wirklich dazu? Und gibt es sichere Alternativen, um auch in der Schwangerschaft strahlend auszusehen?

Inhaltsverzeichnis

Haare färben in der Schwangerschaft: Ein häufiges Dilemma

Die Unsicherheit bezüglich des Haarefärbens während der Schwangerschaft ist weit verbreitet. Die größte Befürchtung ist, dass die Inhaltsstoffe der Färbemittel über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen und so das ungeborene Kind erreichen könnten. Es ist wichtig zu wissen, dass es bisher keine wissenschaftlichen Studien gibt, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen dem Haarefärben und Schäden am Fötus eindeutig belegen. Dennoch ist Vorsicht geboten, da ein Restrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Kann man in der Schwangerschaft die Haare färben?
Wenn Sie sich in der Schwangerschaft oder Stillzeit die Haare färben möchten, lassen Sie sich am besten von einer Friseurin oder einem Friseur beraten. Haare färben in der Schwangerschaft: Das Thema verunsichert viele Frauen. Lesen Sie hier mehr über mögliche Gefahren und Alternativen!

Die Welt der Haarfärbemittel: Ein Überblick

Um die Risiken besser einschätzen zu können, ist es hilfreich, die verschiedenen Arten von Haarfärbemitteln zu verstehen und wie sie wirken:

Temporäre Färbemittel (Farbshampoos, Farbfestiger)

Diese Art von Färbemitteln ist die oberflächlichste und gilt als die unbedenklichste. Die Farbstoffe lagern sich lediglich an der äußeren Schicht des Haares ab und dringen nicht in die Haarstruktur ein. Das Farbergebnis hält in der Regel nur ein bis zwei Haarwäschen und ist somit sehr kurzlebig. Da kaum oder keine Chemikalien in den Körper gelangen können, sind temporäre Färbemittel in der Schwangerschaft eine sichere Option.

Semipermanente Färbemittel (Tönungen)

Tönungen dringen etwas tiefer in die Haarfaser ein als temporäre Produkte, aber sie verursachen keine dauerhafte chemische Veränderung der Haarstruktur. Sie enthalten in der Regel weniger aggressive Chemikalien als permanente Haarfarben und sind frei von Ammoniak. Eine semipermanente Haarfärbung hält etwa acht bis zehn Haarwäschen. Aufgrund der geringeren chemischen Belastung und der Tatsache, dass sie das Haar nicht dauerhaft verändern, sind Tönungen eine gute und oft empfohlene Alternative während der Schwangerschaft.

Permanente Färbemittel (Oxidative Haarfarben)

Diese Färbemittel sind darauf ausgelegt, das Haar vollständig und dauerhaft zu durchfärben. Der Prozess erfordert eine chemische Reaktion, bei der die Schuppenschicht des Haares mit Wasserstoffperoxid geöffnet wird, damit die Farbpigmente, die aus farblosen Vorstufen (wie PPD) gebildet werden, tief in das Haar eindringen können. Da sie nicht auswaschbar sind und starke Chemikalien involviert sind, stellen sie das größte Bedenken dar, insbesondere bei direktem Kopfhautkontakt.

Chemikalien unter der Lupe: Was ist drin und welche Rolle spielt es?

Die Sorge um das Haarefärben in der Schwangerschaft rührt hauptsächlich von den potenziell bedenklichen Inhaltsstoffen her, die in einigen Produkten enthalten sein können:

P-Phenylendiamin (PPD) und andere aromatische Amine

PPD ist ein häufig verwendeter Farbstoff in permanenten Haarfarben. Es ist bekannt dafür, starke allergische Reaktionen auslösen zu können und stand zeitweise im Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Um eine dauerhafte Färbung zu ermöglichen, muss die Schuppenschicht der Haare geöffnet werden, wofür Wasserstoffperoxid benötigt wird. Nur dann verbindet sich PPD mit sogenannten Kupplersubstanzen zu einem Farbpigment, das sich in die Haare einlagert. Die Kupplersubstanzen sind entscheidend, da sie die Bildung der gesundheitsschädlichen Bandrowski-Base verhindern, die das Erbgut verändern und Allergien fördern kann. In der EU dürfen Haarfarben höchstens zwei Prozent PPD enthalten, und Kupplersubstanzen sind als Inhaltsstoffe vorgeschrieben. Dies unterstreicht die strengen Sicherheitsstandards.

Ammoniak

Ammoniak wird traditionell in Haarfärbemitteln verwendet, um die Haarstruktur zu öffnen und das Eindringen der Farbe zu erleichtern. Es kann jedoch die Atemwege reizen und einen unangenehmen Geruch verursachen. Viele moderne Haarfarben sind mittlerweile ammoniakfrei, was die Anwendung angenehmer und potenziell sicherer macht, auch wenn dies nicht direkt mit der Schwangerschaft in Verbindung steht.

Kann man in der Schwangerschaft die Haare bleichen?
Besser nicht! «Ich rate davon ab, in der Schwangerschaft eine komplette Blondierung zu machen oder den Ansatz nachzufärben», so da Silva Oliveira. «Die Haare zu bleichen, ist eine sehr intensive Behandlung. Wenn Blondierung auf die Kopfhaut gelangt, kann sie die Haut reizen, enthaltene Chemikalien können in den Körper gelangen.»

Formaldehyd

Eine besondere Warnung gilt für Haarglättungsmittel, insbesondere solche ohne EU-Zulassung. Einige dieser Produkte können Formaldehyd enthalten, eine Substanz, die Augen, Haut und Schleimhäute stark reizen, hochallergen und sogar krebserregend ist. Durch die Anwendung mit einem heißen Glätteisen können giftige Dämpfe freigesetzt und eingeatmet werden. Formaldehyd ist in Haarglättungsmitteln in der EU und der Schweiz nicht zugelassen. Es ist daher entscheidend, nur Produkte mit entsprechender Zulassung zu verwenden.

Strenge Vorschriften: Sicherheit durch Kontrolle

Die gute Nachricht ist, dass Haarfarben, die in der EU und der Schweiz verkauft werden, strengen Sicherheitsanforderungen unterliegen. Hersteller müssen ihre Produkte toxikologisch bewerten lassen, um sicherzustellen, dass die Inhaltsstoffe den Vorschriften der Europäischen Kosmetikverordnung entsprechen. Dies minimiert das Risiko erheblich. Dennoch ist Vorsicht bei Produkten aus dem Ausland geboten, die oft über das Internet erhältlich sind. Diese Produkte erfüllen möglicherweise nicht die gleichen strengen Standards und können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, wie zum Beispiel Henna-Haarfärbemittel aus Asia-Shops, die mitunter PPD ohne die schützenden Kupplersubstanzen enthalten.

Expertenstimmen: Was sagen Gynäkologen und Friseure?

Die Meinungen von Fachleuten sind ein wichtiger Leitfaden für werdende Mütter:

Dr. med. Johanna Janku, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Janku schätzt das Risiko des Haarefärbens in der Schwangerschaft als gering ein. Sie weist darauf hin, dass es zwar wenig verlässliche Daten zu diesem Thema gibt, die Zusammensetzung der Chemikalien jedoch heute anders und weniger aggressiv ist als noch vor Jahrzehnten. Obwohl es Fachkollegen gibt, die davon abraten, spricht aus ihrer Sicht nichts gegen das Färben der Haare. Bei einem hohen Sicherheitsbedürfnis der Patientin rät sie jedoch vorsichtshalber während der Schwangerschaft und Stillzeit davon ab.

Soraia da Silva Oliveira, Coiffeuse

Die erfahrene Coiffeuse betont, dass es bis heute keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis darüber gibt, dass das Haarefärben ein Risiko für ungeborene Kinder darstellt. Sie rät jedoch davon ab, in der Schwangerschaft eine komplette Blondierung zu machen oder den Ansatz nachzufärben, da Blondierung eine sehr intensive Behandlung ist und bei Kontakt mit der Kopfhaut Chemikalien in den Körper gelangen könnten. Ihre Empfehlung für Blondierungen liegt bei maximal sechs Prozent Peroxidanteil. Viele ihrer Kundinnen wechseln während der Schwangerschaft auf Mèches oder Balayage, da hierbei die Blondierung nicht in Kontakt mit der Kopfhaut gelangt.

Wann ist Vorsicht geboten? Empfehlungen für jede Phase

Obwohl das Risiko als gering eingestuft wird, gibt es bestimmte Phasen und Methoden, bei denen besondere Vorsicht geboten ist:

Das erste Trimester: Besondere Vorsicht

Gerade in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, dem ersten Trimester, findet eine intensive Entwicklung des Embryos statt. Es ist ratsam, in dieser kritischen Phase auf starke Färbemittel zu verzichten. Dies hat zwei Gründe: Erstens können Färbemittel allergische Reaktionen hervorrufen, und in der Schwangerschaft sind medizinische Allergiemittel in der Regel nicht erlaubt. Zweitens findet in der Schwangerschaft eine Hormonumstellung statt, die auch die Haarstruktur beeinflussen kann. Die Ergebnisse beim Haarefärben könnten daher anders ausfallen als gewohnt. Geduld ist hier der beste Rat.

Spätere Schwangerschaft und Stillzeit

In den späteren Monaten der Schwangerschaft und während der Stillzeit sind die Bedenken etwas geringer, da die Hauptorganentwicklung des Babys abgeschlossen ist. Dennoch bleibt die Empfehlung bestehen, den Kontakt mit der Kopfhaut zu minimieren und auf schonende Methoden zurückzugreifen.

Welche Färben eignen sich für Schwangere?
Ist kein Kontakt zur Kopfhaut gegeben – oder nur ein kurzer während des Auswaschens –, können eventuell schädliche Stoffe auch nicht in den Blutkreislauf und somit zum Kind gelangen. Zum Färben empfehlen sich für Schwangere daher besonders eine Balayage oder Ombré.

Sichere Alternativen und schonende Methoden

Wenn Sie in der Schwangerschaft nicht auf eine Veränderung Ihrer Haarfarbe verzichten möchten, gibt es mehrere sichere und schonende Alternativen:

Strähnchen, Balayage und Ombré

Der Schlüssel zur Sicherheit liegt darin, den direkten Kontakt des Färbemittels mit der Kopfhaut zu vermeiden. Bei Strähnchen, Balayage oder Ombré wird das Färbemittel meist nicht am Haaransatz angesetzt, sondern in den Längen und Spitzen. So gelangen kaum oder keine Chemikalien an Ihre Haut. Dies ist eine hervorragende Option für Schwangere, die blonde Akzente oder einen Farbverlauf wünschen.

Pflanzliche Haarfarben (Naturhaarfarben)

Pflanzliche Haarfarben wie Henna oder Indigo sind eine beliebte Wahl, da sie auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren und das Haar schonender färben. Sie umhüllen das Haar und dringen nicht tief in die Struktur ein. Auch erstes Grau lässt sich damit abdecken. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nach Auswertung von Studien festgestellt, dass das in Henna enthaltene Pigment Lawson „nach heutigem Wissen kein erbgutschädigendes Risiko“ birgt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass pflanzliche Haarfarben das Haar nur um etwa eine Stufe abdunkeln können und keine Blondierung oder Aufhellung ermöglichen. Auch wenn sie ein geringeres Allergiepotenzial als chemische Haarfarben haben, kann eine allergische Reaktion nie vollständig ausgeschlossen werden. Seien Sie auch hier vorsichtig bei Produkten aus dem Ausland, die als „pflanzlich“ deklariert sind, aber dennoch bedenkliche Zusätze enthalten können.

Hausmittel für natürliche Effekte

Für eine ganz natürliche und risikofreie Farbveränderung können Sie auf bewährte Hausmittel zurückgreifen:

  • Zum Aufhellen:
    • Zitronensaft: Pressen Sie eine Zitrone aus und tragen Sie den Saft auf Ihr Haar auf, um es leicht aufzuhellen. Da es sich um Säure handelt, nicht zu lange einwirken lassen und danach gut pflegen (z.B. mit Olivenöl oder einer Haarkur).
    • Kamillentee: Ein stark aufgebrühter, abgekühlter Kamillentee kann helles Haar zusätzlich aufhellen. Nach dem Einwirken auswaschen.
  • Zum Abdunkeln:
    • Schwarztee: Ein frisch aufgebrühter, lauwarmer Schwarztee kann das Haar bei längerer Einwirkzeit leicht abdunkeln.
    • Kalter Kaffee: Ebenfalls eine Möglichkeit, das Haar dunkler erscheinen zu lassen. Fünf bis zehn Minuten einwirken lassen und ausspülen.

Haarfärbemittel in der Schwangerschaft – Ein Vergleich

Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die verschiedenen Optionen:

Haarfärbemittel TypBeschreibungRisiko in der SchwangerschaftGeeignet für Schwangere?
Temporäre FärbemittelFarbstoffe lagern sich oberflächlich ab, halten 1-2 Wäschen.Sehr gering (kein Eindringen in Haar/Kopfhaut).Ja, sicher.
Semipermanente Färbemittel (Tönungen)Dringen leicht in die Haarfaser ein, halten 8-10 Wäschen, weniger Chemikalien.Gering (weniger aggressive Chemikalien, oft ammoniakfrei).Ja, bevorzugt.
Permanente Färbemittel (Oxidative Farben)Dringen tief in die Haarstruktur ein, chemische Reaktion, dauerhaft.Höher (wegen PPD, Wasserstoffperoxid und Kopfhautkontakt).Nicht empfohlen für Ganzfärbung; nur mit Vorsicht (z.B. Strähnchen).
BlondierungenEntziehen dem Haar Pigmente, intensive chemische Behandlung.Höher (intensive Chemikalien, oft direkter Kopfhautkontakt).Nur als Strähnchen/Balayage (ohne Kopfhautkontakt).
Pflanzliche Haarfarben (Henna, Indigo)Natürliche Inhaltsstoffe, umhüllen Haar, kein chem. Prozess.Sehr gering (vorausgesetzt EU-konform und rein pflanzlich).Ja, bevorzugt (aber keine Aufhellung möglich).

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich meine Haare im ersten Trimester färben?

Es wird generell empfohlen, im ersten Trimester auf das Haarefärben zu verzichten. In dieser Phase findet die Hauptentwicklung des Babys statt, und hormonelle Veränderungen können die Haarstruktur beeinflussen, was zu unvorhersehbaren Farbergebnissen führen kann. Auch das Risiko allergischer Reaktionen ist zu beachten.

Sind Strähnchen oder Balayage in der Schwangerschaft sicher?

Ja, Strähnchen und Balayage gelten als sichere Alternativen, da das Färbemittel hierbei nicht direkt mit der Kopfhaut in Kontakt kommt. Die Farbe wird hauptsächlich in den Längen und Spitzen aufgetragen, wodurch die Aufnahme von Chemikalien in den Blutkreislauf minimiert wird.

Was ist mit Henna in der Schwangerschaft?

Rein pflanzliche Henna-Produkte, die den EU-Sicherheitsstandards entsprechen, gelten in der Schwangerschaft als sicher. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat das in Henna enthaltene Pigment Lawson als unbedenklich eingestuft. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um ein reines Naturprodukt ohne chemische Zusätze handelt, insbesondere bei Produkten aus dem Ausland.

Wie gefährlich ist Haarefärben für Schwangere?
Auch davor haben viele Schwangere Respekt. Der Grund: Sie fürchten, dass die in Färbemittel enthaltenen Inhaltsstoffe beim Haarefärben über die Kopfhaut in den Körperkreislauf gelangen können – ergo gefährlich für das Ungeborene sein können.

Welche Inhaltsstoffe sollte ich in der Schwangerschaft meiden?

Vermeiden Sie Produkte, die hohe Konzentrationen von P-Phenylendiamin (PPD) enthalten, insbesondere wenn diese nicht durch Kupplersubstanzen ergänzt werden. Auch Haarglättungsmittel, die Formaldehyd enthalten, sollten unbedingt gemieden werden, da Formaldehyd in der EU und Schweiz nicht zugelassen ist und sehr gesundheitsschädlich sein kann.

Kann sich die Haarfarbe anders verhalten, wenn ich schwanger bin?

Ja, aufgrund der hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft kann sich die Haarstruktur verändern. Dies kann dazu führen, dass die Haarfarbe anders ausfällt als erwartet, die Farbe schlechter angenommen wird oder die Haltbarkeit variiert. Es ist ein weiterer Grund, im ersten Trimester vorsichtig zu sein.

Gibt es Alternativen zum chemischen Färben?

Absolut! Neben Strähnchen und Tönungen sind pflanzliche Haarfarben (wie Henna oder Indigo) eine ausgezeichnete Wahl. Für sanfte Effekte können Sie auch auf Hausmittel wie Zitronensaft, Kamillentee zum Aufhellen oder Schwarztee und Kaffee zum Abdunkeln zurückgreifen.

Was ist der Unterschied zwischen Tönung und Färbung und was ist sicherer?

Der Hauptunterschied liegt darin, wie die Farbe ins Haar eindringt. Eine Tönung (semipermanente Farbe) legt sich um das Haar und wäscht sich nach einigen Wäschen wieder aus, während eine Färbung (permanente Farbe) chemisch in die Haarstruktur eindringt und dauerhaft ist. Tönungen sind in der Regel sicherer in der Schwangerschaft, da sie weniger aggressive Chemikalien enthalten und das Haar nicht dauerhaft verändern.

Wichtige Tipps für den Friseurbesuch in der Schwangerschaft

Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Haare färben zu lassen, beachten Sie folgende Ratschläge:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Friseur: Informieren Sie Ihren Friseur über Ihre Schwangerschaft. Ein erfahrener Profi kann Sie beraten und die sichersten Methoden sowie Produkte für Sie auswählen.
  • Wählen Sie schonende Techniken: Bitten Sie um Strähnchen, Balayage oder Ombré, um den direkten Kontakt der Farbe mit Ihrer Kopfhaut zu vermeiden.
  • Produktauswahl: Fragen Sie nach ammoniakfreien oder pflanzlichen Produkten.
  • Gute Belüftung: Achten Sie darauf, dass der Salon gut belüftet ist, um das Einatmen von Dämpfen zu minimieren.
  • Patch-Test: Auch wenn das Allergierisiko in der Schwangerschaft variieren kann, ist ein Patch-Test (Hauttest) 48 Stunden vor der Anwendung grundsätzlich ratsam, um allergische Reaktionen auszuschließen. Besprechen Sie dies jedoch unbedingt mit Ihrem Arzt, da ein solcher Test in seltenen Fällen das Allergierisiko auch erhöhen kann.

Zusammenfassendes Fazit: Schönheit und Sicherheit im Einklang

Die Entscheidung, die Haare in der Schwangerschaft zu färben, ist eine persönliche. Während die wissenschaftliche Evidenz für eine direkte Schädigung des Ungeborenen durch Haarfärbemittel gering ist, raten viele Experten und Hebammen aus Vorsicht dazu, den Kontakt mit starken Chemikalien zu minimieren, insbesondere im ersten Trimester. Der Schlüssel liegt in der informierten Wahl und der Anwendung schonender Methoden. Mit Tönungen, Strähnchen, pflanzlichen Haarfarben oder sogar natürlichen Hausmitteln können Sie Ihren Look auch während dieser besonderen Zeit pflegen, ohne die Gesundheit Ihres Babys zu gefährden. Hören Sie auf Ihren Körper, konsultieren Sie bei Unsicherheiten stets Ihren Arzt oder Ihre Hebamme und treffen Sie die für Sie und Ihr Baby beste Entscheidung.

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